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Kraftstoffeinspritzanlage
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffeinspritzanlage, insbesondere für Kraftfahrzeugmotore mit
Saugrohreinspritzung, mit einem ersten monostabilen Multivibrator, dessen Impulsdauer von einer Be- triebsfunktion der Brennkraftmaschine, insbesondere vom Druck in ihrem Saugrohr, abhängig ist, wobei die jeweilige Betätigungsdauer der Einspritzeinrichtung und damit die eingespritzte Kraftstoffmenge von dieser Impulsdauer abhängt, bei welcher dem ersten monostabilen Multivibrator ein zweiter monostabi- ler Multivibrator nachgeschaltet ist, dessen Impulsdauer von der Impulsdauer des ersten Multivibrators abhängig ist und dessen Impulsbeginn vom ersten Multivibrator gesteuert wird, und ferner die Ausgangs- impulse beider Multivibratoren die Einspritzeinrichtung und damit die eingespritzte Kraftstoffmenge steuern nach Patent Nr.
283820, wobei diese beiden Ausgangsimpulse einem ODER-Gatter zugeführtwerden.
Mit derartigen Kraftstoff einspritzanlagen kann also die Einspritzdauer in Abhängigkeit von verschiedenen Betriebsparametem geändert werden : So wird beispielsweise eine Erhöhung der Kraftstoffmenge beim Kalt-und Warmlauf mittels eines NTC-Widerstandes erreicht, welcher mit dem Kühlwasser des Motors in wärmeleitender Verbindung steht und die Impulsdauer des zweiten monostabilen Multivibrators und damit die Einspritzdauer beeinflusst.
Nach der Erfindung werden nun solche Kraftstoffeinspritzanlagen für Brennkraftmaschinen in besonders vorteilhafter Weise derart ausgebildet, dass sowohl die Impulsdauer des ersten als auch diejenige des zweiten monostabilen Multivibrators mittels je eines Temperaturfühlers einstellbar sind.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Kraftstoffeinspritzanlage in Fig. 1 im Schaltschema veranschaulicht ; weiters zeigen die Fig. 2 bis 6 Diagramme zur Erläuterung der Wirkungsweise dieser Einspritzanlage.
Die in Fig. 1 dargestellte Kraftstoffeinspritzanlage ist zum Betrieb einer vierzylindrigen Brennkraftmaschine --10-- bestimmt, deren Zündkerzen an eine Hochspannungs-Zündanlage angeschlossen sind. An dieser Brennkraftmaschine --10-- sitzt in unmittelbarer Nähe der-nicht eingezeichne- neten - Einlassventile auf jedem der zu ihren einzelnen Zylindern führenden Verzweigungsstutzen eines Ansaugrohres --12-- ein elektromagnetisch betätigbares Einspritzventil--13--, welche vier Ventile - zusammen die Einspritzeinrichtung bilden.
Aus einem Verteiler --15-- wird über eine Leitung - jedem dieser vier Einspritzventile --13-- unter konstantem Druck ständig Kraftstoff zugeführt, welcher seinerseits mittels einer Pumpe --16-- aus einem Vorratstank --17-- in den Verteiler --15-gepumpt wird. Diese Pumpe kann elektrisch oder, wie dargestellt, von der Brennkraftmaschine-10angetrieben werden.
Jedes der Einspritzventile --13-- ist einpolig an Masse angeschlossen. Die beiden linken Einspritzventile --13-- (bezogen auf Fig. l) sind über je einen Widerstand --18-- mit dem Kollektor eines pnpLeistungstransistors --22-- verbunden, und die beiden rechten Einspritzventile --13-- sind über je einen Widerstand --19-- mit dem Kollektor eines pnp-Leistungstransistors --23-- verbunden. Die Emitter der
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--22terie --25-- ausgebildeten Betriebsspannungsquelle verbunden ist und die deshalb im folgenden als Plusleitung bezeichnet wird. An den Minuspol der Batterie --25-- ist eine Leitung --26-- angeschlossen, die mit Masse verbunden ist. Sie wird im folgenden als Minusleitung bezeichnet.
