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Zerlegbarer Tisch
Die Erfindung bezieht sich auf einen zerlegbaren Tisch mit einem aus polygonalem, vorzugsweise vierkantigem Rohr gebildeten Untergestell, bestehend aus lösbaren Trägern zur Befestigung der Tisch- platte in Form horizontaler Querstreben sowie aus starren Beinen, die auf an der Tischplattenunterseite befindlichen Zapfen einzeln aufsteckbar sind.
Es sind bereits Tische bekannt, bei denen an an der Tischplattenunterseite angebrachten hohlen
Fussholmen Rohrstücke aufschiebbar sind. Die Rohrstücke sind mittels eingebauter Federschnäpper und den Schnäppern zugeordneten Rast-Ausbrüchen in verschiedenen Auszugslagen sicherbar und stellen demnach Fuss-Verlängerungsstücke dar, die zum Anheben oder Senken der Tischplatte teleskopierbar sind, Ein Zerlegen oder Zusammensetzen dieser Tische am Ort des Gebrauchs ist ohne Zuhilfenahme von
Werkzeug und ohne gewisse Geschicklichkeit nicht möglich und auch gar nicht vorgesehen.
Weiterhin sind auch zerlegbare Tische bekannt, bei denen ein aus den Füssen und aus Fussverbindungsstreben gebildetes Untergestell zu einer in sich unlösbaren Baueinheit vereinigt ist. Es liegt auf der Hand, dass ein solcher Tisch bei abgenommener Tischplatte denselben Stapel- und Transportraum wie bei montierter Tischplatte erfordert und solchermassen auch nicht besser als komplett transportierbar ist.
Femersind auch noch Möbel bekannt, deren Gestell im Baukastenverfahren mittels lösbarer Holme, Kreuz-und Eck-Verbindungsstücke, baukastenartig zusammensetzbar ist. Beim Zusammensetzen des Möbelgestells werden die Verbindungsstücke mit grossem Druck bzw. mit Wucht in die Holme eingekeilt. Ein Lösen der Holme ist daher nur schwerlich wieder möglich, so dass ein solches Gestell demnach im einmal zusammengesetzten Zustand kaum und, wenn, nicht ohne Zuhilfenahme von Werkzeug zerlegbar ist, wobei das Zusammensetzen und Zerlegen eine gewisse Fachkundigkeit erfordert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tisch der eingangs bezeichneten Art so zu gestalten, dass er im zerlegten Zustand wenig Stapel- und Transportraum benötigt, handlich transportierbar ist, die aufgesteckten Beine des Tisches rüttelfrei gehalten werden, das Aufstecken keinerlei Werkzeug und keinerlei besondere Geschicklichkeit erfordert und die Beine ebenso leicht wieder gelöst werden können, wenn der Tisch zerlegt werden soll.
Weiterhin soll ein solcher Tisch bei geringem Gewicht eine grosse Festigkeit und Tragfähigkeit gewährleisten, so dass er beispielsweise zur Aufnahme schwerer Gegenstände, etwa eines Fernsehgeräts, geeignet ist. Femer soll der Tisch auch mit einem besonderen Ablagefach ausgestattet werden können, ohne dass dieses Fach die Zerlegbarkeit, das Zusammensetzen und die Stabilität des Tisches beeinträchtigt.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass je zwei Aufsteckzapfen mit je einer Querstrebe unlösbar zu einer Baueinheit verbunden sind und jeder der Aufsteckzapfen mit mindestens einer an der Innenwandung des aufzusteckenden Beines reibungsschlüssig zur Anlage kommenden Klemme versehen ist, und dass die Querstreben zusätzlich zur Halterung einer Platte dienen, die unterhalb der Tischplatte zu dieser Platte angeordnet ist und mit dieser Platte ein Fach bildet.
Durch diese Massnahme ist ein sehr leicht zerlegbarer und ebenso leicht zusammensetzbarer Tisch mit zwei Auflageplatten
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bzw. mit einem Ablagefach in Form eines Tischbaukastens geschaffen, wobei insbesondere durch die
Vereinigung von je zwei Aufsteckzapfen mit je einer Querstrebe und durch das Anordnen von Klemmen an den Zapfen, ein Höchstmass an Stabilität und an Montage-Vereinfachung erreicht wird.
