AT259367B - Sensibilisierung photographischer Halogensilberemulsionen - Google Patents

Sensibilisierung photographischer Halogensilberemulsionen

Info

Publication number
AT259367B
AT259367B AT788065A AT788065A AT259367B AT 259367 B AT259367 B AT 259367B AT 788065 A AT788065 A AT 788065A AT 788065 A AT788065 A AT 788065A AT 259367 B AT259367 B AT 259367B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sensitization
emulsion
dye
added
chlorobromoiodosilver
Prior art date
Application number
AT788065A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Wolfen Filmfab Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wolfen Filmfab Veb filed Critical Wolfen Filmfab Veb
Application granted granted Critical
Publication of AT259367B publication Critical patent/AT259367B/de

Links

Landscapes

  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Sensibilisierung photographischer Halogensilberemulsionen 
Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung eines Benzimidazol-dimethinmerocyanin-Farbstoffs zur Sensibilisierung photographischer Halogensilberemulsionen, vorzugsweise von Chlorbromjod-oder Brornjodsilber-Emulsionen vom Neutraltyp. 



   Cyanine, die in einer Halogensilberemulsion zur Ausbildung von   I-Banden   (erhalten durch Aneinanderlagerung von Farbstoffmolekülen zu einem hochpolymeren Molekülaggregat) befähigt sind, haben technisch ein besonderes Interesse, da sie eine verhältnismässig hohe Sensibilisierungsintensität besitzen und nach dem langwelligen Gebiet hin einen steilen   Sensibilisierungskurvenabfall   aufweisen. In der Gruppe der Trimethincyanine sind sehr viele solcher Farbstoffe bekannt. In der Gruppe der Dimethinmerocyanine sind dagegen bisher nur verhältnismässig wenige, eine I-Bande hervorrufende Farbstoffe bekanntgeworden,   u. zw.   fast nur solche Dimethinmerocyanine, die einen Thiohydantoinring mit bestimmten N-Substituenten-Kombinationen enthalten und sich von Benzimidazol ableiten.

   Auch werden neuerdings solche Dimethinmerocyanine desThiohydantoins, die sich vom Benzoxazol ableiten, vorgeschlagen. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, besonders gut sensibilisierende Farbstoffe für das orthochromatische Gebiet zu schaffen, die eine 1-Bande ausbilden und   die ausserdem   die entwickelte Halogensilberschicht möglichst wenig anfärben. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass man zur Sensibilisierung der Halogensilberemulsion Farbstoffe verwendet, die der Formel 
 EMI1.1 
 entsprechen, in der die Kombination von   R,   und   R   bzw.   R   und R1 
 EMI1.2 
    ; jHR g   Chlor oder Cyan und
R4 Wasserstoff oder Chlor bedeuten. 



  Es sind bereits Dimethinmerocyanine   desBenzimidazolo- [2', l' : 2, 3]-thiazolidon- (4) bekannt,   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 die sich vom Benzoxazol, Benzthiazol oder Indol ableiten. Diese Farbstoffe sind jedoch nur verhältnismässig schwachwirkende Sensibilisierungsfarbstoffe, die ausserdem nicht zur I-Bandensensibilisierung befähigt sind. Es war daher nicht vorauszusehen, dass die Farbstoffe gemäss der Erfindung eine I-Bande in Halogensilberemulsionen ausbilden würden. Die   I-Banden,   die auf die Adsorption der Farbstoffe in hochaggregierter Form zurückzuführen sind, treten bevorzugt bei Vorliegen der angeführten Kombinationen von R   und Rz bzw. R und Rl auf.   



   Eine Chlorbromjodsilberemulsion wird mit 20-100 mg. vorzugsweise 30-50 mg,   Farbstoff/kg Emul-   sion sensibilisiert, danach auf einen Filmträger gegossen und das so erhaltene Material getrocknet. Der Film wird nach Belichtung in einem   p-Methylaminophenol-Hydrochinon-Entwickler   entwickelt. Die Farbstoffe haben ein Absorptionsmaximum (in Methanol) bei 489 nm im Falle der   5, 6-Dichlorbenzimi-   dazole, bei 483 nm im Falle der 5- (bzw. 6) Chlorbenzimidazole und bei 487 nm im Falle der 5- (6) Cyanobenzimidazole. 