Die Basen der beiden Leistungstransistoren --22 und 23-- werden über einen Umschalterkontakt --27--, der mit der Nockenwellendrehzahl der Brennkraftmaschine --10-- angetrieben wird, abwechselnd mit dem Ausgang eines ODER-Gatters --28--verbunden, das einen npn-Transistor-29-- enthält. An dem Eingang dieses ODER-Gatters sind die Ausgänge zweier Multivibratoren angeschlossen. Dies sind
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Der zweite Multivibrator --35-- arbeitet mit einem Zeitglied --39-- zusammen, das einen npn-Tran- sistor --40-- enthält. Die Impulsdauer-T-des zweiten Multivibrators --35-- hängt mit der Impulsdauer --T1-- des ersten Multivibrators --32-- etwa nach der Funktion T2 = b. Tl - a zusammen, wobei-a-im Ausführungsbeispiel eine Funktion der Spannung an der Batterie --25-- ist.
Durch diese Massnahme erhält man in vorteilhafter Weise die gewünschte Variation der Einspritzdauer T = T1 + T2 (d. h. der Öffnungsdauer der Ventile --13--) von etwa 1 : 4, die sonst besonders bei hohen Drehzahlen nur schwer zu verwirklichen ist, wie das eingangs dargelegt wurde. Die Grösse --b-- ist im Ausführungsbeispiel eine Funktion der Temperatur der Brennkraftmaschine, die also die Impulsdauer --T2-- multi- plikativ beeinflusst, während die Spannung an der Batterie --25-- einen additiven Einfluss auf die Impulsdauer --T2-- hat. Ausserdem ist noch eine sogenannte Startanreicherung vorgesehen, durch die beim Anlassen die Impulsdauer--T-ebenfalls verlängert wird.
Im einzelnen ist die Schaltung nach Fig. 1 wie folgt aufgebaut :
Die Emitter der TransiStoren --33 und 34-sind direkt an Masse angeschlossen. Die Basis des Transistors --33-- ist mit der Kathode einer Diode --43-- und, über einen Widerstand --44--, mit Masse verbunden. Die Anode der Diode --43-- ist mit einem Verbindungspunkt-45-- verbunden, an den die Anoden zweier Dioden-46, 47-angeschlossen sind und der über einen Widerstand --48-- mit der Plusleitung --24-- in Verbindung steht. Die Kathode der Diode --46-- ist über einen Widerstand-49mit Masse und über einen Kondensator --52-- mit einem Verbindungspunkt --53-- verbunden, der seinerseits über einen Widerstand --54-- an die Plusleitung --24-- angeschlossen ist und über einen Unterbrecherkontakt --55-- mit Masse verbunden werden kann.
Der Unterbrecherkontakt --55-- wird von einem zweihöckerigen Nocken --56-- bei jeder Umdrehung der Nockenwelle der Brennkraftmaschine - zweimal geschlossen und gibt dann jeweils einen negativen Impuls an den Verbindungspunkt --53--. Dieser Impuls wird von dem R-C-Differenzierglied --49, 52-- differenziert, wobei die in Fig. 1 eingezeichnete Spannungsform entsteht ; die Diode --46-- lässt hievon nur die negative Hälfte durch, die beim Schliessen des Kontaktes --50-- entsteht (Spannung --u -- am Verbindungspunkt --45--, vgl.
Fig. 2).
Die Kathode der Diode --47-- ist über die Sekundärwicklung --57-- eines Übertragers --58-- mit einem Verbindungspunkt --59-- verbunden, von dem ein Widerstand --62-- nach Masse und ein Wider- stand --63-- zur Plusleitung --24-- führt. Durch Ändern des Potentials am Verbindungspunkt --59-kann die Impulszeit --Tl -- des Multivibrators --32-- multiplikativ verändert werden, z. B. in Abhängigkeit von der Drehzahl
Der Kollektor des Transistors --33-- ist über einen Widerstand --64-- mit der Plusleitung --24-und über einen Widerstand --65-- mit der Basis des Transistors --34-- verbunden, dessen Kollektor über die Primärwicklung --66-- des Übertragers --58-- und einen mit ihr in Serie liegenden Widerstand --67--andiePlusleitung--24--angeschlossenist.
