<Desc/Clms Page number 1>
Tunkvorrichtung für Zündholzmaschinen.
Tunkvorricbtungen mit auf und nieder gehenden Tunkorgano sowie einer über dieses geführten Abstreichschiene sind bekannt, jedoch bloss in der Ausführung, dass die Abstreich- schiene während des ununterbrochenen Auf-und Niederganges über die Tunkschiene geführt wird. Bei der Tunkvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung wird die Tunkschiene sowohl beim Aufwärtshub) als auch beim Abwartshube zu einem vorübergehenden Stillstand gebracht, während dessen die Abstreichschione über die Tunkschiene geführt wird. Eine solche Einrichtung gestattet eine einfache selbsttätige Reinigung der Abstreichschiene durch fest angeordnete Bürsten oder dgl.
Auch ist es möglich, die Abstreichschiene in gekrümmten Führungen über die Tunkschione zu führen, um eine muldenförmige Masseoberfläche auf der
EMI1.1
eben werden und mit der oberen Kante der Ränder der Tuhkschiene in einer Höhe liegen.
Die Zeit, die zwischen dem Aufschöpfen der Masse und dem Tunken der Hölzchen verläuft, ist aller nicht so lange, dass dieses vollkommene Abfliessen der Masse bis zum Ebenwerden der Oberfläche eintreten könnte ; es werden vielmehr während dieser Zeit nur die Ränder
EMI1.2
kommt, wird die aufgeschöpfte Tunkmasse muldenförmig abgestrichen, so dass die überhöhten Ränder der Masseschicht so weit abfliessen können, dass die Oberfläche gerade im Augen-
EMI1.3
Abstreichschiene kann die konkave Oberfläche nach Bedarf in grösserer oder kleinerer Entfernung von der Tunkschiene abgestrichen werden. Zur Zeit des Tunkens selbst wird stets eine an allen Stellen gleich tiefe Masseschicht auf der Tunkschiene vorhanden sein.
EMI1.4
euden befindlichen Führungen g auf und ab bewegt werden.
Auf der Welle a sitzende Kurvenscheiben oder Scheiben mit Kurvennuten h greifen die an den Gleitstücken e befestigten Rollen oder Zapfen i an, wodurch der Tunkschiene f die Auf- und Abbewegung
<Desc/Clms Page number 2>
erteilt wird, u. zw. derart, dass sowohl beim Aufwärtsgange ata auch beim Abwärtsgango ein durch konzentrische Teile der Führungsnuten bewirkter Stillstand eintritt. Durch diese Tunkschiene wird in bekannter Weise die Tunkmasse auf-die Enden der Hützchon, die in den durch Führungen r laufenden Tragstreifen T stecken, aufgetragen.
EMI2.1
enden während des früher erwähnten Stillstandes eine Abstreichschiene k hinweg, deren seitliche Führungen l in der Höhenlage verstellbar sind.
Diese Führungen sind gerade oder, wenn grössere Schichtdicken erforderlich werden, bogenförmig ausgeführt (vgl. Fig. 1 a), wodurch die Abstreichschiene eine dem Bogen entsprechende Zylinderttäche beschreibt ; dadurch ist, wie eingangs auseinandergesetzt, eine Garantie geboten, dass die zu vertunkendo Masse mit ebener oder fast ebener Oberfläche zur Wirkung gelangt.
Die Abstreichschiene selbst steht entweder hochkantig und besitzt zum Zwecke der Glättung der Masseobernäcbe eine schmale Abstreichfläche oder erhält aus Rücksichton einer grösseren Stabilität bei geringem Gewichte und möglichst geringer Höhe einen n-oder T- oder #-förmigen Querschnitt. Wenn das Abstreichen nach einer konkaven Fläche geschehen soll, so empfiehlt es sich, die schmale Abstreichssiiche nach einer schwach gekrümmten Zylinderfläche zu wölben, deren Erzeugende in der Längsrichtung der Abstreichschiene verlaufen.
