AT247133B - Fließbildmikrorollfilm-Aufnahmegerät - Google Patents

Fließbildmikrorollfilm-Aufnahmegerät

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Publication number
AT247133B
AT247133B AT532062A AT532062A AT247133B AT 247133 B AT247133 B AT 247133B AT 532062 A AT532062 A AT 532062A AT 532062 A AT532062 A AT 532062A AT 247133 B AT247133 B AT 247133B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
film
microroll
negatives
flow chart
exposure
Prior art date
Application number
AT532062A
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English (en)
Inventor
Ulrich Dr Welp
Original Assignee
Ulrich Dr Welp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Priority to DE1963W0029914 priority patent/DE1873443U/de
Priority to CH767563A priority patent/CH409618A/de
Priority to GB2468063A priority patent/GB1043583A/en
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  • Photographic Processing Devices Using Wet Methods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Fliessbildmikrorollfilm-Aufnahmegerät 
Die Erfindung betrifft ein Fliessbildmikrorollfilm-Aufnahmegerät zur Ablichtung von Vorlagen in grosser Stückzahl auf ein langes kontinuierliches Filmband, bei dem der Film synchron mit der Bewegung der Vorlagen von einer Geberspule abgerollt und über einen Bildschlitz zu einer Filmnehmerrolle geführt wird. Bei Geräten dieser Art ist es bekannt, nach vollständiger Belichtung des Materials die Spule mit dem belichteten Film dem Gerät zu entnehmen und einem gesonderten Entwicklungsgerät zur Weiterbehandlung zuzuführen. 



   Nachteilig bei diesen bekannten Geräten ist somit, dass immer erst eine ganze Filmspule verarbeitet sein muss, ehe die Entwicklung erfolgen kann. Will man aber bei den bekannten Geräten in Sonderfällen eine Entwicklung durchführen, ohne dass vorher die ganze Spule belichtet wurde, so ist ein erheblicher Verlust von Filmmaterial in Kauf zu nehmen, der dadurch entsteht, dass in dem Aufnahmegerät der belichtete Film ein grosses Stück weitergespult und dann zertrennt werden muss.

   Für solche Fälle der Praxis, wo es erwünscht ist, vollautomatisch zu arbeiten, also dem Aufnahmegerät die Vorlagen kontinuierlich zuzuführen und nach der Belichtung dem Gerät zu entnehmen und sofort andernorts weiter zu verwenden, sind daher die bekannten Fliessbildmikrorollfilm-Aufnahmegeräte nicht geeignet, da bei Auftreten von Versagern deren Feststellung erst möglich ist, wenn die zur Gänze belichtete Filmspule entwickelt und geprüft worden ist. 



   In vielen Fällen ist jedoch die durch den Versager nichtkopierte Vorlage nicht mehr verfügbar, so dass die Vorlage entweder nur nach Überwindung von Schwierigkeiten wieder beschafft werden kann oder, falls dies nicht möglich ist, unter Umständen durch das Nichtkopieren einer Vorlage nicht wieder gutzumachender Schaden entstehen kann. 



   Die Nachteile der eingangs erwähnten Fliessbildmikrorollfilm-Aufnahmegeräte können jedoch vermieden werden, wenn erfindungsgemäss hinter dem Belichtungsschlitz und vor der Filmnehmerrolle ein Fixierentwicklungsgerät angeordnet ist. Bei einer solchen Anordnung hat man erfindungsgemäss schon kurz nach der Belichtung die fertigen Negative zur Verfügung und auch bei unterbrochenem Arbeitsablauf wird gleichmässige Dichte auf dem ganzen Filmband erreicht. Infolgedessen spielt die Länge der Filmeinheit bzw. die Länge der Serie der Aufnahmen keine Rolle mehr. 



   Unter einem Fixierentwicklungsgerät ist ein Gerät zu verstehen, das mit einem Medium gespeist ist, welches die Entwicklung und die Fixierung gleichzeitig ausführt. 



   Schliesslich sei noch auf Aufnahmekameras, z. B. für Fernsehaufnahmen, hingewiesen, bei denen nach erfolgter Belichtung, die dort nach dem Prinzip der Kinoaufnahmekameras erfolgt, der Film sofort in ein Entwicklerbad und daran anschliessend in ein Fixierbad gelenkt wird. Bei diesen Kameras ist es aber notwendig, dass der Film dauernd in gleichmässiger Bewegung bleibt, weil sonst die Dichte der Negative je nach Geschwindigkeit des Filmlaufes und damit der Aufenthaltszeit im Entwicklungsbad unterschiedlich grau wäre, beim Stillstand des Gerätes würde der in der Entwicklungslösung sich befindende Film völlig schwarz. Diskontinuierlicher Betrieb ist also bei derartigen Geräten nicht möglich. 



   Des weiteren sind auch Geräte, z. B. zur Herstellung von Photokopien bekannt, bei denen von einer unbelichteten Rolle Kopierpapier abgespult, abschnittweise belichtet und dann ebenfalls abschnittweise in voneinander   getrennten Entwicklungs-und Fixiergefässen   nach Abtrennen vom Papierband entwickelt wird. 

