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Aus einzelnen Baueinheiten aufgebautes Relaiskoppelfeld
Es sind vielteilige Relaiskoppelfelder bekannt, bei welchen für jeden, einen vieladrigen Koppelpunkt darstellenden Anschluss ein Einzelkoppelrelais vorgesehen ist, sowie auch solche, bei welchen mehrere Anschlüsse, also vieladrige Koppelpunktgruppen, durch je ein gemeinsames Koppelrelais gesteuert werden. Im letzteren Falle werden zusätzliche Gruppenrelais verwendet, welche alternativ die einzelnen Koppelpunktgruppen (Anschlüsse) der Koppelrelais wirksam werden lassen.
Ferner sind Anordnungen bekannt, bei welchen mehrere Einzelrelais zu Relaisstreifen zusammengefasst sind und so Vielanker-Relais bilden, die gegebenenfalls auch schon eine innere Parallelschaltung von Kontakten enthalten und daher insbesondere als Koppelrelais für die Bildung von Koppelfeldern geeignet sind.
Es ist ferner bereits ein aus einzelnen Baueinheiten aufgebautes Relaiskoppelfeld bekannt, bei dem jedes Koppelrelais mehrere Kontaktgruppen aufweist, die jeweils verschiedenen mehradrigen Anschlüssen zugeordnet sind, und bei dem für die Unterscheidung dieser Anschlüsse zusätzliche Gruppenrelais vorhanden sind, deren Kontakt mit der dem jeweiligen Anschluss zugeordneten Kontaktgruppe des Koppelrelais in Serie liegen.
Bei diesem bekannten Relaiskoppelfeld werden durchwegs untereinander gleiche Baueinheiten angewendet, die sowohl Koppel-als auch Gruppenrelais enthalten.
Ein gemäss der Erfindung ausgebildetes Relaiskoppelfeld der vorstehend angegebenen allgemeinen Art ist hingegen dadurch gekennzeichnet, d ss es ausser einer Grundtype von Baueinheiten, die sowohl Koppel-als auch Gruppenrelais enthält, auch eine zweite, lediglich Koppelrelais enthaltende Grundtype von Baueinheiten aufweist, wobei beide Grundtypen von Baueinheiten durch Vielanker-Relais gebildet sind und die Koppelrelais in beiden Grundtypen von Baueinheiten übereinstimmende Kontaktanordnungen aufweisen und hinsichtlich ihrer homologen Anschlüsse innerhalb jeder Grundtype parallelgeschaltet sind, und dass die homologen Anschlüsse der Koppelrelais jeder Baueinheit der ersten Grundtype mit den homologen Anschlüssen der Koppelrelais zumindest einer Baueinheit der zweiten Grundtype parallelgeschaltet sind,
so dass die Unterscheidung der Anschlüsse für diese Baueinheiten gemeinsam durch die Gruppenrelais der Baueinheit der ersten Grundtype ermöglicht ist.
Bei einem erfindungsgemässen Relaiskoppelfeld werden somit zwei Grundtypen von Baueinheiten verwendet, wobei alle homologen Anschlüsse der Koppelrelais innerhalb der Baueinheiten beider Grundtypen parallelgeschaltet sind. Der besondere Vorteil der Verwendung von Baueinheiten einer Grundtype, die nur Koppelrelais enthält, besteht darin, dass alle homologen Anschlüssen zugeordneten Kontaktfedern einstückig mit der sie parallelschaltenden Leitung ausgebildet werden können, wobei dann diese Federn samt ihrer Verbindungsleitung die Form eines Kammes haben ; bei mehradriger Ausführung der Baueinheiten dieser ersten Grundtype können demzufolge die Kontaktfedersätze durch eine entsprechende Anzahl von isoliert übereinandergeschichteten Kammformationen der erwähnten Art gebildet werden.
Von der gleichen Ausbildung der Kontaktsätze kann aber auch bei der zweiten Grundtype von
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Baueinheiten, die Koppel-und Gruppenrelais enthält, ausgegangen werden, wobei zur Bildung der Gruppenrelais nur eine entsprechende Änderung der äusseren Beschaltung, gegebenenfalls in Kombination mit einer örtlichen Unterbrechung der erwähnten Kammformationen, angewendet werden muss.
