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Zeiteinheiten- Registriergerät
Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Registrieren von Zeiteinheiten, welches mit einem Laufwerk ausgerüstet ist, das eine stets mit gleicher Drehzahl und Drehrichtung umlaufende Treibwelle besitzt.
Geräte zur Ermittlung der Anzahl von Zeiteinheiten einheitlicher Grössenordnung während einer be- stimmten Zeitspanne sind bereits in den verschiedenartigsten Ausführungsformen bekannt. So kennt man z. B. die Gebühreneinheitenzähluhr für Telephongespräche, bei der sich die Länge der Zeiteinheiten ohne Hinzutun des Benutzers selbsttätig einstellt. Hier handelt es sich jedoch um ein ausgesprochenes, vom Femsprechnetz abhängiges Einzweckgerät, das an die Sprechstelle gebunden und in diese fest installiert ist, ferner beim Zählvorgang seinen Schaltimpuls meist aus der Fernsprechzentrale erhält. Es sind auch schon unabhängige Registriergeräte, u. zw. in Form sogenannter Stoppuhren bekannt. Bei der- artigen Geräten kann die Registrierung indessen stets nur nach einer festliegenden, konstanten Zeiteinheit erfolgen.
Man kennt auch schon ein mechanisches Integrierwerk, welches zur fortlaufenden Bildung des Zeitintegrals einer veränderlichen Messgrösse dient und einen mit konstanter Geschwindigkeit angetriebenen, umlaufenden Klinkenträger und eine durch ein Messwerk anzutreibende Steuerscheibe aufweist. Diese Scheibe bringt bei ihrer Umdrehung eine am Klinkenträger kippbar angeordnete Klinke an einem mit einem Zählwerk zusammenarbeitenden Klinkenrad absatzweise in Eingriff. Bei dieser bekannten Anordnung ist die Dauer des Eingriffs der Klinke am Klinkenrad dem Momentanwert der Messgrösse proportional, und das bei Kupplung dieser Teile konstant angetriebene Zählwerk addiert die Teilintegrale der Messgrösse.
Schliesslich ist noch ein Zeitanzeigegerät mit regelbaren Intervallen bekannt, mittels dessen sich ein Arbeitszyklus zeitlich verfolgen lässt. Dieses Gerät weist einen von einem Synchronmotor getriebenen Antriebsnocken auf, welcher mit einem Getriebe in Eingriff bringbar ist, das wieder einen drehbar gelagerten Zeiger über eine kreisförmig angeordnete Skala schrittweise bewegt. Zum Einstellen des Zeitintervalls ist ein mittels eines Knopfes einstellbarer Anschlagnocken vorgesehen. Entsprechend der Lage dieses Nockens ist die Eingriffsdauer des Antriebsnockens mit dem Getriebe grösser oder kleiner. Das Gerät ist in seinen Anwendungsmöglichkeiten begrenzt, da sich die Anzeige nach einer Zeigerumdrehung wiederholt.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, mit relativ einfachen baulichen Mitteln ein funktionssicher arbeitendes, sowohl die Möglichkeit einer Variierung und Vorwahl der zu ermittelnden Zeiteinheiten einschliessendes, als auch durch Tastendruck ein-und ausschaltbares Registriergerät zu schaffen, das für vielseitige Anwendungsgebiete geeignet ist.
Dieses Problem wird erfindungsgemäss gelöst durch die Anordnung eines der Treibwelle des Laufwerks mittels einer nachbetätigung einer Einschalthandhabe sich selbsttätig ein- und ausrückenden Freilaufkupplung periodisch zuschaltbaren Schwenkhebels mit veränderbarem Ausschlag, der bei jeder Auslenkung ein Zählwerk betätigt. Ein derart ausgebildetes Gerät zeichnet sich vor allem durch seinen relativ einfachen Aufbau, seine funktionssichere Arbeitsweise, ferner durch seine Vielseitigkeit hinsichtlich der Anwendungsmöglichkeiten aus, u. zw. insofern, als das Gerät überall dort eingesetzt werden kann, wo es darauf ankommt, eine Berechnungsgrundlage auf Grund ermittelter Zeiteinheiten bestimm-
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ter Grössenordnung zu finden.