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    Die Erzeugung eines kontinuierlichen Papierbandes, auf dem sich entwickelte Aufnahmen befinden, ist somit nicht möglich. 



  Durch die erfindungsgemässe Anordnung des Fixierentwicklungsgerätes hinter dem Belichtungsschlitz und vor der Filmnehmerrolle ist es, wie bereits ausgeführt wurde, möglich, den Arbeitsablauf beliebig zu unterbrechen und auch bei unterbrochenem Arbeitsablauf gleichmässige Dichte der Negative auf dem ganzen Filmband zu erreichen. Dadurch dass die Arbeitsweise der Kamera beliebig unterbrochen werden kann, ohne dass bei Unterbrechungen die Qualität der Filmnegative eine Einbusse erleidet, ist es möglich, das Fixierentwicklungsgerät mit einer Vorrichtung zu koppeln, welche kontinuierlich die Dichte der Negative überwacht und bei Abweichung der Dichte von einem Sollwert einen Steuerbefehl, z. B. zum Stillsetzen, auslöst. Die Möglichkeit, die Arbeitsweise der Kamera beliebig zu unterbrechen, eröffnet der Erfindung ein weites Anwendungsgebiet. 



  In diesem Zusammenhang sei z. B. darauf hingewiesen, dass der Erfindungsgegenstand bei seinem Einsatz im Postscheckbetrieb es ermöglicht, dass täglich innerhalb weniger genau festgelegter Betriebsstunden zirka drei Millionen Postschecks in maximal 30 Buchungssystemen mit angeschlossener Mikrofilmanlage elektronisch sortiert, gebucht und auf Mikrofilm archiviert werden können, so dass es möglich ist, den Postscheckbetrieb vollautomatisch zu gestalten. 



  Es ist hiebei selbstverständlich unerlässlich, dass die aufgenommenen Mikrofilme noch vor dem Versand der Schecks, also unmittelbar nach der Aufnahme, auf einwandfreie Qualität hin überprüft werden. 



  Da es gemäss der Erfindung möglich ist, den Arbeitsablauf jederzeit zu unterbrechen, ohne dass die Qualität der Filmnegative hiedurch leidet, ist es möglich, auch der geforderten Prüfung der Schecknegative durch Vorsehen entsprechender Steuerungen nachzukommen. So kann z. B. die Steuerung bei automatischer Zuführung der Vorlagen einen Vorlagenspender stillsetzen, so dass bei Vorliegen einer Störung im Aufnahmegerät keine Vorlagen mehr zugeführt werden. Auch ist es möglich, das Fixierentwicklungsgerät mit einer Vorrichtung zu koppeln, die kontinuierlich die Dichte der Negative überwacht und bei Abweichung der Dichte von einem Sollwert einen Steuerbefehl, z. B. zum Stillsetzen, auslöst. Als Testmaterial für die Dichtemessung kann hiebei ein lückenlos durch die Belichtungslampen des Aufnahmegerätes direkt belichteter Randstreifen des Filmes als Graufeld dienen. 



  Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen in Fig. 1 in Seitenansicht und in Fig. 2 in Draufsicht rein schematisch dargestellt. 



  An einen Vorlagenspender, z. B. eine Buchungsmaschine B schliesst sich das Fliessbildmikrorollfilm-Aufnahmegerät A an. 



  Die Ausbildung des Vorlagenspenders B ist beliebig, ebenso die Art der Vorlagen. Als Ausführungs- beispiel sei angenommen, dass es sich bei dem Vorlagenspender um eine Buchungsmaschine B und bei den Vorlagen um von der Buchungsmaschine zu bearbeitende Scheckformulare handelt. 



  Im Filmaufnahme- und Entwicklungsgerät wird der Film von der unbelichteten Filmspule 1 dem eigentlichen Aufnahmegerät mit Belichtungseinrichtung 2, Lichtsteuerung 3 und Objektiv 4 zugeführt. Mit der Mikrofilmaufnahmekamera ist ein Fixierentwicklungsgerät 5 zu einer Einheit zusammen- gefasst. Die Fixierentwicklung ist an sich bekannt, z. B. für die Zielphotographie bei Sportveranstaltungen. 



  Im Anschluss an das Fixierentwicklungsgerät 5 sind angeordnet eine Betrachtungslupe 6, eine Vorrichtung 7 zur Dichtemessung und eine Vorrichtung 8 zur Filmlaufkontrolle. Im Anschluss an diese Vorrichtungen wird der Film bei 9 gewässert, bei 10 getrocknet und bei 11 aufgespult. 



