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Verfahren und Einrichtung zum Temperieren einer Serie von photographische
Behandlungsmittel enthaltenden, aufrechten Behandlungsgefässen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Temperieren einer Serie von photographische
Behandlungsmittel enthaltenden, aufrechten Behandlungsgefässen unter Verwendung eines strömenden
Temperatursteuermittels, sowie eine Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. Mit dem erfindungsgemässen Verfahren soll eine möglichst genaue Kontrolle der Temperatur in den einzelnen
Behandlungsgefässen, wie dies beispielsweise bei mehrschichtigen Farbmaterialien erforderlich ist, ermöglicht werden.
Die bekannten Einrichtungen zur Entwicklung photographischer Materialien sind im allgemeinen nicht geeignet, die Temperaturen der verschiedenen Behandlungsmittel in den erforderlichen
Temperaturgrenzen und mit der geringstmöglichen Menge des zum Temperieren erforderlichen fliessenden Wassers durchzuführen. Die bekannten Einrichtungen und Verfahren zum Temperieren gestatten auch nicht die gleichzeitige Verwendung des zum Temperieren verwendeten Wassers für die
Durchführung mehrerer verschiedener Waschstufen, und besonders solcher, die zwischen den einzelnen chemischen Behandlungsstufen als Zwischenwässerung eingeschoben sind.
Die bekannten Einrichtungen und Verfahren erlauben weiters nicht die Anordnung der Behandlungsmittel und der Waschstellen in einer Reihenfolge, die genau der Anordnung der im durchzuführenden Verfahren vorkommenden chemischen Behandlung-un Waschstufen entspricht. Dies ist besonders wichtig, wenn die photographische Nassbehandlung von wenig Erfahrenen durchgeführt wird, und vermeidet ausserdem die
Verunreinigung der Bäder und Fleckenbildung auf den photographischen Materialien durch abtropfende Flüssigkeit.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die neue Einrichtung ermöglichen unerwarteterweise die
Vermeidung aller geschilderten Nachteile und die Erzielung weiterer Vorteile, die später noch im einzelnen besprochen werden.
Gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren wird eine Serie von photographische Behandlungsmittel enthaltenden, aufrechten Behandlungsgefässen unter Verwendung eines strömenden Temperatursteuermittels dadurch temperiert, dass das Temperatursteuermittel in Form eines breiten Stromes in einer aufund abgehenden zickzackartigen Bahn nacheinander in einer im wesentlichen senkrechten Strömungsrichtung an der stromaufwärtsliegenden Hauptfläche jedes der Behandlungsgefässe abwärts geführt, unter dem Gefäss in einer im wesentlichen horizontalen Strömungsrichtung durchgeführt und an der gegenüberliegenden, stromabwärts liegenden Hauptfläche jedes der Behandlungsgefässe aufwärts geführt wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird als strömendes Temperatursteuermittel Wasser verwendet, das auch zur Durchführung einer oder mehrerer Zwischenund/oder Endwässerungsstufen als Waschmittel dient. Die im wesentlichen senkrechte Führung des Waschwassers hat eine aussergewöhnlich hohe Waschwirkung zur Folge, die besonders bei den kurzen Zwischenwässerungen der Farbmaterialien von grossem Vorteil ist.
Die erfindungsgemässe Einrichtung umfasst ein durch senkrechte Trennwände in nebeneinanderliegende Abteile unterteiltes Badgefäss und in die Abteile entfernbar und abdichtend eingesetzte aufrechte Behandlungsgefässe und vorzugsweise in andern Abteilen Einrichtungen zur
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Erzielung von Waschstellen zwischen den Behandlungsgefässen mit vornehmlich senkrecht fliessendem
Waschwasser.
