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Photographische Kamera
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tungsmesser zugeordnet ist, Fig. 2 den Verschluss gemäss Fig. l in Offenstellung bei einem Ausschlag des
Belichtungsmesserzeigers, welcher auf Grund des festgelegten Belichtungsprogrammes die Paarung Blen- de"5, 6" und 1/60 sec ergibt, Fig. 3 den Verschluss wieder in der Offenstellung bei einem grösseren
Zeigerausschlag, der bei gleichem Belichtungsprogramm das Wertepaar Blende "11 und 1/125 sec zur
Folge hat, Fig. 4 den Selbstspannverschluss umgestellt auf den Bereich für manuelle Blendeneinstellung ebenfalls in der Offenstellung, wobei die Blendenbetätigung wieder mittels der Abtastvorrichtung er- folgt.
Auf einer mit einer Belichtungsöffnung --la-- versehenen Verschlussgrundplatte --1-- ist ein V er- schlussblattsystem angeordnet, welches im Ausführungsbeispiel aus zwei Verschlussblättern --2 und 3-- ) gebildet wird. Jedes VerschluCblatt-2 bzw. 3-lagert auf einem ortsfesten Stift--5 bzw. 6-. Die beiden Verschlussblätter --2 und 3-- stehen mit einem Mitnehmerstift -7-- eines schwenkbar gelager- tenBetätigungshebels--8-- in Stift-Schlitz-Verbindung. Als Lagerstelle für den Betätigungshebel--8-- kann einer der beiden Lagerstifte der Verschlussblätter --2 und 3--, beispielsweise der Stift-6-die- nen.
In Schliessstellung gehalten werden die Verschlussblätter --2 und 3-- durch eine am Betätigung-
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angreifende Windungsfeder --10--.Zum Antrieb des Betätigungshebels --8-- kann ein ortsfest gelagerter zweiarmiger Spann- und Aus- lösehebel --12-- vorgesehen sein, welcher unter dem Einfluss einer Rückstellfeder --13-- die in Fig. 1 gezeigte Stellung einnimmt. Einenends ist der Spann-und Auslösehebel--12--mit einer Griffhand- habe --12a-- versehen, während er anderenends eine Treibklinke -15-- gelenkig trägt. Diese wieder ) weist zwei etwa rechtwinkelig angeordneteHebelarme--15a und 15b-- auf und stützt sich mittels eines Lappens--15c-- unter dem Einfluss einer Antriebsfeder --16-- am Spann- und Auslösehebel--12-- ab.
Während der Arm --15a-- der Treibklinke --15-- beim Spannvorgang mit einem ortsfesten Anschlag - -18-- zusammenarbeitet, kommt der Arm --15b-- nach Erreichen der Spannlage mit dem Betäti- gungshebel --8-- in Eingriff und erteilt diesem eine im Uhrzeigersinn gerichtete Drehbewegung, was die Überführung der Verschlussblätter --2 und 3-- in die Offenstellung zur Folge hat.
Wie aus den
Zeichnungen weiter ersichtlich, ist dem Verschlussblattsystem eine einfach aufgebaute Belichtungszeit- regelvorrichtung zugeordnet, die im Ausführungsbeispiel ein drehbar gelagertes Hemmgewicht --20-- aufweist, welches unter dem Einfluss einer Windungsfeder --21- an einem Lappen --8a-- des Betäti- gungshebels --8-- zur Anlage kommt und beim Belichtungsablauf in der Umkehrphase der Verschluss- blätter --2 und 3-- über deren Umkehrpunkt hinaus entgegen der Wirkung dieser Feder ausschwingen kann. Das Hemmgewicht --20-- sowie die Windungsfeder --21-- sind zweckmässigerweise gleichachsig zum Betätigungshebel --8-- gelagert.
Die Belichtungszeitregelvorrichtung umfasst ferner einen Steuer- teil--23--, der in der Umkehrphase der Verschlussblätter --2 und 3-- die Ausschwingweite des Hemm- gewichtes --20-- begrenzt. Im Ausführungsbeispiel ist der Steuerteil --23-- als auf der Grundplatte --1-- drehbar gelagerter, zweiarmiger Fanghebel ausgebildet. Am einen Arm -23a-- des Fanghebels - -23-- ist ein Anschlag --23b-- vorgesehen, der mit einer am Aussenumfang des Hemmgewichtes - angeordneten Fangkurve zusammenarbeitet, deren einzelne Prellflächen --20a-e- radial ab- gestuft sind.
Der Anschlag-23b-hat in bezug auf den Drehpunkt des Fanghebels -23-- eine solche
Lage, dass die Stosskraft beim Auftreffen einer der Prellflächen --20a-e- auf diesen Anschlag genau oder annähernd genau durch die Lagerachse des Fanghebels geht, der, wie unten noch erläutert wird, von einer Abtastvorrichtung gesteuert werden kann.
