<Desc/Clms Page number 1>
Sicherheitseinrichtung an Steigkastensteuerungen
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
In Fig. 1 ist eine Wechselvorrichtung 11 gezeigt. Diese besitzt zwei Achsen 12 und 13, welche drehbar sind und welche je nach den Befehlen einer nicht gezeigten Lochkarte die fest mit ihnen verbundenen Kurbeln 14 und 15 in die gezeichnete oder in die um 1800 dazu verdrehte Stellung bringen. Mit den Kurbeln 14 und 15 sind, wie in Fig. l gezeigt, die Stangen 16 bzw. 17 gekoppelt. Diese sind um die Achsen 18 bzw. 19 drehbar. Anderseits sind die Achsen 18 und 19 drehbar um die Achsen 20 bzw. 21 mit dem zweiarmigen Hebel 22 verbunden. Der Hebel 23 trägt den zweiarmigen Hebel 22 mittels der Achse 24 ; er ist um die Achse 30 drehbar. Die letztere ist an einem festen Teil 25 des Maschinengestells befestigt.
Drehbar um die Achse 24 ist eine Verbindungsstange 26 befestigt. Sie verbindet die Wechselvorrichtung 11 mit der Sicherheitseinrichtung 27. Diese Einrichtung 27 umfasst den um die Achse 28 drehbaren Mitnehmerkörper 29, welcher einesteils einen kreissektorförmigen Körper mit der Rast 60 und den Nebenrasten 61 undandernteilsdenArm 29'bildet. Die Verbindungs- stange 26 ist mittels der Achse 32 drehbar am äusseren Ende des Armes 29'angelenkt. Die Achse 28 ist mittels des Trägers 31 am Maschinengestell fixiert. An dem ebenfalls fest mit dem Maschinengestell verbundenen Träger 32 ist drehbar um die Achse 33 ein zweiarmiger Hebel 34 gelagert. Dieser ist mittels der Zugfeder 35 einer im Gegenuhrzeigersinn gerichteten Drehkraft unterworfen.
Die letztere bewirkt über den Hebel 34 und die an diesem befestigte Rolle 36 einen nach oben gerichteten Druck auf den waagrechten Arm 37a eines als Winkelhebel ausgebildeten Kuppelteiles, dessen anderer Arm mit 37b bezeichnet ist. Da der Kuppelteil 37a, 37b um die Achse 38 drehbar ist, so ist er einer im Uhrzeigersinn gerichteten Drehkraft ausgesetzt. Dadurch wird die Rolle 39 in die Rast 60 hineingedrückt, wie in der Fig. l gezeigt ist.
Die Achse 38 trägt den ebenfalls um die Achse 28 drehbaren Mitnehmerhebel 40, an welchem die Stange 41 befestigt ist. Am oberen Ende der Stange 41 ist der Steigkasten 42 befestigt. Dieser umfasst die Zellen 43 - 46, wobei in jedem derselben sich ein Schützen 43' bis 46'befindet. Damit der Steigkasten 42 genau in seiner Längsrichtung geführt ist, sind an dem Ladengestell feste Führungen 79 vorgesehen. Die Trägerstange 41 weist an ihren Enden die Gelenkverbindungen 91 bzw. 92 auf.
Am zweiarmigen Hebel 34 ist eine um die Achse 47 drehbar gelagerte Steuerstange 48 befestigt. Diese betätigt die bei 54 drehbar gelagerte Stange 55. Die letztere besitzt eine Nase 51, welche am Halteglied 56 eingeklinkt ist. Das Halteglied 56 ist am Betätigungshebel 52 befestigt, welcher durch den mittels der Zugfeder 68 vorgespannten Haltehebel 57 in seiner Lage gehalten ist, indem die Nase 65 den Fortsatz 67 hält.