In der bevorzugten Einrichtung gemäss der Erfindung besitzen die Behandlungsgefässe ein
Paar gegenüberliegender, im wesentlichen lotrechter Abdichteinrichtungen, die mit an entsprechenden
Stellen in den Abteilen vorgesehenen Gegenabdichteinrichtungen in im wesentlichen wasserdichten
Eingriff kommen, und eine Durchflussöffnung unterhalb des Behandlungsbehälters freilassen, wenn die
Behandlungsbehälter oder-gefässe abdichtend in die Abteile eingesetzt sind.
Aus der Schweizer Patentschrift Nr. 192598 ist ein photographisches Bad bekannt, das zwar in
Abteile unterteilt ist, in dem aber die Behandlungsgefässe lose, d. i. freihängend eingesetzt sind, so dass der für die Erfindung erforderliche, dünnschichtige, senkrecht auf-und abgehende Strömungsweg nicht erzielt werden kann. Ein anderes bekanntes Bad (USA-Patentschrift Nr. 1, 772, 834) ist überhaupt nicht in Abteile unterteilt, und die Behandlungsbehälter sind ebenfalls frei darin aufgehängt, so dass der erfindungsgemässe Strömungsweg des Temperatursteuermittels ebenfalls nicht erzielt werden kann.
Ferner ist eine Vorrichtung zum Waschen photographischer Negative bekannt (franz. Patentschrift
Nr. 391. 820), die zwar in einzelne Abteile aufgeteilt ist, worin jedoch letztere an den Enden durch senkrechte Öffnungen miteinander in Verbindung stehen. Wenn man Behandlungsgefässe in die einzelnen Abteile einhängen würde, würde man trotzdem nicht den erforderlichen dünnschichtigen, senkrechten auf-und abgehenden Strömungsweg eines Temperatursteuermittels erzielen.
Eine aus der deutschen Patentschrift Nr. 354823 bekanntgewordene Vorrichtung zur
Weiterführung photographischer Platten bedient sich eines Uhrwerkes und rein mechanischer Mittel für die Kontrolle der Fördereinrichtung. Die erfindungsgemässe Fördereinrichtung ist demgegenüber viel einfacher und bedient sich wahrnehmbarer Signale für Handbedienung oder elektrischer Impulse für automatischen Betrieb.
Das Verfahren und die Einrichtung der Erfindung sind besonders geeignet für die Durchführung von mehrstufigen photographischen Behandlungsverfahren, die eine sehr genaue Temperaturkontrolle erfordern und die Einhaltung einer konstanten, vorgegebenen Temperatur in einzelnen
Behandlungsbädern erfordern, vor allem für die Behandlung und Entwicklung mehrschichtiger
Farbmaterialien beispielsweise in Blattform, oder wenn gewünscht, in Form von Streifen, Bändern oder
Rollen und besonders für die Entwicklung oder andere mehrstufige Nassbehandlung von Positiv- oder
Negativmaterialien in kleinen Mengen durch den photographischen Amateur oder Berufsphotographen.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die Einrichtung der Erfindung erleichtern ausserordentlich die
Durchführung der genannten Verfahren und gestalten sie wirtschaftlicher und genauer. Für gewisse photographische Materialien lassen sich besondere Vorteile erzielen, wenn dem Behandlungsmittel die
Form eines engen, aufrechten vollen oder eines engen, waagrechten Teilringes und besonders die Form eines aufrechten, engen Parallelepipedes gegeben wird.
Die dazwischenliegenden und/oder am Ende ausgeführten Waschvorgänge des vielschrittigen Verfahrens werden vorteilhaft in dem strömenden Temperatursteuermittel durchgeführt, u. zw. vorzugsweise in einem Abschnitt oder einem Teil des strömenden Temperatursteuermittels, in welchem dieses ebenfalls im wesentlichen senkrecht strömt.