Den Zeichnungen ist weiter entnehmbar, dass die Ver schluss grundplatte --1-- ferner der Lagerung einer aus mehreren Lamellen bestehenden Blende dienen kann, die sich automatisch in Abhängigkeit von den vorliegenden Beleuchtungsverhältnissen einstellt. Im Ausführungsbeispiel ist die Blende aus zwei Lamellen-25 und 26-gebildet, von denen jede auf einem Stift --27 bzw. 28-- lagert. Die
Blendenlamellen-25 und 26-- sind ausserdem so angeordnet, dass sie beim Schliessen der Blende gleichsinnige Drehbewegungen im Gegenuhrzeigersinn ausführen. Die Blendenlamellen-25 und 26- könnten daher deckungsgleich sein. Was die selbsttätige Einstellung der Blende anbetrifft, so dient hiezu die bereits erwähnte Abtastvorrichtung, die mit einem in die Kamera eingebauten Belichtungs- messer zusammenarbeitet.
Dieser ist in der üblichen Form aufgebaut und weist ein Gehäuse --20-- mit
Anschlag --30a-- auf, in dem eine an eine Photozelle --31-- angeschlossene Spule drehbar gelagert ist, die den Belichtungsmesserzeiger --32-- trägt. Die Abtastvorrichtung selbst weist im Ausführung- beispiel einen in ortsfesten Führungen --33- beweglichen Schieber --34-- auf, welcher mit einer ab- gestuften Kurve -34a-- zum Abtasten des Messwerkzeigers --32-- versehen ist und durch je eine Stift- Schlitz-Verbindung --26a, 34b bzw. 25a, 34c-- mit den Blendenlamellen --25 und 26- zweckmässi-
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gerweise in unmittelbarem Eingriff steht.
Mittels einer Zugfeder --36-- wird der Abtastschieber --34-, welcher sich mit seinem stift --34d-- am Spann- und Auslösehebel--12-- abstützt, beim Spannvorgang gegen den Messwerkzeiger --32-- geführt, der seinerseits durch ein Widerlager --37- unterstützt wird.
Um mit dervorbeschriebenen Verschlussanordnung eine einfache Programmautomatik, d. h. also eine von den Beletichtungsverhaltnissen abhängige automatische Einstellung von Belichtungszeit-Blen- de-Wertepaaren zu erzielen, greift der mit dem Hemmgewicht --20-- zusammenarbeitende Fanghebel - vorteilhafterweise unmittelbar an einer der Blendenlamellen-25 und 26-- an. Hiezu ist im Ausführungsbeispiel der Fanghebel --23-- an seinem Arm --23a-- mit einem Taststift --23c-- versehen, welcher unter dem Einfluss einer Feder --40-- am Rücken --26b-- der Lamelle --26-- zur Anlage kommen kann.
Die Lagerung und Ausbildung der Blendenlamellen --25 und 26-- und die Gestaltung der Stufenkurve --34a-- des Abtastschiebers --34-- ist zweckmässig so gewählt, dass die Blendenlamellen von ihrer Ausgangslage gemäss Fig. 1 bis zum Eintreten in den Bereich der Belichtungsöffnung --la--, die beispielsweise dem Blendenwert"5, 6"entspricht, zunâchst einen Leerweg zurücklegen.
Es ist ferner vorgesehen, dass die Beeinflussung des Fanghebels --23-- durch die Lamelle --26-- ledig-
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die Belichtungs-öffnung -¯la-- einschwenken, läuft der Fanghebel-23-- gegen einen ortsfesten Anschlag --42-- an, welcher ein weiteres Nachlaufen des Fanghebels verhindert. Durch diese besondere Massnahme wird ein Belichtungswerte-Programm gebildet, bei welchem zunächst die Belichtungszeiten, beginnend von der
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die Blende vom grössten zum kleinsten Öffnungsdurchmesser bei konstanter kürzester Belichtungszeit durchfahren werden. Gegebenenfalls könnten die Lamelle --26-- bzw. der an ihr anliegende Fanghebel --23-- und das Hemmgewicht --20-- auch so einander zugeordnet sein, dass die Blende und Belichtungszeit gemeinsam verändert werden.
Das Belichtungswerte-Programm ist im Sucher --43-- der Kamera an einer Skala --44-- ablesbar, wobei der jeweilige Belichtungswert durch das freie Ende des Messwerkzeigers -32-- angezeigt wird, Während die Skala --44-- grüngefärbt sein kann, können die zu beiden Seiten sich anschliessenden Bereiche eine rote Färbung aufweisen, so dass sich der Photo-
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liegenden Beleuchtungsverhältnisse verschaffen kann.
Wie den Zeichnungen weiter entnehmbar, können die Belichtungsfaktoren Blende und Zeit mit einfachen Mitteln auch von Hand, beispielsweise zur Durchführung von Blitzlichtaufnahmen eingestellt werden. Hiezu ist ein von Hand bedienbarer Einsteller --46-- angeordnet, welcher in Verbindung mit einer ortsfesten Einstellmarke --47-- ausser in die Einstellage "AUTO" für Programmautomatik zusätzlich auf einen eine Blendenskala --46a-- aufweisenden sowie durch ein Blitzsymbol gekennzeichneten Bereich umstellbar ist.
