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Tastatur zur Betätigung elektrischer Kontakte
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das gesamte Tastenfeld mit aufgestütztem Arm betätigt werden kann und bei der die Schaltkontakte so angeordnet sind, dass ohne deren besondere Verkapselung ein Ansetzen von Staub od. dgl. auf der Kontakt- 'fläche nicht möglich ist. Darüber hinaus wird zur besseren Wartung der Einrichtung eine übersichtlichere und zugänglichere Anordnung der Bauelemente angestrebt. Des weiteren soll die Übertragung bei Druck i auf die Taste vereinfacht und die Kontaktbetätigung über Fingerkombinationen durch konstruktive Ver- änderungen beseitigt werden.
Die erfindungsgemässe Lösung der Aufgabe, bei der von einer Taste über eine Zugstange und eine
Kontaktbetätigungsschiene Kontakte betätigt werden, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktbe- tätigungsschienen horizontal gelagert sind und über Zwischenglieder mit einer vertikal angeordneten ) Zugstange od. dgl. in Wirkverbindungen stehen und dass die Zugstangen an zueinander verhältnisgleichen
Doppelarmhebeln angelenkt und an den Doppelarmhebeln dem Tastendruck entgegenwirkende Zugfedern verhältnisgleich angeordnet sind.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass zwischen den Doppelarmhebeln und den hori- zontalen Kontaktbetätigungsschienen Zugstangen vertikal und Klinken horizontal angebracht sind und dass , die Klinke mit ihrer Aussparung über einer Nase der Zugstange liegt und anderseits schwenkbar an der
Kontaktbetätigungsschiene befestigt ist.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die Doppelarmhebel der Tasten für Mehrfach- lochung duplizieren und Umschaltung bei doppelt mit Zeichen belegten Tasten mit einer Zugstange verbunden sind, die an ihrem unteren Ende eine Führungsfläche für einen Zapfen der horizontalen Kon- taktbetätigungsschiene besitzt und dass zur Variierung des Schaltweges die Zugstange an einer justier- baren Platte anliegt.
Ein besonderes Merkmal der Erfindung, bei dem zur Vermeidung von Doppelbetätigung einer Taste, der Zahlentasten 0 - 12, oder der Schrittaste, der Rücktaste, der Tasten-Konstanteneingabe, Sprung,
X-Sprung, Karteneinführung oder Zuführung, eine Tastensperre vorgesehen ist, deren kennzeichnende
Merkmale darin bestehen, dass eine Aufnahmevorrichtung, bestehend aus einem Führungskamm mit einer
Nut vorgesehen ist, und dass die Nut durch eine kammartig ausgebildete Platte abgedeckt ist und dass die gesamte einstellbare Länge der Nut so mit Kugelpaaren ausgefüllt ist, dass ein Zwischenraum besteht, der der Breite einer Klinke entspricht, wobei die Summe der Durchmesser zweier aneinanderliegender Kugeln gleich der Teilung der angeordneten Klinken ist.
Eine besondere Ausbildung des obenerwähnten Merkmals besteht-darin, dass der Taste "Auslösung" keine Tastensperre zugeordnet ist.
An Hand eines in den Zeichnungen veranschaulichten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert : In den Zeichnungen bedeuten : Fig. l die erfindungsgemässe Tastatur in Seitenansicht, Fig. 2 das
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mit doppelten Zeichen belegt sind, in Draufsicht, Fig. 4 einen Ausschnitt aus einer horizontalen Kontaktbetätigungsschiene mit daran schwenkbar angeordneter Klinke für die Taste "Auslösung", bei der am Klinkenrücken eine'Aussparung vorgesehen ist, Fig. 5 ein Kontaktbetätigungsplättchen mit Nase, wie es an der horizontalen Kontaktbetätigungsschiene angeordnet ist, Fig. 6 ein Kontaktbetätigungsplättchen, wie in Fig. 5, jedoch ohne Nase, Fig. 7 eine Prinzipdarstellung einer Einrichtung zur Betätigung gemeinsamer Steuerkontakte, Fig. 8 die paketierten Kontaktfedersätze in einer Kontaktbank in Ansicht, Fig.
