AT248469B - Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyden aus Gasen - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyden aus GasenInfo
- Publication number
- AT248469B AT248469B AT104464A AT104464A AT248469B AT 248469 B AT248469 B AT 248469B AT 104464 A AT104464 A AT 104464A AT 104464 A AT104464 A AT 104464A AT 248469 B AT248469 B AT 248469B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- acid
- gas
- tower
- sulfuric acid
- stage
- Prior art date
Links
- MWUXSHHQAYIFBG-UHFFFAOYSA-N nitrogen oxide Inorganic materials O=[N] MWUXSHHQAYIFBG-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 54
- 239000007789 gas Substances 0.000 title claims description 26
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N sulfuric acid Substances OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 28
- GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N Nitric acid Chemical compound O[N+]([O-])=O GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 16
- 229910017604 nitric acid Inorganic materials 0.000 claims description 16
- RXQNKKRGJJRMKD-UHFFFAOYSA-N 5-bromo-2-methylaniline Chemical compound CC1=CC=C(Br)C=C1N RXQNKKRGJJRMKD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 15
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 11
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 claims description 10
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 7
- JCXJVPUVTGWSNB-UHFFFAOYSA-N nitrogen dioxide Inorganic materials O=[N]=O JCXJVPUVTGWSNB-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 7
- 239000002253 acid Substances 0.000 claims description 6
- MGWGWNFMUOTEHG-UHFFFAOYSA-N 4-(3,5-dimethylphenyl)-1,3-thiazol-2-amine Chemical compound CC1=CC(C)=CC(C=2N=C(N)SC=2)=C1 MGWGWNFMUOTEHG-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 5
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 4
- VQTGUFBGYOIUFS-UHFFFAOYSA-N nitrosylsulfuric acid Chemical compound OS(=O)(=O)ON=O VQTGUFBGYOIUFS-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 238000012856 packing Methods 0.000 claims description 3
- 235000011149 sulphuric acid Nutrition 0.000 claims 1
- GQPLMRYTRLFLPF-UHFFFAOYSA-N Nitrous Oxide Chemical compound [O-][N+]#N GQPLMRYTRLFLPF-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 4
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 3
- 239000001272 nitrous oxide Substances 0.000 description 3
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 3
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- LZDSILRDTDCIQT-UHFFFAOYSA-N dinitrogen trioxide Chemical compound [O-][N+](=O)N=O LZDSILRDTDCIQT-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 1
- 239000012670 alkaline solution Substances 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000002203 pretreatment Methods 0.000 description 1
- 238000011084 recovery Methods 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Treating Waste Gases (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyden aus Gasen Die Entfernung geringerer Mengen von Stickstoffoxyden aus industriellen Gasen, insbesondere aus Abgasen von Salpetersäure-Erzeugungsanlagen, stellt ein altes Problem dar, zu dessen Lösung sich verschiedene Vorschläge in der Literatur finden. Beispielsweise ist öfters die Absorption der Stickstoffoxyde in alkalischen Lösungen erwähnt. Letztere absorbieren Stickstoffoxyde aber nur dann, wenn NO und NO im Verhältnis 1 : 1 vorhanden sind bzw. wenn das NO überwiegt. In technischen Abgasen ist aber meist ein Überschuss an Stickstoffmonoxyd über dieses Verhältnis vorhanden, so dass von diesem ein Teil durch die Absorption nicht