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TriebvorrichtungfürgrosseelektrischeNebenuhren.
Die grossen elektrischen nebenuhren weisen meistens den Nachteil auf, dass ihre langen und schweren Zeiger dank ihrem Beharrungsvermögen erstens schwer zu bewegen sind und ferner bei jedem Stosse, den sie durch den elektrischen Strom erhalten, der sie mit der llauptubr verbindet, einen Sprung machen, der sie um mehr als eine Minute vorwärts bringt. Ferner sind diese Zeiger gewöhnlich dem Winde ausgesetzt, der ihre Bewegung beträchtlich erschwert und stört. Das Anbringen eines Schutzglases an grosse öffentliche Uhren ist nicht sehr wünschenswert, da es einerseits mit Schwierigkeiten verbanden ist, andererseits das Ablesen der Stunden durch Reflexe und Anlaufen stört und verhindert.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung besteht aus einer Vorrichtung, welche bezweckt, den Sprung solcher grossen Zeiger mittels eines geringen elektrischen Kraftaufwandes und auf eine ganz sichere Weise zu bewegen, so dass er sich stets mit vollständiger Sicherheit
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Minute). Dieser Zweck wird durch die bisher bekannten ähnlichen Vorrichtungen haupt- schlich deshalb nicht erreicht, weil dort der Anker des Elektromagneten stets direkt mit dem die Drehung des Zeigers bedingenden Schalthalcn verbunden ist. In der vorliegenden Anordnung dagegen wirkt der Anker des Elektromagneten wie ein Hammer auf einen frei auf demselben aufliegenden Schalthebel mit einstellbarem Gewichte, so dass die ganze Wucht des bei jedem Impuls erfolgenden Schlages nutzbar gemacht wird.
Die vorliegende Vorrichtung umfasst einerseits einen Mechanismus, welcher dem die Zeiger treibonden Motoren gestattet, bei jedem Stromschluss den auf den Anker des Elektromagneten wirkenden Stoss vollständig auszunutzen und die dadurch entstandene Arbeitsmenge während einer ganzen Minute auf den Zeiger wirken zu lassen, andererseits eine Hommvorrichtung, bestehend aus mehreren Klinken, welche ganz und gar verhindert, dass der Zeiger bei jedem Anstosse mehr als eine Minute vorrückt.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung. Fig. 1 ist ein Aufriss des Mechanismus von der Rückseite, d. h. der dem Zifferblatt entgegengesetzten Seite aus gesehen. Fig. 2 ist ein Querschnitt nach Linie A-B (Fig. 1) von links nach rechts gesehen. Fig. 3 ist eine Draufsicht der Fig. 1. a ist die Platte, an welcher das Zifferblatt b befestigt ist. c ist die Achse des Minutenzeigers, welche an dem einen Ende ein Sperrad d mit 60 schrägen und spitzen Zähnen, an dem anderen Ende ein Hemmrad e trägt, welches
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der Platte a gelenkig angebracht ist. Dieser Hebel trägt ein Gewicht i und eine Klinke h, welche durch eine Feder hl festgehalten wird und in die Zähne des Sperrades d eingreift.
Die Bewegungen des Triebhebels J'sind durch die beiden Schrauben kl und fr2 begrenzt, welche über und unter dem Hebel auf einem Lager l'angebracht sind. In seiner Normalstellung ruht der Hebel f auf der Schraube kl, einmal jede Minute wird er nun durch einen Winkelhebel 1 in die Höhe gehoben, welcher an einem festen Punkte m drehbar angebracht ist, und dessen senkrechter Arm 11 den Anker eines Elektromagneten n bildet. Der Anker trägt ein verstellbares Gegengewicht 12 und am unteren Ende ein Stück 13, welches vom Elektromagneten 1J angezogen wird.
An einem festen Zapfen o ist ein Hemm- hebel p drehbar, angebracht, der durch ein Gewichte im Gleichgewicht gehalten wird, und der einen Zahn p2 trägt, welcher durch das Gewicht des langen Hebelarmes p in der Zahnung des Hemmrades e gehalten wird. Der Hemmhobel p trägt einen Arm p3, dessen regulierbare Schraube q auf dem Triebhebel f steht, so dass jedesmal, wenn der Elektromagnet M auf seinen Anker wirkt, der Hommhobel p zu gleicher Zeit empor- gehoben wird, wie der Triebhebel f. Der Hebel f trägt ein Widerlager fl, welches die Aufwärtsbewegung des Hebels p begrenzt.
Um die heftigen Bewegungen des Hebels p zu verhindern, trägt das Lager t-eine Feder rl, deren freies Ende sich auf den Arm p3 des genannten Hebels p stützt. s ist eine lose Klinke am festen Zapfen des Hebels p, welche in die Zahnung des Rades e eingreift.
An dem Triebhebel f ist eine Stange t angebracht, welche die Klinke s emporbebt, jedesmal wenn der Hebel l durch die Armatur des Elektromagneten 11 in die Höhe gehoben wird. ii, ist eine Sicherheitsklinke, welche durch ihr
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Der Mechanismus funktioniert folgendermassen ; Der Elektromagnet 11 ist mittels der Klemmschrauben z und eines in der Zeichnung nicht angegebenen Drahtes an die Leitung einer Hauptuhr beliebiger Art angeschlossen. Von dieser Hauptuhr erhält der Elektro magnet jede Minute einen Stromstoss, welcher die Anziehung des Ankers 11 bewirkt, wodurch der Triebhebel f emporgeschnellt wird.
Zu gleicher Zeit wird vom Hebel f die Klinke s und der Hemmhebel p in die Höhe gehoben ; ersteres geschieht mittels der Stange t, welche mit ihrem oberen Ende an die lilinke s stösst. Der Hemmhebel jp wird mittels des Armes j) und der Schraube q, die auf dem Triebhebel f ruht, von demselben emporgehoben. In diesem Augenblicke hört der Stromstoss, der nur von kurzer Dauer ist, auf zu wirken. Der Anker l1 nimmt die in der Zeichnung angegebene Lage an und der
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und bewirkt dadurch die Drehung des Sperrades d um einen seiner Zähne, während der Zahn p2 des Hebels p und die Klinke a auf je einen Zahn des Rades e zu liegen kommen.
Um jede Möglichkeit auszuschliesscn, dass das Rad e im Augenblicke, wo die Klinken p2
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äussere Kraft auf den Zeiger wirkt, ist die Sicherheitsklinke v angebracht. Dieselbe ist am Zapfen r1 derart drehbar aufgehängt, dass das längere und demnach schwerere Ende derselben auf der dem Rade e entgegengesetzten Seite ilber dem Stifte x des Triebhobels f liegt, während das kürzere Ende sich über dem Rade e befindet. Ist nun der Anker l1
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dem Hebel f einen neuen Anstoss gibt.