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Einrichtung zur Begrenzung der während des Schleuderganges entstehenden Schwingungen der Wasch- und Schleudertrommel von Waschmaschinen
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undgen, mit den beiden Wicklungssystemen versehenen Elektromotors können auch zwei Elektromotoren vorgesehen sein, von denen der eine Motor das eine Wicklungssystem und der andere Motor das zweite
Wicklungssystem aufweist. Die beiden Wicklungssysteme sind im Schaltschema (Fig. 2) mit --9 und 10-- bezeichnet. Das Maschinengehäuse --4-- ist auf Rollen --11-- oder auf Gummipuffern gelagert.
Bei durch ungleichmässige Verteilung der Wäschestücke verursachter Unwucht wird das Gehäuse --4-- durch die mit Schleuderdrehzahl umlaufende Wasch-und Schleudertrommel-l-in Schwingungen versetzt, so dass die Maschine bei Anbringung von Rollen am Boden hin-und herrollt bzw. bei Aufstellung auf Gummipuffern diese wechselnd elastisch deformiert.
An dem solcherart die Schwingungen der Wasch-und Schleudertrommel-l-mit vollführenden
Gehäuse--4--ist in einem Kästchen--121--der durch diese Schwingungen betätigbare Schalter --12-- angeordnet, der bei einem bestimmten Schwingungsausmass das mit einem Speicherkondensator --13-- versehene Verzögerungsrelais kurzschliesst. Das Solenoid dieses Verzögerungsrelais ist mit --14-- be- zeichnet. Es umgibt den durch eine strichpunktierte Linie angedeuteten, verschiebbaren Eisenkern mit welchem der Umschalter --16-- mechanisch verbunden ist. Das Verzögerungsrelais weist ferner einen Gleichrichter --17-- und einen Vorwiderstand --18-- in seinem Stromkreis auf.
Der Um- schalter --16-- ist durch eine Zugfeder --19-- belastet, welche ihn bei kurzgeschlossenem Vorzögetungsrelais und auch noch während der Zeitspanne der Aufladung des Speicherkondensators --13-- des- selben gegen einen Kontakt --20-- drückt. der über einen Leitungsast --21-- mit der Leitung --22-- in Verbindung steht, welche von ihrem Anschluss --221-- an das Leitungsnetz über den durch die Pro- grammscheibe--23--der Waschmaschine steuerbaren Hauptschalter --24-- zum Wicklungssystem--9-- für den Waschgang führt.
Bei aufgeladenem Speicherkondensator --13-- liegt hingegen der durch das Solenoid --14-- entgegen der Kraft der Zugfeder --19-- verstellte Umschalter --16-- an einem Kontakt --25-- an, von dem eine Leitung --26-- zum Wicklungssystem --10-- für den Schleudergang hinwegführt. Der Umschalter --16-- steht dabei ständig mit einem Leitungsast --27-- in elektrischer Verbindung, der an einen Leitungsteil --28-- angeschlossen ist, welcher zu einem Schaltkontakt --29-führt, an welchem der Hauptschalter-24-- dann anliegt, wenn die Programmscheibe --23-- mit ihrem dem Schleudergang entsprechenden, erhöhten Bereich --231-- wirksam ist. also den Hauptschalter --24-- an den Kontakt --29-- angeschwenkt hat.
Der Leitungsteil --28-- steht über einen Leitungsast - auch mit dem einen Anschlusskontakt --31-- des die Schwingungen der Wasch- und Schleuder- trommel --1-- mitvollführenden Schalters --12-- in Verbindung. Der zweite Anschlusskontakt --32-- des Schalters --12-- ist über eine Leitung --33-- an die eine Seite des Speicherkondensators --13--, an das Solenoid --14-- sowie an eine Leitung --34-- angeschlossen, in der der Gleichrichter --17-- und der Vorwiderstand-18--angeordnet sind und welche über einen mit dem Hauptschalter --24-- mechanisch gekoppelten Schalter --35-- mit dem zweiten Anschluss --341-- mit dem Leitungsnetz verbindbar ist.