Das photographische Material kann in einer im wesentlichen senkrechten Ebene oder in einem voll oder teilweise waagrechten oder senkrechten Zylinder angeordnet werden, was von der Form des Behandlungsmittels oder der dieselben enthaltenen Gefässe abhängt. Die ebene Ausführung wird im allgemeinen bei Plattenmaterial und besonders bei Positiv-oder Negativfilmstücken grösserer Abmessung und bei positivem Druckmaterial auf Papieruntergrund, wie Kopier- oder Vergrösserungspapier, bevorzugt. Die zylindrische Ausbildung wird gewöhnlich bei Rollfilmen oder längeren Filmbändern bevorzugt, welche in geeigneter Weise spiralenförmig auf einen zylindrischen Träger gewickelt werden.
Für höchste Wirtschaftlichkeit und beste Wiedergabe werden Behandlung-un Waschmittel für die zylindrischen Materialien in Form eines sehr engen, senkrechten Ringes angeordnet, in welchem das photographische Material vorzugsweise voll untergetaucht wird, und die Mittel für die ebenen photographischen Materialien werden in Form von sehr engen, aufrechten, im wesentlichen senkrechten Parallelepipeden angeordnet, die hoch genug sind, um ein vollständiges Untertauchen des zylindrischen oder ebenen photographischen Materials zu ermöglichen, und die vorzugsweise gerade breit genug sind, um die gleichzeitige Behandlung von nur einem ebenen oder zylindrischen Blatt oder Film oder, wenn gewünscht, einer kleinen Anzahl auf einem geeigneten Träger gehaltener ebener Blätter zu ermöglichen.
Es ist von besonderem Vorteil, wenn der Teil oder die Teile des Strömungsmittels, das für den Waschvorgang oder die Waschvorgänge verwendet wird, im wesentlichen in der gleichen Weise geformt und angeordnet werden, wie das Behandlungsmedium, und wenn Behandlung-un Waschbereich Seite an Seite oder in irgendeiner andern gewünschten, einfachen und systematischen Weise angeordnet
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Flüssigkeitsdichte Abdichtung zwischen den Behandlungsgefässen und dem Bad wird noch einfacher durch Verwendung einer senkrechten Abdichteinrichtung erzielt. Das Bad weist vorteilhaft
Einlass und Auslass für den Durchtritt einer Strömung von Temperatursteuermittel in einer Richtung an entgegengesetzten Enden auf. Die Behandlungsgefässe sind derart ausgebildet, dass sie von der
Wasserströmung umströmt werden, vorteilhaft, indem eine Durchführung am oder nahe dem Bodenende des Gefässes vorgesehen wird. Die Waschgefässe sind vorzugsweise derart ausgebildet, dass im wesentlichen das ganze, durch das Bad tretende flüssige Mittel oder Wasser gezwungen ist, durch das
Waschgefäss allgemein nach oben oder nach unten zu strömen.
Die Gefässe zur Behandlung der ebenen photographischen Materialien sind vorzugsweise enge, aufrechte Parallelepipede, die auch eine recht geringe Breite, wie von 1 cm und darunter, haben können, und die Abteile im Bad haben eine ähnliche Form, wobei sie etwas grösser sind, um die erforderlichen senkrechten Durchführungen für das Strömungsmittel zu bilden. Die für die Behandlung der zylindrischen Materialien verwendeten Gefässe sind vorzugsweise aufrechte Zylinder oder doppelwandige Zylinder mit einem engen Ring für die Behandlungsflüssigkeiten oder das Waschmittel zwischen der inneren Zylinderwandung undd dem eingesetzten zylindrischen Träger oder zwischen den
Doppelwandungen. Die bei den aufrechten ringförmigen Gefässen verwendeten Abteile weisen vorzugsweise einen quadratischen oder kreisförmigen waagrechten Querschnitt auf.
Die Waschgefässe unterscheiden sich von den Behandlungsgefässen in erster Linie dadurch, dass eine untere Durchführung und eine obere Überströmeinrichtung vorgesehen ist, durch die das
Waschwasser in das Gefäss eintritt und/oder dieses verlässt, und vorzugsweise durch vollständige, senkrechte und waagrechte Abdichtungs-und/oder Gegen-Abdichtungseinrichtungen, welche die
Strömung des flüssigen Mittels über den ganzen Querschnitt des Bades abschneiden. Die
Behandlungsgefässe sind vorteilhaft aus billigem dünnem Material, beispielsweise Kunststoff oder mit
Kunststoff überzogenem Papier, hergestellt, damit sie entfernt werden können und eine Reinigung und
Wiederverwendung der Gefässe vermieden wird.