Was die
Stabilität im besonderen angeht, beseitigt die jeweilige Klemme im wesentlichen die Schwierigkeiten, die sich aus den. dem kantenprofilierten Rohrmaterial eigenen Toleranzschwankungen ergeben können ; solche Toleranzschwankungen sind bei diesem im Stahlrohrmöbelbau bevorzugten Material unvermeid- lich und gestalten die Einhaltung der erforderlichen Passungsgenauigkeit bei Steckverbindungen recht schwierig, so dass häufig zu lockere, ungenügend beanspruchungsfeste Sitzpassungen bzw. Verbindungen in Erscheinung treten.
Die erfindungsgemässen Klemmen tragen demnach nicht nur zu der schon er- wähnten Montage-Vereinfachung bei, sondern beseitigen darüber hinaus auch noch die auf Grund der
Toleranzschwankungen verursachten Passungsschwierigkeiten, indem sie auf Anhieb für satten Reibungs- schluss an den Verbindungsstellen der Beine sorgen und diese rüttelfest zu montieren gestatten, auch nach wiederholtem Lösen. Die aus paarweisen Steckzapfen und aus einer Querstrebe gebildeten Trägerbau- einheiten ermöglichen es femer, daran nach freier Wahl mit wenigen Handgriffen eine Zusatzplatte an- zusetzen und dadurch die Träger der Tischplatte zugleich zur Halterung einer weiteren Platte zu ver- wenden, dergestalt, dass diese zusätzliche Platte mit der Tischplatte ein Fach bilden kann, ohne hiebei die Zerlegbarkeit oder die Stabilität des Tisches zu beeinträchtigen.
Das solchermassen aus Tischplatte,
Zusatzplatte und dem Querstrebenpaar gebildete Fach stellt für sich wieder eine stabile Baueinheit des erfindungsgemässen Tischbaukastens dar, der solchermassen als natürliche Aufnahmebox für die auf- steckbaren Beine verwendbar ist, damit auch noch besonders kompakte Verpackung-un Stapelmög- lichkeiten schafftund letztlich infolge seiner Handlichkeit die Beförderung des zerlegten bzw. zum Teil zerlegten Tisches besonders erleichtert.
Eine zusätzliche Stabilisierung der Tischbeinverbindung und eine vollkommene Abdeckung der auf- geschweissten Aufsteckzapfen lässt sich in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung dadurch erzielen, dass die Tischbeine an ihren oberen Enden mit Ausnehmungen zur Aufnahme der Querstreben versehen sind.
Nach einem andern Merkmal der Erfindung kann die zusätzliche Platte eine besonders stabile Unterstützung erfahren und deren Anbringung dadurch erleichtert werden, dass mindestens eine Querstrebe eine zur Mitte der Tischplatte hin gerichtete Ausbiegung aufweist.
Eine besonders beanspruchungsfeste Verankerung der Platte und eine seitliche Sicherung gegen Herausfallen der darauf befindlichen Gegenstände erhält man, indem die zusätzliche Platte an gegen- überliegenden Seiten mit hochgezogenen Rändern versehen ist, die das Fach an zwei Seiten mindestens teilweise abschliessen.
Eine besonders einfache Anbringungsmöglichkeit der zusätzlichen Platte lässt sich erzielen, wenn die zusätzliche Platte mit Haken versehen ist, die zwischen der Tischplatte und den Querstreben einspannbar sind.
Die Anbringungsmöglichkeit der zusätzlichen Platte kann darüber hinaus noch dadurch vereinfacht werden, dass die Querstreben aus Vierkant-Hohlprofilen bestehen und an einer Seite mit Öffnungen zur Aufnahme der Klemmen versehen sind.
Einemaximalbeanspruchungsfesteund einfache Aufsteckverbindung für die Beine erhält man, wenn die Klemme aus einer Blattfeder besteht, die im Innern des Zapfens angeordnet ist und mit wellenför- migen Biegungen durch Öffnungen der Zapfenwand hindurchgreift.
Um Zapfen bzw. Tischbeine nachträglich auf einfachste Weise verlängern oder verkürzen zu können, kann der Zapfen aus einer zu beiden Enden lösbaren Einsteckmuffe bestehen.
