AT247884B - Lithographisches Druckplattenmaterial - Google Patents

Lithographisches Druckplattenmaterial

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AT247884B
AT247884B AT949263A AT949263A AT247884B AT 247884 B AT247884 B AT 247884B AT 949263 A AT949263 A AT 949263A AT 949263 A AT949263 A AT 949263A AT 247884 B AT247884 B AT 247884B
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ferrocyanide
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lithographic printing
zinc
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Kalle Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Lithographisches Druckplattenmaterial 
 EMI1.1 
 

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 einem   hydrophilen Metall-Ferrocyanid befindet.   Die hydrophile Metall-Ferrocyanidschicht kann nach den in den USA-Patentschriften Nr. 2,952, 536, Nr. 2,988, 988 oder Nr. 3,001, 872 gegebenen Lehren herge- stellt sein. So kann man   z. B.   auf der Unterlage eine Zink-Ferrocyanid-Schicht dadurch herstellen, dass man eine auf der Unterlage vorhandene Dispersion von Zinkoxyd in einem geeigneten Bindemittel mit einer angesäuerten Lösung von Kalium-Ferrocyanid behandelt. Ebenso kann man auch Zink-Ferrocyanid in einem geeigneten Bindemittel suspendieren und direkt auf die Unterlage aufbringen. Wie in der USA-
Patentschrift Nr. 2, 988, 988 bereits beschrieben, können auch andere Materialien als Zinkoxyd, z. B.

   Zink- sulfid, Bleioxyd u. dgl. zur Herstellung der hydrophilen Schicht Verwendung finden, und anderseits kön- nen ausser Kalium-Ferrocyanid auch   Natrium- oder Calcium-Ferrocyanid   dazu benutzt werden, um auf der Unterlage Zink-Ferrocyanid oder ein anderes Ferrocyanid zu erzeugen. Die Ferrocyanidlösung kann mit einer der in der Patentschrift genannten Säuren sauer gestellt werden, z. B. mit Essigsäure, Oxalsäure,
Weinsäure, Citronensäure, Gallusgerbsäure, Salzsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure oder Schwefelsäure. 



   Nach der Erzeugung der hydrophilen Metall-Ferrocyanidschicht auf der Unterlage wird die Oberflä- che der Unterlage mit Wasser gewaschen, getrocknet und anschliessend mit einer wässerigen Lösung einer wasserlöslichen, lichtempfindlichen Diazoverbindung sensibilisiert. 



   Die auf diese Weise lichtempfindlich gemachte Oberfläche wird dann unter einem negativen Origi- nal,   z. B.   einem photographischen Film. belichtet, wozu man eine an ultravioletten Strahlen reiche
Lichtquelle verwendet. Dadurch wird die Diazoverbindung an den Stellen, die vom Licht getroffen wer- den, zersetzt. Das so gebildete Lichtzersetzungsprodukt ist oleophil und bildet die Bildstellen, während die unzersetzte Diazoverbindung, welche an den nicht das Bild tragenden Stellen noch vorhanden ist, leicht mit Wasser oder Feuchtmittel entfernt werden kann. Die oleophilen Bildstellen nehmen Druckfar- bei gut an, und man erhält Kopien von guter Qualität, wenn man die Platte in einer Offsetmaschine zum
Drucken verwendet. 



   Als wasserlösliche, lichtempfindliche Verbindung kann man z. B. die in den USA-Patentschriften
Nr. 2, 063,631, Nr. 2, 679, 498 und Nr. 3, 061, 429 genannten Verbindungen verwenden. Es handelt sich dabei um Produkte, die durch Kondensation einer'aromatischen Diazoniumverbindung mit einer organi- schen Verbindung, die eine   reaktionsfähige Carbonylgruppe   aufweist, in Gegenwart eines sauren Konden- sationsmittels erhältlich sind, sowie um Chloride oder Bromide der aus   p-Amino-diphenylamin und seinen  
Derivaten erhältlichen Diazoniumverbindungen. 



   - Die Erfindung wird im folgenden an Hand von spezifischen Beispielen erläutert :   Beispiel l :   Ein gegen das Eindringen organischer Lösungsmittel vorbehandelter Papierträger wird mit einer Suspension von Zinkoxyd in einem   Siliconharz-Bindemittel   beschichtet. Die Zinkoxydsuspen- sion in dem Bindemittel wird in einer Toluollösung auf die Unterlage aufgebracht, und die Oberfläche des derart beschichteten Trägers wird anschliessend bei Temperaturen zwischen 80 und   1600C getrocknet.   



   Um die Oberfläche des so beschichteten Materials hydrophil zu machen, wird sie mit folgender Lö- sung behandelt :
100 ml angesäuerter eiger Lösung von Kaliumferrocyanid in Wasser
0, 35 g des Netzmittels"Nekal BX" (Natriumsalz von Alkylnaphthalinsulfonat)
50 ml Isopropanol. 



   Während der Behandlung mit dieser Lösung reagiert die Zinkoxydschicht gemäss der folgenden Glei- chung :   2 ZnO   + Fe (CN)   '" + 4H+   =   Zn2Fe (CN) s + H20   
Die so entstandene Schicht besteht aus Zink-Ferrocyanid, welches hydrophil ist. Diese hydrophile
Oberfläche wird anschliessend durch Behandlung mit einer 1,   2%igen   wässerigen Lösung des Zinkchlorid- doppelsalzes eines Kondensationsproduktes aus Formaldehyd und diazotiertem   p- Aminodiphenyl-amin   lichtempfindlich gemacht. 



   Anschliessend wird die lichtempfindliche Oberfläche unter einem negativen Original, z. B. einem photographischen Film, belichtet, und das so entstehende latente Bild durch Waschen der Platte mit Was- ser entwickelt, wobei die lichtempfindliche Verbindung entfernt wird. Da die Bildstellen oleophil sind, nehmen sie Druckfarbe gut an, wenn man die Platte in eine Offsetmaschine einspannt, und man erhält
Kopien von guter Qualität. 



     Beispiel 2 :   Eine aus Papier bestehende Unterlage, die gegen das Eindringen von organischen Lö- sungsmitteln vorbehandelt worden ist, wird mit der folgenden Suspension beschichtet : 

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 EMI3.1 


AT949263A 1962-11-27 1963-11-27 Lithographisches Druckplattenmaterial AT247884B (de)

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