Sehr dünne und schwache, entfernbare Gefässe werden vorteilhaft mit einem dauerhaften Tragbehälter verwendet, dessen Breite einstellbar sein kann.
Entfernbare Behälter und Tragbehälter werden vorteilhaft so ausgebildet, dass sie eine flüssigkeitsdichte Abdichtung im Bad bilden, wie oben beschrieben. Die sehr engen, parallelepipedischen oder ringförmigen zylindrischen Gefässe weisen vorzugsweise einen darüberliegenden, trogartigen Behälter auf. Das Bad kann jede gewünschte Form aufweisen, wobei rechtwinkelige, trapezförmige und die Kreisform bevorzugt werden. Behandlungsgefässe, die mit besonderem Vorteil bei der erfindungsgemässen, zusammengesetzten Vorrichtung verwendet werden, sind im einzelnen in der USA-Patentschrift Nr. 3, 362, 315 beschrieben. Im Zusammenhang mit geeigneten Waschgefässen wird auf die USA-Patentschrift Nr. 3, 373, 674 und im Zusammenhang mit den bevorzugten Bädern auf die USA-Patentschrift Nr. 3, 349, 688 hingewiesen.
Der Träger für das photographische Material weist eine rückwärtige Abstützung und/oder eine Leiteinrichtung und für halbselbsttätigen oder selbsttätigen Betrieb einen für die Agitation des photographischen Materials in der Behandlungsflüssigkeit dienenden bewegungserzeugenden und/oder einen fördernden Träger für die automatische Weiterbeförderung des photographischen Materials sowie Halteeinrichtungen, welche zum Halten oder Tragen des photographischen Materials auf dem Träger geeignet sind, auf. Die hintere Abstützung am Träger, die besonders zur Verwendung mit den zylindrisch geformten photographischen Materialien geeignet ist, ist zylindrisch ausgebildet und kann vorteilhaft einen Teil einer geschlossenen Trommel oder einen Teil einer glockenförmigen, offenen Einrichtung bilden.
Der ebene Träger ist vorteilhaft geeignet, eine kleine Anzahl von Filmplatten, - bändern oder-streifen zu halten. Grössere Anzahlen von Filmplatten oder-streifen werden in geeigneter Weise vom ebenen Träger aufgenommen, wobei Netzmaterial als rückwärtige Abstützung verwendet wird und enge Taschen gebildet werden, welche leicht verschlossen und geöffnet oder auf andere Weise abgetrennt werden können, indem Angeln verwendet werden oder indem zusammenwirkende einzelne Einheiten zur Bildung eines zusammengesetzten Trägers gestapelt werden. In bezug auf die bevorzugten Gefässe, Träger und Bäder und auf das bevorzugte Verfahren, welche bei zylindrischen Platten, Stücken oder Filmen verwendet werden, wird auf die US-Patentschriften Nr. 3, 349, 686 und Nr. 3, 124, 051 verwiesen.
Zahlreiche Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Einrichtung und ihrer Bestandteile sind in den Zeichnungen dargestellt. Das erfindungsgemässe aufrechte, ebene Behandlungsgefäss und dessen Abwandlungen sind in den Fig. 1, 2, 5, 6, 12 bis 25 und 48 dargestellt, mit einem engen, parallelepipedischen Behälter --16, 22, 28, 530, 553, 561, 571, 587, 588, 591, 603, 611, 632, 652, 681, 701 und 1106--, einer darüberliegenden trogartigen Erweiterung--18, 23, 29, 533, 556, 563, 606 und 614-- und
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senkrechten Abdichteinrichtungen-574, 586, 589, 594, 635 und 704--.