   Zur Veranschaulichung des wesentlich veränderten Sensibilisierungscharakters dienen die Fig. l und 2. Fig. l stellt die Sensibilisierungskurve in einer Chlorbromjodsilberemulsion vom Neutraltyp eines 
 EMI2.1 
 
Rg=CNundwelchem in der oben genannten Formel Rl und Ra jeweils C2H5, R3 = CN und R4 = H bedeuten. Dieser Farbstoff bildet gemäss Erfindung eine starke I-Bande bei 545 nm aus. Der Vorteil, dass die Farbstoffe gemäss der Erfindung die entwickelte Halogensilberschicht nicht oder   nur wenig anfärben,   ermöglicht insbesondere die Verbesserung solcher Photomaterialien, bei denen eine Anfärbung der entwickelten Halogensilberschicht stört. 



   Die Farbstoffe gemäss der Erfindung lassen sich in guter Ausbeute nach der üblichen Methode aus 
 EMI2.2 
 der allgemeinen Formel, in der 
Rl C2H5, R2 C2H5, R3 Cl und R4 Cl bedeuten, zugesetzt und die erhaltene Emulsion auf einen Schichtträger aufgetragen. Das belichtete und entwickelte Material zeigt ein Sensibilisierungsmaximum bei 545 nm mit Steilabfall bis 565   nm.   



   Beispiel 2 : Zu 1 kg einer Chlorbromjodsilber-Emulsion vom Neutraltyp werden 30 mg Farbstoff der allgemeinen Formel, in der 
Rl C2H5, R2 C2H5, R3 Cl und R4 Cl bedeuten, zugesetzt. Das Sensibilisierungsmaximum liegt bei 550 nm mit Steilabfall bis 570 nm. 



     Beispiel 3 :   Zu 1 kg einer Chlorbromjodsilber-Emulsion vom Neutraltyp werden 50 mg Farbstoff der allgemeinen Formel, in der   Rl     CjjHs, R CgHy, Rg   Cl und R4 Cl bedeuten, zugesetzt. Das Sensibilisierungsmaximum liegt bei 545 nm mit Steilabfall bis 565 nm. 



   Beispiel4 :Zu1kgeinerChlorbromjodsilber-EmulsionvomNeutraltypwerden50mgFarbstoff der allgemeinen Formel, in der 
Rl   CHg, z Hg, Rg   Cl und R4 Cl bedeuten, zugesetzt. Sensibilisierungsmaximum 545 nm mit Steilabfall bis 565 nm. 



   Beispiel 5 : Zu 1   kg einerChlorbromjodsilber-Emulsion vomNeutraltyp   werden 50 mg Farbstoff der allgemeinen Formel, in der 
R1 C3H7, R2 C3H7, R3 Cl und R4 Cl bedeuten, zugesetzt. Sensibilisierungsmaximum 545 nm mit Steilabfall bis 565 nm. 



   Beispiel 6: Zu 1   kg einerChlorbromjodsilber-Emulsion vomNeutraltyp   werden 30 mg Farbstoff der allgemeinen Formel, in der 
Ri   CHg.   Rz C2 Hst R 3 Cl und R4 H 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 bedeuten, zugesetzt. Sensibilisierungsmaximum 530 nm mit Steilabfall bis 550 nm. 



   Beispiel 7 : Zu 1 kg Chlorbromjodsilber-Emulsion vom Neutraltyp werden 50 mg Farbstoff der allgemeinen Formel, in der 
Rl C2H5, R2 C3H7, R3 Cl und R4 H bedeuten, zugesetzt. Sensibilisierungsmaximum 530 nm mit Steilabfall bis 550 nm. 



   Beispiel 8: Zu 1 kg einer Chlorbromjodsilber-Emulsion vom Neutraltyp werden 50 mg Farbstoff der allgemeinen Formel, in der   Rl   C3H7, R2 C2H, R3 Cl und R4 H bedeuten, zugesetzt. Sensibilisierungsmaximum 530 nm mit Steilabfall bis 550 nm. 



   Beispiel 9: Zu 1 kg einer Chlorbromjodsilber-Emulsion vom Neutraltyp werden 50 mg Farbstoff der allgemeinen Formel, in der 
R1 C2H5, R2 C4H9, R3 Cl und R4 H bedeuten, zugesetzt. Sensibilisierungsmaximum 530 nm mit Steilabfall bis 550 nm. 



