AT252312B - Elektrische Weichenstellvorrichtung - Google Patents

Elektrische Weichenstellvorrichtung

Info

Publication number
AT252312B
AT252312B AT76764A AT76764A AT252312B AT 252312 B AT252312 B AT 252312B AT 76764 A AT76764 A AT 76764A AT 76764 A AT76764 A AT 76764A AT 252312 B AT252312 B AT 252312B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
contact
relay
switched
turnout
dependent
Prior art date
Application number
AT76764A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Ing Lang
Original Assignee
Wiener Starkstromwerke Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wiener Starkstromwerke Gmbh filed Critical Wiener Starkstromwerke Gmbh
Priority to AT76764A priority Critical patent/AT252312B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT252312B publication Critical patent/AT252312B/de

Links

Landscapes

  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrische Weichenstellvorrichtung   Weichenstellvorrichtungen für elektrische Strassenbahnen   werden in der Regel durch den Fahrstrom dadurch betätigt, dass ein in die Fahrleitung eingebautes Kontaktsystem entweder mit oder ohne Fahrstrom befahren wird. Bei den bekannten Systemen dieser Art werden die Weichenstellmagnete über Oberleitungskontakte an den Fahrdraht geschaltet. Bei Federzungenweichen, die in immer grösserem Umfang verwendet werden, sind Weichenstellmagnete mit hoher Zugkraft und daher mit grosser Stromaufnahme erforderlich. Wegen der damit verbundenen Erwärmung der Wicklung ist es notwendig, die Einschaltdauer möglichst kurz zu halten, was bei einer Einschaltung über Oberleitungskontakte nicht immer gewährleistet ist, weil 
 EMI1.1 
 kann. 



   Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Einschaltdauer vorteilhaft etwa eine Sekunde betragen soll. Einschaltzeiten unter einer Sekunde führen im Winterbetrieb bei Federzungenweichen leicht zu Stellschwierigkeiten. Einschaltzeiten, die wesentlich grösser als eine Sekunde sind, können besonders im Sommer und bei starkem Verkehr zu unzulässigen Erwärmungen der Weichenstellmagneten führen. 



   Es ist eine elektromagnetische Weichenstellvorrichtung mit Verzögerungsschaltschütz für elektrisch angetriebene Schienenfahrzeuge bekanntgeworden, bei welcher das Kurzschliessen der Haltespule der Klebeschaltung für den Weichenstromkreis durch das Fahrzeug unmittelbar oder mittelbar erfolgt. Bei dieser bekannten Weichenstellvorrichtung kann der Stellmagnet verkehrsbedingt relativ lange eingeschaltet bleiben, was zu einer unzulässigen thermischen Belastung und allenfalls zur Zerstörung der Erregerwicklung des Stellmagnete führen kann. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine elektrische Weichenstellvorrichtung mit von der vor dem Befahren der Weiche herrschenden Weichenstellung abhängiger Fahrvorschrift, wobei die Weichenstellmagneten über einen von der Weichenstellung abhängigen Umschaltekontakt sowie über mindestens einen kurzzeitig be-   tätig baren Kontakt einer   durch Oberleitungskontakte gesteuerten Relaisschaltung unmittelbar an den Fahrdraht anschaltbar sind und bei welcher der Nachteil der bekanntgewordenen Weichenstellvorrichtung vermieden wird. 



   Die erfindungsgemässe Weichenstellvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass in die gemeinsame Speiseleitung der Weichenstellmagneten ein Arbeitskontakt eines über einen Wischkontakt eines Zeitrelais einschaltbaren Hilfsrelais eingeschaltet ist und dass das Zeitrelais über einen Arbeitskontakt eines an einen Fahrleitungskontakt geschalteten Weichenstellrelais und mit dem parallel liegenden Wischkontakt in an sich bekannter Weise an den Fahrdraht geschaltet ist und dass zur Vorbereitung der fahrstromabhängigen Schaltvorgänge ein über einen Arbeitskontakt eines Stromrelais einschaltbares weiteres Hilfsrelais mit Selbsthaltung dient, das durch einen verzögert öffnenden Ruhekontakt des die Weichenstellung festlegenden Hilfsrelais abschaltbar ist. 



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt die Schaltung einer Weichenstellvorrichtung mit von der jeweiligen, vor dem Befahren der Weiche herrschenden Weichenstellung abhängiger Fahrvorschrift. 



