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Einwurfgosse für Wurfradgebläse zum Fördern von Halmgut od. dgl.
Bei den bisherigen Wurfradgebläsen zum Fördern von Halmgut od. dgl. sind die Einwurfgossen meist un- mittelbar an das Gebläsegehäuse angebaut, d. h. sie besitzen bei etwa quadratischer Einwurföffnung nur drei zueinander trichterförmig geneigte Seitenwände, wogegen die vierte Wand, lotrecht stehend, von der Gehäusewand des Gebläses, in der sich auch die Ansaugöffnung befindet, gebildet wird. Dabei wei- sen die Gossenseitenwände eine solche Neigung auf, dass ein selbständiges Abgleiten des eingeworfenen Gutes zur Gebläseansaugöffnung gewährleistet ist. Derartige Einwurfgossen sind nur dannbrauchbar, wenn das Gut von Hand aus eingeworfen oder mit einer die Seitenlänge der Gosseneinwurföffnung nicht über- schreitenden Breite in einem Strang od. dgl. zugeführt wird.
Das Beliefern des Gebläses vermittels eines Roll-oder Kratzbodens eines Ladewagens od. dgl., der eine die Seitenlänge der Gosseneinwurföffnung weit übersteigende Breite besitzt, ist also undurchführbar, weshalb die Weitergabe des Gutes vom Ladewagen od. dgl. an das Fördergebläse nicht unmittelbar, sondern unter Zwischenschaltung einer eigenen Zusatzvorrichtung oder durch Handarbeit erfolgen muss.
Es wäre naheliegend, die Einwurfgosse unter Beibehaltung der bisherigen Seitenwandneigung so zu erhöhen, dass sich die gewünschte Beschickungsbreite ergibt. Dieser Weg ist aber in der Praxis nicht beschreitbar, da dann die Einwurföffnung der Gosse in solcher Höhe über der Standfläche des Gebläses zu liegen käme, dass eine Beschickung erst wieder in Frage gestellt wäre, es sei denn, man würde das Gebläse in einer Grube aufstellen, was aber den technischen Aufwand wesentlich erhöht und nicht überall durchführbar ist.
Es ist auch schon eine Einwurfgosse für ein Wurfradgebläse bekanntgeworden, deren Einfüllöffnung schmal rechteckig ausgebildet ist. Dabei sind die Gossenwände an den kürzeren Rechteckseiten im oberen Teil lotrecht ausgebildet und nur im unteren Teil schräg zueinander abgewinkelt. Auch hier aber wird die vierte Gossenwand von der Gehäusewand selbst gebildet, wobei die Ansaugöffnung des Gebläses in dieser Wand so gross ist, dass die vierte Gossenwand nur auf schmale Randbereiche beschränkt ist.
Die längere Rechteckseite der Einfüllöffnung ist wieder wesentlich kürzer als eine Erntewagenbreite und der Ansaugluftstrom nimmt den Weg des geringsten Widerstandes, so dass das richtige Einziehen des an den beiden Enden der Einfüllöffnung eingebrachten Gutes nicht gewährleistet ist.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Mängel der bisherigen Ausbildungen zu beseitigen und eine Einwurfgosse für Wurfradgebläse zum Fördern von Halmgut od. dgl. zu schaffen, die das Einbringen des Gutes mit grosser Zufuhrbreite ermöglicht, ohne dass die Einfüllöffnung zu hoch über der Aufstellfläche des Gebläses liegt.
Ausgehend von einer Einwurfgosse, deren Einfüllöffnung schmal rechteckig ausgebildet ist, löst die Erfindung die gestellte Aufgabe im wesentlichen dadurch, dass die Gossenwände an den kürzeren Rechteckseiten von der Einfüllöffnung bis zum Gossenboden trichterförmig schräg zueinander verlaufen, die Gossenwände an der längeren, etwa einer Erntewagenbreite entsprechenden Rechteckseiten aber wenigstens annähernd parallel zueinander gerichtet sind und die Ansaugöffnung eines zu den letzteren Gossenwänden normalen Saugkanals in einer dieser Gossenwände im Bodenbereich vorgesehen ist.
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Die Gosse hat also die Form einer sogenannten Breitschlitzdüse, wodurch erreicht wird, dass sich die Saugwirkung über die ganze Gosse gleichmässig verteilt. Es wird dadurch verhindert, dass der Ansaugluftstrom, dem Weg des geringsten Widerstandes folgend, nur im Bereich oberhalb der Ansaugöffnung wirkt und an den Rechteckenden unangesaugtes Gut haften bleibt, zumal die Neigung der Gossenwände an den kürzeren Rechteckseiten wegen der sonst zu grossen Gossenhöhe nicht mehr genügt, um ein selbständiges Nachrutschen des Gutes an diesen Seitenwänden zu sichern. Dabei ist es möglich, mit gro- sser Einwurfbreite zu arbeiten, so dass eine unmittelbare Belieferung von einem Ladewagen durchgeführt werden kann.
Trotz der schmalen Rechteckform wird die Bauhöhe einer üblichen Einwurfgosse nicht überschritten, weil zufolge der besonderen Gossenausbildung auf die bisherige Steilheit der geneigten Gossenwände verzichtet werden kann.
Um die Bauhöhe weiter zu verringern, steigt der Saugkanal von der Gosse zum Gebläse hin schräg an und ist die Gosse dementsprechend vom Gebläse weggeneigt. Die Gosse kann daher bis nahe an die Aufstellfläche des Gebläses abwärtsgeführt werden und braucht sich hinsichtlich ihrer Höhe nicht nach der Lage der Gebläseansaugöffnung zu richten.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 ein Wurfradgebläse mit Einwurfgosse in Seitenansicht und Fig. 2 in Stirnansicht.
In einem Gebläsegehäuse -1-- ist ein nicht dargestelltes, mit entsprechenden Flügeln versehenes Gebläserad untergebracht, das das durch die Gehäuseöffnung --2-- zugeführte Gut durch den Austritts- stutzen -3-- bläst. Das Gebläserad besitzt eine Antriebswelle-4--. Der Gehäuseeintrittsöffnung --2-ist ein Ansaugkanal --5-- vorgeordnet, der schräg aufwärts führt. An den Ansaugkanal --5- schliesst
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kehrten Gossenwand --8--.
Die Gosse hat somit die Form einer Breitschlitzdüse, wobei sich der Ansaugluftstrom möglichst gleichmässig über die ganze Einwurföffnung --6-- verreilt, weil die Zuströmung zur Ansaugöffnung-9von allen Seiten radial erfolgt und demnach keine bevorzugte Ansaugrichtung vorhanden ist. Durch die Neigung des Ansaugkanals -5-- wird die Höhenlage der Einfüllöffnung --6-- der Gosse verringert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einwurfgosse für Wurfradgebläse zum Fördern von Halmgut od. dgL, deren Einfüllöffnung schmal rechteckig ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gossenwände (7) an den kürze- ren Rechteckseiten von der Einfüllöffnung (6) bis zum Gossenboden trichterförmig schräg zueinander verlaufen, die Gossenwände (8) an den längeren, etwa einer Erntewagenbreite entsprechendenRechtecksei- ten aber wenigstens annähernd parallel zueinander gerichtet sind und die Ansaugöffnung (9) eines zu den letzteren Gossenwänden normalen Saugkanals (5) in einer dieser Gossenwände im Bodenbereich vorgesehen ist.