Am Verbindungspunkt --P-- zwischen der Primärwicklung --66-- und dem Widerstand --67-- ist die Kathode einer Diode --122-- angeschlossen. Die Anode der Diode --122-- liegt am Verbindungspunkt --S-- von zwei einen Spannungsteiler ergebenden Widerständen --120 und 121--, von denen der Widerstand --120-- als temperaturunabhängiger Widerstand ausgebildet und mit der Plus leitung --24-- verbunden ist, wogegen der zweite Spannungsteilerwiderstand --121-- mit der Minusleitung --26-- verbunden ist und als Heissleiter oder NTC-Widerstand ausgebildet ist und mit dem Motoröl der Brennkraftmaschine --10-- durch in den Zeichnungen nicht dargestellte Mittel in wärmeleitender Verbindung steht.
Durch Veränderungen des Widerstandswertes des Widerstandes --121-- lässt sich eine Änderung der Im- pulsdauer-T-in Abhängigkeit von der Motoröltemperatur erreichen.
Der Übertrager --58-- hat einen verstellbaren Eisenkern --68--, welcher durch eine Stellstange - mit einer Druckmessdose --72-- verbunden ist, die nach Art einer evakuierten Barometerdose
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aufgebaut und an das Saugrohr --12-- angeschlossen ist. Am Eingang des Saugrohres-12-- befindet sich wie üblich eine Drosselklappe --73--, die hinter einem Luftfilter --74-- angeordnet ist und durch ein Gaspedal --75-- betätigt werden kann. Wird das Gaspedal--75-- niedergetreten, so wird die Dros- selklappe-73-geöffnet und das Vakuum im Saugrohr --12-- verringert, so dass der Eisenkern --68-- in den Übertrager --58-- geschoben wird und sich die Impulsdauer des Multivibrators --32-- verlängert, also mehr Kraftstoff eingespritzt wird.
Wird umgekehrt die Drosselklappe --73-- geschlossen, so wird das Vakuum im Saugrohr --12-- grösser und die Druckmessdose-72-zieht den Eisenkern --68-- in
Richtung des eingezeichneten Pfeiles aus dem Übertrager--58--heraus, so dass die Induktivität der Pri- märspule verringert und die Einspritzdauer entsprechend verkleinert wird.
Die Arbeitsweise des monostabilen Multivibrators --32-- nach Fig. l ist an sich bekannt, weshalb sie nur kurz beschrieben wird : Wenn der Unterbrecherkontakt-55-geöffnet ist ist der Transistor --33-- im Ruhezustand leitend und der Transistor --34-- ist gesperrt. Wird jetzt der Kontakt --55-- geschlossen, so kommt ein negativer Impuls-u -- (vgl. auch Fig. 2) an den Verbindungspunkt --45 --, sperrt die Diode --43-- und damit auch den Transistor --33--, wodurch der Transistor --34-- leitend wird und beginnt über die Primärwicklung --66-- einen Strom zu führen. Dieser Strom steigt exponen- tiell auf einen Höchstwert, der durch die Grösse des Widerstandes der Wicklung --66-- und des Wider- standes --67-- gegeben ist.
Während dieses Anstiegs wird in der Sekundärwicklung --57-- eine exponen- tiell abklingende Spannung induziert, die die Basis des Transistors-33-- auf Massepotentialhält. So- bald diese Spannung genügend weit abgeklungen ist-diese Zeit hängt von der Induktivität der Primär- wicklung --66-- und damit der Stellung des Eisenkernes --68-- ab - wird die Basis des Transistors--33--
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ge des Eisenkernes --68-- und dem Widerstandswert des NTC-Widerstandes --121--, der mit dem Mo- toröl in wärmeleitender Verbindung steht, abhängig.
Die Basis des Transistors --36-- ist direkt mit dem Kolektor des Transistors --33-- verbunden. Der Emitter des Transistors --36-- ist über einen einstellbaren Widerstand --76-- an die Plusleitung-24- angeschlossen. Sein Kollektor ist über einen Kondensator --77--, dessen Ladespannung im wesentlichen die Impulsdauer des zweiten Multivibrators --35-- bestimmt, mit dem Kollektor des Transistors --37-und über eine Diode --78-- mit der Basis des Transistors --38-- verbunden. Dabei ist die Kathode der Diode --78-- mit der Basis des Transistors --38-- und, über einen Widerstand --79--, mit Masse verbunden.
Der Emitter des Transistors --37-- ist über einen einstellbaren Widerstand --82-- mit der Pluslei- tung-24-verbunden. Ausserdem ist er direkt an die Kathode einer Diode --83-- angeschlossen, deren Anode über einen einstellbaren Widerstand --84-- mit einem Verbindungspunkt --85-- verbunden ist.