Ein Tragbehälter --631--, dessen grössere Seitenwandungen durchbrochen sind und in den in abgedichteter Form ein trapezförmiges, herausnehmbares Gefäss eingesetzt ist, ist in Fig. 22 dargestellt, ein Ausführungsbeispiel eines Tragbehälters-680--, dessen Breite einstellbar ist, ist in Fig. 24 dargestellt. Ein selbstdichtendes, einsetzbares Gefäss mit Faltungen-654-und Handgriffen-662-ist in Fig. 23 dargestellt. Die in den Fig. 20 und 21 dargestellten Ausführungsbeispiele des Gefässes sind bei der automatisch fördernden Vorrichtung besonders nützlich.
Einige Ausführungsbeispiele des ebenen, aufrechten Waschgefässes gemäss der Erfindung sind in den Fig. 3, 4, 12 und 26 bis 32 mit einem engen, parallelepipedischen Behälter --116, 730, 742, 766, 771, 782, 792 und 812--, einer darüberliegenden trogartigen Erweiterung-123, 731, 764 und 785--, einer senkrechten Abdichteinrichtung-744, 775, 788, 793 und 814--, einer waagrechten Abdichteinrichtung-132, 745, 777, 786, 798 und 815--, einer Überströmeinrichtung --125,735,747,767,779,787,795 und 816-sowie einer unteren Durchführung --124,734,746,763,778,784,795 und 817-dargestellt.
Der erfmdungsgemässe ebene Träger und dessen Abwandlungen und Bestandteile sind in den Fig. 1, 3, 7, 8, 10 und 33 bis 45 mit einer hinteren Abstützung --830, 841, 861, 881, 906, 923 und 925--, Leiteinrichtungen-50, 51, 52, 53, 77, 78, 823, 886, 953 und 966--, einstellbaren Klemm- und Halteeinrichtungen für das photographische Material-45, 75, 206, 207 und 822--, festen Klemm- und Halteeinrichtungen-54, 206, 207, 820, 866 und 942--, rinnenförmigen festen Haltern für das
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bewegungserzeugenden Träger --44,70,826,831,842,863,884,908 und 955-und einem fördernden Träger--909 und 935-- dargestellt. Die in den Fig. 42 bis 44 dargestellten ebenen Träger sind besonders zur Verwendung bei streifenartigem photographischem Material geeignet.
Der in den Fig. 42 und 43 dargestellte Träger dient zur Unterstützung von Rollfilmen oder kontinuierlichen Filmbändern, die an ihren unbelichteten Kanten auf Unterstützungen-939-getragen werden und deren Enden durch feste Klemmen --942-- und eine nicht dargestellte, zusätzliche einstellbare Klemme gehalten werden. Der in Fig. 44 dargestellte Träger ist für Filmstreifen oder Papier vorgesehen, die nicht viel länger sind als die Höhe des Rahmens-950--.
Fig. 39 zeigt eine Einheit zum Aufeinanderschichten von zwei oder mehreren Schichtrahmen, die aus einem Rahmen mit Netz --923-- und Abstandhaltern --921 und 922-bestehen. Fig. 38 zeigt einen aufklappbaren Träger mit Netzwerk --915-- versehenen Rahmen --911 und 912--, die durch Angeln --916-- schwenkbar mit dem ebenfalls mit Netzwerk versehenen Rahmen-9o6- verbunden sind, um flache Taschen zu bilden. Die erfindungsgemässen ebenen Träger, die in Fig. 36 (feste Breite und Höhe für Filme von fester Grösse) und Fig. 37 (einstellbare Breite und Höhe für Filme mit veränderlicher Grösse) dargestellt sind, sind zur Verwendung bei Filmen oder Folien geeignet, welche länger sind als die Höhe des Trägers bzw. die Höhe der Flüssigkeitssäule im aufrechten Behandlungsgefäss.
