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Schallisolierende Trenn- oder Stellwand
Die Erfindung betrifft eine schallisolierende Trenn- oder Stellwand, die gegebenenfalls mit einem
Glasaufsatz versehbar ist, insbesondere zur Unterteilung von Grossräumen od. dgl. ortsbeweglich ist und mindestens eine aufstellbare und gegebenenfalls mit andem Wandelementen kuppelbare Wandplatte mit zwei voneinander distanzierten schalldämmenden Schichten aufweist, die mindestens einen mit schall- reflektierenden, schallbrechenden bzw. schallablenkenden Flächen insbesondere zur Wandplattenebene geneigten Metallfolien versehenen Hohlraum bilden.
Derartige Wände können der Raumgestaltung, insbesondere zur Unterteilung oder Aufgliederung von grossen Räumen in kleinere, abgeteilte Arbeitsplätze oder zur Abtrennung von gesonderten Arbeitsbo- xen, Schreib- oder Te1ephpnkabinen, Garderoben usw. in grössere Büroräume, Werkstätten oder Betrieben od. dgl. dienen.
Abgesehen von ortsfest eingebauten Trennwänden sind auch bereits ortsbewegliche Trenn-oder Stellwände bekanntgeworden, die je nach den jeweiligen Arbeitsbedingungen oder den sich ändernden Raumund Personalverhältnissen beliebig aufgestellt, kombiniert und umgestellt werden können. Solche Stellwände können entweder einzeln oder auch in Verbindung miteinander aufgestellt werden, wobei die ein- zelnen Wandelemente zweckmässig lösbar miteinander gekuppelt werden.
Dabei wurde auch schon vorgeschlagen, solche Trenn- oder Stellwände aus schallschluckenden Materialien herzustellen, um Lärm und Geräusche von den einzelnen, abgetrennten Arbeitsplätzen möglichst fernzuhalten und umgekehrt auch zu verhindern, dass die auf dem gesonderten Arbeitsplatz entstehenden Geräusche, Gespräche usw. möglichst nicht oder nur gedämpft in die Umgebung des Arbeitsplatzes dringen. Schalldämmende oder schallabsorbierende Wand-oder Deckenverkleidungen sind ebenfalls in verschiedenen Ausführungen bekanntgeworden.
Bei Trenn- oder Stellwänden, die leicht in verschiedener Weise kombiniert und verstellt werden sollen, besteht die Aufgabe, die die Wände bildenden Platten so auszubilden, dass sie einerseits kein übermässig hohes Eigengewicht und keine übermässige Stärke haben, anderseits aber eine wirksame Schallisolierung gewährleisten.
Durch die Erfindung wird bezweckt, schallschluckende Trenn- oder Stellwände bzw. Wandplatten für solche insbesondere ortsbewegliche Wände zu schaffen, welche diesen Bedingungen und den Anforde - rungen der Praxis besser als die bisher bekannten schallschluckenden Stellwände entsprechen.
Erfindungsgemäss ist der Hohlraum in an sich bekannter Weise von zwei in Abstand gehaltenen Schall- dämmplatten gebildet, an deren Aussenflächen mit vorzugsweise perforierten Kunststoffolien od. dgl. kaschierte Schaumstoffschichten angeordnet sind.
Die Schalldämmplatten können aus handelsüblichen Dämmplatten, z. B. aus sogenannten OdenwaldDämmplatten bestehen. In dem hohlen Mittelraum werden als schallreflektierende Flächen vorzugsweise schräg zur Wandplattenhauptebene geneigte Metallfolien angeordnet, die z. B. in an sich bekannter Wei-
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se zickzackförmig verlaufen. Die Schalldämmplatten werden beispielsweise auf einem Rahmen aus Holz od. ähnl. Material befestigt, dessen lichter Innenraum durch eingelegte Distanzleisten unterteilt ist.
Diese Distanzleisten dienen vorteilhaft nicht nur zur inneren Versteifung und Abstandhaltung, sondern auch zur Halterung der zickzack-oder wellenförmig durch den gesamten Hohlraum verlaufenden Metallfolien oder sonstigen reflektierenden Flächen. Die Stirnkanten einer solchen Wandplatte werden zweckmässig von Randleisten aus Kunststoff, Holz od. dgl. eingefasst, deren nach der Platte hin vorstehende Seitenränder über die auf die Dämmplatten aufgeklebten, kaschierten Schaumstoffschichten greifen. Die in den aufkaschierten äusseren Deckfolien vorgesehenen Perforierungen bestehen vorzugsweise aus Löchern, die mehr oder weniger gleichmässig über die Folienfläche verteilt sind.
