AT249849B - Verfahren zur Gewinnung von Wolle aus rohen Pelzabfällen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Wolle aus rohen Pelzabfällen

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  Verfahren zur Gewinnung von Wolle aus rohen Pelzabfällen   ZurGewinnung von Wolle ausrohenLamm-undSchaffellenhatman   die Abfälle mit heisser Schwefelsäure behandelt, wobei die Hautsubstanz durch die Schwefelsäure aufgelöst wird. Die Wolle fällt jedoch in mehr oder weniger geschädigtem Zustand und schlechtfarbig an. Andere chemische Verfahren   zur Ge-   winnung von Wolle aus Pelzabfällen machen sehr viel Arbeit, die im wesentlichen von Hand geleistet werden muss. Es ist auch bekannt, das Leder mit Enzymen und bei hohen Temperaturen aufzulösen. 



   Nach der Erfindung wird Wolle aus rohen Pelzabfällen, insbesondere Abfällen aus Lamm- und Schaffellen, dadurch gewonnen, dass die Abfälle je nach Trockenheitsgrad und Salzgehalt zuerst etwa 3 bis 48h in Wasser geweichtwerden, bis sie der Haut in dem Moment des Abziehens vom Tier am ähnlichsten sind. Hierauf werden die Abfälle auf Lattenrosten oder Drahtgeflecht ausgebreitet, gegen Austrocknung zeitweilig mit Wasser besprüht und mit Fliegen, zwecks Eiablage zur Bildung von Maden, die die Hautteile der Felle verzehren, in Berührung gebracht. 



   Die Weiche von trockenen Abfällen kann etwa 24 - 48 h lang erfolgen. Für gesalzene Abfälle beträgt die Weiche   3 - 4   h, mit viel Wasser, um das Salz völlig auszuwaschen. 



     Die geweichten Pelzabfälle werden auf Lattenrosten oder Drahtgeflecht in einer   Höhe von 10 bis 20 cm, gegebenenfalls im Freien, ausgebreitet. Ein Besprühen der auf den Lattenrosten oder dem Drahtgeflecht   gelagerten Abfälle   soll ein zu schnelles Trocknen der Oberfläche der Abfallschicht sowie einzelner Hautteile verhindern. Hiezu wird zweckmässigerweise ein Schlauch mit Sprühdüse verwendet. Durch das Besprühen ist genügend Feuchtigkeit in der Wolle, so dass die Hautteile nicht antrocknen können. 



   Die aus den Fliegeneiern ausschlüpfenden Maden sind in einzelnen Nestern, d. h. überall dort, wo   Hautteilesind,   verteilt. Sie fressen von der Oberschicht der Abfälle die Hautteile restlos auf und wandern dann tiefer in die Schicht hinein, um so die einzelnen Lederteile zu vertilgen. Unten   angekornmenpuppen   sie sich ein und alsbald schlüpfen dann die Fliegen aus. 



   Bei der industriellen Auswertung wird darauf Rücksicht zu nehmen sein, dass die Wahl des Standortes gesundheitlichen Erfordernissen nicht entgegensteht. 



   Nach den Feststellungen sind bei der Durchführung des Verfahrens zwei bis drei Wochen, je nach Witterungslage, nötig, um eine Schicht von Fellabfällen in der erwähnten Höhe von der Haut zu befreien, 
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   Gemäss der Erfindung ist es möglich, die erwähnten rohen Pelzabfälle zu entwollen, ohne dass Chemikalien, Fermente, Wärmeenergie oder ein wesentlicher Aufwand an Handarbeit erforderlich sind. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren. sur Gewinnung von Wolle aus rohen Pelzabfällen, insbesondere Abfällen aus Lamm- und Schaffellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfälle je nach Trocknungsgrad und Salzgehalt etwa 3 - 48 h in Wasser geweicht werden, bis sie der Haut in dem Moment des Abziehens vom Tier am <Desc/Clms Page number 2> ähnlichstensind, worauf die Abfälle auf Lattenrosten oder Drahtgeflecht ausgebreitet und gegenAustrocknung zeitweilig mit Wasser besprüht werden, wobei die Abfälle mit Fliegen, zwecks Eiablage zur Bildung von Maden, die die Hautteile verzehren, in Berührung gebracht werden.
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