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Scherenstromabnehmer für elektrisch betriebene Eisenbahnfahrzeuge
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Nachstehend wird die Beschreibung eines konkreten Ausführungsbeispiels der Erfindung mit Bezugnahme auf die Zeichnung angeführt, in der ein erfindungsgemässer Scherenstromabnehmer für elektrisch betriebene Eisenbahnfahrzeuge schematisch dargestellt ist.
An einer festen Grundplatte-l-ist ein System von Hebeln --2-- angelenkt. Auf diesem Hebelsystem sind Wellen--3 und 4--montiert, an denen untere bewegliche Rahmen--S-befestigt sind. Die erwähnten Rahmen sind mit oberen beweglichen Rahmen--6--gelenkig verbunden, auf denen eine Kufe--7--angeordnet ist, die den Kontakt mit einer Fahrleitung--S-- des Fahrleitungsnetzes herstellt.
Die symmetrische Lage der unteren --5-- und der oberen Rahmen--6--bei Normalbetrieb gewährleistet eine synchronisierende Zugstange--9--.
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--11-- enthält.Zylinder --15-- sind drei Öffnungen vorhanden, an welche eine Rohrleitung-17--, die den Zylinder --15-- mit der Druckluftleitung der elektrisch betriebenen Eisenbahnfahrzeuge verbindet, eine Rohrleitung-18--, die die Steuereinrichtung --11-- mit dem Druckluftzylinder-10verbindet, und eine Rohrleitung--19--, die die Steuereinrichtung --11-- mit der Atmosphäre verbindet, angeschlossen sind.
Eine Kolbenstange--20--der Steuereinrichtung-11--ist über miteinander gelenkig verbundene Zugstangen-21, 22, 23- mit einer Kurbel Welle-3-verbunden. Die Zugstange --23-- ist mit der Kurbel --24-- durch einen Finger--25--verbunden.
Mit einer Kurbel --26-- der Welle --4--ist die Kolbenstange --20-- der
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ausschiebbare Zugstange verwendet werden.
In dem betrachteten Scherenstromabnehmer sind die Wellen--3 und 4--, die Drehachse des Schwinghebels--27--und die oberen Gelenke des Systems von Hebeln --2-- auf einer beweglichen Grundplatte--29--angeordnet. Diese Anordnung der erwähnten Elemente gewährleistet ihre bequeme Montage. Jedoch ist eine Ausführung des Scherenstromabnehmers möglich, bei der die Wellen--3 und 4--unmittelbar am Hebelsystem montiert sind.
Der Scherenstromabnehmer für elektrisch betriebene Eisenbahnfahrzeuge arbeitet folgenderweise.
Bei Normalbetrieb verschieben sich bei geringen Höhenveränderungen der Fahrleitung--8-zusammen mit der Kufe --7-- die oberen Rahmen--5--und die unteren beweglichen Rahmen - -6--. Bei grosser Höhenminderung der Fahrleitung --8-- drehen sich die Wellen-3 und 4-nach entgegengesetzten Seiten um einen beträchtlichen Winkel. Zusammen mit der Welle --3-- dreht sich entgegen dem Uhrzeigersinn die Kurbel--24--, die über die Zugstangen--23, 22 und 21-und die Kolbenstange--20--den Kolben--16--nach links verschiebt, wodurch die Rohrleitungen
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Drehung der Wellen--3 und 4--bewirkt. Die damit zusammen erfolgende Drehung der Kurbel --24-- im Uhrzeigersinn bewirkt über die Zugstangen--23, 22 und 21-- sowie die Kolbenstange
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von Hebeln --2-- hebt sich.
Bei Notbetrieb hängt die Arbeit des Scherenstromabnehmers von der Bewegungsrichtung der elektrisch betriebenen Eisenbahnfahrzeuge ab.
Bei Bewegung des Scherenstromabnehmers in der Richtung, die in der Zeichnung durch einen Pfeil--A--angegeben ist, erfolgt bei einem Stoss gegen ein an der Fahrleitung--8--aufgetretenes Hindernis die Zerstörung der synchronisierenden Zugstange--9--, welche eine geringe mechanische
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Uhrzeigersinn und verschiebt über die Zugstangen--23, 22 und 21-und die Kolbenstange--20den Kolben --16-- nach links, wobei sie den Zylinder --10-- über die Steuereinrichtung-11-
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mit der Atmosphäre verbindet.
Das System von Hebeln --2-- senkt sich, so dass es die Kufe--7-- ausser Kontakt mit der Fahrleitung --8-- bringt. In diesem Falle verhindert die flexible Zugstange --28-- die Drehung des Schwinghebels --27-- entgegen dem Uhrzeigersinn nicht.
Bei Bewegung des Scherenstromabnehmers in der Richtung, die in der Zeichnung durch einen Pfeil--B--angegeben ist, erfolgt bei einem Stoss gegen ein Hindernis an der Fahrleitung ebenfalls die Zerstörung der synchronisierenden Zugstange-9--, und die beweglichen Rahmen--5 und 6-nehmen eine Lage ein, die in der Zeichnung durch Strichpunktlinien angegeben ist. Die Kurbel - dreht sich im Uhrzeigersinn und dreht über die flexible Zugstange --28-- den Schwinghebel-27-.
Da die mechanische Festigkeit der Zugstange--23--geringer als die Festigkeit der flexiblen Zugstange --28-- ist, wird die Zugstange --23-- zerstört, so dass sie die Drehung des
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--27-- nicht--28-- abgeschert werden wird.
Die Drehung des Schwinghebels --27-- entgegen dem Uhrzeigersinn bewirkt über die Zugstangen-22 und 21-und die Kolbenstange --20-- die Verschiebung des Kolbens-16- nach links. Die Druckluft tritt aus dem Druckluftzylinder --10-- durch die Steuereinrichtung - -11-- in die Atmosphäre aus, und das System von Hebeln --2-- senkt sich.
Das Versuchsmuster des Scherenstromabnehmers, ausgeführt gemäss der Erfindung, gewährleistete bei den Prüfungen sein zuverlässiges Senken bei Stössen gegen die an der Fahrleitung auftetende Hindernisse in beiden Bewegungsrichtungen der Eisenbahnfahrzeuge. Die Auswechselung der zerstörten synchronisierenden Zugstange und des zerstörten Fingers nahm nicht mehr als fünf Minuten in Anspruch.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Scherenstromabnehmer für elektrisch betriebene Eisenbahnfahrzeuge, bei dem die unteren Scherenarme an zwei ortsveränderlichen Wellen befestigt und über eine Kuppelstange verbunden sind, wobei die Wellen mit einer festen Grundplatte über ein System von Hebeln verbunden sind, die durch einen Druckluftantrieb betätigt werden, dessen Steuereinrichtung mit der einen dieser Wellen über starre
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Steuereinrichtung (11, 21, 22, 27) des Druckluftantriebes mit der andern Welle (4) über ein flexibles Zugelement (28) verbunden ist, um ein Nachgeben der Schere bei ihrem Auftreffen auf ein Hindernis und einen Bruch der Kuppelstange (9) zu ermöglichen.
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