erfasst wird. Auch die ebenfalls bekannte Absorption mittels konzentrierter Schwefelsäure erfasst nur N 0 unter Bildung von Nitrosylschwefelsäure. In diesem Falle ist ausserdem eine Vortrocknung des Gases nötig, da sonst das mitgeführte Wasser die gebildete Nitrosylschwefelsäure wieder zersetzt. EMI1.1 wieder herausgewaschen werden müssen. Da aber keine Waschanlage 100%oing wirkt, steigen die Verluste durch die neuerliche Erhöhung des Gehaltes des Gases an Stickstoffoxyden wieder an. Nun ist aus der analytischen Chemie bekannt, dass ein Gemisch von Schwefel- und Salpetersäure Stickstoffmonoxyd zu absorbieren vermag : EMI1.2 Der Nachteil dieses Verfahrens liegt aber wieder darin, dass Salpetersäure im Gemisch mit konzentrierter Schwefelsäure einen höheren Dampfdruck hat. Wird ein solches Säurengemisch zur Absorption der Stickstoffoxyde verwendet, so wird ein beträchtlicher Teil der Salpetersäure mit dem Abgas ausgeblasen und geht verloren. Ausserdem ist zur Erzielung brauchbarer Reaktionsgeschwindigkeiten eineerhebliche Salpetersäurekonzentration nötig, so dass auch hier ein Mehrfaches der aus dem Abgas gewonnenen Stickstoffmenge zusätzlich und in teurer Form aufgewendet werden muss. Überraschenderweise hat sich nun gezeigt, dass ein solcher verlorener Überschuss vermieden werden kann, dass man also mit der stöchiometrischen Menge an zuzusetzender Salpetersäure auskommt, wenn nicht Salpetersäure als solche, sondern Schwefelsäure mit darin gelöstem Stickstoffdioxyd als Absorptionsflüssigkeit verwendet wird. Dieses Stickstoffdioxyd ergibt sich als Lösung in Schwefelsäure nach der Gleichung EMI1.3 wenn die im nachfolgend beschriebenen Verfahren anfallende Nitrosylschwefelsäure laufend mit der ihrem Äquivalentgewicht entsprechenden Menge an Salpetersäure umgesetzt wird. <Desc/Clms Page number 2> Das Gleichgewicht dieser Reaktion ist von den herrschenden Bedingungen abhängig. Durch höhere Konzentration an Nitrosylschwefelsäure, durch die Anwesenheit von Wasser und durch höhere Temperatur wird die Bildung von Stickstoffdioxyd begünstigt. Diese Bedingungen sind dann erfüllt, wenn die Salpetersäure nicht bei der eigentlichen Absorption, sondern in einer vorhergehenden Behandlungsstufe der Abgase der zur Vortrocknung des Gases verwendeten Schwefelsäure zugesetzt wird. Diese beiden Verfahrensstufen sind in der Zeichnung ersichtlich gemacht. Das, die Stickstoffoxyde enthaltende Gas wird zuerst in einem Füllkörperturm 1 mit einer Lösung von Nitrosylschwefelsäure'in Schwefelsäure vorbehandelt, die gemäss Gleichung IV im Turm 2 entsteht und von dort dem Turm l zufliesst. Im Turm 2 waren also NO2 und NO in äquimolaren Mengen von H. SO, zu HSOsN gebunden worden, u. zw. ohne Mitwirkung von Salpetersäure. Bei diesem Anfahrstadium des Prozesses geht zwar anfänglich ein gewisser Teil an NO verlören. Sobald sich aber dabei Nitrosylschwefelsäure gebildet hat, wird dem Säurekreislauf im Turm 1 kontinuierlich eine Menge an Salpetersäure zugesetzt, die stöchiometrisch nach der Gleichung EMI2.1 zur Überführung des im Gas enthaltenen Stickstoffmonoxyds in Distickstofftrioxyd notwendig ist und das Verfahren läuft von da an kontinuierlich weiter. Ein Teil der hiebei anfallenden, die gebildete Nitrosylschwefelsäure enthaltenden Säuren wird laufend abgezogen und einer davon getrennten Gewinnung der darin gebundenden Stickstoffoxyde zugeführt, EMI2.2 tisch das gesamte N Og nach der Gleichung EMI2.3 und strömt dann, wie bereits angedeutet, mit Salpetersäure versetzt, in den Turm 1, den es als Gemisch aus Schwefelsäure und Nitrosylschwefelsäure verlässt. Durch den Wassergehalt der dem Kreislauf im Turm 1 zugesetzten 450/0igen technischen Salpetersäure, weiters durch das Reaktionswasser von der Bildung der Nitrosylschwefelsäure nach Gleichung I und durch den Wassergehalt des Gases stellt sich der Wassergehalt der Umlaufsäure im Turm 1 auf 15 bis 25 Gew.