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Photographische Kamera mit Einstellern für Entfernung und Blende
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist darin zu sehen, dass der Träger des Nachführzeigers mit einem der Berücksichtigung unterschiedlicher Leitzahlwerte dienenden Steller kuppelbar ist, der durch eine einseitig wirkende Mitnahmeverbindung mit dem Blendeneinstellerverbindbarist. Dieser Vorschlag gewährleistet auch bei Kameras, die ausser einem auf mehrere Arbeitsbereiche umschaltbaren Blendeneinsteller noch einen Leitzahlsteller besitzen, eine stets übersichtliche und einfache Bedienungsweise.
Was die Ausbildung der kraftschlüssigen Kupplung zwischen Blendeneinsteller und Leitzahlsteller bzw. dem Träger der Nachführmarke anbetrifft, so ist gemäss der Erfindungferner vorgesehen, dass der Blendeneinsteller und der Träger der Nachführmarke bzw. der Leitzahlsteller mit je einem Mitnehmer versehen ist und am Träger bzw. Leitzahlsteller eine Rückholfeder angreift, die einen dieser Teile innerhaleines Arbeitsbereiches der Kamera am Blendeneinsteller in Anlage hält, und dass im Bewegungsbereich des am Träger bzw. Leitzahlsteller ausgebildeten Mitnehmers ein ortsfester Anschlag angeordnet ist, der die Bewegung des Trägers bzw. Leitzahlstellers in einer Bewegungsrichtung begrenzt. Dieser Vorschlag lässt sich mit relativ billigen Mitteln verwirklichen.
Infolge der Einfachheit der einzelnen Bauelemente kann die kraftschlüssige Kupplung robust und daher praktisch unbegrenzt funktionstüchtig ausgeführt werden.
In den Zeichnungen istein nachstehend beschriebenes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 die Gesamtansicht eines Kameraverschlusses, der einen mitmehreren Arbeitsbereichen versehenen Blendeneinsteller und eine diesem sowie dem Entfemungseinsteller zugeordnete Kanal- bzw. Leitlinienskala aufweist, Fig. 2 einen teilweise dargestellten Kameraverschluss mit einer Einrichtung zur lösbaren Verbindung des Blendeneinstellers mit dem Leitzahlsteller in Abwicklung sowie in grösserem Massstab als in Fig. 1.
In den Zeichnungen ist ebenso wie bei der Anordnung nach dem Stammpatent mit l das Gehäuse einer photographischen Kamera bzw. deren Frontplatte bezeichnet, an der in an sich bekannter Weise derphotographischeObjektivverschluss 2 befestigt ist. An der Vorderseite des Verschlusses 2 ist die Frontplatte 20 fest angeordnet, der der drehbare Objektiv- bzw. Entfernungseinsteller 21 vorgelagert ist. Zur Einstellung der Entfernung ist auf der Frontplatte 20 die Entfernungsskala 22 mit progressiver Charakteristik angeordnet, die mit der auf den Entfemungseinsteller 21 fest angebrachten Einstellmarke 23'zusammenarbeitet. Ausserdem ist auf der Frontplatte 20 die Kanal-bzw.
Leit- linienskala 27 aufgetragen, mittels deren die progressive Charakteristik der Entfemungsskala 22 li- nearisiert werden kann, was beispielsweise die Blendeneinstellung bei Durchführung von Blitzlichtaufnahmen wesentlich erleichtert.
Wie aus den Zeichnungen weiter ersichtlich, ist der Objektivverschluss 2 mit einem Blendeneinsteller 30 versehen. der mittels an sich bekannter, in den Zeichnungen daher nicht weiter dargestellter Kraftübertragungselemente mit einer Einrichtung zur Einstellung der Blende bzw. zum Zwecke einer Programmeinstellung, sowohl mit der Einrichtung für die Blende als auch mit demBelichtungszeithemmwerk gleichzeitig zusammenarbeiten kann. Auf dem Blendeneinsteller 30 sind beispielsweise drei Einstellbereiche 31,32, 33 aufgetragen, von denen jeweils einer durch Drehen dieses Stellers unter Gegenüberstellung mit einer am Verschlussgehäuse befestigten Marke 34 gewählt werden kann, weshalb der Blendeneinsteller 30 auch als Umsteller bezeichnet wird.