Letzterer ist mit derAnodeeinerZenerdiode--86-- verbunden, deren Kathode an der Plusleitung --24-liegt. Ausserdem ist der Verbindungspunkt --85-- über einen Widerstand --87-- an Masse angeschlossen.
Die Basis des Transistors --37-- ist über einen Widerstand --88-- an die Plusleitung --24-- angeschlossen ; über zwei WMerständb-91, 92-, die über einen Verbindungspunkt-93-mSerieliegen,, ist sie an Masse angeschlossen.
Der Verbindungspunkt --93-- ist mit der Kathode einer Diode --94-- verbunden, deren Anode an einen Knotenpunkt --95-- angeschlossen ist. Dieser Knotenpunkt --95-- ist über einen Widerstand --96-mit negativem Temperaturkoeffizienten (NTC-Widerstand) an Masse und über einen Widerstand --97-an die Plusleitung --24-- angeschlossen. Ausserdem ist er mit der Anode einer Diode --98-- verbunden, deren Kathode über einen Widerstand --100-- mit Masse verbunden ist. Parallel zur Diode --98-- liegt ein Widerstand --103--. Die Kathode der Diode --98-- ist ausserdem mit dem einen Anschluss eines An- lassschalters-104-verbunden, dessen anderer Anschluss an der Plusleitung --24-- liegt. Der Emitter des Transistors --38-- ist mit Masse verbunden. Sein Kollektor liegt über einen Kollektorwiderstand --105-- an der Plusleitung-24-.
Ausserdem ist dieser Kollektor über einen Widerstand --106-- mit der Basis des Transistors --29-- verbunden, an die auch der Kollektor des Transistors --33-- über einen.
Widerstand --107-- angeschlossen ist.
Der Kollektor des Transistors --29-- ist mit dem Umschalterkontakt --27-- verbunden und über einen Kollektorwiderstand --109-- an die Plusleitung --24-- angeschlossen.
Die Anode der Diode --83-- ist mit der Anode einer Diode--12-- verbunden, deren Kathode an den Kollektor des Transistors --40-- angeschlossen ist, dessen Emitter an Masse liegt. Sein Kollektor ist
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übet einen Kollektorwiderstand-113-- mit der Plusleitung-24-- verbunden. Seine Basis ist mit der
Kathode einer Diode --114-- und über einen Widerstand --115-- mit Masse verbunden. Die Anode der
Diode --114-- ist über einen Verbindungspunkt --116-- und einen Widerstand --117-- an die Pluslei- tung-24-- angeschlossen. Über die Serienschaltung eines Kondensators --118-- und eines Widerstan- des --119-- steht der Verbindungspunkt-116-- mit dem Kollektor des Transistors --33-- in Verbin- dung.
Die Einspritzeinrichtung nach Fig. 1 arbeitet wie folgt :
Bei jedem Schliessen des Unterbrecherkontaktes --5-- gelangt ein negativer Impuls-u-- (vgl.
Fig. 2) zum Verbindungspunkt --45-- und sperrt die Diode --43-- sowie den Transistor --3-- während einer Zeit--T,--, wie das bereits beschrieben wurde. Dadurch entstehen am Kollektor von Transistor - 33-- positive Impulse --u2-- (Fig.2) mit einer zeitlichen Dauer --T1--, wobei --T1--, wie be- schrieben, eine Funktion des Vakuums im Saugrohr --12-- und der Motoröltemperatur ist.
Die Impulse --U2 -- werden über den Widerstand --107-- dem Transistor --29-- des ODER-Gatters - zugeführt, so dass dieses jeweils während der Dauer der Impulse --U2-- leitend wird und der Kol- lektor des Transistors --29-- etwa das Potential der Minusleitung --26-- erhält (Spannung --u7-- in Fig. 2). Dadurch wird bei der gezeichneten Stellung des Umschalters --27-- der leistungstransisotr --22-- leitend und die beiden linken Einspritzventile --13-- öffnen, so dass Kraftstoff für die beiden linken Zy- linder der Brennkraftmaschine --10-- eingespritzt wird.
(Stände der Umschaltkontakt --27-- in seiner oberen Stellung, so würden die beiden rechten Ventile --13-- geöffnet.)