So könnte das Gerät beispielsweise in Fertigungsbetrieben bei Akkordar- beiten zur Ermittlung von Akkordzeiten und auch als Takt- bzw. Impulsgeber Anwendung finden.
Eine vorteilhafte, den baulichen Aufwand auf ein Minimum reduzierende Ausführungsform des er- findungsgemäss vorgeschlagenen Geräts ist dadurch erzielbar, dass der Schwenkhebel unmittelbar auf der
Treibwelle drehbar gelagert und als zweiarmiger Hebel ausgeführt ist, der einenends ein nur in einer
Drehrichtung der Treibwelle wirksam werdendes Kupplungsorgan und andernends einen scharnierartig angeordneten, der Lösung des Kupplungsorgans bei Erreichen des voreingestellten Ausschlags dienenden
Schalthebel trägt.
Eine in funktioneller Hinsicht besonders zuverlässig arbeitende Anordnung ergibt sich, wenn das am
Schwenkhebel vorgesehene Kupplungsorgan als zweiarmiger, drehbar gelagerter Hebel ausgebildet ist, der einenends mit einer mit der Treibwelle drehfest verbundenen Schleppscheibe und andernends mit einer Sperrklinke zusammenarbeitet, die den Kupplungshebel beim Rücklauf des unter dem Einfluss eines Rückstellglieds in die Ausgangslage rückgeführten Schwenkhebels ausser Eingriff hält. Zweckmässiger- weise ist hiebei der Kupplungshebel an seinem der Schleppscheibe zugeordneten Ende mit einer spirali- gen Fläche versehen, die nach Betätigung der Einschalthandhabe eine dem voreingestellten Ausschlag entsprechende reibschlüssige Verbindung zwischen Schwenkhebel und Schleppscheibe herstellt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass als Rückstellglied eine am Schwenkhebel angreifende Zugfeder, ein Gummiband od. dgl. dient.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird ferner vorgeschlagen, dass zur Bestimmung des AusschlagsdesSchwenkhebelseinWahlstellervorgesehen ist, dereinenmit Bezug auf die Ausgangslage des Schwenkhebelsveränderbarenim Bewegungsbereich des Schalthebels liegendenEntriegelungsanschlag trägt.
Eine einfache Bedienungsweise des Gerätes lässt sich dadurch erreichen, dass mit der Betätigung der Einschalthandhabe das Laufwerk in Gang gesetzt wird.
In den Zeichnungen ist ein nachstehend beschriebenes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Die Zeichnungen zeigen in Fig. 1 ein Gerät zum Registrieren einstellbarer Zeiteinheiten, welches von einem als Uhrwerk ausgebildeten Laufwerk angetrieben wird, in auseinandergezogener, perspektivischer Darstellung, in Fig. 2 das als Antrieb dienende Uhrwerk in gleicher, jedoch nicht weiter auseinandergezogener Darstellungsweise und in Fig. 3 ein mit der Einrichtung gemäss Fig. l versehenes, als Tischgerät mit Tageszeitangabe ausgeführtes Zeiteinheiten-Registriergerät.
In Fig. 2 ist zwischen zwei ortsfesten Platinen 1 und 2 ein mit konstanter Drehzahl ablaufendes Laufwerkmit an sich bekanntem Aufbau angeordnet, das beispielsweise als Antrieb für eine übliche, die Tageszeit anzeigende Uhr Anwendung finden kann. Um dieses Laufwerk als Antriebsvorrichtung für ein weiter unten beschriebenes Zeiteinheiten-Registriergerät heranziehen zu können, ist die Auslegung der verschiedenen Übersetzungen zweckmässigerweise so getroffen, dass sich für eine aus dem Laufwerk herausragende Treibwelle 3 eine für den vorgenannten Verwendungszweck spezielle Drehzahl ergibt.
Diese Drehzahl ist so ausgewählt, dass die Zeitspanne für etwa 5/6 einer Umdrehung der Treibwelle 3 so gross ist wie die längste, von dem Gerät zu zählende einstellbare Zeiteinheit. Diese maximale Zeiteinheit kann beispielsweise die zur Zeit gültige längste Gebühreneinheit im Fernsprechverkehr, d. s.