Der Bereich 31 ist durch ein Blitzsymbol gekennzeichnet und bedeutet den Blitzbereich der Kamera, innerhalb dessen die Blendeneinstellung in Abhängigkeit von dem voreingestellten Entfemungswert entsprechend der Leitzahlgleichung L = B x E erfolgt. Bei Einstellung des durch ein"B"symbolisierten Bereiches 32 könnenZeitaufnah- men vorgenommen werden. Im Bereich"B"ist auf dem Ein- bzw. Umsteller 30 eine die Blendenwer- te enthaltende Skala 35 aufgetragen. Damit können bei gewähltem Bereich"B"durch Drehen des Einbzw. Umstellers 30 verschiedene Blendenwerte eingestellt werden. In den Zeichnungen ist der Einbzw.
Umsteller 30 aufdenmit"B"bezeichnetenArbeitsbereich 32 eingestellt. Der durch einSon- nensymbolgekennzeichneteBereich 33 dient der Durchführung von Aufnahmen im Tageslichtbereich. wobei mittels des Ein-bzw. Umstellers nur die Blende oder aber Blende und Belichtungszeit veränderbar bzw. durch Vornahme einer Kupplungsverbindung des Ein- bzw. Umstellers mit einem in die Kamera eingebauten Belichtungsmesser in Abhängigkeit von den Beleuchtungsverhältnissen einstellbar ist.
Gleichachsig zum Ein-bzw. Umsteller 30 ist am Verschluss 2 ein Leitzahlsteller 36 drehbar angeordnet, auf dem eine Leitzahlskala 37 aufgetragen ist. Dieser Steller kann beispielsweise bei auf den Arbeitsbereich 31 eingestelltem Kameraverschluss mit dem Ein- bzw. Umsteller 30 in Wirkver- bindunggebrachtwerden. HiezuträgtderEin-bzw. Umsteller 30 einen Mitnehmerlappen 38, der derart ausgebildet und angeordnet sein kann, dass er beim Drehen des Ein- bzw. Umstellers an einem am Leitzahlsteller 36 angebrachten Mitnehmer 39 zur Anlagekommt.
Beim Umstellen des Stellers 30
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von dem Bereich"B"auf den als Blitzbereich bezeichneten Arbeitsbereich 31 kommt die Mitnahmeverbindung zwischen diesem Steller und dem Leitzahlsteller in dem Moment zustande, in dem, relativ betrachtet, die Einstellm arke 34 in den Bereich 31 eintritt. Beim Weiterdrehen des Ein-bzw. Umstellers 30 wird sodann der Leitzahlsteller 36 über die beiden Mitnehmer 38 und 39 synchron mitbewegt. Wird der Ein- bzw. Umsteller 30 in umgekehrter Weise vom Blitzbereich 31 auf den "B"-Bereich 32 umgestellt, so ist es wünschenswert, dass in dem Moment, in dem die Einstellmarke 34 den Blitzbereich verlässt, die Mitnahmeverbindung zwischen dem Ein-bzw. Umsteller und dem Leitzahlsteller 36 selbsttätig gelöst wird.
Zu diesem Zweck ist eine als Zugfeder ausgebildete Rückholfeder 40 vorgesehen, die eÏI1enends am Mitnehmer 39 des Leitzahlstellers 36, andernendsan einem ortsfesten Punkt 41 der Kamera angreift. Femer ist am Verschluss ein ortsfester Anschlag 42 geordnet, gegen den der Mitnehmer 39 durch die Feder 40 gezogen wird. Die Lage dieses Anschla- ges ist so gewählt, dass er beim Bewegen des Ein- bzw. Umstellers 30 die durch die Rückholfeder 40
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ler 36 gelöst, so dass der Ein- bzw. Umsteller innerhalb der Arbeitsbereiche 32 und 33 auf den Leitzahlsteller keinen Einfluss auszuüben vermag.