   Mit 1 ist der Fahrdraht bezeichnet, in den ein isoliertes Fahrleitungsstück 2 eingeschaltet ist, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 das über ein Stromrelais J mit dem Fahrdraht verbunden ist, Nachfolgend ist an dem Fahrdraht ein Oberleitungskontakt 3   angeordnet, bei dessen Befahrung die Weiche betätigt wird.   Mit 4 ist die Weichenstellvorrichtung bezeichnet, die im einzelnen aus den Weichenstellmagneten WL und WR zur Einstellung der   Weichenstellungen"links"bzw."rechts"besteht.   Die Weichenstellmagnete sind über einen von der Weichenstellung abhängigen Umschaltkontakt u gespeist. 



   Beim Befahren des isolierten Fahrleitungsstückes 2 ohne Strom verbleibt die Weiche in der gerade vorhandenen Stellung, während beim Befahren mit Strom die Weiche in die andere Stellung gebracht wird. 



   Über einen Arbeitskontakt i des Stromrelais J ist ein Hilfsrelais R an den Fahrdraht 1 angeschlossen. Das Hilfsrelais R halt sich mit seinem Arbeitskontakt   r1   nach Betätigung des Kontaktes 1   selbstanspannung und ein Arbeitskontakt   r2 bereitet den Strompfad eines Zeitrelais Z teilweise vor. Ein Weichenstellrelais W wird über den Oberleitungskontakt 3 an Fahrdrahtpotential gelegt. EinArbeitskontakt wl des Relais W ist dem Zeitrelais Z   vorgeschaltet. Ein Wischkontakt   zl des Zeitrelais Z (bei Erregung des Zeitrelais wischend) legt ein weiteres Hilfsrelais H für die Dauer von einer Sekunde an Fahrdrahtpotential. 



   Beim Beschleifen des isolierten Oberleitungsstückes 2 durch den Stromabnehmer mit Fahrstrom wird   das Stromrelais J erregt und über dessen Arbeitskontakt   i das Hilfsrelais R an Fahrdrahtpotential gelegt. Dieses hält sich über seinen Arbeitskontakt rl in weiterer Folge selbst an Fahrdrahtspannung. 



    Gleichzeitig schliesst der Kontakt   r2. In weiterer Folge wird der Oberleitungskontakt 3 an Fahrdrahtpotential gelegt. Dadurch wird das Weichenstellrelais W in die Arbeitslage gebracht und der Arbeitskontakt wl wird geschlossen. Das Zeitrelais Z wird erregt und der Wischkontakt zl legt das Hilfs- 
 EMI2.1 
 durch das Hilfsrelais R wieder in seine Grundstellung fällt. Dadurch wird auch der Kontakt r2 wieder geöffnet. Das Zeitrelais Z wird auch,   wenn das Stromabnehmerschleifstück   unter dem Oberleitungskontakt 3 verweilt, in seine Grundstellung fallen. 



   Das Zeitrelais Z wird über die Kontakte   w1   und r2 nur kurzzeitig erregt, weil das zugleich ansprechendeHilfsrelais H mitseinem Kontakt h2 das weitere Hilfsrelais R zum Abfallenbringtund dadurch den Kontakt r2 öffnet. Dieser Vorgang könnte unter Umständen so rasch ablaufen, dass der Kontakt hl zu wenig lang geschlossen bleibt, um die Umstellung der Weiche zu bewirken, Um dies zu vermeiden, wird durch den Wischkontakt zl des Zeitrelais Z, der zu den Kontakten r2 und wl parallel liegt, eine   Mindesteinschaltdauer   des Hilfsrelais H gewährleistet. 



   Beim Beschleifen des isolierten Fahrleitungsstückes 2 durch das Stromabnehmerschleifstück ohne Strom bleibt das Stromrelais J in seiner Grundstellung. Somit bleibt auch das Hilfsrelais R in seiner Grundstellung. Wird der Oberleitungskontakt 3 anschliessend durch das Stromabnehmerschleifstück beschliffen, so wird das Weichenstellrelais W erregt und sein Arbeitskontakt geschlossen. Da der Arbeitskontakt r2 des Hilfsrelais R jedoch nicht geschlossen wurde, kann das Zeitrelais Z nicht erregt werden, das Hilfsrelais H erhält keine Spannung, und es kommt daher auch zu keinem Stromfluss über den Kontakt hl zur Weichenstellvorrichtung. Die Weiche bleibt in der vorhandenen Lage. 



