AT247278B - Verfahren zur Beschichtung von Textilien - Google Patents
Verfahren zur Beschichtung von TextilienInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Beschichtung von Textilien Textilien, insbesondere Teppiche, werden zur Verbesserung ihrer Eigenschaften bekanntlich vielfach auf der Unterseite mit einer Appretur versehen. Diese besteht überwiegend aus Latex- oder Kunstharz-Mischungen. Bei der Herstellung von Teppichen, bei denen der Flor im Gegensatz zu den gewebten Teppichen nicht mit dem Grundgewebe verflochten, sondern nur eingenadelt ist, ist eine solche Rückenbeschichtung unerlässlich, weil nur dadurch der Flor fest auf dem Grundgewebe verankert wird. Dazu wurde bisher auf der Unterseite des Teppichs eine verhältnismässig dünne und glatte Schicht Gummi oder polymerisiertem Kunstharz erzeugt, die zwar eine gute Befestigung des Flors im Grundgewebe ergibt, jedoch nicht elastisch ist und insbesondere beiKunstharzausrüstungen dem Material keine besondere Rutschfestigkeit verleiht. Man hat auch versucht, beispielsweise Teppichen elastische, federnde Eigenschaften dadurch zu geben, dass diese auf eine Schaumgummi- oder aus verschäumtem Kunstharz bestehende Unterlage gelegt wurden oder dass diese Schaumstoffunterlagen durch Vulkanisation oder Verkleben mit der Rückseite des Teppichs fest verbunden wurden. Dieses zweistufige Verfahren ist umständlich und kostspielig. Dieser Nachteil wird durch die Erfindung überwunden. Erfindungsgemäss werden Teppiche in sehr einfacher Weise mit festhaftenden und haltbaren Schaumbeschichtungen versehen, welche den Teppich rutschfest, weich und elastisch machen. Bei Teppichen mit eingenadeltem Flor wird gleichzeitig durch einmalige Beschichtung, d. h. ohne vorherige Unterbeschichtung, eine ausgezeichnete Befestigung des Flors in dem Grundgewebe erzielt. Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass die aufgetragene verschäumte Masse zunächst einemGeliervorgang bei erhöhtertemperaturunterworfen, dann bei demdurchgang zwischen zweiDruckwalzen, deren obere mit einer Prägung versehen ist, während die untere einen elastischen Belag aufweist, mit dem Teppich fest verbunden und mit einem Muster versehen und schliesslich durchvulkanisiert oder getrocknet wird. Bei Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens können sehr hohe Füllstoffmengen eingearbeitet werden, ohne dass die durchvulkanisierte Beschichtung gegen mechanischen Abrieb zu anfällig wird. Bekanntlich weist eine normale Schaumgummibeschichtung mit glatter Oberfläche und auch dann, wenn diese nur leicht geprägt ist, eine sehr empfindliche Struktur auf. Füllt man solche Schaumgummimassen mit anorganischen Füllstoffen, so wird mit steigender Füllstoffmenge die Elastizität des Gummis geringer und dadurch die Gefahr einer Beschädigung durch Abrieb grösser. Daher werden für derartige Beschichtungen vorwiegend ungefüllte oder nur sehr gering gefüllte Zubereitungen verwendet. Eine Füllung mit 201o anorganischem Füllstoff. berechnet auf Latex-Trockensubstanz. gilt als zulässige Höchstmenge. Es hat sich nun gezeigt, dass beiAnwendung des erfindungsgemässen Verfahrens infolge der beim Prägen eintretenden Verdichtung und Verfestigung des Schaumes, selbst Latexzubereitungen mit einem Füllstoffgehalt von 15rJ1/o und mehr, berechnet auf Latex-Trockengehalten, eingearbeitet werden können, ohne dass eine zu starke Empfindlichkeit der fertigen Beschichtung gegen mechanischen Abrieb zu beobachten ist. Hiedurch werden die Materialkosten der Beschichtung sehr verbilligt. <Desc/Clms Page number 2> Weiterhin bewirkt ein hoher Füllstoffgehalt eine gewisse Verhärtung und Versteifung derBeschichtung, was in vielen Fällen erwünscht ist, da Teppiche mit eingenadeltem Flor, aufgerauhte Gewebe, Filze u. dgl. im unbeschichteten Zustand weiche und häufig lappige Gebilde sind, die jedenfalls. um als Fuss- bodenbelag geeignet zu sein, einer gewissen Verfestigung bzw. Versteifung bedürfen. Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung noch weiter erläutert werden, welche schematisch eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens zeigt. Das gleichmässige Auftragen der zuvor in üblicher Weise verschäumten Masse auf das zu beschich- tende Gut, welches als durchlaufendes Band 1 dargestellt ist, muss mit Rücksicht auf die begrenzte Be- ständigkeit solcher Schäume-im Falle eines Latexschaumes wegen der fortschreitenden Gelierung-inner- halb kurzer Zeit und möglichst rückstandlos erfolgen. Die Vergleichmässigung des Schaumes erfolgt durch ein Zahneisen 3. In einem Ofen 4 findet die Gelierung oder Antrocknung des Schaumes bei höherer Temperatur, vorzugsweise bei etwa 120 C, statt. Das Gut passiert anschliessend ein Druckwalzenpaar 5 und 6. von dem die obere Walze 5 mit einer Wasserkühlung versehen sein und eine Prägung im Waf- felprofil aufweisen kann, während die untere Walze 6 glatt oder mit einem elastischen Belag verse- hen, lediglich den Gegendruck erzeugt. Im Anschluss an diese Prägung wird der Teppich in einem Vulkanisier- oder Trockenofen 7 in be- kannter Weise durchvulkanisiert und getrocknet. Beispiel 1 : In einem geeigneten Rührwerk werden 40 Teile Zentrifugenlatex mit etwas Seife. den üblichen Vulkanisations-und Alterungsmitteln und 36 Teilen Kreide und so viel Wasser vermischt, dass die Mischung gut rührbar ist. Nachdem die Mischung homogen verrührt worden ist, wird sie in einem Schlagschaumrührwerk im Verhältnis 1 auf 4 mit Luft verschäumt und in den Schaum werden noch zum Schluss 10 Teile einer eigen Ammoniumchloridlösung als Geliermittel eingerührt. Der Schaum wird in einer Schichthöhe von 6 mm auf das zu beschichtende Textilmaterial aufgetragen. Anschliessend wird 2 - 3 min bei 1200C geliert, geprägt und 20 min bei 1400C vulkanisiert. Es resultiert einmit geprägtem Schaumgummi beschichtetes Material, welches eine gewisse Steifheit besitzt. und trotz der hohen Füll- mittelmenge eine überraschend gute Abriebfestigkeit der Appretur aufweist. B eisp iel 2 : 34 Teile Zentrifugenlatex werden mit etwas Seife, den üblichen Vulkanisations- und Alterungsmitteln, 27 Teilen Kreide und 14 Teilen einer SOigenPolyvinylacetatdisperslonundso vielWas- ser vermischt, dass die Menge gut rührbar ist. DieserAnsatz wird in gleicher Weise, wie in Beispiel 1 be- EMI2.1 eine wesentlich steifere Beschichtung als nach Beispiel 1.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Beschichten von Faserstoffen, insbesondere Teppichen, durch Aufbringung von verschäumten Latex-und/oder Kunstharzzubereitungen, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgebrachte verschäumte Masse zunächst einem Geliervorgang bei. erhöhter Temperatur unterworfen, dann beim Durchgang zwischen zwei Druckwalzen einem Pressdruck ausgesetzt, mit dem Teppich fest verbunden und mit einem Prägemuster versehen und schliesslich durchvulkanisiert oder getrocknet wird.
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