90 sec, sein. Unter Zugrundelegung der vorgenannten Voraussetzung wird die Drehzahl der Treibwelle 3 mit 0, 5/min gewählt. Damit ist in der Zeit von 120 sec/Umdrehung auch dann noch die derzeit längste Telephongebühreneinheit von 90 sec enthalten, wenn die volle Umdrehung der Treibwelle 3 nicht ausgenutzt werden kann.
Wie aus Fig. 2 weiter ersichtlich, ist mit 4 ein Gangrad bezeichnet, welches seinen Antrieb von der Treibwelle 3 erhält und mit einem Anker 5 zusammenarbeitet, dem seinerseits eine Unruhe 6 zugeordnet ist. Legt man das Übersetzungsverhältnis zwischen Treibwelle 3 und Gangrad 4 mit 1 : 6 fest und die Zähnezahl des Gangrades mit 15, so ergibt sich für den Anker 5 eine Schlagzahl und ebenso für die Unruhe 6 eine Schwingungszahl von 90/min. Hiebei wird, wie im Uhrenbau üblich, die physikalisch gesehen halbe Schwingung als volle Schwingung gezählt. Die Treibwelle 3 erhält ihren Antrieb von einer Zwischenwelle 7, die ihrerseits mit einer Minutenwelle 8 in Drehverbindung steht. Unter der Annahme von 0, 5/min als Drehzahl für die Treibwelle 3 ergibt sich somit eine gesamte Übersetzung von der Minutenwelle 8 bis zur Treibwelle von 1 : 30.
Gemäss der Darstellung in Fig. 2 kann auf der Minutenwelle 8 in bekannter Weise ein als Viertelrohr bezeichnetes Rohr 9 befestigt sein, welches an seinem freien Ende einen Minutenzeiger 10 drehfest trägt. Das Viertelrohr 9 treibt äusserdem über ein Doppelrad 11,12 ein auf dem Viertelrohr lose gelagertes Stundenrad 13 an, auf dessen Nabe ein Stundenzeiger 14 drehfest sitzt. Die Minutenwelle 8 steht ausserdem mit einem Federgehäuse 15 in Drehverbindung, in welchem eine
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dem Antrieb des Laufwerks dienende Spiralfeder 16 untergebracht ist. Als Antrieb für das Laufwerk könnte aber auch ein Elektromotor zur Anwendung kommen. Wählt man das Übersetzungsverhältnis zwischen Federhaus 15 und Minutenwelle 8 mit 1 : 5, so ergibt sich bei üblicherweise sechs wirksamen Umdrehungen der Antriebsfeder 16 für das Laufwerk eine Gangdauer von 30 h.
Das Federgehäuse 15 lagert auf einer Spannwelle 17, an welcher das innere Ende der Antriebsfeder 16 be- festigt ist. Zur Sicherung der Antriebsfeder 16 in der Spannlage dienen ein auf der Spannwelle 17 drehfest sitzendes Sperrad 18 sowie eine an der Platine 2 gelagerte Klinke 19. Zum Aufziehen der Antriebsfeder 16 kann eine beispielsweise bei Tischuhren gebräuchliche Spannhandhabe dienen, welche auf das dem Betrachter abgekehrte Ende der Spannwelle 17 mit Rechtsgewinde aufgeschraubt werden kann.
Wie bereits angedeutet, dient das vorbeschriebene Laufwerk dem Antrieb einer in Fig. 1 gezeigten
Zeiteinheiten-Registriereinrichtung, die einen beispielsweise als zweiarmiger Hebel ausgeführten Schwenkhebel 20 aufweist, der mittels einer Lagerbüchse 21 vorteilhafterweise auf dem freien Ende der Treibwelle 3 drehbar angeordnet und mit einer auf dieser Welle drehfest sitzenden Schleppscheibe 22 periodisch kuppelbar ist. Um die Lagerbüchse 21 kann ein mit ihr verstiftetes dünnes und biegsames Stahlband 23 gewickelt sein, an dessen freien Ende eine Zugfeder 24 angreift, die ihrerseits bestrebt ist, die Büchse mit dem Schwenkhebel im Gegenuhrzeigersinn zu drehen. An Stelle des Stahlbandes 23 und der Zugfeder 24 kann ebensogut eine Spiralfeder oder ein Gummiband zur Anwendung kommen.