AufdemLeitzahlsteller 36 ist eine Anzahl von Bohrungen 43 od. dgl. angebracht, die der Anzahl der Werte der Leitzahlskala 37 entspricht. Vermittels einer lösbaren Kupplung 44 kann der Leitzahlsteller 36 mit einem beispielsweise als ringförmiger Träger ausgebildeten Übertragungsglied 45 verbunden werden, auf dem zwei Einstellm arken 46 und 47 angeordnet sind. Mittels der Einstellmarke 46 wird die Leitzahl des jeweils verwendeten Blitzlampentyps in den Verschluss eingegeben. Hiezu wird nach Lösen der Kupplung 44 der Leitzahlsteller 36 so weit gedreht, bis die entsprechende Relativlage der Steller, d. h. die dem zur Anwendung kommenden Blitzlampentyp zugeordnete Leitzahl derZeigermarke 46 gegenübersteht.
In dieser Einstellung rastet die Kupplung 44 in eine der vorer- wähnten Bohrungen 43 am Leitzahlsteller 36 ein. Die Einstellmarke 47 kann mit der bereits erwähnten Kanal-bzw. Leitlinienskala 27 zusammenarbeiten, mit der die progressive Charakteristik der Entfemungsskala 22 an die lineare Einstellcharakteristik des der Blendeneinstellung dienenden Stellers 30 angepasst werden kann. Hiezu ist jeder Leitlinie bzw. jedem Kanal der Skala 27 ein bestimmterEntfemungswert der Skala 22 zugeordnet. Zur Einstellung leitzahlgerechter Wertepaare von Blende und Entfernung im Blitzbereich bzw. bei mittels des Ein- bzw.
Umstellers 30 eingestelltem Arbeitsbereich 31 wird die Zeigermarke 47 durch Drehen des Übertragungsgliedes 45 auf den gleichen Kanal bzw. die gleiche Leitlinie gestellt, auf die die bereits eingestellte Entfernungsmarke weist. Ist z. B. mit dem Ein- bzw. Umsteller 30 an der Kamera der durch das Blitzsymbol gekennzeichnete Blitzbereich 31 gewählt, so erfolgt die von einem bereits festgelegten Entfemungswert aus derLeitzahlgleichung L = B XE sichergebende abhängigeEinstellungdesentsprechenden Blendenwertes dadurch, dass nach Eingabe der dem verwendeten Blitzlampentyp zugeordneten Leitzahl der Ein-bzw.
Umsteller 30 mit Bezug auf die Zeichnungen so weit nach links bewegt wird, bis dieser unter kraft- schlüssiger Mitnahme des Leitzahlsteller 36 durch die lösbare Verbindung 38,39 und des Ubertra- gungsgliedes 45 die Nachführmarke 47 in den gleichen Kanal eingestellt hat, in den die Marke 231 desEntfernungseinstellers 21 zeigt. In Fig. 2 der Zeichnungen zeigt die Entfernungseinstellmarke 231 auf den Wert "2, 5". Der Ein - bzw. Umsteller 30 wird nun so weit nach links bewegt, bis er über die Mitnehmer 38 und 39 den Leitzahlsteller 36 und über die lösbare Kupplung 44 die am Übertragungsglied 45 angebrachte Nachführmarke 47 in den gleichen Kanal gebracht hat, in den auch die Entfernungseinstellmarke 231 zeigt. Auf den Ein-bzw.
Umsteller 30 kann ein nicht dargestelltes Rastgesperre ad. dg1. einwirken, das den Einfluss der Rückholfeder 40 auf die mittels dieses Stellers vorgenommenen Einstellungen innerhalb des Arbeitsbereiches 31 ausschaltet.
Im Ausführungsbeispiel nachFig. l kann die lösbare Verbindung des Ein- bzw. Umstellers 30 mit dem Leitzahlsteller 36 in gleicher Weise wie bei der in Fig. 2 gezeigten Anordnung oder auf irgendeine andere geeignete, in den Zeichnungen nicht weiter dargestellte Art verwirklicht sein. Zur Betätigung der den Leitzahlsteller 36 mit dem Übertragungsglied 45 verbindenden lösbaren Kupplung ist in diesem Ausführungsbeispiel ein Raster 48 vorgesehen, der durch Eindrücken nach innen, etwa in Richtung auf die optische Achse des Verschlusses zu, diese Kupplung löst.
Die Erfindung ist nicht auf das in Fig. l und 2 dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern kann überall dort Anwendung finden, wo am Blendeneinsteller ausser dem im Blitzbereich der Blendeneinstellung dienenden Arbeitsbereich ein weiterer Arbeitsbereich oder Einstellage vorgesehen ist.