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Landmine, insbesondere Panzermine
Die Erfindung betrifft eine Ausgestaltung der durch das Zusatzpatent Nr. 253388 geschützten Land- mine, insbesondere Panzermine, bestehend aus einem dosenförmigen, aus Kunststoff hergestellten Gehäuse mit einer zur Übertragung des Auslösedruckes auf den Zünder vorgesehenen Druckplatte, wobei der dosenförmige Teil und der ihn abschliessende, dicht einsteckbare Bodenteil des Gehäuses in der Mitte zwei gegeneinander gerichtete, schachtelartig ineinandergreifende Hülsen tragen, von welchen die vom Dosenteil getragene Hülse einen eine Stützfläche des Zünders bildenden Boden mit einer in der Mitte gegen den Bodenteil gerichteten,
von der Übertragungssprengladung umgebenen Hülse für die Aufnahme der Zündkapsel aufweist und der Dosenteil in der Mitte ein nach aussen abstehendes Halsstück zur dichten Führung der Druckplatte trägt. Nach dem Zusatzpatent Nr. 253388 Ist die vom Dosenteil getragene, mit der vom Bodenteil aufragenden Hülse die Übertragungssprengladung einschlie- ssenden Hülse mit einer einen Bordrand tragenden Ringscheibe einstückig ausgebildet und mit dem Bordrand in einem vom Dosenteil gegen den Bodenteil des Gehäuses gerichteten, elastisch aufweitbaren Ringansatz einsteckbar verankert und die Druckplatte weist einen stufenförmig abgesetzten Mantel auf, der mit der ebenen Ringfläche am breit ausgebildeten oberen Rand des Halsstückes und mit seinem unteren Rand auf der Ringscheibe anliegt.
Diese Ausbildung sichert auch beim seitlichen Überfahren der Druckplatte die Wirksamkeit der Mine, da die Druckplatte mit ihrer im Mantel vorgesehenen Stufenfläche an dem breit ausgebildeten Rand des die Druckplatte in ihrer Vorbereitungsstellung sichernden Lage hält und auf alle Fälle auch bei bloss einseitigem Niederdrücken der Druckplatte deren Ausweichen nach oben hin verhindert, so dass Versager der Mine beim seitlichen Überfahren durch einen Panzer vermieden sind. Beim Stammpatent ist in der ebenen Ringfläche des stufenförmig abgesetzten Mantels der Druckplatte eine Schwächungsrille vorgesehen, die beim Überfahren der Mine durch einen Panzer bricht, wobei der aus dem Halsstück der Decke der Mine vorstehende Teil der Druckplatte gegen den Zünder drückt und die Mine auslöst.
Die Erfindung betrifft eine Ausgestaltung der Mine nach dem Stammpatent und bezweckt, durch eine besondere Ausbildung der Druckplatte die Wirksamkeit der Mine zu erhöhen. Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, dass die Druckplatte senkrecht zu ihrer Mittelachse zweigeteilt ausgebildet ist und die beiden Teile axial aneinander geführt sind, wobei einer der Teile Schwächungsstege od. dgl. aufweist. Durch diese Ausbildung wird ein Verkanten und Verklemmen der Druckplatte innerhalb des Halsstückes der Minendecke beim Niederpressen der Druckplatte vermieden. Eine besonders zweckmässige Ausführungsform ergibt sich, wenn der eine auf der Ringscheibe anliegende ringförmige Teil an seinem Mantel Längsschlitze aufweist, in die Längsrippen des zweiten Teiles der Druckplatte eingreifen, die auf den die Längsschlitze überbrückenden Schwächungsstegen aufruhen.
In Ausgestaltung der Erfindung besteht der die Schwächungsstege aufweisende Teil aus Polykarbonat und der zweite Teil der Druckplatte aus einer harten Pressmasse. Diese Ausbildung der Druckplatte ergibt ihre hemmungsfreie und kippsichere Führung innerhalb des Halsstückes und durch die besondere Wahl des Werkstoffes für den die Schwächungsstege aufweisenden Teil der Druckplatte wird der gleichmässige Niedergang des andern, auf den Zünder einwirkenden Teiles bewirkt, da sämtliche Schwächungs- * Stammpatent Nr. 247753.