-% ein. Ist der Wassergehalt zu gering, was bei der Reinigung von völlig trockenem Abgas eintreten kann, so muss eine entsprechende Menge Wasser zugesetzt werden. Ist der Wassergehalt aber zu hoch, so muss mehr Schwefelsäure eingesetzt werden. Nach dieser Vorbehandlung des Gases im Turm 1 gelangt es erst in den eigentlichen Absorptions- EMI2.4 chung II) ausgeblasen wird, das mit dem vorhandenen NO eine äquivalente MengeanDistickstofftrioxyd bildet. Das erfindungsgemässe Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyden aus Gasen, insbesondere solchen, in denen der Gehalt an Stickstoffmonoxyd molmässig den Gehalt an Stickstoffdioxyd überwiegt, mittels, Absorption in konzentrierter Schwefelsäure unter Bildung von Nitrosylschwefelsäure ist somit dadurch gekennzeichnet, dass das zu reinigende Gas zuerst mit einer Mischung von Nitrosylschwefelsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure und Wasser behandelt wird, wobei ein Teil der Stickstoffoxyde als Nitrosylschwefelsäure gebunden und der Rest in Distickstofftrioxyd verwandelt wird und das Gas hierauf mittels konzentrierter Schwefelsäure praktisch frei von Stickstoffoxyden gewaschen wird. Beispiel : Eine Absorptionsanlage gemäss dem Fliessschema der Zeichnung besteht aus 2 Füllkör- EMI2.5 Nm3bracht und im Kreislauf geführt. Der jeweilige Überschuss läuft in den Trocknerkreislauf 1 über, nachdem er zusätzlich mit 200 g Salpetersäure von 45 Gew.-%/h versetzt wurde. Die Füllkörperschüttung bei- <Desc/Clms Page number 3> der Türme wird mit je 15 l Kreislaufsäure/h berieselt. Das Gas verlässt den Trocknerturm 1 mit einem Gehalt von 2, 4 g N/ms und den Absorptionsturm 2 mit einem Gehalt von 0, 6 g N/m3 an Stickstoffoxyden. EMI3.1 bei ein Teil der enthaltenen Stickstoffoxyde als Nitrosylschwefelsäure gebunden und der Rest in Distickstofftrioxyd verwandelt wird und das Gas hierauf mittels konzentrierter Schwefelsäure praktisch stickstoffoxydfrei gewaschen wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende Massnahmen : a) Das Gas wird in einer ersten Stufe mit konzentrierter Schwefelsäure von rund 98 Gew.-% H2SO4 EMI3.2 Stufe übersteigende Menge desselben in die erste Stufe übergeführt wird, wo sie zur Umsetzung eines äquivalenten Anteiles der Nitrosylschwefelsäure mit der dort zugesetzten Salpetersäure zu Stickstoffdioxyd verwendet wird und d) der Überschuss des Kreislaufsäuregemisches aus der ersten Stufe als schwefelsaure Nitrosylschwefel- säurelösung abgezogen und zweckmässigerweise einer Wiedergewinnung der darin gebundenen Stickstoffoxyde zugeführt wird.3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch zwei, flüssigkeits- und gasführend miteinander verbundene, zweckmässigerweise übereinander angeord- nete Füllkörpertürme, von denen der im Gasweg erste bzw. untere (1) neben der Rohgaszuführung an seinem unteren Ende bzw. der Gasüberleitung in den nachfolgenden Turm (2) Einrichtungen zur Aufrechter- haltung eines Flüssigkeitsumlaufes für das aus Schwefelsäure, Nitrosylschwefelsäure und Salpetersäure bestehende Gemisch und der nachfolgende, zweite bzw.obere Turm (2) Einrichtungen zur Aufrechterhaltung eines Flüssigkeitsumlaufes für die Absorptionsschwefelsäure, eine Überleitung an seinem unteren Ende für das aus Schwefelsäure, Nitrosylschwefelsäure und Wasser bestehende Gemisch in den ersten Turm (1) und eine Ableitung für das gereinigte Gas an seinem oberen Ende aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT104464A AT248469B (de) | 1964-02-10 | 1964-02-10 | Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyden aus Gasen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT104464A AT248469B (de) | 1964-02-10 | 1964-02-10 | Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyden aus Gasen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT248469B true AT248469B (de) | 1966-07-25 |