   Die   erfindungsgemässe Schaltung   ist für beliebige Beeinflussungssysteme (z. B. Frequenzsteuerung) der Weichenstellanlage durch das Triebfahrzeug geeignet. Hiebei muss nur der Kontakt i nicht mittels des Fahrstromes sondern durch das jeweilige Steuerkommando betätigt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Elektrische Weichenstellvorrichtung mit von der vor dem Befahren der Weichen herrschenden Weichenstellung abhängiger Fahrvorschrift, wobei die Weichenstellmagneten über einen von der Weichenstellung abhängigen Umschaltekontakt sowie über mindestens einen kurzzeitig betätigbaren Kontakt einer durch Ober- leitungskontakte gesteuerten Relaisschaltung unmittelbar an den Fahrdraht anschaltbar sind, dadurch ge- kennzeichnet, dass in die gemeinsame Speiseleitung der Weichenstellmagneten (WL, WR) ein Arbeitskon- takt (hl) eines über einen Wischkontakt (zl) eines Zeitrelais (Z) einschaltbaren Hilfsrelais (H) eingeschaltet ist und dass das Zeitrelais (Z) über einen Arbeitskontakt (w1) eines an einen Fahrleitungskontakt (3) geschalteten Weichenstellrelais (W)
    und mit dem parallel liegenden Wischkontakt (zl) in an sich bekannter Weise an den Fahrdraht geschaltet ist und dass zur Vorbereitung der fahrstromabhängigen Schaltvorgänge ein über <Desc/Clms Page number 3> einen Arbeitskontakt (i) eines Stromrelais (J) einschaltbares weiteres Hilfsrelais (R) mit Selbsthaltung (rl) dient, das durch einen verzögert öffnenden Ruhekontakt (h2) des die Weichenstellung festlegenden Hilfsrelais (H) abschaltbar ist.
AT76764A 1964-01-31 1964-01-31 Elektrische Weichenstellvorrichtung AT252312B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT76764A AT252312B (de) 1964-01-31 1964-01-31 Elektrische Weichenstellvorrichtung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT76764A AT252312B (de) 1964-01-31 1964-01-31 Elektrische Weichenstellvorrichtung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT252312B true AT252312B (de) 1967-02-10

Family

ID=3499224

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT76764A AT252312B (de) 1964-01-31 1964-01-31 Elektrische Weichenstellvorrichtung

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT252312B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT252312B (de) Elektrische Weichenstellvorrichtung
DE970768C (de) Wechselstromgespeiste Widerstands-Schweissmaschine zum Schweissen mit Gleich- oder Wechselstrom
DE803756C (de) Elektrisches Fahrspielzeug
AT270743B (de) Elektrische Signalanlage zur Sicherung eingleisiger Strecken
DE608944C (de) Vom Fahrzeug aus gesteuerte elektrische Weichenstellvorrichtung
AT236440B (de) Schaltung für elektrische Weichenstellvorrichtungen
DE614107C (de) Gleichstromverbundmaschine fuer elektrodynamische Bremsung von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen
DE639282C (de) Vom Fahrzeug aus gesteuerte elektrische Weichenstellvorrichtung
DE498118C (de) Selbsttaetige Schaltanordnung fuer Triebfahrzeuge, die mit zwei verschiedenen Fahrdrahtspannungen ueber ein Hoch- bzw. Niederspannungsschuetz gespeist werden
AT217598B (de)
DE1119697B (de) Schaltung fuer elektrische Nebenschluss-Scheibenwischermotoren
DE635190C (de) Elektrisches Triebfahrzeug
AT211378B (de) Schaltung für elektrische Weichenstellvorrichtungen
DE600359C (de) Selbsttaetige oder halbselbsttaetige Steuerung, insbesondere fuer elektrische Fahrzeugmotoren
AT150678B (de) Anordnung bei elektrischen Stellwerken für Eisenbahnsignalanlagen.
AT200615B (de) Einrichtung zur automatischen Übertragung eines oder mehrerer Signalbegriffe auf ein fahrendes Triebfahrzeug
DE442649C (de) Vorrichtung zum elektrischen Antrieb von Eisenbahnweichen oder -signalen
DE518648C (de) Spannungsumschalter fuer Bahnen mit zwei Fahrdrahtspannungen
AT113040B (de) Weichensicherung für elektrisch angetriebene Weichen.
DE98569C (de)
AT129844B (de) Schaltung für Weichenantriebe.
DE674687C (de) Stromrueckgewinnungsschaltung fuer Reihenschlussmotoren, insbesondere fuer elektrische Bahnen
DE575029C (de) Schaltung fuer Weichenantriebe mit Hauptstrommotoren
DE1405709C (de) Einrichtung für die Fernbetätigung von Weichen durch vom Fahrzeug aus gegebene Steuersignale
DE542589C (de) Einrichtung zur Verhinderung des Ausloesens der Selbstschalter der gesunden Einheiten einer elektrischen Stromerzeugungs- oder Umformeranlage