Die Folien selbst können in beliebiger Weise dekorativ ausgebildet und in verschiedenen Farben gehalten sein, wobei die Löcher oder Perforierungen gegebenenfalls in bestimmten Musterungen zur Erhöhung der dekorativen Wirkung angeordnet werden können.
Die erfindungsgemäss gewählte Zusammensetzung der Platten aus mehreren Schichten ergibt eine besonders gute Schallschluckwirkung. Die auf die Trennwand auftreffenden Schallwellen werden zunächst einmal durch die gelochte Kunststoffolienschicht und die darunterliegende Schaumstoffschicht in ihrer Intensität geschwächt und durch den Schaumstoff zerstreut. Eine weitere Schalldämpfung erfolgt dann durch die unter der Schaumstoffschicht liegende Dämmplatte. Schliesslich werden die noch verbleibenden Schallwellen an den Schrägflächen der in dem mittleren Hohlraum der Platte angeordneten Metallfolien oder sonstigen Flächen reflektiert und so abgelenkt, dass sie sich überlagern und an den Innenseiten der Dämmplatten praktisch vernichtet werden.
Auf diese Weise ergibt sich bei verhältnismässig geringer Gesamtstärke der Trennwand eine hohe Schalldämmung.
Die auf die Schaumstoffschicht kaschierte, perforierte Kunststoffolie ist abwaschbar, weichgepolstert und trotzdem weitgehend stoss-und kratzfest. Die Herstellung der Wandplatten gemäss der Erfindung ist einfach und billig. Der Holzrahmen der Platte ermöglicht eine einfache Anbringung von Füssen oder von Pfosten, mit deren Hilfe jeweils zwei Platten aneinandergekoppelt oder über Eck aufgestellt werden kaon- nen. Auch können die Bohrungen und Kammern für Beschläge und Verbindungsmittel in den Holzrahmen eingelassen werden, bevor die Randleisten auf den Plattenstirnkanten befestigt werden. Später brauchen dann nur diese Randleisten an den gewünschten Stellen ausgeschnitten zu werden, um je nach Bedarf die
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aufgesetzten Glasplatten versehen werden.
In den Zeichnungen ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung einige in einem grösseren Büroraum angeordnete Arbeitsplätze, die durch Trenn- oder btellwände gemäss der Erfindung voneinander und von dem umgebenden Raum abgetrennt sind. Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch eine Wandplatte gemäss der Erfindung, und Fig. 3 zeigt in abgebrochener perspektivischer Darstellung eine Schaumstoffschicht mit aufkaschierter, perforierter Kunststoffolie.
Die schallschluckenden Trennwände gemäss der Erfindung bestehen aus einzelnen Wandplatten 1, die mit Stellfüssen versehen sind, so dass beliebige abgeteilte Einzelarbeitsplätze, Kabinen od. dgl. zusammengestellt werden können. Beim darstellen Ausführungsbeispiel handelt es sich um Büroarbeits- plätze, die jeweils einen Schreibtisch und einen Stuhl oder Sessel umfassen und von miteinander gekuppelten Stellwänden umgeben sind.
Wenn jede Wandplatte 1 einzeln aufgestellt werden soll, erhält sie zwei Fussplatten mit Ein- steckstützen, Werden die Wandplatten oder Wandelemente aneinandergekoppelt oder L-förmig, U-för- mig oder in sonstiger Weise aufgestellt, so wird jeweils zwischen zwei Platten 1 ein Pfosten 2 angeordnet. Die Endstücke erhalten Fussplatten mit Einsteckstützen. Die Fussplatten für die Pfosten oder Einsteckstützen sind einander gleich. Die Pfosten können oben und unten mit Kunststoff od. dgl. abgedeckt werden. Gegebenenfalls können die Stellwände mit Glasaufsätzen 3, z. B. mit länglichen Glasplatten aus Streifenglas versehen werden.
