AT275963B - Saatgutbeizmittel - Google Patents

Saatgutbeizmittel

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AT275963B
AT275963B AT753166A AT753166A AT275963B AT 275963 B AT275963 B AT 275963B AT 753166 A AT753166 A AT 753166A AT 753166 A AT753166 A AT 753166A AT 275963 B AT275963 B AT 275963B
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Schering Ag
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  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Saatgutbeizmittel 
Die Erfindung bezieht sich auf die Bekämpfung von Getreidekrankheiten und insbesondere auf Saatgutbeizmittel. 



   Für die Bekämpfung parasitischer Pilze am Saatgut finden in der Praxis vorwiegend quecksilberhaltige Wirkstoffe oder Universalbeizen Verwendung, die jedoch den Nachteil hoher Giftigkeit aufweisen. 



  Organische Fungizide, wie   z. B. Tetramethylthiuramidsulfid   (TMTD) und N-Trichlormethylthio-4-cy-   clohexen-l. Z-dicarboximid   (Captan), weisen demgegenüber zwar eine wesentlich geringere Giftigkeit auf, wirken indessen nicht immer befriedigend. 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 Arten Fusarium und Tilletia unter anderen sehr wirksam und übertreffen in dieser Hinsicht Tetramethylthiuramdisulfid   undN-Trichlormethylthio-4-cyclohexen, 1, 2-dicarboximid.   Diese Wirkung konnte nicht vorausgesagt werden.

   Darüber hinaus sind die bezeichneten Verbindungen nicht mit dem für quecksilberhaltige Wirkstoffe charakteristischen Toxizitätsrisiko belastet, was einen besonderen Vorteil darstellt ; die erfindungsgemäss verwendbaren Benzimidazolderivate werden im übrigen den heute an in der Landwirtschaft verwendete Mittel gestellten höheren Anforderungen bezüglich niedriger Toxizität gerecht. 



   Als Wirkstoffe eignen sich insbesondere   z. B, folgende Verbindungen : 2-1ix- (N- Methylpyrryl) ]-benz-   
 EMI1.5 
 lendiamin zu den Schiff'schen Basen, anschliessende Cyclisierung mit Kupfer (II)-acetat und Zerlegung der dabei entstehenden   Kupfer (I)-Salze   mit Schwefelwasserstoff. 



   Die erfindungsgemäss verwendeten Benzimidazolderivate können allein oder als Mischungen untereinander und/oder mit andern Pflanzenschutzmitteln, z. B. Insektiziden, angewendet werden. 



   Die Zubereitung der Saatgutbehandlungsmittel mit den erfindungsgemäss zur Bekämpfung von Ge- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 treidekrankheiten verwendbaren Wirkstoffen erfolgt zweckmässig in einer der für Saatgutbehandlungsmittel üblichen Formen unter Verwendung von festen oder flüssigen   Trägerstoffen   bzw. Verdünnungs- mitteln und eventuellem Zusatz von oberflächenaktiven Stoffen und/oder Farbstoffen. 



   Als feste Verschnittmittel kommen z. B. Kaolin, Talkum, natürlich und synthetische Kieselsäure,
Attapulgit und andere Tone in Betracht. 



   Geeignete Lösungsmittel bzw. flüssige Verschnittmittel sind z. B. Alkohole, Ketone, Dimethylformamid, Dimethylsulfoxyd, Wasser, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe   u. a.   



   Als oberflächenaktive Stoffe eignen sich unter anderem Salze der Ligninsulfosäuren, Salze von alkylierten Benzolsulfonsäuren, sulfonierte Säureamide und deren Salze, polyäthoxylierte Amine, Alkohole und Phenole und deren Sulfate. 



   Als Farbstoffe kommen solche in Frage, die dem gebeizten Saatgut eine deutlich sichtbare Färbung geben, wie z. B. Neufuchsin   u. a.   



   Der Anteil des Wirkstoffes im Saatgutbehandlungsmittel zur Bekämpfung von Getreidekrankheiten gemäss der Erfindung kann zweckmässig 1 bis 75   Gew.-%,   insbesondere 20 bis 50   Gew.-%,   des Mittels betragen. Die genaue Konzentration des für das Mittel verwendeten Wirkstoffes hängt hauptsächlich von der Menge ab, in welcher das Mittel zur Behandlung des Saatgutes verwendet werden soll. 



