<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die bisherigen Verfahren zur Herstellung von Riemenscheiben mittelst Formmaschinen gehen davon aus, dass eine genau in der Mitte gelegene, durchgehende Teilungsebene ge-
EMI1.2
erhielt in der Teilungslinie eine Gussnaht. Da die Ränder der Formen beim Ausbessern und Glätten meist mit Graphitwasser bestrichen werden und hiedurc@eine gewisse Feuchtigkeit beibehalten, so bildet sich zudem an der Teilungslinie des Riemenscheibenkranzes eine harte Stelle, da die Feuchtigkeit das Eisen abschreckt. Wegen dieser an der Gussnaht be-
EMI1.3
Die Gussnaht in der Mitte des Riemenscaeibenkranzes kann man nun vermeiden, wenn man für die Form zwei verschiedene Teilungsebenen wählt, von denen die innere für den Fall,
dass es sich um eine Scheibe mit einem in der Mitte gelegenen Armkreuze handelt, gegen die äussere um die halbe Breite des Scheibenkranzes versetzt ist, derart, dass die innere Teilungsebene bis zum Scheibenkranze und die äussere ringförmige Teitungsebeno von hier bis zur Wandung des Formkastens reicht (siehe Fig. 3). Um dieses Verfahren mittelst Formmaschinen ausführen zu können, wird der Erfindung gemäss der inneren als
EMI1.4
äusseren dem gleichen Zwecke dienenden ringförmigen Platte gegeben, dass sie sich, je nachdem die obere oder die untere Teilform hergestellt wird, um die halbe Breite des Scheibenkranzes über oder unter der äusseren Platte befindet.
Auf diese Weise wird eine Teilung der Bahn des Riemenscheibenkranzes vermieden, so dass diese vollständig glatt wird und bei der späteren Bearbeitung nur einmal leicht abgedreht zu werden braucht.
EMI1.5
Uberkusten und Fig. 3 ein Querschnitt durch die fertig aus den beiden Teilformen zu- sammengesetzte Form.
Wie bei den bisher bekannten Formmaschinen wird zur Erzeugung der Form des Scheibenkranzes ein Modellring a benützt, der entsprechend der Bahnbreite der herzustellenden Riemenscheibe mehr oder weniger gegen die zur Unterlage für den Formsand dienende Grundplatte verschoben werden kann. Diese Grundplatte besteht aus einer inneren
EMI1.6
derart gegeneinander versetzt werden können, dass die innere Platte sich über oder unter der äusseren befindet. Es ist angenommen, dass die innere Platte b durch eine Schrauben- spindel e, die mittelst eines Handrades d gedreht wird, auf und ab bewegt werden kann, während der Modellring a in bekannter Weise durch zwei (oder mehrere) mittelst der
EMI1.7
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Modellringes a zu liegen kommt.
Nunmehr wird das halbe Armmodell und das Nabenstück auf die innere Platte b aufgelegt und der untere Formkasten k so aufgesetzt, dass er auf der äusseren Platte o auf geeignete Weise lösbar befestigt werden kann. Nachdem hierauf der Formsand eingestampft worden ist, wird die Formmaschine mittelst der Schneckenräder p, p gedreht, so dass der Formkasten a nunmehr. nach unten zu liegen kommt. Durch entsprechende Drehung des Handrades d, sowie der beiden Handräder g wird die mittlere Platte b, sowie der Modellring a aus dem Formkasten k herausgezogen, der dann von der äusseren Platte o gelöst und unter der Maschine fortgenommen wird. Man nimmt schliesslich das halbe Armmodell und Nabenstück heraus, worauf die untere Teilform fertig ist.
Nachdem die Formmaschine abermals vermittelst der Schneckenräder p, p gewendet ist, so dass die Platten b und o wieder oben liegen, wird die innere Platte b, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, um die halbe Kreuzbreite der herzustellenden Riemenscheibe unter die äussere Platte o gesenkt, während die obere Kante des Modellringes a wieder mit der äusseren Platte o abscheidet und auch in dieser Stellung verbleibt. Das halbe Armmodell und Nabenstück wird wiederum auf die andere Platte b gelegt und der obere Formkasten l auf der äusseren Platte o lösbar befestigt, worauf der Formsand eingestampft wird. Nach abermaligem Wenden der Maschine kann in derselben Weise, wie dies bei der oberen Teilform be- schrieben wurde, nun auch die untere Teilform herausgenommen und fertiggestellt werden.
Der Formkasten wird dann, wie Fig. 3 zeigt, auf den Formkasten k aufgesetzt, nachdem vorher noch der Kern m eingesetzt wurde.
Seibstverständlich könnte die Einrichtung auch so getroffen werden, dass die innere Platte b feststeht und dass die äussere Platte o bewegt wird.
Fernerhin liegt es auf der Hand, dass man nach dem beschriebenen Verfahren auch Riemenscheiben formen kann, die mit einem nicht genau in der Mitte gelegenen Armkreuzo oder auch mit zwei Armkreuzen ausgerüstet sind. Es ist dann nur erforderlich, die beiden Platten bund 0 nicht um die halbe Breite des Scheibenkranzos, sondern um ein der Lage
EMI2.2