  Die Vorlagen V, z. B. Scheckfonnulare, werden dem Fliessbildmikrofilm-Aufnahmegerät z. B. in einer Stückzahl von etwa 15 Schecks je sec, auf einem Band 12 zugeführt. Über diesem Band liegt eine Aufnahmekamera, während die Vorrichtungen zum Entwickeln, Kontrollieren, Wässern, Trocknen und Aufspulen des Filmes zweckmässig neben dem Band liegen, wie aus dem unteren Teil der Zeichnungen ersichtlich ist.   
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Erfindungsgemäss geschieht dies dadurch, dass das Fixierentwicklungsgerät mit einer Vorrichtung gekoppelt ist, welche kontinuierlich die Dichte der Negative überwacht und bei Abweichung der Dichte von einem Sollwert einen Steuerbefehl, z. B. zum Stillsetzen, auslöst.

   Hiebei wird ein Filmrand durch die Be- 

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 lichtungseinrichtung 2 des Aufnahmegerätes A lückenlos direkt belichtet, so dass ein willkürlich belichtetes Graufeld als Testmaterial für die Dichtemessung erhalten wird. Nach der Fixierentwicklung wird dieses Graufeld durch einen Lichtstrahl durchsetzt und mit einem Photohalbleiter gemessen. Der Messwert wird automatisch mit einem gewünschten Sollwert in einem Differenzverstärker verglichen. 



  Übersteigt die so gewonnene Regelabweichung eine wählbare bzw. einstellbare Schranke, so dient sie als Signal für einen Steuerbefehl, z. B. zum Stillsetzen des Vorlagenspenders und des   Filmaufnahme-und   Entwicklungsgerätes. 



   Eine weitere Kontrollvorrichtung besteht in einem Röllchen, über welches der Film vor der Dichtemessung läuft. Durch dieses Röllchen wird, falls kein Film läuft, ein Kontakt geschlossen und dadurch ebenfalls ein Steuerbefehl ausgelöst. 



   Unabhängig von der erwähnten Dichtemessung muss ferner das Licht der Belichtungseinrichtung 2 ständig überwacht werden, um seine Veränderung oder sein Erlöschen sofort festzustellen und dadurch ebenfalls Steuerbefehle auszulösen. 



   Eine weitere Kontrollvorrichtung dient dazu, ein Reissen des Filmbandes vor dem Objektiv 4 zu kontrollieren. Hiezu dient beispielsweise eine vor dem Objektiv angeordnete Rolle, die vom   Filmband   bewegt wird und, solange sie sich dreht, ein Signal gibt. 



   Dieses Signal kann beispielsweise durch das Umdrehen der Rolle als Induktionsspannung dienen. Fällt das Signal aus, so bildet dies wieder Anlass zu einem Steuerbefehl zum Stillsetzen der Apparatur. Damit das Bedienungspersonal durch Augenschein von der einwandfreien Qualität der entwickelten Filme bzw. der Mikrofilmaufnahmen sich überzeugen kann, läuft der Film dort, wo er fertig entwickelt und fixiert, aber noch nicht gewässert aus der Entwicklung austritt, über eine von unten beleuchtete Mattglasscheibe. 



  Über dieser Scheibe ist zweckmässig eine   Vergrösserung- bzw.   Betrachtungslupe 6 angeordnet, mit der die Qualität des Filmes durch Augenschein geprüft werden kann. 



   Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte und beschriebene Ausführungsform beschränkt, vielmehr können Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes geändert und den jeweiligen Bedürfnissen des Einzelfalles angepasst werden, ohne vom grundsätzlichen Erfindungsgedanken abzuweichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Fliessbildmikrorollfilm-Aufnahmegerät zur Ablichtung von Vorlagen in grosser Stückzahl auf langes kontinuierliches Filmband, bei dem der Film synchron mit der Bewegung der Vorlagen von einer Geberspule abgerollt über einen Bildschlitz zu einer Filmnehmerrolle geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass hinter dem Belichtungsschlitz und vor der Filmnehmerrolle ein Fixierentwicklungsge- rät angeordnet ist, wodurch schon kurz nach der Belichtung die fertigen Negative zur Verfügung stehen und auch bei unterbrochenem Arbeitsablauf gleichmässige Dichte der Negative auf dem ganzen Filmband erreicht wird.
AT532062A 1962-07-03 1962-07-03 Fließbildmikrorollfilm-Aufnahmegerät AT247133B (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT532062A AT247133B (de) 1962-07-03 1962-07-03 Fließbildmikrorollfilm-Aufnahmegerät
DE1963W0029914 DE1873443U (de) 1962-07-03 1963-02-22 Fliessbild-mikrofilm-aufnahmegeraet.
CH767563A CH409618A (de) 1962-07-03 1963-06-20 Fliessbild-Mikrofilm-Aufnahmegerät
GB2468063A GB1043583A (en) 1962-07-03 1963-06-21 Running image microfilm photographic device

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT532062A AT247133B (de) 1962-07-03 1962-07-03 Fließbildmikrorollfilm-Aufnahmegerät

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AT247133B true AT247133B (de) 1966-05-25

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ID=3574474

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AT532062A AT247133B (de) 1962-07-03 1962-07-03 Fließbildmikrorollfilm-Aufnahmegerät

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