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Landmine, insbesondere Panzermine
Die Erfindung betrifft eine Ausgestaltung der durch das Zusatzpatent Nr. 262846 geschützten Landmine, insbesondere Panzermine, bestehend aus einem dosenförmigen, aus Kunststoff hergestellten Gehäuse mit einer zur Übertragung des Auslösedruckes auf den Zünder vorgesehenen Druckplatte, wobei der dosenförmige Teil und der ihn abschliessende, dicht einsteckbare Bodenteil des Gehäuses in der Mitte zwei gegeneinander gerichtete, schachtelartig ineinandergreifende Hülsen tragen, von welchen die vom Dosenteil getragene Hülse einen eine Stützfläche des Zünders bildenden Boden mit einer in der Mitte gegen den Bodenteil gerichteten, von der Übertragungssprengladung umgebenden Hülse für die Aufnahme der Sprengkapsel aufweist, und der Dosenteil in der Mitte ein nach aussen abstehendes Halsstück zur dichten Führung der Druckplatte trägt,
und die Druckplatte einen stufenförmig abgesetzten Mantel aufweist, der mit der ebenen Ringfläche am breit ausgebildeten oberen Rand des Halsstückes und mit seinem unteren Rand auf der Ringscheibe anliegt. Nach dem Zusatzpatent Nr. 262846 ist der Mantel der Druckplatte senkrecht zu seiner Mittelachse zweigeteilt ausgebildet und die beiden Teile sind axial aneinandergeführt, wobei einer der Teile Schwächungsstege od. dgl. aufweist.
Durch diese Ausbildung wird auch bei bloss seitlicher Belastung, z. B. beim seitlichen überfahren der Druckplatte der Mine ein Verkanten und Verklemmen der Druckplatte innerhalb des Halsstückes der Minendecke vermieden. Beim seitlichen Überfahren der Mine ist zur Auslösung des Zünders nur etwa die halbe Druckkraft erforderlich, jedoch muss der doppelte Weg der Druckplatte an der Angriffsstelle am Zünder zurückgelegt werden, damit infolge der Hebelübersetzung das die Auslösung des Schlagbolzens bewirkende Führungsröhrchen des Zünders um das gleiche Ausmass niedergedrückt wird.
Die Erfindung bezweckt auch bei seitlicher Belastung der Druckplatte eine unerwünschte Auslösung der Mine bei bloss halber Druckkraft auszuschliessen, die Auslösung bei voller Druckkraft aber auf alle Fälle sicherzustellen. Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, dass der eine auf der Ringscheibe aufliegende Teil an seinem Mantel gleichmässig verteilt mehrere Längsschlitze mit je zwei im Abstand voneinander angeordneten, die Längsschlitze überbrückenden Schwächungsstegen aufweist, deren Entfernung voneinander zumindest gleich ist dem Weg, den der Teil der Druckplatte bei seiner zentralen Belastung zur Auslösung des Zünders benötigt und dass der zweite Teil mit seinen Längsrippen in die Längsschlitze eingreifend auf den oberen Schwächungsstegen aufruht.
In Ausgestaltung der Erfindung sind die oberen Schwächungsstege mit keilförmig gegen die unteren Schwächungsstege gerichteten Angriffsflächen versehen, wobei die unteren Schwächungsstege zu ihrem Bruch etwa die doppelte Kraft erfordern, die zum Bruch der oberen Schwächungsstege erforderlich ist.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. Fig. l zeigt einen Teillängsschnitt durch eine Panzermine vor der Einwirkung einer Druckkraft auf die Druckplatte, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. l, Fig. 3 einen der Fig. l entsprechenden Teillängsschnitt bei seitlicher Belastung der Druckplatte in einer Zwischenstellung
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und Fig. 4 einen Teilausschnitt des aus Polykarbonat bestehenden Teiles der zweigeteilten Druckplatte im Bereich eines der Schwächungsstegpaare in grösserem Massstab. Die mit dem Stammpatent übereinstimmenden Teile sind mit den gleichen Bezugsziffern versehen. Die Panzermine besteht wieder aus dem dosenförmigen Teil--l--und dem einsteckbaren Bodenteil--2--, dessen Rand mit jenem des Teiles-l-dicht verbunden ist.
Die Decke des Dosenteiles--l-trägt in der Mitte das
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--13-- mit- 22-- aufweist, von welchen die oberste Ringnut --22'-- etwas breiter ausgebildet ist. In diese Ringnut --22'-- kann der Bordrand --23-- einer die Hülse-8-tragenden, in den Ringansatz --21-- eingepressten Ringscheibe--24--federnd einspringen, nachdem vorher in das Halsstück - die Druckplatte eingeführt wurde, die senkrecht zu ihrer Mittelachse zweigeteilt ausgebildet ist.
Der Teil --16--, aus harter Pressmasse gefertigt, weist einen stufenförmig abgesetzten Mantel - auf, der mit seiner ebenen Ringfläche --16"-- von innen an dem breit ausgebildeten oberen Rand --14'-- des Halsstückes --13-- anliegt und mit den Stirnflächen von Längsrippen --26-- in Längsschlitze --27-- des zweiten Teiles --16a-- der Druckplatte eingreift und auf den die Längsschlitze überbrückenden Schwächungsstegen --28-- aufruhrt.