Hiedurch ergeben sich ein äusserst einfacher Aufbau der beiden Grundtypen von Baueinheiten für das gesamte Relaiskoppelfeld und eine rationelle, weil weitgehend vereinfachte Herstellung derselben. Bei ausschliesslicher Verwendung der bekannten gemischten Baueinheiten mit Koppel-und Gruppenrelais, bei denen überdies die Gruppenrelais in der Mitte der Koppelrelaisgruppe liegen, ist eine ähnliche rationelle und einfache Herstellung nicht möglich.
Wie später noch gezeigt wird, können mit den beiden Grundtypen von Baueinheiten, z. B. unter Verwendung von 6-Anker-Relais dekadische und nichtdekadische 100-teilige Koppelfelder bzw.
Koppelfelder hergestellt werden, die nur einen geringen Überschuss an Anschlüssen (z. B. 102 oder 104) gegenüber 100-teiligen Koppelfeldem aufweisen. Der jeweils günstigste Aufbau des Koppelfeldes ergibt sich aus dem beabsichtigten Verwendungszweck. Durch entsprechende Wahl der Anzahl von Einzelrelais je Baueinheit, der Anzahl von Kontaktgruppen je Einzelrelais, durch geeignete Wahl der Gruppenrelais und durch geeignete Kombination der Grundtypen von Baueinheiten lässt sich jeweils ein für den Verwendungszweck optimales Relais-Koppelfeld bilden.
Für ein Wählsystem mit herkömmlichem Aufbau wird in den einzelnen Wahlstufen folgende Mehradrigkeit der Kontaktgruppen und Grösse der Koppelfelder verlangt :
In der Vorwahl-oder Anrufsucher-Stufe sind bei einfachen Anlagen 3-adrige Anschlüsse, bei Amtssystemen oder Nebenstellen-Anlagen 4-adrige Anschlüsse erforderlich, die eine beliebige Gruppierung (dekadisch oder nichtdekadisch) zulassen.
In den Wahlstufen mit gesteuerter Wahl, insbesondere mit dekadischer Numerierung, d. s.
Gruppenwähler bzw. Leitungswähler, sind meist 3-adrige Anschlüsse und nur in Sonderfällen 4-adrige Anschlüsse erforderlich.
Bei grossen Wählsystemen mit dekadischem Aufbau ist in den meisten Fällen die Zusammenfassung von hundert Anschlüssen in 100-teiligen Wählern üblich, so dass sich daher 100-teilige Koppelfelder ergeben. Bei kleineren Wählsystemen soll auch die Bildung von kleinen Anschlussgruppen, also kleinen Koppelfeldern, möglich sein.
An Hand der Zeichnungen wird nachfolgend eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, nämlich unter Verwendung von 6-Anker-Relais, gezeigt, so dass alle diese Anforderungen mit zwei Grundtypen von 6-Anker-Relais durch entsprechende Ausbildung und Gruppierung dieser Relais befriedigt werden können.
Die Fig. 1 bis 4 der Zeichnungen erläutern, wie bei Einzelrelais mit zehn bzw. vierzehn Schliesskontakten geeignete Kontaktgruppen für mehradrige Anschlüsse gebildet werden können. Die Fig. 5 und 6 stellen erfindungsgemässe Baueinheiten der zweiten Grundtype in Form von 6-Anker-Relais dar, die Koppelrelais und Gruppenrelais enthalten. Fig. 7 zeigt ein erfindungsgemässes Relais-Koppelfeld mit einer Baueinheit der ersten Grundtype und einer der Ausführung nach Fig. 5 entsprechenden Baueinheit der zweiten Grundtype. Fig. 8 zeigt die Zusammenfassung von fünf Koppelfeldern nach Fig. 7 zu einem 100-teiligen Koppelfeld. Fig. 9 stellt ein 100-teiliges Koppelfeld dar, bei dem in Verbindung mit einer abgewandelten Baueinheit der zweiten Grundtype elementare Baueinheiten von je vier Bauelementen der ersten Grundtype kombiniert sind.