Einenends weist der Schwenkhebel 20 zwei parallel zu ihrer Drehachse verlaufende Stifte 20a und 20b auf, von denen der erstgenannte eine Sperrklinke 25 drehbar trägt, welche an einem ortsfesten Begrenzungsstift 26 zur Anlage kommen kann. Auf dem zweiten Stift 20b lagert ein abgewinkelter Kupplungshebel 27, dessen ein, dem Umfang 22a der Schleppscheibe 22 zugeordnetes Ende mit einer bezüglich der Drehachse dieses Hebels spiraligen Eingriffsfläche 27a versehen ist, während das andere Ende einen abgezogenen Lappen 27b aufweist, der in die Sperrklinke 25 (mit der Nase 25a) einfallen kann.
Eine um den Stift 20a gewundene Feder 28 versucht die beiden Teile im Gegenuhrzeigersinn zu drehen, was in der in den Zeichnungen nicht veranschaulichten Ruhelage des Registriergeräts einerseits durch den ortsfesten Anschlag 26 verhindert wird, während sich anderseits der Kupplungshebel 27 an einem Schalthebel 29 abstützt, welcher mittels Lageraugen 20c am Schwenkhebel 20 scharnierartig gelagert ist.
Die Anordnung ist im einzelnen so getroffen, dass der Schalthebel 29 mit einem abgebogenen, schrägen Lappen 29a versehen ist, welcher in der nicht gezeigten Ausgangslage des Gerätes unter dem Einfluss einer noch zu beschreibenden Einschalthandhabe entgegen der Wirkung der Feder 28 in die Bewegungsbahn des Kupplungshebels 27 zu liegen kommt und diesen dabei in einer solchen Lage hält, dass zwischen dem spiraligen Ende 27a und dem Umfang 22a der Schleppscheibe 22 ein freier Durchgang bestehen bleibt. Die Scheibe 22 kann sich daher in der Ausgangslage frei unter der spiraligen Fläche 27a des Kupplungshebels 27 drehen. Aus den Zeichnungen ist weiter ersichtlich, dass dem Schalthebel 29 eine Stellfeder 30 zugeordnet ist, welche bestrebt ist, diesen Hebel unter Freistellung des Kupplungshebels 27 vom Schwenkhebel 20 wegzubewegen und an einem Anschlag 20d zur Anlage zu bringen.
Im Ruhezustand des Gerätes wirkt der Stellfeder 30 ein ortsfest gelagerter, winkelförmiger Einschalthebel 31 entgegen, welcher unter dem Einfluss einer Feder 32 mittels zweier Finger 31a am Schalthebel 29 zur Anlage kommt und dabei vermittels des Lappens 29a den Kupplungshebel 27 in der bereits beschriebenen ausgekuppelten Stellung hält.
Durch Niederdrücken einer Einschalttaste 33 dreht sich der Hebel 31 aus seiner Ausgangslage im Uhrzeigersinn, wobei die Finger 31a vom Schalthebel 29 zurückweichen, der sich unter dem Einfluss der Stellfeder 30, den Kupplungshebel 27 freigebend, am Anschlag 20d anlegt. Unter der Wirkung der Feder 28 kommt der Kupplungshebel 27 mit der spiraligen Fläche 27a am Umfang 22a der Schleppscheibe 22 in Eingriff und bildet mit dieser eine reibschlüssige Verbindung.
Durch die im Uhrzeigersinn verlaufende Drehrichtung der Scheibe 22 wird die reibschlüssige Verbindung zwischen dieser und dem Kupplungshebel 27 noch verstärkt. Infolgedessen bewegt sich der Schwenkhebel 20 und alle an ihm befestigten Teile synchron mit der Schleppscheibe 22 gegen die Wirkung der Zugfeder 24, Der Einschalthebel 31 wird in der in Fig. l gezeigten Einschaltstellung durch eine Klinke 34 verriegelt, welche von einer Feder 35 an einem Lappen 31b des Einschalthebels in Eingriff gehalten wird.
