AT271028B - Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KunststoffenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen
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als Katalysator beschrieben. Es entstehen dabei je nach Wahl der Bedingung Schaumstoffe oder kompakte, zähharte bis gummielastische Produkte.
In dem Zusatzpatent Nr. 250671 konnte gezeigt werden, dass man bei der Verwendung von thermischen Vorkondensaten der oben genannten Verbindungen die gleichen Produkte auch bei Verwendung von Ätzalkalilösungen im Konzentrationsbereich von 10 bis 60go erhält. Bei der Herstellung von Schäumen mit höherer Dichte und höheren physikalischen Werten ist die Zeit bis zum Aufschäumen wesentlich verlängert. Während dieser längeren Stehzeit geht die Reaktion jedoch auch bei niedrigen Temperaturen weiter. Durch Kondensation findet ein beträchtlicher Viskositätsanstieg statt, wobei durch die jetzt entstandene schwerbewegliche Masse eine schlechte Schaumstruktur mit groben Lunkern gebildet wird.
Versuche zur zusätzlichen Auflockerung und dadurch erleichtertem Verschäumen durch Zugabe von Lösungsmitteln, wie etwa Alkoholen, Ketonen u. a., mit einem Siedebereich entsprechend der Verschäumungstemperatur haben wider Erwarten zu einer Verschlechterung der Struktur geführt. Es konnte beobachtet werden, dass, bevor der Schaum in den ausgehärteten vernetzten Zustand übergeht, ein sehr kurzzeitiger thermoplastischer Zustand durchlaufen wird. In diesem Zustand ist das Harz in Lösungsmitteln bzw. Lösungsmittel im Harz löslich, was zur Verschlechterung der Struktur führt.
Es konnte nun gefunden werden, dass bei der Verschäumung der monomeren Methylolketone oder der aus diesen durch schonende thermische Behandlung erhaltenen Vorkondensate unerwarteterweise eine sehr gute Struktur des Schaumkunststoffes erhalten wird, wenn in die Ausgangsstoffe vor dem Verschäumen Lösungsmittel, in denen das Harz nicht löslich ist, wie aliphatische, cycloaliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe, insbesondere jedoch halogenierte Kohlenwasserstoffe, eingerührt werden.
Die zugesetzten Lösungsmittel werden dabei in dem Monomeren emulgiert. Die zugesetzte Menge an nichthalogenierten Kohlenwasserstoffen muss in bestimmten Grenzen gehalten werden, da bei Überschreitung der notwendigen Menge eine deutliche Strukturverschlechterung eintritt. Diese Grenze liegt bei etwa Wo. Vielfach ist es vorteilhaft, Gemische verschiedener Kohlenwasserstoffe mit unterschiedlicher Siedetemperatur einzusetzen. Andere Zusätze, wie z. B. Polyglykole oder höhere Alkohole, stören beim Verschäumen nicht.
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An Hand folgender Beispiele wird der Vorteil der Zugabe solcher Lösungsmittel deutlich ; wobei das Beispiel l als Vergleich die Verwendung eines ungeeigneten Lösungsmittels zeigt.
Beispiel 1 : 400 g technisches Dimethylolaceton werden mit 2 g Polyäthylenoxyd mit zirka 30 Äthylenätherbrücken als Verschäumungsregler vermischt und dazu 10 ml5010ige Natronlauge eingerührt. Nach 12 min fängt der Ansatz an, langsam aufzuschäumen und es bildet sich ein Schaum, der insbesondere in der Unterhälfte mit grossen Lunkern, die teilweise fast den ganzen Querschnitt ausbilden, durchsetzt sind.
Beispiel 2 : Ansatz wie Beispiel l, jedoch werden 8 g eines Gemisches aus je 50% Tetrachlor-
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eigenBeispiel 3 : Ansatz wie Beispiel 2, jedoch an Stelle des Gemisches Tetrachlorkohlenstoff/Per- chloräthylen werden 10 g Trichlorbrommethan eingemischt. Es bildet sich ein Schaum mit einer Rohdichte von zirka 80 g/l und mit gleichmässiger Struktur.
Beispiel 4 : Ansatz wie Beispiel 2, jedoch werden 6g Benzin, Siedebereich 80 bis 120 C, eingerührt. Der Schaum hat eine Rohdichte von zirka 100 g/l bei gleichmässiger Struktur.
Beispiel 5 : Ansatz wie Beispiel 2, jedoch werden zusätzlich noch 30 g Triäthylenglykol vor dem Aufschäumen zugemischt. Der Schaum hat eine Rohdichte von zirka 100 g/l und eine gleichmä- ssige Struktur.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren für die Herstellung von Kunststoffen auf der Basis von Mono-, Di-oder Trimethylolketonen oder deren Gemischen, vorzugsweise von Acetonmethylolverbindungen, nach Patent Nr. 236645, dadurch gekennzeichnet, dass man vor dem Verschäumen den monomeren Methylolketonen oder den aus diesen durch schonende thermische Behandlung erhaltenen Vorkondensaten Losungsmittel, die im Harz nicht löslich sind, wie aliphatische, cycloaliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe, vorzugsweise jedoch halogenierte Kohlenwasserstoffe oder deren Gemische, zusetzt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung nichthalo- genierter Kohlenwasserstoffe solche in Mengen von 0, 3 bis 7'/0 zugesetzt werden.
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| DD10670464 | 1964-09-25 |
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