   Beispiel 10 : Zu 1 kg einer Chlorbromjodsilber-Emulsion vom Neutraltype werden 50 mg Farbstoff der allgemeinen Formel, in der 
Rl C9H9, R2 C2H5, R3 Cl und R4 H bedeuten, zugesetzt.   Sensibilisierungsmaximum 525 nm mit Steilabfall bis 550 nm.   
 EMI3.1 
 bedeuten, zugesetzt. Sensibilisierungsmaximum 520 nm mit Steilabfall bis 545 nm. 



     Beispiel 12 :   Zu 1 kg einer Chlorbromjodsilber-Emulsion vom Neutraltyp werden 50 mg Farbstoff der allgemeinen Formel, in der 
Rl C2H5, R2 C2H5, R3 CN und   R   H bedeuten, zugesetzt. Sensibilisierungsmaximum 545 nm mit Steilabfall bis 565 nm. 



     Beispiel 13 :   Zu 1 kg einer   Chlorbromjodsilber-Emulsion   vom Neutraltyp werden 50 mg Farbstoff der allgemeinen Formel, in der 
Rl C2H5, R2 C3H7, R3 CN und   R   H bedeuten, zugesetzt. Sensibilisierungsmaximum 540 nm mit Steilabfall bis 560 nm. 



     Beispiel 14 :   Zu 1 kg einer Chlorbromjodsilber-Emulsion vom Neutraltyp werden 50 mg Farbstoff der allgemeinen Formel, in der 
 EMI3.2 
    Rgbedeuten,   zugesetzt. Sensibilisierungsmaximum 540 nm mit Steilabfall bis 560 nm. 



   Beispiel 15 : Zu 1 kg einer Chlorbromjodsilber-Emulsion vom Neutraltyp werden 50 mg Farbstoff der allgemeinen Formel, in der 
 EMI3.3 


Claims (1)

  1. ; Hj ;, RPATENTANSPRUCH : EMI4.1 EMI4.2 EMI4.3 + CR g Chlor oder Cyan und R Wasserstoff oder Chlor bedeuten, zum Sensibilisieren photographischer Halogensilberemulsionen.
AT788065A 1965-04-23 1965-08-27 Sensibilisierung photographischer Halogensilberemulsionen AT259367B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD11074265 1965-04-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT259367B true AT259367B (de) 1968-01-10

Family

ID=5478512

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT788065A AT259367B (de) 1965-04-23 1965-08-27 Sensibilisierung photographischer Halogensilberemulsionen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT259367B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1286900B (de) Gruenempfindliche supersensibilisierte Silberhalogenidemulsion
DE2036641A1 (de) Photographische Silberhalogenidemulsion
DE1772956B2 (de) Photographische Silberhalogenidemulsion
DE2541267C3 (de) Photographisches Aufzeichnungsmaterial
DE2252585A1 (de) Photographische silberbromjodidemulsionen mit verbesserter gruen-empfindlichkeit
DE69916731T2 (de) Fotografisches material mit verbesserter lichtabsorption
AT259367B (de) Sensibilisierung photographischer Halogensilberemulsionen
DE2014896A1 (de) Spektral-sensibiIisierte photographische Silberhalogenidemulsionen
DE69327635T2 (de) Farbstoffverbindungen und photographische Elemente, die diese enthalten
DE1622283A1 (de) Spektralsensibilisierte photographische Halogensilberemulsionen
DE1946307A1 (de) Photographische Halogensilberemulsion
DE2063669C3 (de) Photographisches Aufzeichnungsmaterial mit einer spektral sensibilisierten Silberhalogenidemulsionsschicht
DE1572041A1 (de) Photographisches Material
DE1522415C3 (de) Photographische Direktumkehr-Emulsionen
DE903651C (de) Verfahren zum UEbersensibilisieren von Halogensilberemulsionen
DE19646855A1 (de) Farbfotografisches Material
DE2147893A1 (de) Photographische Halogensilberemulsion
DE2325039A1 (de) Photographische silberhalogenidemulsionen
DE2235031A1 (de) Photographisches silberhalogenidmaterial
DE663816C (de) Verfahren zur Steigerung der Eigenempfindlichkeit von photographischen Halogensilberemulsionen mit Hilfe von Pseudocyaninfarbstoffen
DE2224367A1 (de) Lichtempfindliches Material mit nur geringer Änderung des darin gebildeten latenten Bildes
DE1806997A1 (de) Optisch sensibilisiertes lichtempfindliches photographisches Material
DE2401368C2 (de) Photographische Silberhalogenidemulsion
AT305759B (de) Photographisches material auf basis halogensilberemulsionen
DE2148425A1 (de) Photographische Halogensilberemulsion