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Anordnung für Fernschreibanlagen mit Speicherbetrieb
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung für Fernschreibanlagen mit Speicherbetrieb zum Aussenden bzw. Einblenden von zusätzlichen Informationen zu den in Speicherträgem bereits vorbereitend aufgezeichneten Nachrichten.
Es ist in der Fernschreibtechnik bekannt, dass Nachrichten am schnellsten mit automatisch angetriebenen Sendern, sogenannten Speichersendern, z. B. Lochstreifensendem, ausgesendet werden
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Diese Methode der Nachrichtensendung arbeitet wohl schnell und auch sicher, da über jede ausgesendete Nachricht ein Beleg in der Sendestelle verbleibt. Namentlich auf Grund des zurückbleibenden Beleges hat sich dieses Verfahren besonders in der Flugüberwachungstechnik durchgesetzt. Nun tritt aber gerade in der Flugüberwachung häufig das Problem auf, dass die Meldung über den Start einer Maschine oder, bei Massenstarts, auch über mehrere Maschinen, für jede Maschine getrennt ausgesendet werden muss. Wenn in diesen Fällen die eigentliche Meldung auch schon vor dem Start in einem Speicherträger aufgezeichnet werden könnte, so ist die eben geschilderte Methode der automatischen Nachrichtenaussendung doch nicht ausführbar, weil die Startzeit selbst vorher noch nicht festliegt und demzufolge in dem Speicherträger auch nicht aufgezeichnet werden kann.
Aus diesem Grunde kam es gerade bei dieser Art von Meldungen bisher immer zu Stauungen und vor allem zu Verzögerungen beim Aussenden der Nachrichten.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung für Fernschreibanlagen mit Speicherbetrieb zu schaffen, die es gestattet, zu den im Speicherträger bereits aufgezeichneten Nachrichten noch zusätzlich Informationen auszusenden bzw. einzublenden. Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass zusätzlich zu der an sich vorhandenen Abtasteinrichtung des Speichersenders (Lochstreifensenders) eine zusätzliche Sendeeinrichtung mit Speicher vorgesehen ist und bei Abtasten eines vorgegebenen, auf dem Speicherträger eingeprägten Anforderungssignals durch den an sich vorhandenen Speichersender dieser abschaltbar und dafür die zusätzliche Sendeeinrichtung zum Aussenden einer in ihr eingespeicherten zusätzlichen Information, z. B. einer Zeitangabe, vorübergehend anschaltbar ist.
Auf diese Weise ist es gemäss der Erfindung erreichbar, zusätzlich zu den im Speicherträger bereits aufgezeichneten Nachrichten noch irgendwelche Informationen, z. B. die Startzeit, einzublenden.
Mit besonderem Vorteil kann die Erfindung so durchgeführt werden, dass die zusätzliche Sendeeinrichtung über eine Umschalteeinrichtung an eine abgehende Leitung anschaltbar und diese Umschalteeinrichtung selbst durch das in der auszusendenden Information aufgezeichnete Anforderungssignal steuerbar ist und dass dann die Umschalteeinrichtung in der ändern ihrer beiden Lagen die eigentliche, d. h. die, die vorbereitete Nachricht aussendende Sendeeinrichtung an die abgehende Leitung anschaltet.
Auf diese Weise ist es durch eine einfache Umschalteeinrichtung möglich, eine zusätzliche
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Sendeeinrichtung an den Verbindungsweg anzuschalten, die dann ihrerseits die gewünschten zusätzlichen Informationen aussendet.
Mit besonderem Vorteil kann das Anforderungssignal, z. B. aus einer Folge der Kombinationen 32 oder einer bestimmten Gruppe von Kombinationen des internationalen Telegraphenalphabets Nr. 2 bestehen. Da die Kombination 32 auf dem Speicherträger keine Aufzeichnung hinterlässt, kann man an dieser Stelle die jeweils eingeblendete Information, z. B. die Startzeit, dann nachträglich aufzeichnen und auf diese Weise die Nachricht dann auch noch für die Hinterlegung vervollständigen.
Einzelheiten der Erfindung gehen aus dem an Hand der Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispiel hervor.
