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Dünnwandiger, verschlossener Behälter aus Kunststoff
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soWird der erfindungsgemäss ausgebildete Behälter nach seinem Auffüllen verschlossen, dann muss dafür gesorgt werden, dass sich die Ausdehnungskammer im nicht ausgedehnten Zustand befindet, so dass sie sich später genügend ausdehnen kann.
Der Vorteil eines solchen Aufbaues ist darauf zurückzuführen, dass sich dank dieser Ausdehnungs- kammer kein beträchtlicher Unterdruck im Behälter entwickeln kann, weil sich die Ausdehnungskammer wegen ihrer Verbindung mit der Aussenatmosphäre ausdehnt, sobald sich ein Unterdruck im Behälter einzustellen beginnt. Da die Ausdehnungskammer vollständig im Inneren des Behälters untergebracht ist und da die Öffnungen zur Ausdehnungskammer relativ klein sind, ist die Gefahr einer Beschädigung der Ausdehnungskammer gering. Die Ausdehnungskammer ist weiterhin von aussen nicht oder kaum sichtbar, was einen ästhetischen Vorteil darstellt.
Zweckmässig ist der dehnbare Raumteil an einen Teil einer Wand oder an den Deckel des Behälters mit Hilfe eines im wesentlichen starren, rohrförmigen Gliedes befestigt.
Das effektive Volumen der Ausdehnungskammer wird vorzugsweise so gewählt, dass es ungefähr 5 bis 150/0 des Gesamtvolumens des Behälters darstellt.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. In diesen stellt Fig. l einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform eines erfindungsgemässen Behälters im ge- füllten Zustand dar. Fig. 2 ist ein Längsschnitt des gleichen, um 90 gedrehten Behälters.
Fig. 3 stellt den Behälter gemäss den Fig. 1 und 2 in der Draufsicht dar. Fig. 4 stellt einen Deckel in der Draufsicht dar, der mit Öffnungen von modifizierter Form versehen ist, Die Fig. 5, 6,7, 8 und 9 stellen Längsschnitte von fünf andern Ausführungsformen des erfindungsgemässen Behälters dar.
In den Figuren sind einander entsprechende Teile jeweils mit den gleichen Bezugsziffern be- zeichnet.
Der in den Zeichnungen veranschaulichte Kunststoffbehälter 1 besitzt dünne Boden-, Seiten- und Deckelwände 7,5, 6 und ist mit einem Deckel 2 versehen, durch den der Behälter 1 wasser- und gasdicht verschlossen wird. Der Deckel 2 besteht zweckmässig aus Kunststoff oder aus
Metall. Ein dehnbarer Raumteil 9, der beispielsweise die Form eines Beutels hat, dient als Ausdeh- nungskammer. Der Raum im Inneren des Teiles 9 steht über eine oder mehrere kleine Öffnungen 4 mit der Aussenatmosphäre in Verbindung. Die genannten Öffnungen 4 können einfache Durchbohrungen sein, wie dies in den Fig. 1, 3,5, 6,7, 8 oder 9 gezeigt wird. Sie können jedoch auch eine andere geeignete Form aufweisen, beispielsweise eine Form entsprechend Fig. 4. Die Oberfläche der im Behälter 1 verpackten Flüssigkeit ist mit 3 bezeichnet.
Der Behälter 1 ist am oberen Ende mit verschlossenen Ausgüssen 8 versehen, die abgeknickt oder abgeschnitten werden, wenn der Behälter 1 geöffnet wird. Der Deckel 2 ist gas- und flüssigkeitsdicht an den Behälter 1 festgeklebt oder angeschmolzen.
Der dehnbare Raumteil 9 der in den Fig. 1, 2,3 und 4 dargestellten Konstruktion besteht aus zwei dünnen, dehnbaren Streifen, die entlang den Kanten und an einem Ende (gestrichelte Linien) miteinander verschmolzen oder verklebt sind. Der Raumteil 9, der in der Konstruktion gemäss den Fig. 1 bis 4 im ausgedehnten Zustand dargestellt ist, ist an dem Deckel 2 befestigt.