Über den Doppelhebel 58 hat die Feder 53 das Bestreben, die Kupplung 59, welche den Antriebsmotor mit der Hauptwelle der Webmaschine kuppelt, zu lösen und damit den Antrieb von der Webmaschine zu trennen. Solange jedoch die Stange 55 durch die Nase 51 am Halteglied 56 gehalten ist, ist der Antriebsmotor mit der Webmaschine gekuppelt.
Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht des Schützenkastens 42 mit den Schützen 43'-46'. Ausserdem sind in dieser Figur noch die Lade 62 und das der Führung des Schützens dienende Einlaufstück 63 gezeigt.
EMI2.1
Achse 21 nachrechts. DadurchisteineVerschiebungderAchse 24 nachrechts bedingt, allerdings um einen kleineren Betrag als die Verschiebung der Achse 21, da die Achse 20 ihre Stellung beibehalten hat.
Soll die Achse 24 um eine grössere Strecke nach rechts bewegt werden, so muss die Steuerung der
EMI2.2
eine 1800- Drehung der Kurbelnäher zur Achse 20 als zur Achse 21 befindet. Esistoffensichtlich, dasseineDrehungsowohlder Kur- bel 14 als auch der Kurbel 15 um 1800 in bezug auf die in Fig. 1 gezeigte Lage eine maximale Rechtsverschiebung der Achse 24 ergibt.
Die Bewegung der Achse 24 wird durch die Verbindungsstange 26 auf den Mitnehmerkörper 29 übertragen. Dabei entsprechen den vier verschiedenen oben erwähnten Stellungen der Achse 24 verschiedene Winkelstellungen des Mitnehmerkörpers 29. Da die Rolle 39 mittels der Feder 35 in die Rast 60 gepresst ist, wird bei der Drehung des Mitnehmerkörpers 29 die Rolle 39, der den Kuppelteil bildende Winkelhebel 37a, 37b, dessen Achse 38 und damit
<Desc/Clms Page number 3>
der Mitnehmer 40 samt der Stange 41 und dem Steigkasten 42 mitgenommen. Eswird damit eine Einstellung des Steigkastens gemäss der durch die Lochkarte vorgegebenen Steuerung erreicht.
Die hohlzylindrische Fläche 50 am Endteil des Armes 37a ist so angeordnet, dass in jeder der verschiedenen Winkelstellungen des Mitnehmerkörpers 29 und des Mitnehmers 40 der Hebel 34 seine Winkelstellung nicht verändert, solange die Rolle 39 in der Rast 60 verbleibt.
Wird nun aus irgend einem Grund die Steigkastenbewegung gehemmt, z. B. indem ein Schützen, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, nicht in seiner vorgeschriebenen Ruhestellung zum Stillstand kommt, so müsste bei starrer Kopplung der Wechselvorrichtung mit dem Steigkasten irgendwo etwas brechen, da die Auf-und Abwärtsbewegung des Steigkastens durch das Klemmen des Schützens 43'zwischen Lade 62 und Einlaufstück 63 verhindert ist. Ein solches Brechen wird dadurch vermieden, dass die Rolle 39 aus der der Arbeitsstellung entsprechenden Rast 60 herausbewegt wird, sobald die wirkenden Kräfte ein vorgegebenes, durch die Feder 35 bestimmtes Mass überschreiten. Beidseitig der Arbeitsrast 60 befinden sich Positionierungsstellen bildende Nebenrasten 61, wobei die Arbeitsrast 60 vorteilhafterweise tiefer ist als die Nebenrasten 61.
Es sei beispielsweise angenommen, der Steigkasten 42 müsse gemäss dem Befehl der Lochkarte um zwei Positionen nach unten bewegt werden, doch sei dieser, wie in Fig. 2 gezeigt, durch den Schützen 43'verklemmt. In diesem Fall bewirkt die Wechselvorrichtung, dass der Mitnehmerkörper 29 sich wohl dreht, dass aber die Rolle 39 in derjenigen Nebenrast 61 zu liegen kommt, welche sich in der in Fig. 1 gezeigten Position unter dem Hebel 40 befindet. Die Rolle 39 ist stets bestrebt, in der tiefsten Lage einer Rast zu liegen. Dies wird durch den durch den Zug der Feder 35 über die Teile 34 und 37a, 37b erzeugten Druck auf die Rolle 39 bedingt.