Zu dem Anschluss --34'-- führt auch die gemeinsame Rückleitung --36-- der beiden Wicklungssysteme --9 und 10--. Der schon erwähnte Leitungsteil--28-- steht noch mit der andern Seite des Speicherkondensators --13-- und dem andern Ende des Solenoids --14-- in stromleitender Verbindung.
Der das Verzögerungsrelais --13-18-- bei einem bestimmten Schwingungsausmass der Wasch- und Schleudertromel --1-- kurzschliessende Schalter --12-- ist als Quecksilberschalter ausgebildet, dessen Gefässboden --37-- gegen die Horizontale geneigt ist, so dass das Quecksilber --38-- die vom Boden - 37-- ausgehenden Anschlusskontakte --31,32-- erst dann überbrückt, wenn es sich infolge des erhöhten Schwingungsausmasses entlang dem Behälterboden --37-- bis über die Anschlusskontakte --31,32-aufwärts bewegt hat. Die Neigung des Bodens --37-- ist veränderbar, womit der maximale Schwingungsausschlag vorwählbar wird. Zu diesem Zwecke ist der Schalter --12-- um eine horizontale Achse - verschwenkbar und in verschiedenen Schwenkstellungen festlegbar.
Wie schon angeführt, ist der Schalter --12-- gemäss vorliegendem Ausführungsbeispiel am Waschmaschinengehäuse --4-- angeord- net, das die Schwingungen der Wasch- und Schleudertrommel --1-- mitvollführt, nachdem letztere im Gehäuse --4-- unnachgiebig, also nicht federnd, gelagert ist. Bei federnder Halterung der Wasch- und Schleudertrommel innerhalb eines am Boden unverrückbar angeordneten, beispielsweise angeschraubten Maschinengehäuses wird man den Schalter --12-- natürlich nicht am Gehäuse, sondern an einem die Schwingungen der Wasch- und Schleudertrommel mitmachenden Teil anbringen. Analoges gilt, wenn bei unverrückbar angeordnetem GehäusederdieWasch-und Schleudertrommel halternde Waschbehälter federnd gelagert ist.
Die Wirkungsweise ist folgende :
Bei der in Fig. 2 in vollen Linien wiedergegebenen Stellung der Schaltteile verbindet der durch die
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Programmscheibe --23-- gesteuerte Hauptschalter --24-- den Leitungsanschluss --221-- mit der zum Wicklungssystem --9-- für den Waschgang führenden Leitung --22--, wodurch der Waschgang der Wasch-und Schleudertrommel--1--eingeschaltet ist. Das Verzögerungsrelais-13-18-- ist stromlos, weil sich der mit dem Hauptschalter --24-- mechanisch gekoppelte Schalter --35-- in Offenstellung befindet, so dass der Stromkreis nur über das Wicklungssystem --9-- geschlossen ist.
Der Umschalter - wird durch die Zugfeder --19-- gegen den Kontakt --20-- gedrückt. Die Wasch- und Schleu- dertrommel --1-- bewegt sich mit der für den Waschgang vorgesehenen Drehzahl.
Dreht sich nun die Programmscheibe --23-- im Uhrzeigersinn weiter, so bewirkt der erhöhte Be- reich --231-- derselben den Übergang des Hauptschalters --24-- in dessen an dem Kontakt an- liegende Stellung, wobei gleichzeitig der mit dem Hauptschalter --24-- mechanisch gekoppelte Schal- ter --35-- in Schliessstellung übergeht. Dadurch wird bei noch am Kontakt --20-- anliegendem Um- schalter --16-- ein Stromkreis über die Teile--22, 28,27, 16,21, 22, 9 und 35-- geschlossen. so dass die Wasch-und Schleudertrommel-l-zunächst weiterhin mit der dem Waschgang entsprechenden
Drehzahl angetrieben wird.
Durch das Anliegen des Hauptschalters --24-- an dem Kontakt --29-- und die Überführung des Schalters --35- in dessen Schliessstellung ist aber auch über das Verzögerungsrelais ein Stromkreis geschlossen worden, u. zw. über die Leitungsteile-28, 14 und 34-.