Die durch die Schleppbcheibe 22 des Schwenkhebels 20 vermittelte Ausschwingbewegung wird von einem dekadischen Zählwerk registriert, welches auf der gleichen Seite des Registriergerätes angeordnet ist, wie die Uhrwerkzeiger 10 und 14. Zur Betätigung des Zählwerks ist am Schwenkhebel 20
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eine Schubfeder 36 befestigt, welche bei jedem Ausschwingvorgang des Schwenkhebels ein Zähl- rad 37 jeweils um eine Zahnteilung im Gegenuhrzeigersinn weiterdreht. Das Zählrad 37 ist zu- sammen mit einer ZiffenMdieibe 38 auf einer in den beiden Platinen 1 und 2 drehbar gelagerten
Welle 39 drehfest angeordnet. Die mit Ziffern von 0 bis 9 versehene Scheibe 38 wird daher durch die vorbeschriebene Drehbewegung des Schwenkhebels 20 um eine Einheit, beispielsweise von 0 auf
1 weitergeschaltet.
Wenn der Schwenkhebel 20 eine bestimmte Amplitude von der Ausgangslage ausgeschwungen ist, wird die Mitnahmeverbindung zwischen diesem und der Schleppscheibe 22 selbsttätig gelöst, so dass der Schwenkhebel in die Ausgangslage zurückkehren kann. Die Grösse dieser Amplitude, welche einer Zeiteinheit entspricht, kann mittels eines Wahlstellers 40 voreingestellt werden, an welchem gleichzeitig die Mittel zum Lösen der Mitnahmeverbindung angeordnet sind. Diese Mittel umfassen einen am Wahlsteller 40 vorgesehenen Lappen 40a, ferner eine Entriegelungsfeder 41, die mit einer gegen die Drehebene des Schwenkhebels 20 geneigten Leitfläche 41a versehen ist. Am
Wahlsteller 40 ist ferner eine beispielsweise von 0 bis 90 reichende Skala aufgetragen, welche die
Dimension "Sekunden" hat.
Mittels dieser Skala lässt sich die Amplitude, um die der Schwenkhebel 20, ausgehend von seiner Ruhelage, ausschlägt, voreinstellen.
Nach Ablauf der mittels des Wahlstellers 40 jeweils eingestellten Zeiteinheit läuft der Schalthebel 29 mit seinem Lappen 29b zwischen den Lappen 40a des Wahlstellers 40 und die Entriegelungsfeder 41 ein, wobei diese zunächst angehoben wird. Hat der Lappen 29b den Lappen 40a ganz überstrichen, so kommt die Leitfläche 41a der Entriegelungsfeder 41 am Lappen 29b zur Wirkung, wodurch der Schalthebel 29 relativ gegen den Schwenkhebel 20 geschwenkt wird.
Hiebei stösst der schräge Lappen 29a des Schalthebels 29 gegen den Kupplungshebel 27 und dreht diesen unter Aufhebung der reibschlüssigen Verbindung zwischen der spiraligen Fläche 27a und dem Umfang 22a der Schleppscheibe 22 so weit im Uhrzeigersinn, dass die Sperrklinke 25 mit ihrer Nase 25a am Lappen 27b des Kupplungshebels einfallen und diesen somit verriegeln kann. Der Schwenkhebel 20 kann nun unter der Wirkung der Zugfeder 24 mit allen an ihm befestigten Teilen in die Ausgangslage zurückkehren. Dabei läuft der Lappen 29b des Schalthebels 29 zunächst hinter dem Lappen 40a des Wahlstellers 40 vorbei. Nach Verlassen desselben kommt der Schalthebel 29 unter der Wirkung der Stellfeder 30 an der Kante 29b des Schwenkhebels 20 wieder zur Anlage.
Obwohl hiebei der Kupplungshebel 27 von dem schrägen Lappen 29a des Schalthebels 2B freigestellt wird, bleibt der Kupplungshebel infolge Verriegelung durch die Klinke 25 zunächst ausser Eingriff. Erst am Ende der Rückstellbewegung des Schwenkhebels 20 wird der Hebel 27 durch Anschlag der Sperrklinke 25 am ortsfesten Stift 26 für den nächsten Kupplungsvorgang mit der Schleppscheibe 22 wieder freigegeben. Damit ist die in Fig. l dargestellte Bewegungsphase abermals erreicht und die synchrone Mitnahme des Schwenkhebels 20 durch die Schleppscheibe 22 erfolgt auf die gleiche, zuvor beschriebene Weise.
