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Einrichtung zur Herstellung der Abhängigkeiten zwischen Signalen und Weichen.
Bei Stellwerken ist der Signalstellhebel meist in mechanische Abhängigkeit von be- stimmten Weichstellhebeln gebracht. Ausserdem bsteht vielfach auch eine mechanische oder elektrische Abhängigkeit der Signale vom Zustande der in Frage kommenden Weichf'n, Drehscheiben oder dgl. Diese Abhängigkeit wird meist mittelbar durch Überwach u ngs- oragane (Druckkolben, Elektromagnete) erzielt, die mit allen zu überwachenden Stellen in
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Signalleitung schalten. Mündeten mehrere oder auch nur eine.
Strecke in den Stellwerksbezirk ein, so waren in den älteren Anlagen in jeder Signalleitung so viel Cberwachun.-.- elemente vorhanden, wie Abhängigkeiten dieser Leitung von Überwachungsstellen bestanden und somit hatte jeden Weichenüberwachungsorgan mehrere Überwachungselemente zu be-
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einmündende Strecken vorhanden waren und also nicht mehr als zwei Fahrstrassen gleichzeitig stellbar waren, jeder Überwachungsmagnet nur einen Kontakt zu bewegen hatte. Nach vorlie ender Erfindung, die die Verminderung der Uberwachungselemente bezweckt,
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Stellwerksbezirkeinmünden.
Für diesen Zweck werden die Uberwachungselemente hintereinander geschaltet und
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Durch Einstellen einer Fahrstrasse mittels eines Auswählorganes wird der Ruhcxustand der zugehörigen Fahrstrassenkontakte geändert. Wenn beispielsweise durch das Auswähl- organ die Fahrstrasse a13 eingestellt wird, so worden die Kontakte a13 und u132 geschlossen,
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2, 5 und 'abhängig, wie dies auch den Bedingungen nach Fig. 1 entspricht.
Gleichzeitig mit a13 kann auch die Fahrstrasse c14 eingestellt werden, da diese Fahr- strassen nicht feindlich sind. Cu erfordert jedoch nur den Verschluss der Weichen 5 und 6, so dass durch Einstellung von cl, die Überwachungsfähigkeit der Kontakte 1, 2, 3 und 4 aufgehoben werden müsste. Wenn c11 allein eingestellt wird, so würde die Schliessung des Fahrstrasscnkontaktes c141 ohne weiteres dieser Bedingung genügen, weil hiedurch die Kontakte 1, 2, 3 und 4 kurzgeschlossen würden ; wenn jedoch die Einstellung der Fahrstrasse C) ; j gleichzeitig stattfinden soll, darf diese Kurzschliessung nicht eintreten oder sie muss durch Einstellung der Fahrstrasse al. wieder aufgehoben werden.
Dies geschieht durch Öffnen des Fahrstrassenkontaktes a. Damit sind aber beide Signale nicht nur von den Weichen 5 und 6, sondern auch von 1 und 2 abhängig. Aber diese für die Fahrstrasse c überflüssige Abhängigkeit kann keine Störung veranlassen, da die Weichen 1 und 2 durch Einstellen der Fahrstrasse a13 ohnedies in ordnungsmässigem Zustande sein müssen. Wird die Einstellung der Fahrstrasse a13 zurückgenommen, während noch die der Fahrstrasse all besteht (x. U. wenn der von a kommende Zug in Gleis 13 völlig eingelaufen ist, während
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Unterbrechung in a131 und das signal c14 ist nunmehr nur von 5 und 6, also wieder nur von verriegelten Weichen abhängig.
In ähnlicher Weise können alle anderen Abhängigreiten gewählt und hergestellt werden, ohne Rücksicht auf die Zahl der einmündenden Strecken.
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und Pfeil erklärt ist. Wird 1.,'1 nach links bewegt, so wird die Fahrstrasse all eingestellt, bei Rechtsbewegung dagegen a12. 22, 32, 42 und 52 sind Kurzschliesser für die Über- wachungskontakte J-6'und können durch die zugehörigen quer über die Schieber S1-S6
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Disse stangen sind mit Anschlügen 24, 3i, 44 und 54 versehen, die mit Hebcdaumen 25 zusammenarbiten.
Die Vorsprünge 26, 27 der Schieber drücken je nach der Bewegungs- riz'stung der Schieber die Daumen 25 nach oben und öffnen so die von den Stangen 23, 33 usw. beeinflussten Kontakte 22, 32 usw.
Die Wirkungsweise der Anordnung nach Fig. 3 ist folgende : Die Üherwachungskontakte siod hier im Ruhezustande, also bei Normallage der Fahrstrassenschieber nicht uberwachungsfähig, da sie durchwegs durch die Kontakte 22, 32, 42 und 52 kurzgeschlossen sind. Erst durch Einstellen irgendeiner Fahrstrasse werden die für die Signalbewegung in Frage kommenden Kontakte durch Aufhebung der entsprechenden Kurzschliessung in den
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Daumen 25 nach oben gedruckt, wodurch die Kontakte 22 nod 32 geöffnet, also die Kontakte 1,'2, 5 und 6 überwachungsfähig gemacht werden.