Im Falle der beiderseits lösbaren Zapfenausbildung kann der Zapfen nach einem weiteren Merkmal der Erfindung aus einem Rohr gleicher Querschnittsform wie Zapfen und Tischbeine bestehen, in wel- chemRohrblattfedem durch Öffnungen der Rohrwandung hindurchragendanderInnenwandung von Zap- fen und Tischbein kraftschlüssig anliegen.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnungen näher veranschaulicht.
In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 die sprengskizzenartige Darstellung eines erfindungsgemäss ausgebildeten Tisches, Fig. 2 eine Darstellung der Anbringung einer unter der Tischplatte angeordneten zusätzlichen Platte, die Fig. 3-5 federnde Verbindungselemente von erfindungsgemäss ausgebildeten Tischen mit an der Innenwandung der zu verbindenden Rohrteile eingreifenden Klemmen.
Der in Fig. 1 dargestellte Tisch besteht aus einer Tischplatte 1, an deren Unterseite zwei Bil- gel 2 und 3 angeschraubt werden können, auf die die Tischbeine aufsteckbar sind. Die Bügel 2 und 3 bilden mit ihren horizontal verlaufenden Teilen Streben 4 und 5, auf denen die Tischplatte 1 ruht.
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Um die Tischplatte möglichst gut zu unterstützen, sind die Streben in Richtung auf die Mitte der Platte zu gekröpft bzw. ausgebogen. Die Bügel 2 und 3 haben vertikal nach unten weisende Hohlzapfen 6 quadratischen Profils. Auf die Zapfen 6 werden die ebenfalls aus hohlem Rechteckprofil bestehenden
Tischbeine 9 aufgesteckt. Die Beine sind im Querschnitt den Zapfen 6 angepasst.
Um unabhängig von den bei kantenprofiliertem Rohr auftretenden Toleranzschwankungen einen satten und dennoch wieder leicht lösbaren Passsitz der Beine 9 auf den Zapfen 6 zu erhalten, ist an dem jeweiligen Zapfen 6 mindestens ein federndes Klemmelement vorgesehen. Hievon sind im
Ausführungsbeispiel an jedem Zapfen deren zwei in Form von Blattfedern 20 angeordnet. Diese Blatt- federn sind an zwei benachbarten Flächen der inneren Rohrwandung des Zapfens 6 jeweils durch einen
Niet 21 befestigt und greifen mittels zweier we1lenförmiger Biegungen 20a. 20b durch entsprechend angepasste Öffnungen 6a, 6b des Zapfens 6, u. zw. derart, dass die Blattfedern und damit die sich berührenden Flächen des Zapfens und des aufgesteckten Beines innigen Reibungsschluss haben.
An Stelle der gezeigten Blattfedern mit je zwei Abbiegungen können diese Klemmelemente auch andersartig aus- gebildet sein, z. B. in Form von in der Wandung des Zapfens in beliebiger Anzahl ausgeklinkter Feder- zungen od. dgl. An ihren oberen Enden sind die Beine ferner mit Ausnehmungen 11 versehen, so dass die Beine bis auf Anschlag an die Tischplatte 1 über die Zapfen hochgeschoben werden können und auf diese Weise die zugehörige Strebe 4 und 5 umschliessen. An ihren unteren Enden weisen die Beine
Rollen 12 auf.
Um unterhalb der Platte 1 ein Fach bilden zu können, das sich z. B. zur Aufnahme von Lese- stoff eignet, kann sich im zusammengebauten bzw. teilweise zusammengebauten Zustand unterhalb der
Platte 1 eine weitere Platte 13 befinden. Diese Platte besteht im dargestellten Beispiel aus Drahtgeflecht und ist an zwei Seiten mit hochgezogenen Rändern 14 versehen und durch in Haken 16 auslaufende Drahtbügel 15 versteift. Die Haken 16 können beim Zusammenbau des Tisches mit horizontal abgebogenen Enden 17 zwischen die Streben 4 und 5 und die Platte 1 geklemmt werden. Es istaberauch möglich, dieHakenin derausFig. 2 ersichtlichen Weise an die Streben 4 und 5 anzubringen. In diesem Falle sind die Streben mit Einstecklöchern 18 versehen.
