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Aufgabenblatt
Gegenstand des Patentes Nr. 255165 ist ein Aufgabenblatt für den Fernunterricht mit darauf vermerkten Fragen und zunächst abgedeckten Lösungen zur Kontrolle der Schülerantworten nach deren
Eintragung in hiefür vorgesehenen Feldern mittels eines in einem Doppelblatt zwischen dessen
Unterblatt und Deckblatt angeordneten Kopierblattes, wobei das Kopierblatt gegebenenfalls in 'einzelnen Teilen zwischen dem Deckblatt und dem Unterblatt wegziehbar ist und hiebei die vermerkte
Lösung dem Schüler erst freigibt, wenn das Kopierblatt nicht mehr das Feld zum Eintragen der
Schülerantworten bedeckt und wobei zur Verhinderung des Zurückschieben des weggezogenen Blattes eine Sperre vorgesehen ist.
Eine Variante dieser Sperre, die das Zurückschienen des Kopierblattes verhindert, ist Gegenstand ) des Zusatzpatentes. Die Erfindung ist gekennzeichnet durch eine ins Innere des Doppelblattes führende Öffnung zum Einführen eines das Kopierblatt aufrollenden Stabes. Hiebei wird nach Durchschreiben der
Lösung ein dünner Stab, etwa die Mine eines Kugelschreibers, in die beispielsweise in der Nähe der
Unterkante des Blattes vorgesehene öffnung zwischen Ober- und Unterblatt geschoben, und bei Drehen wickelt sich das Kopierblatt hierauf auf, so dass es am entgegengesetzten Ende das Unterblatt mit der richtigen Lösung freigibt. Ein Versuch, das Stäbchen in der andern Richtung zu drehen, führt nicht etwa dazu, dass das Kopierblatt wieder zurückgeschoben wird, sondern es lockert sich lediglich der aufgewickelte Teil um den Stab herum.
Eine Betrugsmöglichkeit ist also ausgeschlossen.
Zweckmässigerweise bildet man das an der Aufwickelseite gelegene Ende des Kopierblattes schlaufenartig aus, indem das Blatt beispielsweise an diesem Ende einmal umgeschlagen und an sich selbst befestigt wird. Diese so entstandene Schlaufe wird mit der Öffnung im Aufgabenblatt ausgerichtet, so dass sich der Aufwickelstab beim Einführen durch diese Öffnung in die Schlaufe schiebt und sofort bei Beginn der Drehung das Kopierblatt mitnimmt und aufwickelt. Durch ein geringfügiges Zurückdrehen des Aufwickelstabes lockert sich, wie erwähnt, der bereits aufgewickelte Teil ein wenig, so dass der Stab ohne Mühe jederzeit aus dem Aufgabenblatt herausgezogen werden kann. Er lässt sich dann ebenso leicht wieder in die vorige Stellung einführen.
Der Vorteil dieser Aufwicklung des Kopierblattes liegt darin, dass man eine Beschmutzung der Hände und der Schreibunterlage vermeidet, wenn man das Kopierblatt jeweils um eine Aufgabenbreite herauszieht bzw. wenn das teilweise herausgezogene Kopierblatt sich auf der Schreibunterlage abdrückt.
Das erfindungsgemässe Aufgabenblatt ist im übrigen allseitig verschlossen, beispielsweise verklebt oder zusammengebördelt, falls es aus Papier besteht, oder bei der Verwendung von Kunststoffolien am Rande verschweisst, so dass nur die genannte Öffnung übrig bleibt. Ein Zurückziehen des zwischen dem Ober- und Unterblatt liegenden Kopierblattes ist daher nicht möglich, ohne dass das Aufgabenblatt beschädigt wird, wobei der kontrollierende Lehrer eine derartige Beschädigung sofort bemerken würde.
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Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit der Darstellung eines Ausführungsbeispieles. Es zeigt Fig. l eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemässen Aufgabenblattes, Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Aufgabenblatt nach Fig. 1.
