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Vorrichtung zum Verschliessen von Plastikbehältern
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verschliessen von zu Verpackungszwecken einseitig offenen Plastikbehältern.
In der Lebensmittelindustrie und auch in verschiedenen andern Industriezweigen werden die anzubietenden Waren meist schon in Plastikbehältern auf den Markt gebracht. Dies ist insofern von Vorteil, als der Käufer die Ware vor dem Kauf selbst begutachten kann. Weiters wird immer mehr die Forderung gestellt, dass solche Behälter luftdicht abgeschlossen sind, wodurch beispielsweise eine längere Haltbarkeit erreicht wird oder auch beispielsweise eine Korrosion hintangehalten werden kann.
Die Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zum Verschliessen von Behältern zu schaffen, durch deren Anwendung eine absolute Luft- und Flüssigkeitsdichtheit bei den verschiedenen Behältern erreicht werden kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist gekennzeichnet durch zwei gegeneinander bewegbare und aufeinander pressbare Backen, zwischen die der dem offenen Ende des Behälters zugewandte Teil desselben einschiebbar ist, wobei mindestens einer der Backen mit einer elastischen Auflage versehen bzw. zwischen den beiden Backen eine elastische Einlage eingeführt ist.
Durch diese Massnahme wird der offene Endbereich der Behälter derart aneinander gepresst, dass eine dauerhafte, luft-und flüssigkeitsdichte Verbindung erreicht wird. Durch die Anbringung einer elastischen Auflage bzw. Einlage wird die im Verschlussbereich zwischen den beiden Behälterteilen befindliche Luft aus der Vorrichtung gedrängt und die beiden Behälterteile werden satt aufeinandergepresst.
Weitere erfindungsgemässe Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnungen noch näher erläutert, doch soll die Erfindung nicht auf die gezeigten Beispiele beschränkt sein.
Es zeigen : Die Fig. 1 bis 3 die Teile der Vorrichtung ; Fig. 4 die Vorrichtung mit einem eingeschobenen Behälterende und Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie I-I in Fig. 4 ; die Fig. 6 bis 8 zwei Ausführungsbeispiele der Vorrichtung, wobei Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 6 und Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 8 darstellen ; die Fig. 10 und 11 eine Vorder- und eine Seitenansicht eines Behälters ; die Fig. 12 und 13 den Füll- und Verpackungsvorgang eines Behälters ; die Fig. 14 und 15 den Luftentleerungsvorgang aus einem Behälter.
Die Vorrichtung nach den Fig. 1 bis 5 besteht im wesentlichen aus zwei gegeneinander bewegbaren und aufeinander pressbaren Backen-2 und 3--und einem elastischen Schlauch--4--. Die Bewegungs- und Druckmechanismen für die Backen sind der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
Die Backen-2 und 3-besitzen an den einander zugewandten Flächen im Querschnitt im wesentlichen halbkreisförmige Nuten-5, 5'-.
Der elastische Schlauch --4-- ist mit einem Ventil --6-- versehen, welches zum Anschluss an eine hydraulische oder pneumatische Anlage dient.
Soll nun ein einseitig offener Behälter --7-- verschlossen werden, so wird der offene Endbereich zwischen die beiden Backen-2, 3- eingeschoben. Ferner wird der Schlauch-4eingelegt. Die Backen-2, 3- werden nun bis zum gegenseitigen Anschlag zusammengeschoben. Der Schlauch --4-- wird mittels des Ventiles an eine Druckleitung angeschlossen. Der Schlauch dehnt
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sich daher und presst somit den eingespannten Behälterteil gegen die Begrenzungsfläche der Nut des einen Backens (Fig. 5). Dabei wird nicht nur die in diesem Bereich noch befindliche Luft zwischen den Behälterteilen verdrängt, sondern die Behälterteile werden satt aufeinandergepresst, so dass eine innige, luft- und flüssigkeitsdichte Verbindung der beiden Teile erreicht wird.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6 und 7 ist zwischen den Backen-2', 3'--, welche im Querschnitt als Halbrohre ausgestaltet sind, eine als Vollprofil ausgeführte Einlage-4'-, beispielsweise aus Gummi, eingeschoben. Diese Einlage --4'-- entspricht dabei im Querschnitt dem Querschnitt der bei zusammengefügtem Zustand der Backen-2', 3'-- verbleibenden, durchgehenden Öffnung. Auch hier wird ein Ende des Behälters --7'-- zwischen der Einlage--4'--und dem Backen--2'--zusammengepresst.
Bei dem in den Fig. 8 und 9 dargestellten Beispiel finden als Backen-2", 3"-- Winkelprofile Verwendung, von denen mindestens eines mit einer elastischen Auflage --4"-- versehen ist. Das offene Ende des Behälters --7"-- wird dabei zwischen dem Backen --2"-- und der Auflage --4"--gepresst.
Mit der beschriebenen Vorrichtung können alle einseitig offenen Plastikbehälter verschlossen werden.
Eine besondere Ausführungsform eines Behälters-8-ist in den Fig. 10 bis 13 dargestellt. Der Behälter-8-besitzt ausser der einseitigen Öffnung zum Einfüllen des Gutes noch eine weitere, mit einem Schraubverschluss --9-- absperrbare Öffnung. (Der Schraubverschluss ist nur schematisch dargestellt). Durch diese Öffnung kann nach dem allseitigen Verschliessen die im Behälter verbliebene und das verpackte Gut umgebende Luft entfernt werden, was durch Absaugen oder Auspressen erfolgen kann.
Wie aus Fig. 12 ersichtlich, werden die Verpackungsgüter--10--in den Behälter eingeführt, der sich infolge seiner Elastizität den Umfangskonturen der Güter--10--anpasst. Anschliessend werden die am oberen Ende verbleibenden Teile des Behälters zusammengefaltet (Fig. 13) und durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung verschlossen.
Nach dem Verschliessen kann die im Behälter --8-- verbleibende Luft durch den Schraubverschluss abgesaugt werden.
In den Fig. 14 und 15 ist die Luftentleerung aus einem mit Flüssigkeit gefüllten Behälter gezeigt.
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Behälter--13--zugeordnete Stutzen--14--weistSchraubkappe--16--wird der im Behälter gebildete Luftraum--17--mit der Aussenluft verbunden. Durch leichtes Drücken auf den Behälter --13-- wird die Luft aus diesem nach aussen gedrängt. Sobald nun die Flüssigkeit-18-bis zur Höhe der Bohrung --15-- reicht, wird die Schraubkappe --16-- wieder eingedreht, so dass der Behälter --13-- dicht verschlossen ist.
Die im Behälter befindliche Luft kann selbstverständlich auch abgesaugt werden, doch sind dabei zusätzliche Absaugvorrichtungen erforderlich.
Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung wird ein besonders guter Verschluss für Verpackungen von Lebensmitteln usw. geschaffen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Verschliessen von zu Verpackungszwecken einseitig offenen Plastikbehältern, gekennzeichnet durch zwei gegeneinander bewegbare und aufeinander pressbare Backen (2, 3, 2', 3', 2", 3") zwischen die der dem offenen Ende des Behälters (7, 7', 7") zugewandte Teil desselben
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