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stege auch bei einseitigem Überfahren der Mine durch die besondere Führung der beiden Teile mittels der an ihrem Umfang gleichmässig verteilt angeordneten Schlitze bzw. Rippen abgeschert werden und der Zünder daher zentral betätigt wird.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform darge- stellt. Fig. l zeigt einen Teillängsschnitt durch eine Panzermine und die Fig. 2 einen Schnitt nach der
Linie II-II der Fig. l, wobei aber die beiden Teile der Druckplatte voneinander abgehoben darge- stellt sind. Die mit dem Stammpatent übereinstimmenden Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Die Panzermine besteht wie beim Stammpatent aus dem dosenförmigen Teil 1 und dem ein- steckbaren Bodenteil 2, dessen Rand 3 mit jenem des Teiles 1 dicht verbunden ist. Die Decke des Dosenteiles l trägt in der Mitte des nach aussen abstehende Halsstück 13 mit einem nach innen gerichteten breiten Rand 14'und in der Verlängerung des Halsstückes 13 in das Innere des Dosen- teiles 1 gerichtet, einen elastisch etwas aufweitbaren Ringansatz 21, der anseinerInnenflä- che mehrere Ringnuten 22 aufweist, von welchen die oberste Ringnut 22'etwas breiter ausgebil- det ist.
In diese Ringnut 22'kann der Bordrand 23 einer die Hülse 8 tragenden, in den Ring- ansatz 21 eingepressten Ringscheibe 24 federnd einspringen, nachdem vorher in das Halsstück 13 die Druckplatte eingeführt wurde, die senkrecht zu ihrere Mittelachse zweigeteilt ausgebildet ist. Der
Teil 16, aus harter Pressmasse gefertigt, weist einen stufenförmig abgesetzten Mantel 16'auf, der mit seiner ebenen Ringfläche 16" von innen an dem breit ausgebildeten oberen Rand 14'des
Halsstückes 13 anliegt und mit den Stirnflächen von Längsrippen 26 in Längsschlitze 27 des zweiten Teiles 16a der Druckplatte eingreift und auf den die Längsschlitze überbrückenden Schwä- chungsstegen 28 aufruht. Der aus Polykarbonat hergestellte Teil 16a stützt sich mit seinem unteren Rand 16"'gegen die Ringscheibe 24 ab.
Der Zünder 12 ruht am Boden 9 der Hülse 8 auf und ist durch den Schraubdeckel 17 im Teil 16 der Druckplatte 16, 16a gegen das Eindringen von Feuchtigkeit geschützt. Der Boden 9 trägt die unten abgeschlossene Hülse 10 zur Aufnahme der Zündkapsel 11. Die Übertragungssprengladung 19 kann durch eine Bodenöffnung der vom Bodenteil 2 des Gehäuses aufragenden und mit der Hülse 8 schachtelartigineinandergreifenden Hülse 7 eingeführt und durch einen Steckdeckel 25 dicht abgeschlossen werden. Dies ermöglicht, die Übertragungssprengladung 19 erst nachdem Verschweissen von Dosenteil 1 und Bodenteil 2 und vor der Verwendung der Mine an Ort und Stelle in die Hülse 7 als vorgefertigten Formkörper einzusetzen.
Wie beim Stammpatent werden die zusammengesteckten Teile 16,16a der Druckplatte von unten in das Halsstück 13 eingeführt, wobei der stufenförmig abgesetzte Mantel 16'sich dicht an dem breit ausgebildeten Rand 14'des Dosenteiles 1 abstützt, wodurch auch bei seitlichem Überfahren der Mine ein Ausweichen nach oben verhindert ist. Der untere Rand 16"'des Teiles 16a der Druckplatte wird am ganzen Umfang durch die Ringscheibe 24 gehalten, die selbst von der im flüssigen Zustand in das Gehäuse 1, 2 der Mine eingefüllten und daher ihren Hohlraum voll erfüllenden Hauptladung 20 gestützt wird.
Die Land- bzw. Panzermine gemäss der Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt und lässt verschiedene Abänderungen der Bauart zu. So kann die gegenseitige Führung der beiden Teile der Druckplatte auch auf andere Weise vorgenommen werden und auch die Schwächungsstege können eine andere Ausbildung erfahren und gegebenenfalls auch am Teil 16 der Druckplatte angeordnet sein.
Die beschriebene Ausbildung hat jedoch den Vorteil, dass der aus Polykarbonat bestehende Teil 16a den aus harter Pressmasse bestehenden Teil 16 in der Vorbereitungsstellung der Mine gegen Druckbeanspruchungen im gewünschten Ausmass sichert, beim Überschreiten dieser Druckgrösse jedoch auch bei einseitiger Druckwirkung gegen den Teil 16 diesen durch gleichzeitiges Abscheren der Schwächungsstege 28 axial nach unten gegen den Zünder 12 drückt und damit die Mine mit absoluter Sicherheit wirksam wird.
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