Ein von der Stromquelle V ausgehender Strom muss daher, um über a13 zum Signal zu gelangen, die Kontakte 1, 2,5 und 6'durchlaufen. Wenn ausser der Fahrstrasse alS zugleich auch Fahrstrasse Ca eingestellt wird, so wird der über S6 befindliche Daumen gehoben. Dadurch wird jedoch der elektrische
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also schon vor Einstellung der Fahrstrasse c, vorhanden.
Eine weitere Ausführungsform, durch die die erforderlichen Abhängigkeiten ebenefalls durch Veränderung der Überwachsungsfähigkeit der Überwachungskontakte hergestellt werden,
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deckt. Durch Bewegung eines Schiebers worden diejenigen Querleisten gehoben, vor denen der Schieber einen Vorsprung. 26, 27 trägt und damit die zugehörigen Kurzschliesser geöffnet.
Bei den beschriebenen Auswähleinrichtungen kann es nun vorkommen, dass 1 durch überpittc Einstellung einer Fahrstrasse ein zu einer Fahrstrasse gehöriges Signal auf Halt
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stellt, ehe die Umstellung und Verriegelung der Weichenzungen ordnungsmässig vollendet ist, so wird die Überwachungsfähigkeit des Kontakten 4 vorzeitig hergestellt, nämlich so lange er noch geöffnet ist. Daher wird der das Signal für Fahrstrasse c, auf Fahrt haftende Strom im Kontakt 4 unterbrochen und das Signal fällt auf Halt.
Damit solche Störungen vermieden werden, eine Fahrstrasseneinstellung also nur bei ordnungsmässigem Zustand der Weichen vorgenommen werden kann, wird die beschriebene auswähleinrichtung durch eine Verzögerungseinrichtung (Fig. 5) ergänzt, die in einer Sperrung der Fahrstrassenwählorgane mittels einer besonderen Reihe von Überwachungskontakten besteht.
Die Auswäh ! organc sind in der Fig. r) als Hebel 1 S1, S2 dargestellt. Wird S1 aus
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hergestellt. Der Magnet zieht seinen Anker N1 an und gibt den Hebel 81" frei, durch dessen Weiterbewegung nun ein neuer Stromkreis Y über die kontaktreihe B, die liontakte 102 und 104 und über K1 (Signalflügelkupplung, Signalantriebsorgan, Relais) geschlossen wird.
Aus Fig. 6 geht hervor, wie die zu den beiden Kontaktreihen A und B gehörigen
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schieber gelegte, an Hebeln C drehbar gelagerte Querleiste D wird von einem Fahrstrasseschieber iS'bewegt, der mit dem vorher erwähnten Hebel S1 so gekuppelt ist, dass sein Vorsprung, 27 während des Stromschlusses 101, 103 (Fig. 5) unter die erste Stufe D, der Leiste D tritt und diese so weit hebt, dass der Kontakt. 122 unterbrochen wird ; dadurch werden die Kontakte 1-6 der Reihen A überwachungsfähig und die Möglichkeit der
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Der Freigabemagnet kann auch so geschaltet werden, dass er das Vorhandensein des Signalstromkreises auch bei völlig umgelegten Hebeln prüft. eine solche Schatlung zeigt die schematische Darstellung Fig. 5 des Magneten M3 und der zugehörigen, von einem Fahrstrassenhebel entsprechend bewegten Schalter S31, S32.
Die Sperrung der Fahrstrassenwählorgane kann auch für alle Wählorganc gleichzeitig und mit einer einzigen Reihe von Überwachungskontakten erzielt werden, wie aus Fig. U hervorgeht. 1-6 sowie 22, 32, 42 und 52 haben dieselbe Bedeutung wie in Fig. 3.
61-66 sind Kontakte, die ohnehin biespielsweise zum Einschalten von Liirmvorricbt. ungcn vorhanden sind. Sie werden von den Überwachungsorganen gesteuert und sind beim ordnungsmässigen Zustand der Weichen geöffnet. Wird dieser Zustand geändert, also einer dieser Kontakte geschlossen, so wird der Magnet G erregt und die Auswählorgane werden gesperrt. Eine Ausführungsform einer solchen Gemeinsamen Sperrung für alle Schieber ist in Fig. 7 dargestellt. Jeder Schieber S ist mit Einschnitten E1 versehen, die im Bereich
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beseitigt werden kann, was natürlich nur möglich ist, wenn der Anker P abgefallen ist.
Wenn die Sperrung der Schieber vom Ruhestrom abhängig gemacht werden soll, so schaltet
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keine besondere Kontaktreihe, da die Kontakte 71, 72 2 usw. für Lärmvorrichtung gewöhnlich vorhanden sind.
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Dies kann beispielsweise durch eine Taste geschehen, die entweder den Stromkreis des Magneten G oder auch das Sperrelement (F, II usw. ) unmittelbar mechanisch beeiinflusst.
Da zwischen dem Stellhebel einer Weiche und dem Auswählorgan, das den zu dieser
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den mechanischen Abhängigkeiten erzielt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Herstellung der Abhängigkeiten zwischen Signalen und Weiche mittels Üborwachungselementen in den Signalleitungen, dadurch gekennzeichnet, dass für beliebig viele einmündende Strecken nur eine einzige Reihe hintereinandergeschalteter Uberwachungselemente vorhanden ist und durch eine Auswähleinrichtung nur die zu einer bestimmten Fahrstrasse gehörigen Überwachungselemente überwachungsfähig gemacht werden.