Damit erhält man den Vorteil, dass bei einer Verklemmung, welche den Steigkasten in einer Lage zwischen zwei seiner regulären, für den Schützenschlag vorgeschriebenen Positionen hält, der Steigkasten in dieser Lage nicht stehen bleiben kann, sondern stets in eine für den Schlag vorgeschriebene Lage gelangt. Nur diejenigen Stellungen der Sicherheitseinrichtung 27 sind stabil, bei denen die Rolle 39 auf maximale Tiefe in den Rasten 60, 61 eingetaucht ist. Diese sind andernteils so gewählt, dass sie den für den Peitschenschlag vorgeschriebenen vier Schlagstellungen des Steigkastens 42 bei den von der Wechsel einrichtung 11 gelieferten vier verschiedenen Stellungen der Stange 26 entsprechen. Beim nachfolgenden Peitschenschlag besteht daher keine Gefahr, dass die Peitsche, der Steigkasten, der Schützen oder sonst ein Teil der Webmaschine beschädigt oder zerstört würde.
Die einzige Folge eines Verklemmens des Steigkastens 42 besteht darin, dass beim nächsten Peitschenschlag der unrichtige Schützen geschlagen, d. h. ein unrichtiger Faden eingetragen wird, vorausgesetzt, dass die Webmaschine nicht vorher zum Stillstand gebracht werden kann.
Bei Vorkommen einer unrichtigen Arbeitsweise des Steigkastens 42 und infolgedessen eines Verschiebens der Rolle 39 aus ihrer Arbeitsrast 60 in eine der Nebenrasten 61 wird die Rolle 39 beim Übergang von einer Rast zur andern etwas nach aussen gedrückt. Dadurch dreht sich der Winkelhebel 37a, 37b im Gegenuhrzeigersinn. Bei dieser Bewegung wird die Rolle 36 nachunten gedrückt, was wieder eine Drehung des zweiarmigen Hebels 34 im Uhrzeigersinn bedingt. Das dadurch verursachte Anheben der Achse 47 und der Steuerstange 48 bildet eine die unrichtige Arbeitsweise kennzeichnende Anzeige, die zum Abstellen der Webmaschine dient.
Gemäss dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die Anzeige verwendet, um die Stange 55 anzuheben, d. h. um das Verbindungsstück 54 zu drehen, wodurch die Nase 51 von der Halterung mit dem Halteglied 56 frei wird und dadurch die Zugfeder 53 freigegeben wird. Diese kann somit den zweiarmigen Hebel 58 im Uhrzeigersinn drehen, wodurch die Kupplung 59 zwischen Maschinenantriebsmotor und Maschine unterbrochen wird. Gleichzeitig wird durch nicht gezeigte Mittel eine sofortige Bremsung der Maschine eingeleitet. Nach Beheben des Fehlers geschieht das Wiedereinschalten der Kupplung durch Betätigen des Hebels 52. Dessen Betätigung ist möglich, nachdem dessen fixierte Stellung durch den Handhebel 57 gelöst worden ist.
Damit unter allen Umständen, d. h. bei jeder vorkommenden Stellungsänderung des Steigkastens 42, der letztere immer in einer für einen Peitschenschlag vorgeschriebenen Ruhestellung zu stehen kommt, sind, wie im obigen Beispiel gezeigt, beidseitig der Arbeitsrast 60 ebensoviele Nebenrasten 61 wie mögliche Schlagstellungen vorhanden, in die der Steigkasten 42 gebracht werden kann. In dem in Fig. l gezeigten Beispiel ist der Steigkasten 42 in seiner höchsten Stellung und kann in eine von drei tieferen Stellungen gewechselt werden. Es müssen daher von der Rast 60 nach oben drei Nebenrasten 61 vorgesehen sein.