Die Anordnung und Ausbildung der Schubfeder 36 sowie des Zählrads 37 istzweckmässigerwet- se so getroffen, dass dieses jeweils am Anfang jeder Drehbewegung des Schwenkhebels 20 fortgeschaltet wird, so dass in Übereinstimmung mit den im Fernsprechverkehr zur Anwendung kommenden Zeiteinheiten-Zählgeräten jede angefangene Zeiteinheit registriert wird. Soll das Zählrad 37 dagegenerst am Ende der Zeiteinheit weitergedreht werden, so kann dies bei der zuvor beschriebenen Rückstellbewegung des Schwenkhebels 20 dadurch erfolgen, dass die Zähne des Zählrads und die Ziffern der Zif- fernscheibe 38 ihre Richtung ändern, ferner die Schubfeder 36 als Haken ausgebildet wird, welcher bei der Rückstellung das Zählrad um eine Zahnteilung weiterzieht.
Nach Ablauf der eingestellten Zeiteinheit, d. h. wenn der Schwenkhebel 20 den Winkelweg zwischen der Ruhelage und dem Lappen 40a des Wahlstellers 40 durchlaufen hat, wiederholt sich der vorbeschriebene Ein- und Ausrückvorgang des Kupplungshebels 27, wobei nach jedem Einkuppeln das Zählrad 37 um einen Zahn weitergedreht wird. Hat das Zählrad 37 und mit ihm die Ziffernscheibe 38 eine volle Umdrehung durchlaufen, so dass die Ziffernscheibe von 9 auf 0 fortschaltet, erfasst bei diesem Schaltschritt ein auf der Welle 39 drehfester Schaltstift 42 ein Zählrad 43, welches auf einer Welle 44 sitzt, und schaltet dieses um eine Zahnteilung im Uhrzeigersinn weiter.
Dabei wird eine auf der Welle 44 befestigte Ziffernscheibe 45 von 0 auf 1 gestellt.
Die vorbeschriebene periodische Auslenkung des Schwenkhebels 20 durch die Schleppscheibe 22 mit jeweils einem Zählschritt wiederholt sich so lange, bis eine an einem Ausschalthebel 47 angeordnete Taste 46 betätigt wird. Hiebei erfasst ein Lappen 47a dieses Hebels den Lappen 34a der Klinke 34 und dreht diese im Uhrzeigersinn. Das wieder hat zur Folge, dass der Lappen 31b frei-
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gegeben wird, so dass der Einschalthebel 31 unter der Wirkung der Rückstellfeder 32 in seine Aus- gangslage zurückkehren kann. Hiebei drücken die Finger 31a auf den Schalthebel 29, der mittels seines abgeschrägten Lappens 29a den Kupplungshebel 27 an der Schleppscheibe 22 ausser Ein- griff bringt.
Die Klinke 25 fällt wieder am Lappen 27b ein und der Schwenkhebel 20 kehrt in seine Ruhelage zurück, wobei es gleichgültig ist, in welcher Winkelstellung sich dieser beim Betätigen der Ausschalttaste 46 befand. Sobald der Schwenkhebel 20 in der Ausgangslage ankommt, wird die Klinke 25 durch Anschlag am ortsfesten Stift 26 vom Kupplungshebel 27 getrennt. Dieser wird aber in der wirkungslosen Stellung durch den schrägen Lappen 29a des Schalthebels 29 ge- halten, so dass der Schwenkhebel in der Ausgangslage verharrt. Sollte sich zufälligerweise bei der Betä- tigung der Ausschalttaste 46 der Lappen 29b des Schalthebels 29 über dem Lappen 40a des
Wahlstellers 40 befinden, so stützt sich der Einschalthebel 31 mit seinen Fingern 31a so lange auf dem Schalthebel ab, bis der Lappen 29b am Lappen 40a vorbeigelaufen ist, worauf dann die zuvor beschriebene Rückstellbewegung erfolgt.
Auf das Zählergebnis hat dies jedoch keinen Einfluss, da der Zählschritt bereits am Anfang der Auslenkung des Schwenkhebels 20 erfolgt ist.
