AT261081B - Verfahren zur Herstellung von Ruß-Schwefel-Kompositionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ruß-Schwefel-Kompositionen

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  Verfahren zur Herstellung von Russ-Schwefel-Kompositionen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von   Russ-Schwefel-Kompositionen,   die sich vor allem für die Vulkanisation der verschiedenen Natur- und Synthesekautschuktypen eignen. 



   In der Technik ist es bisher üblich, den bei der Vulkanisation von Natur- und Synthesekautschuk benötigten Russ und Schwefel in möglichst feiner Verteilung, gegebenenfalls nach vorangegangenem mechanischem Vermischen auf in der Gummi-Industrie üblichen Maschinen, insbesondere Walzwerken, in den Kautschuk einzuarbeiten. Trotz der guten mechanischen Vermischung ist die Russ-Schwefel-Verteilung jedoch verhältnismässig grob, und es bedarf einer langen Einmischzeit, bis die gewünschte gleichmässige Verteilung der beiden Komponenten im Gummi erreicht ist. Weiterhin wirkt sich die Aktivität des Russes wesentlich auf die Qualität des vulkanisierten Produktes aus. Es ist daher nicht jeder Russ ohne weiteres bei der Vulkanisation zu verwenden. 



   So fallen bei vielen chemischen Prozessen,   z. B.   bei der Öldruckvergasung, als Nebenprodukte wässerige Russsuspensionen an. Die Aufarbeitung derartiger Suspensionen ist mit Schwierigkeiten verbunden, da der äusserst fein verteilte Russ bei der Filtration erhöhten Aufwand erfordert. Aus diesem Grund wird der Russ durch Zusatz von Öl aus dem Wasser abgetrennt. Da der Ölgehalt des Russes bei den meisten Verwendungszwecken ausserordentlich störend ist, muss das Öl durch Erhitzen ausgetrieben werden. Durch diese Hitzebehandlung tritt aber eine Desaktivierung des Russes ein, so dass er nicht mehr für alle Zwecke verwendet werden kann. 



   Es ist auch bekannt, Russ bei erhöhten Temperaturen zu chlorieren und die chlorierten Produkte bei höheren Temperaturen durch doppelte Umsetzung in Russderivate überzuführen. (Deutsche Patentschrift Nr. 893241 und brit. Patentschrift Nr. 715, 185, korrespondierend mit der deutschen Patentschrift Nr. 893241.) Nachteilig ist hiebei die der eigentlichen Umsetzung vorangehende Chlorierung - die Chlor- bzw. Halogenverbindungen müssen aus dem Reaktionsprodukt durch Extraktion entfernt werden-und die hohe Reaktionstemperatur. 



   Es ist ferner bekannt, Russ mit Schwefel oder schwefelabgebenden Substanzen bei Temperaturen von 200 bis 3500C umzusetzen (deutsche Patentschrift Nr. 909130, brit. Patentschrift Nr. 715, 184). 



  Nachteilig ist hiebei die hohe Arbeitstemperatur. Anderseits erfordert eine Temperaturemiedrigung ein Arbeiten unter Druck. Ausserdem wird das Verfahren durch meistens anwesende Lösungsmittel kompliziert. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, mit dem es gelingt, RussSchwefel-Kompositionen herzustellen, in denen die beiden Komponenten in feinverteilter Form vorliegen und die für eine Verwendung bei der Vulkanisation von Kautschuk geeignet sind. 



   Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Umsetzung von schwefelabgebenden Verbindungen, die sich in wässeriger Phase zu elementarem Schwefel umsetzen lassen, in Gegenwart wässeriger Russ-Suspensionen durchgeführt wird. 



   Zweckmässigerweise werden als schwefelabgebende Verbindungen wässerige Polysulfidlösungen, vorzugsweise Ammoniumsulfidlösung, zusammen mit Schwefeldioxyd eingesetzt. 



   Eine weitere vorzugsweise Ausführungsform besteht darin, dass man als schwefelabgebende Ver- 

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AT857465A 1965-03-25 1965-09-20 Verfahren zur Herstellung von Ruß-Schwefel-Kompositionen AT261081B (de)

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