Während der Dauer jedes Impulses --U2-- wird ausserdem über das R-C-Glied-119, 118-- der
Transistor --40-- leitend gehalten, wobei sich der Kondensator --118-- in der durch Plus undmfnmair- gedeuteten Weise auflädt. Der Widerstand --119- begrenzt in vorteilhafter Weise den Ladestrom des Kondensators --118--. Die Form der Impulse-u,-wird hiedurch verbessert, weil beim Sperren des
Transistors --3-- dessen Kollektorpotenttal schneller ansteigt.
Nach Ende eines Impulses --U2--'d. h. wenn der Kollektor des Transistors --33-- wieder negativer wird, wird diese Spannungsänderung über den Kondensator --118-- auch auf den Verbindungspunkt --116-- übertragen und sperrt die Diode --114-und den Transistor --40-- so lange, bis sich der Kondensator --118-- über die Widerstände --117, 119-genügend entladen hat und der Transistor --40-- wieder leitend wird. Diese Sperrzeit des Transistors - ist beim Ausführungsbeispiel auf etwa 1 Millisekunde bemessen. Dieser Wert hat sich für einige Typen von Brennkraftmaschinen als vorteilhaft erwiesen.
Während der Sperrzeit des Transistors --40-- liegt an seinem Kollektor eine positive Spannung, die in den Fig. 1 und 2 mit --us -- bezeichnet ist. Die Impulse-u-schliessen sich zeitlich unmittelbar an die Impulse --U2-- an.
Ausserdem erhält bei jedem positiven Impuls --u2 -- der Transistor --36-- an seiner Basis ein Potential, das etwa zwischen dem Potential der Minusleitung --26-- und dem der Plusleitung --24-- liegt.
Nimmt man z. B. an, die Batterie --25-- habe eine Spannung von 12 V und die Plusleitung --24-- das Potential 0 V (Spannungsreferenzebene), so hat diese Basis etwa ein Potential von-6 V. Der Emitter des Transistors --36-- hat dann wegen des Spannungsabfalles an der Emitter-Basis-Strecke des Transistors - ein etwas positiveres Potential von z. B. -5, 4 V. Entsprechend fliesst im Transistor --36-- wäh- rend der Dauer-T -des Impulses-u -ein im wesentlichen konstanter Kollektorstrom, der den Kondensator --77-- linear auflädt, so dass seine Spannung linear mit der Zeit zunimmt. Der Transistor - dient also als Konstantstromquelle, deren Strom am Widerstand --76-- eingestellt werden kann.
Die Spannung an der linken Elektrode des Kondensators --77-- ist in den Fig. 1 und 2 mit-Ug-be- zeichnet.
Beim Ende des Impulses-u-, wenn der Transistor --33-- wieder leitend wird, springt das Basispotential des Transistors --36-- auf einen wesentlich negativeren Wert von z. B.-U, 5 V, bezogen auf die Plusleitung --24--. Entsprechend wird auch der Kollektor dieses Transistors negativer, und dieser Sprung des Kollektorpotentials wird vom Kondensator --77-- über die Diode --78-- auf die Basis des Transistors --38-- übertragen und sperrt diesen, u. zw. gleichzeitig mit dem Ende des Impulses --U2 --.
Am Kollektor des Transistors --38-- entsteht dann eine positive Spannung"-U--, die über den Widerstand --106-- auf die Basis des Transistors --29-- übertragen wird und diesen weiterhin leitend hält.
Dadurch bleiben die beiden linken Einspritzventile --13-- weiterhin offen, so dass die Einspritzdauer über die Impulsdauer-T-des ersten Multivibrators --32-- hinaus verlängert wird.
Der Kondensator --77-- entlädt sich nun über den Widerstand-82-, den Transistor --37-- und die Transistoren --36 und 33--. Dabei wird die Kollektor-Basis-Strecke des Transistors --36-- invers betrieben, d. h. umgekehrt zur normalen Stromrichtung vom Strom durchflossen.