Fig. 10 zeigt ein 30-teiliges Relais-Koppelfeld, bei dem eine Baueinheit der ersten Grundtype mit einer gemäss Fig. 6 ausgebildeten Baueinheit der zweiten Grundtype kombiniert ist. Fig. ll erläutert die Erweiterung des Koppelfeldes nach Fig. 10 auf ein 102-teiliges Koppelfeld. Fig. 12 erläutert schliesslich die Erweiterung des Koppelfeldes nach Fig. 7 sowohl hinsichtlich der Anzahl der verwendeten Kontaktgruppen als auch hinsichtlich der verwendeten Baueinheiten der ersten Grundtype auf ein 104-teiliges Koppelfeld.
Fig. 1 zeigt schematisch die Anker-und Kontaktanordnung eines Koppelrelais mit zehn Schliesskontakten. Davon können acht Kontakte, nämlich--al-dl und a2-d2--für vieradrige Anschlüsse und zwei Kontakte, nämlich--si und s2--, für Steuerzwecke verwendet werden, um so zwei Koppelpunktgruppen-I und II-zu bilden.
Fig. 2 erläutert in analoger Weise, wie neun Kontakte für drei Anschlüsse mit je drei Adern und ein Kontakt als Steuerkontakt verwendet werden können, um so drei Koppelpunktgruppen--I bis III--zu bilden.
Die Fig. 3 und 4 zeigen in analoger Weise, wie bei einem Koppelrelais mit vierzehn
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In Fig. 5 ist nun schematisch ein 6-Anker-Relais dargestellt, das für sich ein 8-teiliges Koppelfeld bildet. Die Anschlüsse der Relais sind in zwei Gruppen-I und II-aufgeteilt. Die Anker--l bis 4-der ersten vier Koppelrelais --E1-E4-- steuem die Kontakte-1, 5 ; 2, 6-- usw. Die homologen Kontakte--1-4 und 5-8-- sind parallelgeschaltet. Jeder dargestellte Kontakt bedeutet natürlich eine Kontaktgruppe, die mehradrige Leitungen schaltet. Die letzten beiden Einzelrelais --G 1 und G2--steuern je eine Schliesskontaktgruppe --g1 bzw. g2--, von denen die Gruppe --g1--
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gebracht werden.
Erfindungsgemäss wird nun gemäss Fig. 7 das 8-teilige Koppelfeld nach Fig. 5 durch Kombination
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angesteuert werden kann.
Fig. 8 zeigt, dass durch Kombination wie durch fünf Koppelfelder nach Fig. 7 ein 100-teiliges
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Den Ausführungsformen nach den Fig. 5,7 und 8 ist gemeinsam, dass alle Einzelrelais der Baueinheiten beider Grundtypen übereinstimmende Kontaktanordnungen haben und dass eine der Anzahl der Kontaktgruppen jedes Einzelrelais entsprechende Anzahl von Einzelrelais als Gruppenrelais geschaltet sind. In den Fig. 5, 7 und 8 sind Einzelrelais mit zwei Kontaktgruppen dargestellt und dementsprechend sind auch in jeder Kombination von Baueinheiten erster und zweiter Grundtype zwei Gruppenrelais vorgesehen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 9 weist das mittlere 6-Anker-Relais--SR5-, das eine Baueinheit der zweiten Grundtype darstellt, eine der doppelten Anzahl der Kontaktgruppen je
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G2- wie6-Anker-Relais --SAR1-SAR4-- der ersten Grundtype und die Anschlüsse-51 und 76-mit den Anschlässen --52-75 bzw. 77-100-von vier weiteren 6-Anker-Reais --SAR6-SAR9-- der ersten Grundtype. Es ergibt sich somit ein aus zwei Teilfedern von je fünfzig Koppelpunkten zusammengesetzes Relais-Koppelfeld, wobei in jedem Teilfeld durch Erregung eines der Koppelrelais
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Koppelpunkt angesteuert werden kann.
Fig. 6 zeigt ein durch ein 6-Anker-Relais gebildetes 12-teiliges Koppelfeld, das eine erfindungsgemässe Baueinheit der zweiten Grundtype bildet. Die Anzahl der Kontaktgruppen je Einzelrelais beträgt hiebei drei. Um dennoch eine Unterscheidung zwischen diesen Kontaktgruppen unter Verwendung von nur zwei Einzelrelais als Gruppenrelais zu ermöglichen, sind die beiden
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Koppelpunkt angesteuert werden kann. Es ist natürlich auch möglich, die Schaltung so zu treffen, dass als dritte Alternative statt Nichterregung beider Gruppenrelais Erregung beider Gruppenrelais herangezogen wird.