Wäre der Steigkasten 42 in seiner untersten Stellung, so wären nach oben drei Kasten- oder Schlagstellungen vorhanden, in welche der Steig-
<Desc/Clms Page number 4>
kasten 42 durch die Instruktionen auf der Lochkarte hineinbeordert werden kann. Es müssen daher für diesen Fall auf der unteren Hälfte des Mitnehmerkörpers 29 ebenfalls drei Nebenrasten 61 vorgesehen sein.
Vorteilhafterweise werden die Nebenrasten 61 weniger tief gemacht als die Arbeitsrast 60.
Es wird damit erreicht, dass ein Anlassen der Webmaschine nicht möglich ist, solange sich nicht die Rolle 39 in der Arbeitsrast 60 befindet, d. h. wenn z. B. übersehen wird, dass ein Abstellen der Maschine erfolgte, weil die Rolle 39 sich aus ihrer Arbeitsstellung herausbewegt hat. Dies ist deshalb der Fall, weil wegen der geringeren Tiefe der Nebenrasten im Vergleich zur Arbeitsstellung die Stange 48 nicht so weit nach unten bewegt wird, dass die Nase 51 einklinkt, solange sich die Rolle 39 in einer Nebenrast befindet, d. h. durch eine Betätigung des Hebels 52 wird die Stange 55 nicht gefasst.
Es ist ein weiterer Vorteil der beschriebenen Einrichtung, dass diese ein bequemes Auswechseln der im Steigkasten 42 befindlichen Schützen 43'- 46'gestattet. Soll z. B. der zweitoberste Schützen 45* aus irgend einem Grund herausgenommen werden und befindet sich der Steigkasten, wie in Fig. 2 gezeigt, in seiner obersten Stellung, so wird die Kopplung des Steigkastens vom Mitnehmerkörper 29 freigegeben durch Drücken auf das am Ende des Hebels 34 angebrachte Pedal 64. Gleichzeitig wird durch Führen mittels des Griffes 65, der an der Trägerstange 41 befestigt ist, der Steigkasten so weit gesenkt, dass der Schützen 45'zwischen Lade 62 und Einlaufstück 63 zu liegen kommt.
Beim Loslassen des Pedals 64 wird dann infolge des wieder vorhandenen Druckes auf die Rolle 39, der durch die Feder 35 erzeugt wird, der Steigkasten genau in seine für die Betätigung des Schützens 45' vorgeschriebene Schlagstellung eingestellt, wodurch ein leichtes Herausnehmen und Einbringen dieses Schützens ermöglicht wird. Der Anschlag 66 ist vorgesehen, damit der Hebel 34 nicht weiter als notwendig gedreht wird.
Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform einer Sicherheitseinrichtung. Für gleiche Teile sind die gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 verwendet. Die mit der Wechselvorrichtung in Verbindung stehende Verbindungsstange 26 ist wieder um die Achse 32 drehbar mit dem Mitnehmerkörper 29 verbunden, wobei eine Hin- und Herbewegung der Stange 26 eine Drehbewegung des Mitnehmerkörpers 29 um die Achse 28 bedingt. Mittels dieser Drehbewegung wird die durch eine Zugfeder 71 in die Arbeitsrast 60 gepresste Rolle 39 und damit der über den Kuppelteil 72 mit der Rolle verbundene Mitnehmer 40 ebenfalls um die Achse 28 bewegt. Der Kuppelteil 72 ist am Mitnehmer 40 drehbar um die Achse 69 befestigt.
Es ist ersichtlich, dass die Wirkungsweise der Einrichtung nach Fig. 3 jener nach Fig. 1 ähnlich ist.