Der Film wird mit seiner Rückseite über die im Querschnitt birnenförmige Oberkante-864- (fest) oder-885- (einstellbar) gelegt und auf beiden Seiten des Trägers derart nach unten gefaltet, dass seine Kanten von den rinnenförmigen Haltern--891, 894, 895, 866 und 867--gehalten werden. Der Film wird an der Oberkante--864, 885-- durch einstellbare Halteglieder--871--und Ohren--901-nach unten gehalten, welche an den nichtbelichteten Rändern des Films angreifen.
Zwei Ausführungsbeispiele des zylindrischen Films-1, 2- sind in den Fig. 49 und 50 dargestellt. Die aufrechten zylindrischen und ringförmigen Behandlungsgefässe gemäss der Erfindung und deren Abwandlungen sind in den Fig. 60 bis 63, 78 bis 80, 82 bis 87, 96 bis 98 und 100 bis 105 mit einem aufrechten zylindrischen Behälter --52, 52a, 430 bis 436, 501, 542, 571, 731, 751, 811 und 895--, einem darüberliegenden trogähnlichen erweiterten Behälter --544, 573 und 607--, einem engen
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Leiteinrichtungen-53, 57611-für den Träger und unteren Durchführungen-736, 841, 896- dargestellt, die den Raum unter dem Behälterboden mit der Aussenseite verbinden.
Die Fig. 86, 87 und 102, 103 zeigen Gefässe mit einem engen ringförmigen Behälter für die Behandlungsflüssigkeiten. Der mittlere zylindrische Teil des Gefässes gemäss den Fig. 86, 87 ist von einem Deckel --609-- bedeckt, dasjenige der Fig. 102, 103 ist durch eine Trennwand --844-- in zwei Teile unterteilt, deren jeder mittels Durchführungen --841--- mit der Aussenseite des Gefässes verbunden ist, so dass eine Wasserströmung mit eingestellter Temperatur an der linken Aussenwandung des Gefässes nach unten strömt, unter dem Gefäss zum linken
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inneren Halbzylinder durchtritt, in dem es nach oben über die Oberkante der Trennwand--844--, sodann im rechten Halbzylinder nach unten strömt,
aus der Durchführung-841-austritt und längs der Aussenseite der rechten Hälfte der Aussenwandung wieder nach oben strömt, wobei sich eine ausgezeichnete Temperatursteuerung im ringförmigen Gefäss von aussen nach innen ergibt. Die zylindrischen und ringförmigen Behandlungsgefässe können ebenfalls als einsetzbare Gefässe ausgebildet sein, um mit oder ohne einen Tragbehälter verwendet zu werden.
Einige Ausführungsbeispiele und Abwandlungen des aufrechten zylindrischen und ringförmigen
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75zylindrischen Behälter --351, 437 bis 440, 503, 631, 651, 681, 789, 791 und 875--, einem ringförmigen Behälter --701--, einer darüberliegenden trogartigen Erweiterung--652--, einer senkrechten Abdichteinrichtung-632, 691, 707--, einer waagrechten kreisförmigen Abdichteinrichtung - -633, 879--, einer waagrechten geraden Abdichteinrichtung-692--, einer Überströmeinrichtung --634,637,686,690,654,891-- sowie einer unteren Durchführung --354,639,689,794,715 und 877-dargestellt.
Der aufrechte zylindrische trommel-und glockenartige Träger und dessen Abwandlungen und Bestandteile sind in den Fig. 51 bis 63 und 81 bis 87 mit zylindrischen Abstützungen
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Verwendung bei Rollfilmen in den aufrechten zylindrischen Behandlungs- und Waschgefässen geeignet ist, ist in den Fig. 111 und 112 mit einem Rahmen --1025--, der am Boden geöffnet werden kann, um das untere Ende der Welle--1032--freizulegen, die drehbar im Rahmen--1025--angeordnet und zur Aufnahme von Filmspulen --1042-- eingerichtet ist, sowie mit einem bewegungserzeugenden Träger --1026-- dargestellt. Der offene Träger-6-, der in den Fig. 51 und 52 dargestellt ist, ist besonders zur Verwendung bei Rollfilmen und kinematographischen Filmen, besonders also in den waagrechten zylindrischen Gefässen, geeignet.