Dadurch wird der Speicherkondensator-13-des Verzögerungsrelais allmählich aufgeladen, bis letzteres schliesslich mittels des Eisenkernes --15-- den Umschalter --16-- entgegen der Kraft der Zugfeder --19-- in die strichliert eingezeichnete Stellung schwenkt, in der er am Kontakt --25-- anliegt. Dadurch wird bei gleichzeitiger Unterbrechung des Stromflusses durch das Wicklungssystem --9-- das Wicklungssystem - für den Schleudergang eingeschaltet, so dass die Wasch- und Schleudertrommel --1-- nunmehr mit der dem Schleudergang entsprechenden, also höheren Drehzahl rotiert.
Treten nun zufolge der Unwucht der das Waschgut enthaltenden Wasch- und Schleudertrommel - Schwingungen auf, die eine Verlagerung des Quecksilbers --38-- im Schalter --12-- derart bewirken, dass es die beiden Anschlusskontakte --31, 32-- überbrückt, dann wird das Verzögerungsrelais über die Leitungen --30, 33-- kurzgeschlossen und somit das Solenoid stromlos, wodurch der Umschalter --16-- unter Wirkung der Zugfeder --19-- an den Kontakt --20-- zurückschnellt, was zur Folge hat, dass der Stromkreis nun wieder über das Wicklungssystem --9-- für den Waschgang geschlossen ist, so dass die Wasch- und Schleudertrommel --1-- nunmehr wieder mit geringerer Drehzahl bewegt wird.
Dadurch verringern sich sofort auch die Schwingungen, so dass sich das Quecksilber --38-- in eine Stel- lung zurückbewegt, in welcher es die beiden Anschlusskontakte --31 und 32-- des Schalters --12-- nicht mehr überbrückt. Dadurch ladet sich der Speicherkondensator --13-- wieder auf, bis über den Eisenkern --15-- der Umschalter --16-- wieder in seine den Stromkreis über die Wicklung --9-- unterbrechende und den Stromkreis über das Wicklungssystem --10-- schliessende Stellung verschwenkt wird, so dass die Wasch-und Schleudertrommel-l-nunmehr wieder mit der dem Schleudergang entsprechenden Drehzahl rotiert.
Durch entsprechende Wahl der Kapazität des S peicherkondensators--13--und der Grösse des Vorwiderstandes--18--des Gleichrichters--17--kann die Zeitspanne, welche das Verzögerungsrelais nach erfolgtem Kurzschluss desselben benötigt, um den Umschalter--16--wieder in seine das Wicklungssystem-10-ein- schaltende Stellung überzuführen, so bemessen werden, dass sie etwa 3 - 10 sec beträgt.
Während dieser
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Schwingungen auf, deren Grösse den tragbaren oder sonst als angängig erachteten Wert überschreitet, dann schliesst der Schalter --12-- das Verzögerungsrelais abermals kurz, wodurch der Trommelantrieb wieder auf den Waschgang zurückgeschaltet wird und sich das Waschgut während des abermaligen Aufladens des Speicherkondensators --13-- neuerlich in anderer Weise verteilen kann. Die maximalen Schwingungsausschläge der Waschmaschine können bei Lagerung derselben auf Rollen etwa 2 - 3 mm betragen und sind, wie schon erwähnt, durch entsprechende Neigung des Bodens --37-- des Schalters - einstellbar.
Es hat sich gezeigt, dass nach etwa drei-bis fünfmaligem automatischem Rückschalten vom Schleudergang auf den Waschgang die Wäschestücke so in der Wasch- und Schleudertrommel - verteilt sind, dass dann beim abermaligen Umschalten auf den Schleudergang die Schwingungen len als tragbar erachteten Höchstwert nicht mehr erreichen, so dass ein nochmaliges Kurzschliessen des lerzögerungsrelais nicht mehr stattfindet, sondern das Waschgut dem programmmässigen Schleudern fürderhin ohne weitere Unterbrechung unterworfen bleibt.