In der Zeichnung ist im unteren Teil das Tastenfeld-TF-abgebildet, das zur Speicherung einer Zeitangabe mit Stundenzehnertasten --SZ--, Stundeneinertasten --SE--, Minutenzehner-
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noch zwei Tasten-LT und BT--, wovon die eine eine Löschtaste und die andere eine Betriebstaste ist. In der Mitte der Zeichnung ist der eigentliche Kurztextgeber-KG-dargestellt, der in diesem Beispiel zur Einblendung der Startzeit dient. Er enthält in diesem Beispiel eine Überwachungsschaltung - -Üb-- I1Út dem Überwachungskontakt --ü-- und einen Speicher--Sp--. Im oberen Teil der Zeichnung sind die zur Auswertung des Anforderungssignals vorgesehenen Relais-Al bis A5-dargestellt.
Ausserdem sind im oberen Teil der Vorschubmagnet--VM--, die Sendekontakte--sal bis sa5-- sowie die Auswertekontakte --sb1 bis sb5-und das Umschalterelais-U-des Lochstreifenlesers--LS--abgebildet. Die einzelnen Abfühlkontakte --sa1 bis sa5--des Lochstreifenlesers werden über Leitungen--Sll bis Sl5-- an einen elektronischen Sendeverteiler --SVc-- angeschlossen. Auf der rechten Seite der Zeichnung ist die abgehende Leitung--Ltg-- dargestellt, über die durch den Sendekontakt --sr-- die gewünschten Nachrichten ausgesendet werden.
Die Wirkungsweise der Schaltung ist im einzelnen wie folgt :
Der Speicherträger, auf dem die gewünschte, auszusendende Nachricht vorbereitend aufgezeichnet ist, wird in bekannter Weise durch den Vorschubmagneten--VM--unter den Abfühlkontakten-l bis sa5-- schrittweise weitertransportiert, wenn der zu einem Taktverteiler gehörende Kontakt-z-- jeweils zu Beginn des Sperrschrittes geschlossen wird und sein Erregerstromkreis durch die Kontakte --u3 und ü--vorbereitet ist. Der Kontakt--z'--wird jeweils am Ende eines Sperrschrittes kurzzeitig geschlossen.
Zu dieser Zeit wird dann der Kontakt--z--geöffnet. Durch das schrittweise Weiterschalten des Lochstreifens werden die Abfühlkontakte --sal bis sa5--jeweils entsprechend den in dem Lochstreifen vorhandenen Lochungen geöffnet oder geschlossen. Der an den Leitungen--Sll bis Sl5-- angeschlossene Sendeverteiler --SVc== sorgt dafür, dass die Abfühlkontakte --sa1 bis sa5-- entsprechend der Schrittfolge eines jeden Fernschreibzeichens wirksam gemacht worden, wodurch dann wieder das Senderelais--SR--erregt wird und mit seinem Kontakt--sr--die Schritte auf die Leitung überträgt.
Wenn im Rahmen der Erfindung eine zusätzliche Information, beispielsweise die Startzeit, während einer laufenden Sendung eingeblendet werden soll, so ist zunächst die Betriebstaste-BT-zu betätigen. Ausserdem ist z. B. durch Betätigen je einer der Tasten-SZ, SE, MZ und ME--die tatsächliche Startzeit nach Stunden- und Minutenzeit über das Tastenfeld--TF--einzuspeichern.
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Sobald dann während einer Lochstreifenabtastung jeweils am Ende eines Sperrschrittes der Kontakt --z'-- geschlossen wird, ist dann über den Abfühlkontaktsatz --sb1 bis sb5-der jeweilige, je nach der Lochung des Streifens vorbereitete Erregungsstromkreis für die Auswerterelais-Al bis A5-geschlossen oder nicht.
Bei jedem abgetasteten Zeichen werden die Abfühlkontakte --sb1 bis sb5-betätigt und bei einer ganz bestimmten Zeichengruppe, nämlich dem im Rahmen der Erfindung festgelegten Anforderungszeichen, entsteht dann durch eine bestimmte Konstellation der Kontakte --al bis a5--ein Ansprechstromkreis für das Umsteuerrelais--U-- (Erde, sl, al bis a5, U,-WB). Im Rahmen der Erfindung kann der Kontaktsatz --sb1 bis sb5--, bezogen auf die Bewegungsrichtung des Lochstreifens, eine Zeile vor dem eigentlichen Abtastkontaktsatz--sal bis sa5--angeordnet sein.
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