Die Fig. 64 bis 66 zeigen ein waagrechtes zylindrisches Behandlungsgefäss, in das ein geschlossener, trommelförmiger Träger eingesetzt ist. Fig. 77 zeigt ein waagrechtes, halbzylindrisches Waschgefäss --370-- mit einer unteren Durchführung-376-.
Waagrechte zylindrische Behandlungsgefässe--987--mit senkrechten Abdichtungseinrichtungen --988-- und waagrechte Waschgefässe --990-- mit senkrechten Abdichtungseinrichtungen - -992--, waagrechten Abdichtungseinrichtungen-993--, unterer Durchführung-994-und Überströmungseinrichtung --996-- sind, in ein unterteiltes Bad --982-- eingesetzt, in den Fig. 109 und 110 dargestellt.
Das erfindungsgemässe Bad ist in den Fig. 11 und 12 mit Trennwänden --405 bis 415--, die parallelepipedische Abteile bilden, in die aufrechte Behandlungs- und Waschgefässe --430 bis 440-eingesetzt sind, mit unterhalb des Bodens des Bades angeordneten Heizkammern --465 bis 468--, die Heizelemente-481 bis 484--enthalten, und einer Stange-104-für die vertikale Bewegung des daran aufgehängten Trägers dargestellt. Das trapezförmige Bad --1051-- in Fig.46 weist einen Einlass --1057-- und am entgegengesetzten Ende einen Auslass, Trennwände-1059-, Handgriffe
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-1056-- und inBehandlungs- und Waschgefässen zusammenwirken.
Das unterteilte Bad --1070-- in Fig. 47 weist an einem Ende eine Anlage von waagrechten und senkrechten Kammern auf, wobei die letzteren zur Aufnahme von Heizelementen und die ersteren zur Mischung des Temperatursteuermediums dienen. Das Bad --1100-- in Fig. 48 weist Stangen
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ebenen Träger-1162-auf, der über einem Behandlungsgefäss --1106-- aufgehängt ist.
Ein unterteiltes, doppelreihiges Bad, dessen Abteile quadratischen Querschnitt besitzen und in Zick-Zack-Form durch Überströmeinrichtungen --406-- und Unterström-Durchführungen --405-verbunden sind, ist in den Fig. 78 und 79 mit einem die zylindrischen Träger bewegenden fortlaufenden Riemen zur Verwendung mit zylindrischen Trägern der in den Fig. 60 bis 63 gezeigten Art dargestellt.
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Ein kreisförmig unterteiltes Bad mit Überströmeinrichtungen an den Trennwänden-505-und Unterström-Durchführungen an den Trennwänden-504a-sowie mit einem mittigen Abteil zum Waschen ist in Fig. 80 dargestellt.
Ein Bruchstück eines einreihigen Bades mit quadratischen Abteilen ist in den Fig. 97 und 98 mit Überströmeinrichtungen --759 und 772--, einer senkrechten Durchführung ---786-- und Zellen-780, 781, 782-, die durch Öffnungen --789-- mit den oberen Abteilen verbunden sind, dargestellt. Die Fig. 104 bis 107 zeigen ein Bad mit zylindrischen Abteilen, Überströmeinrichtungen --866--, senkrechten Kanälen --862-- und unteren Zellen, die durch
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untere Zellen--917--und quadratische Öffnungen--922--miteinander verbunden sind, ist in Fig. 108 dargestellt.
Zur Bewegung des photographischen Materials in den Behandlungsflüssigkeiten und zur Bewegung des Rahmens-954-rückwärts und vorwärts, quer und längs der Längsachse des Bades sind ein Bewegungsmechanismus --928-- und eine Fördereinrichtung --950-- vorgesehen, so dass durch einen vollständigen, aus Anheben und Hin- und Herbewegung seitlich und der Länge nach bestehenden Zyklus ein Träger in Zick-Zack-Form zum nächsten in dem nächsten Abteil enthaltenen Gefäss gefördert wird.