Die Fig. 10 und 11 erläutern eine erfindungsgemässe Erweiterung des Koppelfeldes nach Fig. 6 durch Hinzufügung einer oder mehrerer Baueinheiten der ersten Grundtype. Fig. 10 zeigt speziell ein 30-teiliges Koppelfeld, gebildet durch ein 6-Anker-Relais --SAR1-- der ersten Grundtype und ein
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6-Anker-Relais--SAR2--der an Hand von Fig. 6 erläuterten zweiten Grundtype.
Bei der Ausführungsform nach Fig. ll sind fünf untereinander gleiche 6-Anker-Relais --SAR1-SAR5-der ersten Grundtype hinsichtlich ihrer homologen Anschlüsse parallelgeschaltet und in Parallelschaltung mit den homologen Anschlüssen der Koppelrelais eines weiteren 6-Anker-Relais --SAR6-- verbunden, das hinsichtlich seiner Schaltung der Ausführung nach Fig. 6 entspricht und eine Baueinheit der zweiten Grundtype darstellt. Es ergibt sich so ein 102-teiliges Koppelfeld.
Fig. 12 zeigt schliesslich eine Erweiterung des an Hand von Fig. 7 erläuterten Prinzips durch Verwendung von Einzelrelais mit je vier Kontaktgruppen und Zusammenfassung von vier 6-Anker-Relais --SAR1-SAR4-der ersten Grundtype und eines fünften 6-Anker-Relais --SAR5-- der zweiten Grundtype, bei dem im Hinblick auf das Erfordernis der Unterscheidung zwischen vier Kontaktgruppen vier Gruppenrelais-Gl-G4--vorgesehen sind. Es ergibt sich so ein 104-teiliges Koppelfeld.
Die beschriebenen Ausführungsbeispiele erschöpfen natürlich die im Rahmen der Erfindung gegebenen Kombinationsmöglichkeiten bei weitem nicht, lassen aber bereits die grosse Anpassungsfähigkeit erkennen, die durch die Erfindung erzielt wird, sowie auch die günstigen Verhältnisse, die sich ergeben, wenn jede Baueinheit durch ein 6-Anker-Relais gebildet wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aus einzelnen Baueinheiten aufgebautes Relaiskoppelfeld, bei dem jedes Koppelrelais mehrere Kontaktgruppen aufweist, die jeweils verschiedenen mehradrigen Anschlüssen zugeordnet sind, und bei dem für die Unterscheidung dieser Anschlüsse zusätzliche Gruppenrelais vorhanden sind, deren Kontakte mit der dem jeweiligen Anschluss zugeordneten Kontaktgruppe des Koppelrelais in Serie liegen, wobei eine Grundtype von Baueinheiten vorhanden ist, die sowohl Koppel-als auch Gruppenrelais enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Koppelfeld ausser dieser ersten Grundtype von Baueinheiten noch eine zweite, lediglich Koppelrelais enthaltende Grundtype von Baueinheiten aufweist, wobei beide Grundtypen von Baueinheiten durch Vielanker-Relais gebildet sind und die Koppelrelais (z. B.
El bis E6, E7 bis E10 in Fig. 7) in beiden Grundtypen von Baueinheiten übereinstimmende Kontaktanordnungen aufweisen und hinsichtlich ihrer homologen Anschlüsse innerhalb jeder Grundtype parallelgeschaltet sind, und dass die homologen Anschlüsse der Koppelrelais (E7 bis E10) jeder Baueinheit der ersten Grundtype mit den homologen Anschlüssen der Koppelrelais (El bis E6) zumindest einer Baueinheit der zweiten Grundtype parallelgeschaltet sind, so dass die Unterscheidung der Anschlüsse für diese Baueinheiten gemeinsam durch die Gruppenrelais (Gl, G2) der Baueinheit der ersten Grundtype ermöglicht ist.