9 die erfindungsgemässe Tastatur für Mehrfachlochung ohne Tastensperre in Seitenansicht, Fig. 10 die erfindungsgemässe Tastatur für Duplizieren mit Tastensperre in Seitenansicht, Fig. 11 die Tastensperre entsprechend Fig. 10 in Wirkstellung schematisch in Draufsicht, Fig. 12 einen Kontaktfedersatz mit Betätigungseinrichtung für die Umschaltung der doppelt mit Zeichen belegten Tasten, entsprechend Fig. 3 in Seitenansicht, Fig. 13 eine Tastensperrvorrichtung in Seitenansicht, Fig. 14 eine Tastensperrvorrichtung im Schnitt, entsprechend der Linie A-A in Fig. 13.
Durch Druck auf eine Taste 1, Zahlentasten 0-12, Rücktaste, Taste Konstanteingabe, Taste Sprung, Taste X-Sprung, Taste Karteneinführung, Taste Auslösung, Taste Zuführung (Fig. 1 und 2), wird der Doppelarmhebel 2, der bei 3 drehbar gelagert ist, entgegen der Kraftwirkung einer Zugfeder 4 im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag 5 geschwenkt. Die zueinander verhältnisgleichen Doppelarmhebel 2 sind, wie auch die Zugfedern 4, vierfach gestaffelt angeordnet. Dadurch wird ein gleicher Schwenkweg aller Lagerstellen 6 der Doppelarmhebel 2 bei gleichen Tastenwegen und Tastendrücken erreicht. Die Doppelarmhebel 2. sind gegen seitliches Verdrücken in einem Führungskamm 7 geführt. Die Schrittaste 8 (Fig. 1 und 2) entspricht mit ihrem Hebelarmverhältnis den Zeichentasten und ist beiderseits bei 9 drehbar gelagert.
Sie besitzt gleichfalls eine Lagerstelle 6.
Die bei 6 drehbar gelagerten vertikalen Zugstangen 10 sind in einem Kamm 11 geführt und
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greifen mit ihrer Nase 12 in einen Ausschnitt 13 der Klinke 14 ein. Die Klinke 14 ist bei 15 drehbar mit einer Kontaktbetätigungsschiene 16 verbunden, welche in einem Doppelkamm 17 hori- zontal verschiebbar gelagert ist. Normalerweise ruht die Klinke 14 mit ihrer Schulter 18 auf einer allen Klinken 14 zugeordneten Leiste 19 und verhindert eine Bewegung in Richtung auf die Kon- takte 23 der unter Federkraft der Druckfeder 20 befindlichen Kontaktbetätigungsschiene 16.
Beim Schwenken eines Doppelarmhebels 2 bewegt sich die Lagerstelle 6 der vertikalen Zug- stange 10 auf einer Kreisbahn nach oben, und die Zugstange 10 schwenkt die Klinke 14 ent- gegengesetzt dem Uhrzeigersinn mit ihrer Schulter 18 entgegen der Federkraft einer Druckfeder 21 aus dem Anlagebereich der Leiste 19. Die entriegelte Kontaktbetätigungsschiene 16 bewegt sich unter Wirkung der Druckfeder 20 in Richtung auf die Kontakte 23, wodurch das an der Kontakt- betätigungsschiene 16 befestigte, aus Isoliermaterial bestehende Kontaktbetätigungsplättchen 22 (Fig. l und 5) die Kontakte 23 der Kontaktbank 24 (Fig. l und 8) schliesst.
Die am Kontaktbetä- tigungsplättchen 22 vorhandene Nase 25 (Fig. 1 und 5) stösst gegen eine, allen Kontaktbetätigungs- schienen 16 zugeordnete, bei 26 schwenkbar gelagerte Schwinge 27 (Fig. 1 und 7).
Bei Auslösung jeder beliebigen Kontaktbetätigungsschiene 16 mit Nase 25 wird der allen
Nasen 25 zugeordnete Anschlag 28 der Schwinge 27 die Schwinge 27 entgegen dem Uhr- zeigersinn geschwenkt und über den Schwingarm 29 mit Kontaktbetätigungsplättchen 30 (Fig. 7) der
Schwinge 27 ein weiterer Kontakt 31 der Kontaktbank 24, der neben den Kontakten 23 liegt, betätigt. Dieser Kontakt wird dazu verwendet, beispielsweise die Rückstellung der Tasten in die Ruhe- lage, den Schritttransport usw. einzuleiten. Sämtliche Kontaktfedersätze der Kontaktbank 24 sind paketiert und senkrecht angeordnet.
