AT272749B - Unkrautbekämpfungsmittel - Google Patents

Unkrautbekämpfungsmittel

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AT272749B
AT272749B AT650765A AT650765A AT272749B AT 272749 B AT272749 B AT 272749B AT 650765 A AT650765 A AT 650765A AT 650765 A AT650765 A AT 650765A AT 272749 B AT272749 B AT 272749B
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sep
hydroxybenzonitrile
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diiodo
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Scherico Ltd
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Unkrautbekämpfungsmittel 
Gegenstand der Patentschrift Nr. 264193 ist ein Unkrautbekämpfungsmittel zur selektiven Kontrolle unerwünschter Vegetation, das durch einen Gehalt an einem 3-Halogen-4-hydroxybenzonitril oder einem Äther, Ester oder wasserlöslichen Salz davon, insbesondere einem Alkali-, Ammonium-, Mono-, Di-,   Trialkyl-oder-hydroxyalkylammoniumsalzmitbis   zu 3 Kohlenstoffatomen in den Alkylresten, gekennzeichnet ist. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass nicht nur die wasserlöslichen Salze der genannten Verbindungen, sondern auch wasserunlösliche Salze davon im gewünschten Sinne wirksam sind. Gegenstand der Erfindung ist demgemäss ein Unkrautbekämpfungsmittel, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es als aktiven Bestandteil ein wasserunlösliches Salz eines mindestens 3-halogenierten   4-Hydroxybenzonitrils   enthält. 



   Vorzugsweise besteht das den erfindungsgemäss verwendeten Salzen als saure Komponente zugrundeliegende 4-Hydroxybenzonitril aus 3, 5-Dibrom- oder   3, 5-Dijod-4-hydroxybenzonitril.   



   Als basische Komponente der erfindungsgemäss verwendeten Salze sind höhermolekulare aliphatische Amine bevorzugt, d. h. Amine, von deren Alkylgruppen mindestens eine 4 oder mehr Kohlenstoffatome enthält, insbesondere verzweigtkettige primäre Amine mit etwa 7 bis 30 Kohlenstoffatomen. Für die Praxis haben sich vor allem Amingemische, wie die im Handel unter der   Bezeichnung"Primene-R"und   
 EMI1.1 
    tert.wie sie erfindungsgemäss als Unkrautbekämpfungsmittel   in Frage kommen, sind die folgenden :

   Das tert. -   - Butylammonium-, tert.-Octylammonium-und tert.-Nonylammoniumsalz   des   3, 5-Dijod-4-hydroxy-   benzonitrils,   das"Primene-R"-und das"Primene-JM-T"-Salz   des 3, 5-Dijod-4-hydroxybenzonitrils und das Trioctylammoniumsalz des   3, 5-Dijod-4-hydroxybenzonitrils.   



   Die erfindungsgemäss verwendeten Salze sind in bekannter Weise aus den entsprechenden sauren und basischen Komponenten erhältlich. Diese wieder sind in der Mehrzahl bekannt oder aber kann man sie leicht nach Verfahren herstellen, die analog den bekannten Verfahren zur Herstellung ähnlicher Verbindungen verlaufen. 



   Die erfindungsgemäss zur Verwendung in Unkrautbekämpfungsmitteln vorgeschlagenen wasserunlöslichen Salze halogensubstituierter 4-Hydroxybenzonitrile werden zweckmässig mit inerten   Streck- oder   Verdünnungsmitteln kombiniert. Bei diesen inerten Beimengungen kann es sich beispielsweise um Flüs-   sigkeiten wie organische Lösungsmittel,   Emulgatoren,   Durchdringungs-oder Dispersionsmittel   und in der Landwirtschaft übliche Öle oder um feinverteilte Feststoffe, wie Tone, Diatomeenerde, Vermiculit, Talk, Walnussschalenmehl und Calciumcarbonat, handeln. Der anteilmässige Gehalt an aktivem Herbi-   zid insolchen Unkrautbekämpfungsmitteln   kann im Bereich von 0, 5 bis   95%   liegen, je nach der im speziellen Fall angewendeten Mischung. 



   Im folgenden ist die Erfindung an Hand typischer Beispiele erfindungsgemässer Herbizidkompositionen näher erläutert : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Beispiel 1 : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 3. <SEP> 5-Dijod-4-hydroxybenzonitril <SEP> 21. <SEP> 1 <SEP> Teile
<tb> Primene-R <SEP> 11, <SEP> 4 <SEP> Teile
<tb> Polyoxyäthylen/Sorbit/Tallöl-Kondensat <SEP> 20, <SEP> 8 <SEP> Teile
<tb> Methylierte <SEP> Naphthalin <SEP> 46, <SEP> 7 <SEP> Teile <SEP> 
<tb> 
 Beispiel 2 : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 3, <SEP> 5-Dijod-4-hydroxybenzonitril <SEP> 23, <SEP> 45 <SEP> Teile
<tb> Primene-JM-T <SEP> 12, <SEP> 39 <SEP> Teile
<tb> Polyoxyäthylen/Sorbitol/Tallöl-Kondensat <SEP> 13,92 <SEP> Teile
<tb> Methyliertes <SEP> Benzol <SEP> 50, <SEP> 24 <SEP> Teile
<tb> 
 
Die Rezepturen gemäss den Beispielen 1 und 2 können in Form von Öl-in-Wasser-Emulsionen angewendet werden.

   Im übrigen erfolgt die Anwendung im wesentlichen wie in der Patentschrift Nr. 264193 beschrieben. 



   Die Beobachtungen der Wirkungen der erfindungsgemässen Verbindungen auf verschiedene Pflanzenarten ergaben ein Verhalten, das für manche der erfindungsgemäss verwendeten Stoffe eine Kontaktwirkung   nahelegt, während   andere Verbindungen systemisch zu wirken scheinen. Worauf auch immer aber die Wirkung beruht, so steht jedenfalls eine ausserordentlich gute Wirksamkeit gegen Unkraut bei gleichzeitiger überraschender Selektivität zugunsten des Überlebens von Kulturpflanzen fest. 



     Die erfindungsgemäss   zur Verwendung in Unkrautbekämpfungsmitteln vorgeschlagenen Salze zeigen eine ausserordentliche hohe Aktivität und Selektivität bei Anwendung nach Auftreten des Unkrauts, doch können sie auch vor einem solchen angewendet werden, wenn bestimmte Pflanzenarten vernichtet werden sollen. Es versteht sich, dass man wechselnde Mengen des Herbizids anzuwenden hat, je nachdem um was für einen Boden und um was für Pflanzensorten es sich handelt, je nach der Behandlungsweise, den klimatischen Bedingungen und dem Wachstumsstadium der Kulturpflanzen und des Unkrauts, usw. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Unkrautbekämpfungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass es als aktiven Bestandteil ein wasserunlösliches Salz eines mindestens in 3-Stellung halogenierten   4-Hydroxybenzonitrils   enthält.

Claims (1)

  1. 2. Unkrautbekämpfungsmittelnaeh Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das 4-Hydroxybenzonitril aus 3, 5-Dibrom- oder 3, 5-Dijod-4-hydroxybenzonitril besteht.
    3. Unkrautbekämpfungsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass EMI2.3
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