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Durch den zweiten Multivibrator --35-- erreicht man verschiedene Vorteile. Der erste Vorteil ist, dass die Bauteile des ersten Multivibrators-32-, hauptsächlich der Übertrager-58-, fur kürzere Im- pulszeiten-T-bemessen werden können. Der zweite Vorteil ergibt sich dadurch, dass es mit dem zweiten Multivibrator nach der Erfindung möglich ist, ausser'den notwendigen additiven Korrekturen, z. B. für die Änderung der Spannung an der Batterie auch noch sogenannte multiplikative Kor-
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um eine feste Korrekturkonstante verändert. Beispiel: Die Korrekturkonstante betrage bei niedriger Bat- teriespannung 0, 3 msec. Eine Impulsdauer von T = 8 msec wird dann auf 8, 3 msec verlängert, und eine Impulsdauer von T = 2 msec auf 2, 3 msec.
Eine multiplikative Korrektur verlängert dage- gen im wesentlichen die Impulsdauer -- T -- um einen bestimmten Korrekturfaktor, z. B. bei einer bestimmten niedrigen Temperatur der Brennkraftmaschine --10-- um 201o, Eine Impuls- dauer von T = 8 msec wird dann auf 9, 6 msec verlängert, und eine Impulsdauer von T = 2 msec auf 2, 4 msec.)
Weiterhin ergibt sich bei hohen Drehzahlen der Vorteil, dass die Einspritzung sicherer und gleichmä- ssiger erfolgt, aus folgenden Gründen :
Wenn bei hohen Drehzahlen viel Kraftstoff eingespritzt werden soll und zur Steuerung der Einspritz- ventile nur ein einziger Multivibrator vorgesehen ist, hat dieser Multivibrator eine sehr lange Impuls- dauer im Verhältnis zur Periodendauer.
Ein Impuls dauert dann z. B, Tmsecund ScHon. l mec nachlm- pulsende soll ein neuer Impuls beginnen. Deshalb kann sich manchmal der Multivibrator in dieser kur- zen Zeit nicht genügend"erholen"und der folgende Impuls wird verkürzt oder fällt ganz aus. Die Ein- spritzung wird also unregelmässig.
Nach der Erfindung dagegen setzt sich der Gesamtimpuls für die Einspritzung mit der Zeitdauer - aus zwei Einzelimpulse zusammen : Einem Einzelimpuls mit der Zeitdauer-T-vom Multi- vibrator-32-, und einem Einzelimpuls mit der Zeitdauer --T2-- vom Multivibrator --35--. Diese Ein- zelimpulse sind kürzer als der Gesamtimpuls, z. B. je 4 msec lang. Soll wie im obigen Beispiel der nächste Einspritzimpuls schon nach 1 msec folgen, so hat jeder der beiden Multivibratoren eine Erhol- zeit von 4 + 1 = 5 msec zur Verfügung. Mit der Erfindung ist es also möglich, weit höhere Drehzahlen zu erreichen als bisher und trotzdem den Einspritzvorgang sicher zu beherrschen, wobei trotzdem der
Einspritzvorgang für alle Ventile von der Impulsdauer des ersten Multivibrators bestimmt wird.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich schliesslich durch das Zeitglied --39-- in Verbindung mit dem zweiten Multivibrator-35-. Durch dieses Zeitglied --39-- erreicht man, dass bei Zunahme der Im- pulsdauer--T1--die Impulsdauer--T2--überproportionalansteigt, z.B. nach der Funktion T2 = b. tzar wobei die Konstanten noch weitere Funktionen sein können, z. B.-a-eine Funktion der Batteriqpan- nung und --b-- eine Funktion der Temperatur der Brennkraftmaschine-10-.
Man erhält dadurch den Vorteil, dass die gesamte Einspritzdauer T = T-t-T in einem grösseren
Verhältnis von Maximal- zu Minimaldauer variabel wird als die Impulsdauer-T-. Eine solche ver- grösserte Variationsbreite ist sehr erwünscht, da bei einem Kraftfahrzeugmotor die Einspritzmenge etwa im Verhältnis 4 : 1 verändert werden muss und eine Änderung der Impulsdauer über einen solch grossen
Bereich sonst nur schwer zu erreichen ist.
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:Emitter-und Kollektorstrom des Transistors --37-- erhöht. Der Kondensator --77-- wird also rascher entladen, solange der Transistor --40-- gesperrt ist.