Durch die Schwenkbewegung der Klinke 14 tritt diese gleichzeitig in eine Tastensperre (Fig.. l, 13 und 14) ein und blockiert damit alle weiteren Tasten 1, ausser Taste "Auslösung" (Fig. 4), bei der durch die Aussparung 39 die Tastensperre (Fig. 13 und 14) nicht wirksam werden kann. Eine unbeab- sichtigte Wiederholung des gleichen Vorganges wird durch die Wirkung einer zweiten Klinke 33 verhindert. Diese ist gleichfalls am Drehpunkt 15 gelagert und befindet sich unter Wirkung einer Druckfeder 34. In der ausgelösten Stellung verdeckt diese Klinke 33, deren Ende etwas über das Ende der Klinke 14 hinausragt, den Ausschnitt 13.
Falls die Rückstellung der horizontalen Kontaktbetätigungsschiene 16 über die Klinke 14, die durch zwei Rückstellmagnete 35 entgegen der Zugfeder 36 bewerkstelligt wird, zeitlich früher geschieht, als das Loslassen der Taste 1, wird somit die vertikale Zugstange 10 um einen kleinen Betrag gegen die Feder 37 gedrückt und kann erst wieder in den Ausschnitt 13 einfallen, wenn die Taste 1 die Ruhelage erreicht hat. Der Anker des Rückstellmagneten 35, der von der datenverarbeitenden Maschine erregt wird, ist mit dem Schwingarm 38 beweglich verbunden. Die Zugfeder 36 sorgt dafür, dass der Schwingarm 38, der bei 40 drehbar gelagert ist, bei Nichterregung des Rückstellmagneten 35 am Bolzen 41 anliegt.
An dem Schwingarm 38 ist eine allen Klingen 14 zugeordnete Löschschwinge 42 befestigt, die bei Erregung der Rückstellmagneten 35 die ausgelöste Klinke 14 in ihre Ruhelage befördert. Bei der Betätigung der Funktionstaste"Mehrfachlochung"43 (Fig. 2 und 9) wird der Doppelarmhebel 2 und die Lagerstelle 6 um die Lagerstelle 3 kreisförmig im Uhrzeigersinn bewegt. In der Lagerstelle 6 ist mit dem Doppelarmhebel 2 die Zugstange 44 verbunden, die sich bei Betätigung der Taste 43 an der justierbaren Platte 45 gleitend und abstützend nach oben bis zum Anschlag 5 und damit gleichzeitig im Uhrzeigersinn bewegt. Im nichtgedrückten Zustand der Taste liegt die Zugstange 44 mit ihrer Schulter 46 auf einem Bolzen 47 der Kontaktbetätigungsschiene 16 auf.
Bei Druck auf die Taste 43 entfernt sich die Schulter 46 der Zugstange 44 vom Bolzen 47. Der Bolzen 47 dient somit als Begrenzung des unter Zug der Feder 4 stehenden Doppelarmhebels 2 und zur Fixierung der Ruhelage der Taste 43. Gleichzeitig erfolgt beim Drücken der Taste 43 über den Bolzen 47 eine Mitnahme der Kontaktbetätigungsschiene 16 entgegen dem Druck der Feder 48 in Richtung der Kontakte 23 und somit über das Kontaktbetätigungsplättchen 22 (Fig. 6 und 9) ein Schliessen der Kontakte 23 der Kontaktbank 24. Beim Loslassen der Taste 43 werden durch die Federn 4 und 48 die Kontaktbetätigungsschiene 16 sowie Zugstange 44 und Doppelarmhebel 2 in ihre Ruhelage zurückgebracht und damit die Kontakte 23 geöffnet.
Beim Druck auf die Taste "Du- plizieren"49 (Fig. 2 und 10) werden wie bei der Tastenübertragung für Mehrfachlochung (Fig. 2 und 9) der Doppelarmhebel 2 und die Lagerstelle 6 um die Lagerstelle 3 kreisförmig im Uhrzeigersinn bewegt. In der Lagerstelle 6 ist mit dem Doppelarmhebel 2 die Zugstange 44 verbunden, die sich bei Betätigung der Taste 49 an der justierbaren Platte 45 gleitend und abstützend nach oben bis zum Anschlag 5 und damit gleichzeitig im Uhrzeigersinn bewegt. Im nichtgedrückten Zustand der
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Taste 49 liegt die Zugstange 44 mit ihrer Schulter 46 auf einem Bolzen 47 der horizontalen Kontaktbetätigungsschiene 16 auf. Inde ; Lagerstelle 15 ist dieKontaktbetätigungsschiene 16 mit einer Klinke 50 drehbar verbunden, die durch die Druckfeder 21 auf der Leiste 19 aufliegt.