Jedes Plattenelement 1 hat einen Holzrahmen 4 mit eingesetzten Distanzleisten 5. Dieser Rahmen wird beidseitig mit Dämmplatten, z. B. mit 10 mm starken Odenwald-Dämmplatten belegt. In Fig. 2 sind diese Dämmplatten mit 6 und 7 bezeichnet. Die Dämmplatten stützen sich auch auf den Distanzleisten 5 ab und werden dadurch gegeneinander versteift. Auf diese Weise entsteht in der Platte ein hohler Mittelraum 8, der durch die Distanzleisten 5 unterteilt ist. Die lichte Weite dieses Hohlraumesbeträgtz. B. ZOmm. IndiesenHohlraum 8 ist eine Metallfolie 9, beispielsweise eine Aluminiumfolie zickzackförmig eingespannt. Diese Einspannung kann auf einfache Weise mit Hilfe der Distanzleisten 5 erzielt werden.
Die reflektierenden Flächen der Metallfolie 9 verlaufen somit
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schräg geneigt zur Hauptebene der Platte l.
Auf die Aussenfläche einer jeden Dämmplatte 6 und 7 ist eine Schaumstoffplatte oder Schaum-stoffschicht 10 bzw. 11 aufgeklebt, deren äussere Oberfläche mit einer gelochten Folie aus Kunst- stoff od. dgl., z. B. mit einer gegebenenfalls gemusterten Plastikfolie 12 kaschiert ist. Die Per- forationslöcher 13 der Plastikfolie 12 können in beliebiger Anordnung möglichst gleichmä- ssig über die gesamte Folienfläche verteilt sein. Die Schaumstoffschicht 10 bzw. 11 kann verhältnsimässig schwach sein, z. B. eine Stärke von 5 mm haben. Die Praxis hat gezeigt, dass eine solche Stärke in Verbindung mit den Dämmplatten und den inneren, reflektierenden Flächen 9 ausreicht, um eine erhebliche Schalldämmung zu erzielen.
Jede Platte 1 wird an ihrem Umfang von Randleisten 14 eingefasst, die z. B. aus Kunststoffpro- filen bestehen können, Die Randleisten 14 können mit widerhakenartigen Zapfen 15 versehen sein, welche in den Holzrahmen 4 eingeschlagen werden. Die Seitenränder 16 der Randleisten 14 sind nach der Wandplatte hin mit Vorsprüngen versehen, welche über die kaschierten Schaumstoffschichten 10,11 greifen und dieselben an den Plattenrändern sichern.
Die Gesamtstärke einer Platte 1 kann z. B. 50 mm betragen. Die Höhe und Breite der Trennwände kann beliebig gewählt werden. Beispielsweise hat eine Trenn-oder Stellwand eine Gesamthöhe von 1480 mm und eine Breite von zirka 800 oder 1600 mm. Die Glasaufsätze 3 können eine Höhevon z. B. 220 mm haben. Die Befestigung der Glasplatten 3 auf den Wandplatten 1 erfolgtvorzugsweise durch jeweils zwei glasklare Kunststoffhalter, Die Pfosten 2 können aus Stahlprofile hergestellt sein.
Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf die vorstehend angegebenen Abmessungen oder Einzelheiten, sondern sie umfasst alle Varianten im Rahmen des wesentlichen Erfindungsgedankens, PATENTANSPRÜCHE :
1. Schallisolierende Trenn- oder Stellwand, die gegebenenfalls mit einem Glasaufsatz versehbar ist, insbesondere zur Unterteilung von Grossräumen od. dgl. ortsbeweglich ist und mindestens eine aufstellbare und gegebenenfalls mit andern Wandelementen kuppelbare Wandplatte mit zwei voneinander distanzierten schalldämmenden Schichten aufweist, die mindestens einen mit schallreflektierenden, schallbrechenden bzw.
schallablenkenden Flächen insbesondere zur Wandplattenebene geneigten Metallfolien versehenen Hohlraum bilden, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (8) in an sich bekannter Weise von zwei in Abstand gehaltenen Schalldämmplatten (6,7) gebildet ist, an deren Aussenflächen mit vorzugsweise perforierten Kunststoffolien (12) od. dgl. kaschierte Schaumstoffschichten (10,11) angeordnet sind.
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