<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
An der rechts gezeichneten EmpfangBsteMe ist die wagerechte Antenne d über einen Wellcnanzeiger I, u. zw. einen magnetischen oder einen Kobärer oder einen anderen
EMI2.1
geerdeten Enden einander zugekehrt sind.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise der vorliegenden Einrichtung diene folgendes :
Eine abgebogene Antenne der beschriebenen Art, deren lotrechter Teil mit dem unteren Ende an Erde liegt, ist hinsichtlich der elektromagnetischen Wirkung gleichwertig mit der Hälfte eines doppelt abgebogenen Radiators (Fig. 3).
Die elektromagnetische Wirkung eines doppelt abgebogenen Radiators ist mathematisch betrachtet gleichwertig jener eines geschlossenen rechteckig gebogenen Drahtes, der von einem hochfrequenten Wechselstrome durchflossen wird und eines einzigen geraden Drahtes, der von Wechselstrom. on derselben Frequenz und Stärke durchflossen wird, wobei die Phase der beiden Ströme so bemessen ist, dass der Strom in dem nicht geschlossenen geraden Draht die Wirkung des Stromes in einer Seite des Rechteckes aufhebt, in deren nächster Nähe der gerade Draht liegt (Fig. 4). Hieraus ergibt sich, dass die elektromagnetische Wirkung der vorliegenden Antennen dieselbe ist, wie jene einer lotrechten Antenne, die dicht an einer Seite einer anderen Antenne liegt, die doppelt abgebogen und an beiden Enden geerdet ist (Fig. 5).
Ein einfacher gerader Draht mit freien Enden wird gewöhnlich als elektrischer Oszillator bezeichnet und eine geschlossene Leitung oder ein an beiden Enden geerdeter Draht wird magnetischer Oszillator genannt.
Die vorliegenden Antennen mit einem freien Ende stellen sonach eine Kombination eines magnetischen und eines elektrischen Oszillators dar und die unsymmetrische Ausstrahlung der vorliegenden Geberantenne lässt sich aus den bekannten Wirkungen einer einfachen geraden Antenne und einer geschlossenen Leitung oder eines magnetischen Oszillators berechnen.
Das Wesen vorliegender Antennen besteht sonach darin, dass sie einen lotrechten und einen angenähert wagerechten Teil umfassen und die lotrechten Teile der Antennen spielen somit bei der vorliegenden Einrichtung eine wichtige Rolle.
Bei der Empfängerantenne beruht die Aufnahmsfähigkeit darauf, dass die auftreffenden
Wellen elektromotorische Kräfte im wagerechten und im lotrechten Teile hervorrufen und dass diese sich entweder addieren oder einander entgegenwirken, je nachdem die Wellen von einer Stelle kommen, von der das freie Ende des langen Empfangsdrahtes abgekehrt ist oder der es zugekehrt ist ; die durch die Richtung bestimmte Wirkung des Empfangs- und Ceheleiters bangt von dem Verhältnisse zwischen dem wagerechten und lotrechten Teile
EMI2.2
Bei der in Fig. 2 gezeigten Anordnung ist die Empfängerantenne r in zwei gleiche Teile geteilt, die durch den Wellenanzeiger f miteinander verbunden sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung für Wellentelegraphie, bei welcher die Gebe-und die Empfangsantenne augennhurt wagorecht und in einer und derselben lotrechten Ebene liegen, dadurch gekonnzeichnet, dass das Generator- bzw. das Wellenanzeigerende der beiden Antennen geerdet und einander r zugekehrt sind. d. i. einander näher stehen als die rückwärtigen Enden.