Unterhalb der Schwächungsstege ist jeder Längsschlitz --27-- von einem zweiten Schwächungssteg --28'-- überbrückt, deren Entfernung voneinander zumindest gleich ist dem Weg, den der Teil-16-der Druckplatte - -16, 16a-- bei seiner zentralen Belastung zur Auslösung des Zünders-12-benötigt. Die
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oberen Stege, so dass zu ihrem Bruch etwa die doppelte Kraft erforderlich ist, als die zum Bruch der oberen Querstege-28-.
Der aus Polykarbonat hergestellte Teil-16a--stützt sich mit seinem unteren Rand--16"'-- gegen die Ringscheibe --24-- ab. Der Zünder-12-ruht am Boden-9-der Hülse-8-
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Teil--16--der Druckplatte--16, 16a- gegen- zur Aufnahme der Sprengkapsel Die Übertragungssprengladung --19-- kann durch eine Bodenöffnung der vom Bodenteil --2-- des Gehäuses aufragenden und mit der Hülse - schachtelartig ineinandergreifenden Hülse-7-eingeführt und durch einen Steckdeckel - dicht abgeschlossen werden.
Dies ermöglicht, die Übertragungssprengladung --19-- erst
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werden bei einer Druckkraft von etwa dem halben Ausmass, wie sie zum Auslösen der Mine bei zentraler Belastung erforderlich ist, die oberen Schwächungsstege --28-- von den Längsrippen - durchstossen, so dass letztere auf den unteren Schwächungsstegen --28'-- zum Aufruhen kommen (Fig. 3), die jedoch durch ihre stärkere Ausbildung an ihren Verbindungsstellen mit dem Teil - 16a-der halben Druckkraft den nötigen Widerstand entgegensetzen, so dass der Teil --16-- der Druckplatte in der in Fig. 3 ersichtlichen Stellung gehalten wird, in der der Zünder noch nicht ausgelöst
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--28-- erforderlichenAngriffsflächen --29-- der Schwächungsstege --28-- die unteren Stege--28'--, wie dies aus Fig.
4 ersichtlich ist, wobei durch das keilförmige Eindringen der losgetrennten oberen Stege--28-in die unteren Stege --28'-- diese in der Mitte durchgeschlagen werden und die dadurch entstehenden beiden Teilstücke derselben an die Seitenflächen der Längsschlitze --27-- angepresst werden, wodurch sich ein zusätzlicher Widerstand ergibt. Aus diesem Grunde können die
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Verbindungsquerschnitte der unteren Schwächungsstege --28'-- mit den Seitenflächen der Längsschlitze etwas kleiner als die doppelten Verbindungsquerschnitte der oberen Stege--28--mit den Seitenflächen der Längsschlitze --27-- ausgebildet sein, um diesen zusätzlichen Widerstand zu überwinden.
Der Teil-16-der Druckplatte gleitet mit den Längsrippen --26-- in den Längsschlitzen --27-- weiter nach abwärts, so dass der Zünder --12-- durch den Schraubendeckel --17-ausgelöst und die Mine wirksam wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Landmine, insbesondere Panzermine, bestehend aus einem dosenförmigen, aus Kunststoff hergestellten Gehäuse mit einer zur übertragung des Auslösedruckes auf den Zünder vorgesehenen Druckplatte, wobei der dosenförmige Teil und der ihn abschliessende, dicht einsteckbare Bodenteil des Gehäuses in der Mitte zwei gegeneinander gerichtete, schachtelartig ineinandergreifende Hülsen tragen, von welchen die vom Dosenteil getragene Hülse einen eine Stützfläche des Zünders bildenden Boden mit einer in der Mitte gegen den Bodenteil gerichteten, von der übertragungssprengladung umgebenen Hülse für die Aufnahme der Sprengkapsel aufweist und der Dosenteil in der Mitte ein nach aussen abstehendes Halsstück zur dichten Führung der Druckplatte trägt und die vom Dosenteil getragene,
mit der vom Bodenteil aufragenden Hülse die übertragungssprengladung einschliessende Hülse mit einer einen Bordrand tragenden Ringscheibe einstückig ausgebildet und mit dem Bordrand in einem vom Dosenteil gegen den Bodenteil des Gehäuses gerichteten, elastisch aufweitbaren Ringansatz einsteckbar verankert ist, die Druckplatte einen stufenförmig abgesetzten Mantel aufweist, der mit der ebenen Ringfläche am breit ausgebildeten oberen Rand des Halsstückes und mit seinem unteren Rand auf der Ringscheibe anliegt, der Mantel der Druckplatte senkrecht zu seiner Mittelachse zweigeteilt ausgebildet ist und die beiden Teile axial aneinander geführt sind, wobei einer der Teile Schwächungsstege od.
dgl. aufweist, nach Patent Nr.262846, dadurch gekennzeichnet, dass der eine auf der Ringscheibe (24) aufliegende Teil (16a) an seinem Mantel gleichmässig verteilt, mehrere Längsschlitze (27) mit je zwei im Abstand voneinander angeordneten, die Längsschlitze (27) überbrückenden Schwächungsstegen (28, 28') aufweist, deren Entfernung voneinander zumindest gleich ist dem Weg, den der Teil (16) der Druckplatte (16, 16a) bei seiner zentralen Belastung zur Auslösung des Zünders (12) benötigt und dass der zweite Teil (16) mit seinen Längsrippen (26) in die Längsschlitze (27) eingreifend auf den oberen Schwächungsstegen (28) aufruht.
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