Wenn der Transistor --40-- wieder leitend ist, also nach Ablauf der Zeit-T-, hat sein Kollektor etwa das Potential der Minusleitung-26--. Entsprechend fliesst vom Verbindungspunkt-85-, der durch die Zenerdiode --86-- ein konstantes Potential hat, ein Strom über den Widerstand-84-, die Diode --112-- und den Transistor --40-- nach Masse,. Dieser Strom erzeugt einen Spannungsabfall am Widerstand --84-- und gibt der Anode der Diode --83-- ein negativeres Potential, so dass diese Diode sperrt. Dadurch wird der Emitter- und Kollektorstrom des Transistors --37-- kleiner und der Kondensa- tor-77-wird entsprechend langsamer entladen.
Wenn sich der Kondensator --77-- genügend entladen hat, wird nach einer Zeit--T2.. die Basis des Transistors-38-- wieder positiv, so dass dieser Transistor wieder leitet und damit sein Kollektor negativ wird. Damit erhält auch das ODER-Gatter --28-- keine positive Spannung mehr und der Tran-
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während der Entladung des Kondensators-77-. Während der Zeit-7 --ist der Transistor --40--gesperrt. Während dieser Zeit wird die Diode --112-- über den Widerstand --113-- gesperrt, so dass durch
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--84-- undFig. 3 zeigt den Verlauf der Spannungen bei einer langen Impulsdauer, Fig. 4 bei einer kurzen.
In beiden Fällen stellen die ausgezogenen Kurven den Verlauf bei einer bestimmten niederen Betriebsspannung und die gestrichelten Kurven den Verlauf bei einer bestimmten höheren Betriebsspannung dar. In beiden Fällen ergibt sich die gleiche Verkürzung-AT-der Impulsdauer, d. h. diese Korrektur wirkt additiv. Es hat sich gezeigt, dass eine solche additive Verkürzung optimale Ergebnisse liefert.
Warmlaufanreicherung und Korrektur von Schwankungen der Motortemperatur :
Während des Anlassvorganges in kaltem Betriebszustand und während des anschliessenden Warmlaufs
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der Verbindungspunkt --93-- positiver gemacht.. Dadurch wird, wie oben beschrieben, die Entladezeit des Kondensators-77-- vergrössert und dadurch die Impulsdauer-T,- verlängert. Gleichzeitig erhält die Kathode der Diode --98-- das Potential der Plusleitung --24--, d. h. diese Diode bleibt, unabhängig von der Temperatur der Brennkraftmaschine--10--, während des Anlassvorganges gesperrt.
Beim Anlassen erhält man also ein sehr fettes Gemisch, wodurch die Brennkraftmaschine-10--eicht startet. Es wird also mehr Kraftstoff eingespritzt, d. h. man erhält eine Kraftstoffanreicherung 'Starmetmenge) beim Anlassen.
Durch die Erfindung erhält man also eine Kraftstoffeinspritzanlage, die auch bei hohen Drehzahlen sehr gut arbeitet und bei der eine Reihe von Korrekturen, u. zw. sowohl additive wie multiplikative Korrekturen, möglich sind, ohne dass sich diese Korrekturen gegenseitig beeinflussen. Weiterhin erhält man mit der erfindungsgemässen Anlage auch ohne Schwierigkeiten die gewünschte Verstellmöglichkeit der Impulsdauer in einem breiten Bereich.
PATENTANSPRÜCHE :
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einem ersten monostabilen Multivibrator, dessen Impulsdauer von einer Betriebsfunktion der Brennkraftmaschine, insbesondere vom Druck in ihrem Saugrohr, abhängig ist, wobei die jeweilige Betätigung- dauer der Einspritzeinrichtung und damit die eingespritzte Kraftstoffmenge von dieser Impulsdauer abhängt, bei welcher dem ersten monostabilen Multivibrator ein zweiter monostabiler Multivibrator nachgeschaltet ist, dessen Impulsdauer von der Impulsdauer des ersten Multivibrators abhängig ist und dessen Impulsbeginn vom ersten Multivibrator gesteuert wird, und ferner die Ausgangsimpulse beider Multivibratoren zusammen die Einspritzeinrichtung und damit die eingespritzte Kraftstoffeinspritzmenge steuern nach Patent Nr.
283 820, wobei diese beiden Impulse einem ODER-Gatter zugeführt werden, d a d u r c h gekennzeichnet, dass sowohl die Impulsdauer des ersten (32) als auch diejenige des zweiten monostabilen Multivibrators (35) mittels je eines Temperaturfühlers (TF1, TF2) einstellbar sind.