Beim Anbringen der zusätzlichen Platte 13 an die Streben 4 und 5 wird jede Strebe zunächst um 900 verdreht gegen ihreendgültigenStellungengehalten,sodassdieabgebogenenEnden 17 der Haken 16 von der Seite her in Löcher 18 eingesteckt werden können. Danach wird die Strebe 4 oder 5 in Richtung des Pfeiles 19 inindiein Fig. 2 mit vollen Linien gezeichnete Lage geschwenkt, in der sie an der Tischplatte befestigt werden kann. Um diese Art der Befestigung zu ermöglichen, bestehen die Streben 4 und 5 gleichfalls aus Vierkantrohr.
In Fig. 3 ist die erfindungsgemässe Beinsteckverbindung im vergrösserten Massstab verdeutlicht.
Man ersieht hieraus, wie eines der nur teilweise dargestellten Beine 9 in Richtung des Pfeiles 22 auf den Zapfen 6 soweit aufgeschoben werden kann, bis eine Ausnehmung 11 am Bein 9 mit einer waagrechten Kante an der Unterkante 4a der Strebe 4 anschlägt und dadurch den Zapfen vollkommen unsichtbar umschliesst.
Die in Fig. 4 perspektivisch dargestellte Rohrsteckverbindung macht ebenfalls von einem federnden Verbindungselement der schon beschriebenen Art Gebrauch. Bei der Ausbildung nach Fig. 4 weisen die beiden zu verbindenden Rohrteile 25 und 26 denselben Querschnitt auf. Beide Rohrteile verlaufen hier koaxial, wobei auf dem einen Rohr 25 ein Zapfen 6 angebracht ist, der auf das andere Rohr 26 soweit aufzuschieben ist, bis sich die Rohre 25 und 26 Stoss an Stoss berühren. Von den zu verbindenden Rohrteilen kann eines an der Tischplatte befestigt sein und das andere ein Tischbein bilden. Es kann aber z. B. auch ein Rohrteil davon das Tischbein und das andere Rohr ein Beinverlängerungsstück bilden.
Wie bei der Beinbefestigung gemäss Fig. 3 weist auch die Verbindung gemäss Fig. 4 zwei Blattfedern 20 auf, die jeweils mit zwei Biegungen 20a und 20b durch entsprechend angepasste Öffnungen des Zapfens 5 hindurchragen, um so eine innige, leicht lösbare und zugleich verschleissfeste Verbindung zu ermöglichen.
In Fig. 5 ist ein federndes Verbindungsstück dargestellt, das aus einem Vierkantrohr 23 besteht, das an zwei seiner gegenüberliegenden Wandungen mit Klemmelementen ausgestattet ist. Diese beiden Klemmglieder bestehen ebenfalls aus Blattfedern 20, welche mit wellenförmigen Biegungen durch Öffnungen des Rohrstückes 23 ragen. Das Rohrstück 23 bildet ein loses, federndes Verbindungselement, das solchermassen mit seinen beiden Enden 60 in miteinander zu verbindende Rohre einführbar ist. Um dieses Verbindungsstück in eingestecktem Zustand zu sichern, können geeignete, nicht näher gezeigte Rast- oder Arretierungsmittel an sich bekannter Art Verwendung finden. Ein solcherart ausgebildetes Verbindungsstück lässt sich insbesondere dann vorteilhaft anwenden, wenn Zapfen bzw.
Beine
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je nach Erfordernis baukastenartig verkürzt oder verlängert werden sollen, wobei das Verbindungselement gänzlich zu entfernen oder aber nachträglich leicht einzufügen ist.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Zerlegbarer Tisch, mit einem aus polygonalem, vorzugsweise vierkantigem Rohr gebildeten Untergestell, bestehend aus lösbaren Trägem zur Befestigung der Tischplatte in Form horizontaler
EMI4.1
strebe (4,5) unlösbar zu einer Baueinheit verbunden sind und jeder der Aufsteckzapfen mit mindestens einer an der Innenwandung des aufzusteckenden Beines reibungsschlüssig zur Anlage kommenden Klemme versehen ist, und dass die Querstreben zusätzlich zur Halterung einer Platte (13) dienen, die unterhalb der Tischplatte (1) zu dieser parallel angeordnet ist und mit dieser ein Fach bildet.