Nach dem Ausschalten des Registriergerätes kann das Zählergebnis auf den Ziffernscheiben 38 und
45 abgelesen werden. Will man erneut einschalten, so kann die weitere Zählung mit gleicher oder veränderter Zeiteinheitenlänge auf das bisherige Ergebnis aufsummiert werden. Die Ziffernscheiben
38 und 45 können aber auch zuvor auf Null gestellt werden. Hiezu dienen Nullstellräder 48,49 und
50, von denen das erstgenannte aus dem Gerätegehäuse, etwa auf die gleiche Art wie der Wahlstel- ler 40 bei der in Fig. 3 gezeigten Anordnung, zum Zwecke der Betätigung herausragt. Dreht man das Nullstellrad 48 im Uhrzeigersinn, so vollführt das Rad 49 eine im Gegenuhrzeigersinn gerichtete Drehbewegung, während das Rad 50 wieder im Uhrzeigersinn dreht. Alle drei Räder sind gleich gross und drehen sich gleich schnell.
An den Rändern 49 und 50 ist je eine Mitnehmerfeder 49a bzw. 50a befestigt, die bei einer Drehbewegung dieser Räder mit in den Wellen 39 und 44 befestigten Stiffen 39a und 44a jeweils an den Stellen in Eingriff kommen, an denen sich diese Stifte gerade befinden. Die Anordnung dieser Stifte 39a und 44a sowie der Mitnehmerfedern 49a und 50a ist so getroffen, dass dann, wenn beide Stifte von ihren Mitnehmerfedern erfasst werden, die gleiche Ziffer auf beiden Ziffernscheiben 38 und 45 sichtbar ist. Zur Rückstellung der Ziffernscheiben 38 und 45 wird das Nullstellrad 48 so lange gedreht, bis auf beiden Ziffernscheiben die Ziffer 0 erscheint.
Durch die federnde Ausbildung der Mitnehmerfasern 49a und 50a können diese, unabhängig von ihrer jeweiligen Stellung, den Zählvorgang nicht behindern, da sie den Stiften 39a und 44a auszuweichen vermögen, die beim Zählvorgang von der flachen Seite auf die Mitnehmerfedern auflaufen.
Das aus den Teilen 37,38, 39, 42, 43, 44,45, 48,49 und 50 bestehende dekadische Zählwerk kann durch jedes handelsübliche Zählwerk mit Nullrückstellung ersetzt werden. Die in den Zeichnungen veranschaulichte Darstellung des Zählwerks wurde vorzugsweise aus Gründen der einfachen und übersichtlichen Ausführung gewählt. Im Bedarfsfalle kann das Zählwerk auch mehr als nur zwei Ziffernscheiben aufweisen.
Für den Fall, dass das Registriergerät lediglich zum Zählen, nicht aber zusätzlich zur Anzeige der Tageszeit dienen soll, vereinfacht sich das gemäss Fig. l mit einer Uhr kombinierte Laufwerk insofern, als zunächst das aus den Teilen 9 - 14 bestehende Zeigerwerk entfallen kann. Darüber hinaus kann die Übersetzung zwischen Federhaus 15 und Treibwelle 3 niedriger gehalten werden, da bei der vereinfachten Ausführung eine Gangdauer von 30 h nicht erforderlich ist. Dies ergibt sich aus dem Umstand, dass das Laufwerk lediglich für die Dauer der Einschaltung der Registriereinrichtung zu laufen braucht. Zum Anhalten und Freigeben des Laufwerks könnte hiebei eine mit dem Einschalthebel 31 verbundene Einrichtung vorgesehen sein, wie sie von Stoppuhren her bekannt ist.
Im einfachsten Falle kann dies ein sehr weich federndes Federblatt sein, welches so am Einschalthebel 31 befestigt ist, dass es in dessen Ausschaltlage die Unruhe 6 berührt und anhält, während es beim Einschalten die Unruhe freigibt. Die vorbeschriebene sowie in Fig. l und 2 veranschaulichte Einrichtung kann gemäss der Darstellung in Fig. 3 in einem einer Tischuhr ähnlichen Gehäuse untergebracht werden, an welchem Vorkehrungen getroffen sind, um die Ein- und Ausschalttasten 33 und 46 betätigen, ferner den Wahlsteller 40 auf die gewünschte Zeiteinheit einstellen zu können. Ausserdem sind in dem Gehäuse Aussparungen zum Ablesen der Ziffernscheiben 38 und 45 vorgesehen.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.