In der Bauweise gemäss Fig. 5 ist der dehnbare Raumteil 9 mit Hilfe eines im wesentlichen starren, rohrförmigen Gliedes 10 mit dem Deckel 2 verbunden. Der dehnbare Teil 9 ist in Fig. 5 im ausgedehnten Zustand (volle Linien) und im nicht ausgedehnten Zustand (gestrichelte Linien) gezeigt.
Die Bauart entsprechend Fig. 6 ist derjenigen von den Fig. 1, 2,. 3 und 4 sehr ähnlich. Der bedeutendste Unterschied besteht darin, dass die Öffnung des dehnbaren Teiles 9 nur wenig grösser als die Öffnung 4 im Deckel 2 ist. In Fig. 6 ist der dehnbare Teil 9 im ausgedehnten Zustand dargestellt.
In der Konstruktion gemäss Fig. 7 ist der dehnbare Raumteil 9 mit Hilfe eines im wesentlichen starren rohrförmigen Gliedes 10 mit dem Boden 7 des Behälters 1 verbunden. Im Inneren des rohrförmigen Gliedes 10 ist in der Bodenwand eine Öffnung 4 angebracht. Der dehnbare Teil 9 ist in Fig. 7 im ausgedehnten Zustand (volle Linien) und im nicht ausgedehnten Zustand (gestrichelte Linien) veranschaulicht.
Die Bauweise gemäss Fig. 8 ist mit einem dehnbaren Raumteil 9 versehen, der im wesentlichen ein zylindrischer, gewellter Balg ist. Dieser Balg 9 ist mit dem Boden 7 des Behälters 1 verbunden.
In der Bauart gemäss Fig. 9 ist der Deckel 2 an der Bodenwand 7 des Behälters 1 befestigt.
Der dehnbare Raumteil 9 ist über ein im wesentlichen starres, rohrförmiges Glied 10 mit dem
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Deckel 2 verbunden. Auch in diesem Fall ist der dehnbare Teil 9 im ausgedehnten Zustand (volle (Linien) und im nicht ausgedehnten Zustand (gestrichelte Linien) dargestellt.
Das wirksame Volumen der Ausdehnungskammer soll ungefähr 5 bis 15% des Gesamtvolumens des
Behälters 1 ausmachen, damit eine gute Wirkung gewährleistet ist. Das wirksame Volumen der Aus- dehnungskammer ist in den Ausführungsformen gemäss Fig. 1, 2,3, 4,6 und 8 jenes Volumens, das von dem dehnbaren Raumteil 9 in der Stellung gemäss den genannten Figuren eingeschlossen wird.
In den Konstruktionen gemäss den Fig. 5, 7 und 9 ist das effektive Volumen der Ausdehnungskammer gleich der Summe der Volumina, die vom dehnbaren Raumteil 9 im ausgedehnten Zustand (volle
Linien) und im nicht ausgedehnten Zustand (gestrichelte Linien) zusammen eingeschlossen werden.
Die beschriebene Erfindung lässt sich auf Kunststoffbehälter anwenden, die beispielsweise aus
Polyolefinen, Schichtstoffen u. dgl. hergestellt sind. Ein Anwendungsgebiet der beschriebenen Behälter umfasst beispielsweise die Verpackung von Motorenölen. Der dehnbare Raumteil der Ausdehnungskammer kann beispielsweise aus einem flexiblen Polymerisat oder aus einer Metallfolie bestehen. Die Dicke des dehnbaren Teiles der Ausdehnungskammer beträgt vorzugsweise 0, 05-0, 1 mm. Die Wandstärke des Behälters beträgt beispielsweise 0,5 mm.
Sollte der Druck im Behälter bei der normalen Verwendung des beschriebenen Behälters aus irgend einem Grund unter den Atmosphärendruck abzusinken beginnen, dann strömt sofort Luft durch die Öff- nungen 4 in die Ausdehnungskammer 9 und infolgedessen dehnt sich die Ausdehnungskammer leicht aus, so dass der Druck im Behälter unveränderlich auf dem Wert des Druckes der Aussenatmosphäre gehalten wird.