Family
ID=3505360
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT104464A AT248469B (de) | 1964-02-10 | 1964-02-10 | Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyden aus Gasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT248469B (de) |
-
1964
- 1964-02-10 AT AT104464A patent/AT248469B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2460231A1 (de) | Verfahren zum entfernen von stickstoffoxiden aus industriellen abgasen und dafuer geeignete waessrige behandlungsloesungen | |
| DE2227219A1 (de) | Verfahren zur Reinigung von Schwefelsauerstoffverbindungen enthaltendem Gas | |
| CH398530A (de) | Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von haltbaren konzentrierten wässrigen Harnstoff, Formaldehyd und Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukte enthaltenden Lösungen | |
| AT248469B (de) | Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyden aus Gasen | |
| DE955319C (de) | Verfahren zur Entfernung von Ammoniak aus Gasen, die Schwefelwasserstoff und Ammoniaksowie Kohlendioxyd enthalten | |
| DE1204640B (de) | Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxyden aus Gasen | |
| DE2537061B2 (de) | Verfahren zur Oxidation von Stickstoffoxid zu Stickstoffdioxid | |
| DE2719022C2 (de) | Verfahren zum Entfernen von Formaldehyd aus Abluft | |
| DE649525C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Sulfat und Schwefel aus Gasen | |
| DE546718C (de) | Verfahren zum Waschen von Nitroglycerin und aehnlichen Sprengoelen | |
| AT93553B (de) | Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure. | |
| DE637114C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Ausscheidung und Gewinnung von Schwefel aus Gasen | |
| DE690708C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kalksalpeter aus den Destillationsgasen fester Brennstoffe | |
| AT214452B (de) | Verfahren zum Absorbieren von gasförmigem Formaldehyd zu konzentrierten Lösungen | |
| DE581216C (de) | Nutzbarmachung von Salpetersaeure aus diese und fluechtige Saeuren oder deren Salze enthaltenden Loesungen | |
| AT222136B (de) | Verfahren zur Erzeugung von 100%igem SO2 und Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens | |
| DE545627C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Sulfat und Schwefel aus Gasen | |
| DE417999C (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung und Konzentrierung von Salpetersaeure | |
| DE601701C (de) | Verfahren zur Gewinnung von fluechtigen Saeuren aus Gasen und Daempfen | |
| DE536719C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Sulfit-Bisulfit-Gemischen aus schwefeldioxyd- und ammoniakhaltigen Gasgemischen | |
| DE427650C (de) | Herstellung von Schwefelsaeure | |
| DE575134C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Sulfat und Schwefel | |
| DE526764C (de) | Herstellung leicht kondensierbarer Stickoxyde | |
| DE2524984A1 (de) | Verfahren zur reinigung von nitrosehaltigen abgasen | |
| DE1067793B (de) | Verfahren zur Herstellung von reiner konzentrierter Schwefelsaeure nach dem Kontaktverfahren aus Roestgasen, die durch organische Stoffe verunreinigt sind |