Bei Betätigung der Taste 49 bewegt sich die Kontaktbetätigungsschiene 16, an der das Kontaktbetätigungsplättchen 22 (Fig. 6, 9 und 10) befestigt ist, in Richtung auf die Kontakte 23 und schliesst dadurch die beiden Kontakte 23 der Kontaktbank 24. Die Klinke 50 tritt dabei in die Tastensperre
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11, 13 und 14) ein und blockiert somit sämtliche weiteren Tasten 1 ausser der Taste"Auslösung *Die Zugfeder 4 und die Druckfeder 48 sorgen für die Anlage des Bolzens 47 an der Zugstan- ge 44 und für die Rückführung der Kontaktbetätigungsschiene 16 und der Taste 49 in die Ruhe- lage. Dabei werden die Kontakte 23 geöffnet.
Je nach Anwendungszweck der Tastatur machen sich mit doppelten Zeichen belegte Tasten erforder- lich. Bei Tasten mit doppelter Zeichenbelegung, wie z. B. in Fig. 3 dargestellt, ist je nach Schaltungs- anordnung eine Umschaltung bei bedarfsweiser Eingabe des zweiten Zeichens erforderlich. Fig. 12 ver- anschaulicht eine derartige Umschaltung. Die Kontaktbetätigungsschiene 16 wird bei Druck auf die nichtdargestellte Umschalttaste, die entsprechend dem Beispiel in Fig. 9 arbeitet, in Richtung der Kon- takte 23 und 51 bewegt, wobei das Kontaktbetätigungsplättchen 22 (Fig. 6 und 12) den Kontakt 23 schliesst und den Kontakt 51 der Kontaktbank 24 öffnet. Eine Kontaktfeder des Kontaktes 23 ist mit einer Kontaktfeder des Kontaktes 51, z. B. bei 52, elektrisch leitend verbunden.
Durch diese Anordnung wird ein Umschaltkontakt hergestellt.
Die Tastensperre nach Fig. 13 und 14 bewirkt beim Betätigen einer Taste 1 oder der Duplizier- taste 49, ausser der Taste "Auslösung", ein Sperren aller weiteren Tasten 1 bzw. der Dupliziertaste 49. Dabei tritt eine der in den Kammschlifzen 58 geführten Klinken 14 oder 50 (Fig. l und
10) zwischen ein Kugelpaar 53, das in einer Nut 54 eines Führungskammes 55 gelagert und von einer ebenfalls kammartig ausgeführten aufgeschraubten Platte 56 am Herausfallen aus der Nut 54 des Führungskammes 55 gehindert wird. Dadurch ist es nicht möglich, eine weitere Klinke 14 oder 50 zwischen ein anderes Kugelpaar 53 einzuführen. Mittels der vorzugsweise mit Schraubengewinde versehenen Reguliermittel 57 kann die gesamte einstellbare Länge der Nut 54 reguliert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tastatur zur Betätigung elektrischer Kontakte, bei der von einer Taste über eine Zugstange und eine Kontaktbetätigungsschiene Kontakte betätigt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktbetätigungsschienen (16) horizontal gelagert sind und über Zwischenglieder mit einer vertikal angeordneten Zugstange, Zugseil od, dgl. (10, 44) in Wirkverbindung stehen und dass die Zugstangen, Zugseile od. dgl.
(10,44) in miteinander fluchtenden Lagerstellen (6) einseitig an Doppelarmhebeln (2) gelagert sind, deren beide Hebelarme zueinander ein für alle Hebel gleiches Verhältnis bilden, und die Längen der Hebelarme, d. i. der Abstand Taste (1) - Lagerstelle (6), unterschiedlich sind, wodurch gleiche Schwenkwege aller Lagerstellen (6) bei gleichen Schwenkwegen aller Tasten (1) erreicht werden, indem dann die Lagerstellen (3) der Doppelarmhebel (2) entsprechend den unterschiedlichen Hebelarmlängen der Doppelarmhebel (2) versetzt angeordnet sind, und dass an den Doppelarmhebeln (2) dem Tastendruck entgegenwirkende Zugfedern (4) vorgesehen sind, wobei die Abstände der Zugfedern (4) von den Abständen der Lagerstellen (3) der Doppelarmhebel (2) in einem bestimmten Verhältnis stehen, um für alle Tasten (1) den gleichen Tastendruck zu erhalten.
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