Das Aufgabenblatt besteht, wie der Schnitt nach Fig. 2 zeigt, aus einem Oberblatt--l--und einem Unterblatt-2--, die ringsum bis auf die öffnung --3-- aneinander befestigt, z. B. verklebt, zusammengerillt, verschweisst od. dgl sind. Zwischen Ober- und Unterblatt befindet sich das Kopierblatt --4-, das an dem an der Seite der Öffnung --3-- des Aufgabenblattes befindlichen Ende zu einer Schlaufe --5-- ausgebildet ist.
Durch die Öffnung --3-- ist ein Stab-6--, etwa die Mine eines Kugelschreibers, in die Schlaufe --5-- einführbar. Bei Drehen dieses Stabes wickelt sich das Kopierblatt--4--um sein schlaufenseitiges Ende--7--zu einer Rolle --8-- auf.
Das Oberblatt--l--besteht beispielsweise aus einem durchsichtigen Material und ist, wie Fig. l erkennen lässt, mit einem Aufdruck --9-- versehen, der es in ein Fragefeld-10--, ein
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--4-- aufUnterblatt --2-- überträgt. Danach steckt er einen Stab--6--durch die Öffnung--3--des
Aufgabenblattes in die Schlaufe--5--des Kopierblattes--4--und dreht den Stab ein wenig, so dass sich das Kopierblatt zu einem Wickel --8-- aufrollt und dabei an seinem oberen Ende das zu der eben gelösten Frage gehörige Antwort- und Lösungsfeld freigibt. Im Lösungsfeld-12-ist auf dem Unterblatt--2--die richtige Lösung vermerkt, so dass der Prüfling diese mit seiner soeben eingesetzten Antwort vergleichen kann.
Ist seine eigene Antwort richtig, so kann er sogleich zur
Beantwortung der nächsten Frage übergehen. Der Kopierblattrand kann, wie die Zeichnungen zeigen, gestaffelt sein, so dass zuerst die Antwort und dann die Lösung sichtbar wird.
Hat er jedoch einen Fehler gemacht, so erkennt er dies sofort und kann sich unmittelbar nochmals mit dem Themenkreis der Aufgabe befassen, um eventuelle Lücken in seinem Wissen zu beheben. Eine anschliessende Korrektur des von ihm falsch eingetragenen Ergebnisses auf dem Aufgabenblatt ist jedoch nicht möglich, so dass der Lehrer bei der Durchsicht der Aufgabenblätter die echte Leistung der Schüler kontrollieren kann.
Die unmittelbare Kontrolle des Ergebnisses nach dem Lösen der Aufgabe ist insbesondere wichtig bei
Fernlehrkursen, bei denen der Schüler nicht die Möglichkeit hat, den Lehrer persönlich sofort zu fragen, sondern die richtigen Ergebnisse der von ihm gelösten Aufgaben erst zu einem späteren Zeitpunkt erfährt, zu dem ihm die jeweilige Aufgabe nicht mehr so frisch und gegenwärtig ist wie zum Zeitpunkt der Lösung.
In der Ausbildung des Aufgabenblattes sind noch weitere Varianten möglich ; beispielsweise genügt es, wenn das Oberblatt lediglich an der Stelle des Lösungsfeldes--12--durchsichtig ist. Ferner kann man das Unterblatt und den Teil des Fragefeldes--10--des Oberblattes aus einem Bogen herstellen, der beim Fertigstellen des Aufgabenblattes dann so geknickt wird, dass die linke Kante der Fig. l eine Knickkante ist. Vor dem Verschliessen der drei übrigen Kanten wird an die Stelle des im Bogen ausgesparten Lösungsfeldes-12-ein gesondertes durchsichtiges Blatt eingeklebt, und zwischen die zusammengeklappten Bogenhälften wird das Zwischenblatt eingefügt.
Bei dieser Art sind Frage und Lösung auf einem einzigen Bogen aufgedruckt, so dass Irrtümer, die beim Zusammenfügen von Oberund Unterblatt auftreten können, indem beispielsweise nicht zusammengehörige Ober- und Unterblätter vereinigt werden, vermieden werden.
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