   Aus den folgenden Beispielen geht die ausgezeichnete Wirkung der erfindungsgemäss verwendbaren Benzimidazolderivate gegen parasitische Pilze am Samen im Vergleich zu handelsüblichen Mitteln (Tetramethylthiuramdisulfid und   N-Trichlormethylthio-4-cyclohexen-l, 2-dicarboximid) hervor. Der   Wirkstoff wurde als   tige   Emulsion oder Lösung bzw. als   500/oigne   Trockenbeize verwendet. 



    Beispiel l : Wirkung gegen Weizensteinbrand (Tilletia caries).    



   Versuchsmethodik : Durch Schütteln mit 3 g Sporen von Tilletia caries je 1 kg Saatgut künstlich infizierter Weizen wurde nach den in der Tabelle aufgeführten Behandlungen mit dem Bart voran in geschlämmtem Lehm gedrückt und bei   130C   im Kühlschrank aufgestellt. 3 Tage nach Entnahme der Körner und weiterer Kühlhaltung des Lehmsubstrats wurde die Keimung der im Lehm zurückgebliebenen Tilletiasporen bonitiert. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Versuchsergebnisse <SEP> : <SEP> 
<tb> Wirkstoff <SEP> g <SEP> Wirkstoff/100 <SEP> kg <SEP> Saatgut <SEP> relative <SEP> Sporenkeimung
<tb> (unbehandelte <SEP> Sporen <SEP> = <SEP> 100) <SEP> 
<tb> Versuch <SEP> 1 <SEP> : <SEP> Versuch <SEP> 2 <SEP> : <SEP> 
<tb> 2- <SEP> [a- <SEP> (N- <SEP> Methyl-pyrryl) <SEP> ] <SEP> - <SEP> 
<tb> benzimidazol <SEP> 200 <SEP> 0,7
<tb> 2- <SEP> (ct-Thienyl)-benzimidazol <SEP> 200 <SEP> 0,7
<tb> unbehandelte <SEP> Kontrolle-100 <SEP> 100
<tb> 
 
Die vorstehenden Befunde veranschaulichen sowohl die gute Wirksamkeit der erfindungsgemäss als Saatgutbehandlungsmittel vorgeschlagenen Benzimidazolderivate gegen Getreidekrankheiten als auch deren Überlegenheit gegenüber bekannten als Vergleich herangezogenen Mitteln. 



   Beispiel 2 : Herstellung einer Trockenbeize-
Die folgenden Bestandteile wurden miteinander vermischt : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 50, <SEP> 0 <SEP> Gew. <SEP> -0/0 <SEP> einer <SEP> der <SEP> Wirkstoffe
<tb> 49, <SEP> 5 <SEP> Gew. <SEP> JJ/o <SEP> Talkum <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 5 <SEP> Gew.-lo <SEP> Neufuchsin. <SEP> 
<tb> 
 Das Gemisch wurde mittels einer Luftstrahlmühle zu einem feindispersen Pulver vermahlen. 



  Beispiel 3 : Herstellung einer Feuchtbeize. 



  Die folgenden Bestandteile wurden zueinander gegeben : 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 20, <SEP> 0 <SEP> Gew.-% <SEP> einer <SEP> der <SEP> Wirkstoffe
<tb> 79,8 <SEP> Gew. <SEP> -0/0 <SEP> Dimethylsulfoxyd <SEP> bzw.
<tb> 



  Dimethylformamid
<tb> 0, <SEP> 2 <SEP> Gew.-% <SEP> Neufuchsin.
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Hiebei erhält man eine feindisperse Lösung. 



   Die gemäss den Beispielen 2 und 3 hergestellten Mittel können, wie oben beschrieben, Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verwendung von 2- [ct- (N-Methyl-pyrryl)]-benzimidazol und/oder 2-(&alpha;-Thienyl¯-benzimidazol als Saatgutbeizmittel.
AT753166A 1965-09-14 1966-08-05 Saatgutbeizmittel AT275963B (de)

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