Ausführungsbeispiele der Einrichtung zur Lieferung des Temperatursteuermediums mit einer vorgegebenen Temperatur sind in den Fig. 68 bis 74 und Fig. 113 bis 116 dargestellt. Eine
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unter einer Säule von im wesentlichen konstanter Höhe austritt. Die Fig. 70 bis 72 zeigen eine selbsttätige Schalteinrichtung, welche die Zufügung der genauen Wärmemenge zur Wasserströmung mit konstanter Strömungsgeschwindigkeit ermöglicht, um die Temperatur von ihrer unteren konstanten Höhe auf die grössere, zur Durchführung des photographischen Verfahrens erforderliche Höhe zu bringen.
Eine Heizkammer-300-, die Heizelemente-314 bis 317--enthält, ist in den Fig. 73
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veränderlichen Transformator mit zwei Ausgangskreisen zur gleichzeitigen, unabhängigen Steuerung der Spannung der Lampe eines Vergrösserungsapparates und des Heizelementes mit veränderlicher Spannung in den gerade beschriebenen Wasserheizeinrichtungen.
Das oben beschriebene, aufrechte, ringförmige zylindrische Gefäss weist grosse Vorteile bei der Entwicklung grosser Mengen von Filmmaterial, beispielsweise von kinematographischem Farbfilm, auf, da es durch sehr enge Einstellung des Ringes die Verwendung von so kleinen Mengen Entwicklerflüssigkeit ermöglicht, dass sie im wesentlichen durch eine Filmlänge verbraucht wird, und weiter den vollständigen Ausschluss von Sauerstoff während der Entwicklung durch vollständiges Untertauchen des Filmmaterials ermöglicht. Dies gilt auch für die andern Arten von Gefässen und Trägern, so dass die Entwicklungsflüssigkeit und/oder andere Behandlungsmedien nach einem Arbeitsgang verbraucht sind, wodurch jederzeit die Verwendung von frischen Lösungen ohne Verschwendung ermöglicht wird.
Werden in einem gegebenen Apparat Behandlungsgefässe und Träger verschiedenen Fassungsvermögens verwendet oder wird das Fassungsvermögen der Behandlungsgefässe einstellbar gemacht, so kann der Apparat leicht den Anforderungen jeder besonderen Situation angepasst werden.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist ausserordentlich gedrängt, auch für photographisches Material grosser Abmessung, und kann für eine lu-stufige Behandlung einer Platte von 203 x 254 mm eine relativ geringe Grösse, wie eine Breite von 25 cm, Höhe von 30 cm und Länge von 35 cm oder weniger aufweisen. Dies macht sie besonders nützlich für Farbflmbehandlung durch den Amateur in Behelfseinrichtungen, wie Badezimmern oder Küchen. Sie gestattet ebenfalls eine unerwartet gute Temperatursteuerung und infolge ihres hohen Wirkungsgrades grosse Einsparungen im Verbrauch an Waschmedium und bei der Temperatursteuerung. Die Austauschbarkeit der Behandlung-un Waschgefässe in dem Bad gestattet in einer gegebenen Vorrichtung die Ausführung jeder gewünschten Arbeitsfolge.
Die Einrichtung gestattet auch eine aufeinanderfolgende, ineinandergreifende Behandlung, wodurch von einem einzelnen Bedienungsmann eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit erzielt werden kann.
Die Gedrängtheit der Einrichtung ermöglich leicht, dass sie in ein lichtdichtes Gehäuse eingeschlossen wird. Die grosse Verschiedenheit von durch die Erfindung vorgesehenen Trägern gestattet die Behandlung der verschiedenen Arten photographischen Materials, d. h. Filmen, Papierfolien, Filmplatten, Positiv-und Umkehrmaterialien u. dgl., in einer gegebenen Einrichtung.