Verschieden ist jedoch die Anordnung zum Anpressen der Rolle 39 an den Mitnehmerkörper 29.
Diese Verschiedenheit ist vor allem dadurch bedingt, dass statt der mechanischen Anzeigevorrichtung, die anzeigt, wenn die Rolle 39 sich nicht mehr in der Arbeitsrast 60 befindet, gemäss Fig. 3 eine elektrische Anzeigevorrichtung vorgesehen ist. Diese Anzeigevorrichtung umfasst einen in seiner Längsrichtung beweglichen Stift 73, mit welchem ein Kontaktglied fest verbunden ist. Eine Feder 75 ist bestrebt, das Kontaktglied 74 nach rechts, also in Richtung der Rolle 39, zu drücken. Solange die Rolle 39 sich jedoch in der Arbeitsrast 60 befindet, wird durch deren durch die Feder 71 erzeugten Druck das Kontaktglied 74 in Berührung gehalten mit den beiden Kontakten 76. Die beiden durch ein bewegliches Kabel gebildeten elektrischen Leiter 78 sind mit den Kontakten 76 verbunden.
Solange die beiden Kabel 78 durch das Kontaktglied 74 über die Kontakte 76 elektrisch verbunden sind, wird durch einen durch diese fliessenden Strom ein nicht gezeigtes Relais gehalten, welches im Haltezustand bewirkt, dass eine Kupplung zwischen Maschinenantriebsmotor und der Webmaschine eingeschaltet ist. Da diese Anordnung von üblicher Art ist, ist sie in den Zeichnungen nicht gezeigt.
Wenn bei einem Steigkastenwechsel die Wechselbewegung gehindert ist, wird bei Übersteigen einer vorgegebenen Kraft, wie im Beispiel der Fig. l und 2, die Rolle 39 aus der Arbeitsrast 60 herausbewegt. Die Rolle 39 wird sich wegen der von der Feder 71 ausgeübten Kraft auf den tiefsten Punkt einer Nebenrast 61 senken, wodurch wohl nicht der gewünschte Schützen, sondern ein anderer Schützen bzw. ein Abteil des Schützenkastens in eine korrekte Lage für den Peitschenschlag gebracht wird. Dadurch werden Beschädigungen an der Webmaschine oder an Teilen derselben vermieden.
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Diejenigen Teile, welche identisch sind mit solchen der Fig. l sind wieder mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Eine horizontale Bewegung der Verbindungsstange 26 bewirkt über die Verbindung mittels der Achse 32 eine Drehbewegung des Winkelhebels 80 um die am feststehenden Träger 31 befestigte Achse 28. Am
<Desc/Clms Page number 5>
Winkelhebel 80 ist ein mit einer die Arbeitsstellung bestimmenden Rast 60 und mit Positionierungsstellungen bestimmenden Nebenrasten 61 versehener Mitnehmerkörper 81 mittels einer Gleithalterung, die einen Schlitz 82 und einen in diesem gleitenden Stift 83 umfasst, befestigt.
Zur Geradeführung ist der Mitnehmerkörper mit einem Schlitz 84 versehen, welcher zusammen mit der fest mit dem Ladengestell verbundenen Führungsplatte 85 seine Geradeführung vermittelt. An beiden Enden des Mitnehmerkörpers 81 sind Gleithalterungen 86 vorgesehen, in denen die Trägerstange 41 gleitenkann. Im weiteren ist ein den Kuppelteil bildender Keil 87 vorhanden, der mittels der Druckfeder 88 in der Führung 89 nach aussen gedrückt wird. Die Trägerstange 41 ist an der Führung 89 befestigt. Ein Stift 90 ist mit dem Keil fest verbunden. Er überträgt seine Bewegung über den um die Achse 93 drehbaren Winkelhebel 94 auf einen Bowdenzug 95.