Das Abstreichen der Masse zur Erzielung der gewünschten glatten Oberfläche geschieht vor dem Tunken. Vor dem erneuerten Eintauchen der Tunkschiene in die Masse wird dieselbe Abstreichscbiene als Reinigungsorgan benützt und die auf der Tunkschiono verbliebene unvortunkte Masse samt den eventuell daraufliegonden Hölzchen entfernt. Ober-
EMI2.2
Hölzchen oder Massetropfen zu entfernen, eine feststehende, scharfkantige oder mit einer Bürste versehene Schiene oder ein Blech angeordnet sein, welches beim Vorüborgange der Abstreichschiene mit deren oberer Fläche in Berührung kommt und so die Reinigung durch Abstreichen bewirkt.
Die Bewegung der Abstreichschiene k erfolgt durch einen mit dem Hauptantrieb verbundenen Mechanismus (Fig. 3), bestehend ans Übersetzung m, Kurvenscheibe n und einer in der Tragstreifenbewegungsrichtung geführten Stange o, mit weicher die Abstreichschiene durch eine leicht lösbare Kupplung p verbunden ist. Die in der Zeichnung dargestellte Kupplung, für jedes der beiden Enden der Abstreichschione eine, besteht aus einem Bolzen, der in einer mit der Stange o fest verbundenen Buchse gelagert ist, in dieser Buchse ge- hoben und gesenkt werden kann und in ein oberhalb der Führung l angeordnetes Loch der Abstreichschieno hineinragt. Das Heben und Senken dieses Bolzens geschieht durch
EMI2.3
gangförmigen Nut oder einem Schlitz der Büchse geführt ist.
Dip lösbare Verbindung könnte auch in anderer Weise erreicht werden. Wie Fig. 4 zeigt, können die die Tunkschiene bewegenden Scheiben h auch mit zwei Unrundführungen versehen sein, um gleichzeitig die Tunkschienen- als auch die Abstreichschienenbewegung durch entsprechende Hebel- übersetzung q einzuleiten.
Da für den ganzen einmaligen Tunkvorgang, also für das Schöpfen der Tunkmasse aus dem Tunktrog mit der Tunkschiene, das Gleichstreichon der aufgeschöpften Masse, das Auftragen dieser Masse auf die Hölzchenenden, das Reinigen der Tunkscbicne von der darauf haftenden übriggebliebenen Masse und das Tiefgehen der Tunkschiene in die Masse, eine lange Zeit, etwa vier bis fünf Sekunden, nötig ist, muss mit Rücksicht auf die kontinuierlich oder um kurze Strecken ruckweise vorbewegten Tragstreifen bzw. auf die in kurzen Intervallen arbeitenden Hölzchen-Ein- und Ausstossvorrichtungen der Vorschub der Tragstreifen im Bereiche der Tunkvorriehtung geändert werden.
Zu diesem Behufo wird mittels eines während des Tiefganges der Tunkschiene wirkenden Schaltmechanismus eine Anzahl Tragstreifen von den normal bewegten Tragstreifen losgetrennt, in Intervallen
EMI2.4
so sind die Intervalle und die Strecken des Vorschubes im Bereiche der Tunkvorrichtung dreimal so lang als beim Vorschub im übrigen Teil der Tragstreifonbahn.
Diese Aufgabe kann beispielsweise so, wie in Fig. 5 dargestellt, konstruktiv gelöst sein : Durch das auf der Welle a sitzende Zahnrad f wird das Zahnrad s und damit die
EMI2.5
<Desc/Clms Page number 3>
von den nachfolgenden losgelöst und über die schiene weggeschoben. Eine zweite Klinke to, die hinter dem Tunkkasten in die. Tragstreifen, deren Hölzchen bereits getunkt sind, eingreift, bewirkt das Weiterschieben dieser Tragstreifon und den Anschluss an die übrigen normal bewegten Tragstreifen.
Der Antrieb dieser zweiten Klinko tc erfolgt gleich- falls vom Hebel is ans durch die Schieberstange x und die beiden Winkelhobel y, di'' mittels an ihnen befestigter Zahnsegmente z aufeinander derart einwirken, dass die Klinke u dann zurückgeht, wenn die Klinke v vorgeht und umgekehrt. Diese Hewegung der Klinle kann auch in anderer Weise zustande gebracht werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Tunkvorrichtung für Zündholzmaschinen mit auf und nieder gehendem Tunkorgan und über dieses geführter Abstreichscbione, dadurch gekennzeichnet, dass die Tunkschiene sowohl beim Aufgange als auch beim Niedergange eine Zeit hindurch stille steht, während welcher das Darübergehen der Abstreichschione über die Tunkschiene erfolgt.