Für die Einstellung der Blende von Hand werden zweckmässigerweise Bauelemente der Programmautomatik herangezogen, weshalb der Steller --46-- mit dem Gehäuse -30-- des Belichtungsmessers getrieblich bzw. drehfest verbunden und das Gehäuse wieder mit einem die Aus-
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kurzgeschlossen, wodurch der Messwerkzeiger --32-- am Anschlag --30a-- zur Anlage kommt.
Am Steller --46- ist ferner eine Stützkante --46b-- vorgesehen, welche mit einem am Arm --23d-- des Fanghebels-23-- befestigten Stift-23e-- zusammenarbeitet und bei Umstellung auf den Bereich --46a-- den Fanghebel im Gegenuhrzeigersinn bewegt und hiebei dessen Anschlag --23b-- in eine solche Lage stellt, dass beim Belichtungsvorgang das Hemmgewicht --20-- mit seiner äussersten Prellfläche --20a-- auf diesen Anschlag auftrifft, wodurch eine Belichtungszeit von beispielsweise 1/30 sec erzielt wird.
Damit der Photographierende im Sucher -43-- den gerade eingestellten Arbeitsbereich der Kamera erkennen kann, ist der Skala --44-- eine schwenkbar gelagerte Abdeckfahne-50-zugeordnet, welche von einer Feder --51-- beaufschlagt ist und unter Vermittlung eines verschiebbaren Stellstiftes --52-- mit dem Anschlag-30a-- des Belichtungsmessergehäuses-30-- zusammenarbeitet. Bei Einstellung "AUTO" gibt die Abdeckfahne --50--, wie Fig. 1 bis 3 zeigen, die Skala --44-- im Sucher
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kommenden Blendenwerte erkennbar sind.
Die Arbeitsweise der vorbeschriebenen sowie in den Zeichnungen dargestellten Anordnung ist fol-
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:Blitzlichtaufnahmen einzustellen Gebrauch machen, so ist hiezu lediglich der Steller --46-- im Uhrzeigersinn zu drehen und der gewünschte Blendenwert der Skala--46a--der --46a-- der Marke --47-- gegenüber- zustellen.
Bei dieser Umstellung wird der Belichtungsmesser durch den Schalter --48-- kurzgeschlos sen, so dass der Messwerkzeiger -32-- am Anschlag --30a-- des Belichtungsmessergehäuses --30-- zur Anlage kommt, Infolge der Drehverbindung des Stellers --46-- mit dem Gehäuse --30-- bewegt sich letzteres ebenfalls im Uhrzeigersinn und nimmt hiebei mittels des Anschlages --30a-- den Messwerkzeiger --32-- mit, der beispielsweise dem Wert "11" der im Sucher --43-- sichtbaren Skala - 44-- gegenübergestellt "Wird. Der Drehbewegung des Anschlages --30a-- folgt die Fahne --50-- unter dem Einfluss der Feder --51-- nach und nimmt die in Fig. 4 gezeigte Stellung ein.
Schliesslich läuft noch die Stützkante --46b-- des Stellers --46-- auf den Stift --23e-- des Fanghebels --23-- auf und bringt diesen in eine solche Lage, dass der Anschlag-23b-in die Bewegungsbahn der Prellflâche - -20a-- des Hemmgewichtes --20-- zu liegen kommt, so dass im "Manuell"- bzw. Blitzbereich stets mit einer Belichtungszeit von beispielsweise 1/30 sec gearbeitet wird.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Photographische Kamera, die eine wenigstens aus zwei drehbeweglich gelagerten Lamellen be- stehende Blende, ausserdem eine mit dem Verschlussblattsystem zusammenarbeitende Belichtungszeitregelvorrichtung aufweist, wobei mittels eines in die Kamera eingebauten Belichtungsmessers und einer diesem zugeordneten Abtastvorrichtung bei automatischer Kameraeinstellung sowohl Blende als auch Belichtungszeit selbsttätig regelbar und in einem weiteren Bereich beide Belichtungsfaktoren manuell voreinstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Belichtungsmesser (30) zugeordnete Abtastvorrichtung (34) unmittelbar die Blendenlamellen (25, 26) in Abhängigkeit von der Stellung des Belichtungsmesserzeigers (32) einstellt und an einer der Blendenlamellen (25, 26) ein an deren Stellbewegung teilnehmender,
der Belichtungszeitregelvorrichtung angehörender Steuerteil (23) unmittelbar angreift, dessen Einstellage bestimmend für die Dauer der Belichtung durch die Verschlusssektoren (2 und 3) ist.
2. Photographische Kamera nachAnspruehl, dadurch gekennzeichnet, daB der Steuerteil (23) der Belichtungszeitregelvorrichtung als drehbar gelagerter, unter dem Einfluss einer Feder (40) einenends kraftschlüssig am Rücken (26b) der einen Blendenlamelle (26) anliegender Fanghebel ausge- gebildet ist und mit einem mehrere radial abgestufte Prellf1ächen (20a-e) aufweisenden Hemmgewicht (20) zusammenarbeitet, das an der Öffnungsbewegung der hin-und hergehenden Verschlussbl tter (2 und 3) beteiligt und entgegen der Wirkung einer Rückholfeder (21) über deren Umkehrphase hinaus ausschwingbar gelagert ist.