Die Feder 88 ist so vorgespannt, dass unter normalen Betriebsverhältnissen ein Auf- und Abwärtsbewegen des Mitnehmerkörpers 81 den Keil 87 und damit die Trägerstange 41 samt dem Steigkasten 42 mitnimmt. Wird jedoch aus irgend einem Grunde der Widerstand für die Auf- und Abwärtsbewegung des Steigkastens 42 zu gross, so wird der Keil 87 nach rechts gedrückt und unter Gleiten des Trägers 41 in den Lagern 86 wird nur der Mitnehmerkörper 81 bewegt. Unter solchen Umständen bewegt sich der Keil 87 aus der Arbeitsrast 60 heraus und kommt in einer der Nebenrasten 61 zu liegen.
Dadurch wird bedingt, dass im Zeitpunkt des nachfolgenden Peitschenschlages eine der Zellen 43 - 46 sich in einer für den Peitschenschlag vorgeschriebenen Schlagstellung befindet, weil auf Grund des Druckes der Feder 88 der Keil 87 in die tiefste Lage einer der Rasten 60 oder 61 hineingezwungen wird ; nur diese tiefsten Lagen sind stabil.
Wenn sich der Keil 87 aus der Arbeitsrast 60 herausbewegt, so wird der Stift 90 beim Übergang des Keiles 87 von der Rast 60 in die benachbarte Rast 61 nach rechts bewegt. Dadurch erfolgt über den Winkelhebel 94 eine Betätigung des inneren Drahtes 96 des Bowdenzuges 95 und damit eine Anzeige einer unkorrekten Arbeitsweise. Diese Betätigung des Bowdenzuges wird in Verbindung mit bekannten Mitteln verwendet, um den Antriebsmotor von der Webmaschine zu entkoppeln und die letztere zu bremsen.
Es ist aus Fig. 4 ersichtlich, dass auch hier die Arbeitsrast 60 tiefer ist als die Nebenrasten 61.
Man hat damit die Möglichkeit, die durch den Bowdenzug vermittelte Anzeige so zu verwerten, dass jede Stellung des Drahtes 96, die nicht der maximalen Einsenkung des Keiles 87 in der Rast 60 entspricht, als Anhaltesignal für die Webmaschine verwendet wird. Ein irrtümliches Wiederanlassen der Maschine mit falsch gestelltem Steigkasten wird dadurch vermieden.
Eine weitere Ausbildungsart zum Erzeugen eines Anzeigesignals wird erhalten mit einer Einrichtung, bei welcher zum Unterschied z. B. nach Fig. 3 die Rast 60 nicht mit einem Kontakt versehen ist. Statt dessen befinden sich Kontakte, welche durch die Rolle 39 betätigbar sind, wenigstens in den der Rast 60 benachbarten, vorzugsweise in allen, Nebenrasten 61. Die Verwertung der von diesen Kontakten erhaltenen Anzeige wird in diesem Fall so ausgeführt, dass die Betätigung eines dieser Kontakte ein Signal oder eine Signaländerung erzeugt, womit eine Einrichtung betätigt wird, welche die Maschine vom Antrieb entkoppelt und diese bremst.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sicherheitseinrichtung an Steigkastensteuerungen, die einen von der Steuerung her betätigten Mitnehmerkörper und einen mit diesem durch eine Rastkupplung gekuppelten, mit dem Steig-
EMI5.1
der am Mitnehmerkörper (29 ; 81) befindlichen Rast (60) Nebenrasten (61) vorgesehen sind, dass die Rasten (60, 61) unmittelbar aneinander anschliessen, dass der gegenseitige Mittenabstand dieser Rasten proportional der Kastenteilung ist und dass der Mitnehmer (37. 39, 40 ; 39, 40, 72 ; 87-90) in an sich bekannter Weise mit einer Abstellvorrichtung (59) in Verbindung steht, die beim Heraustreten des Kuppelteiles (37, 39 ; 87) des Mitnehmers aus einer Rast betätigt wird.