DE2508428B2 - Fehlerstromschutzschalter - Google Patents
FehlerstromschutzschalterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fehlerstromschutzschalter gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
Ein derartiger Fehlerstromschutzschalter ist aus der DE-AS 12 50 917 bekannt. Dieser Fehlerstromschutzschalter
weist eine geringe Bauhöhe auf, die er allerdings nur auf Kosten der Schalterbreite erlangt.
Hier ist nämlich der Summenstromwandler, der einen erheblichen Raumbedarf hat, zwischen den Anschlußklemmen
an der einen Längsseite des Schalters angeordnet, wodurch die Schalterbreite unerwünscht
vergrößert wird. Außerdem ist als manuelles Betätigungsorgan bei diesem Schalter ein Drehknopf
vorgesehen, was den heutigen Bedürfnissen nicht mehr entspricht. Für moderne Schaltgeräte der genannten
Art werden stattdessen Schwenkknebel gefordert, die — abgesehen davon, daß solche Schwenkknebel
aufgrund ihres großen Betätigungsweges nur vergleichsweise kleine Betätigungskräfte erfordern —
einige Vorteile bieten, nämlich zum Beispiel den, daß die Betätigungsrichtung nicht gesondert gekennzeichnet
sein muß oder auch jenen, daß sie sich auf verhältnismäßig einfache Art mit weiteren Schwenkknebeln
benachbarter Geräte koppeln lassen, um nur gemeinsam mit den benachbarten Schaltern betätigt werden zu
können.
Bereits bekannt ist auch ein Fehlerstromschutzschalter mit einem als Schwenkknebel ausgebildeten
Betätigungsorgan (DE-OS 15 63 671). Dieser Schalter weist ein T-förmiges Profil auf, bei dem im unteren,
ausladenden (den Querbalken des T bildenden) Teil die eigentliche Schaltkontaktvorrichtung und im schmäleren,
oberen Teil ein Summenstromwandler, ein Fehlerstromauslöser und ein Schaltschloß nebeneinander
angeordnet sind. Nachteilig bei diesem Fehlerstromschutzschalter ist für verschiedene Bedarfsfälle die
große Bauhöhe über einer Tragschiene, auf die ein derartiger Schalter aufzusetzen ist Die Entwicklungstendenz
bei derzeit üblich gewordenen und auch bei zukünftig vorgesehenen Verteilungstafeln und Verteilerschränken
geht aber dahin, nur verhältnismäßig geringe Bautiefen für die einzubauenden Schaltgeräte
vorzusehen.
Bekannt ist schließlich auch ein Selbstschalter, der vergleichsweise niedrig zu bauen ist (DE-PS 7 21 862).
Allerdings hat auch dieser Selbstschalter einen Drehgriff mit den bereits erwähnten Nachteilen; außerdem
ist in diesem Schalter kein Summenstromwandler vorgesehen, wodurch sich die Platzverhältnisse sowohl
für ein Schaltschloß als auch für den Auslösemagneten wesentlich anders darlegen als bei Fehlerstromschutzschaltern
moderner Konstruktion.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fehlerstromschutzschalter der eingangs erwähnten Art
so auszubilden, daß auch bei Verwendung eines Schwenkknebels eine geringe Bauhöhe des Schutzschalters
erzielbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Eine derartige Ausbildung und Zuordnung der einzelnen Teile zur manuellen Betätigung und automatischen
Auslösung des Schalters erlaubt eine besonders gedrängte und auch platzsparende Bauweise, ohne die
erforderliche Präzision und die erwünschte Funktionssicherheit zu beeinträchtigen. Außerdem sind diese
mechanischen Glieder, die zusammengenommen das sogenannte Schaltschloß bilden, weitgehend außerhalb
des Schaltergehäuses vorzumontieren, was beachtliche Erleichterungen bei der Montage und somit auch
Kosteneinsparungen nach sich zieht. Die erfindungsgemäße Ausbildung und Zuordnung der Teile des
Schaltschlosses zueinander gestattet auch eine sichere Beherrschung derjenigen Schwierigkeiten, die durch das
erforderliche Umlenken der zu übertragenden Kräfte von der Bewegungsebene des Betätigungsknebels zur
senkrecht dazu stehenden Bewegungsebene des Schaltschiebers entstehen.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 2 gegeben. Durch die Verwendung
einer Schaltstange, wie im Anspruch 2 vorgeschlagen wird, ist es auf einfache Weise möglich, den magnetischen
Auslöser bereits vor einem manuellen Einschaltvorgang in einen erneuten auslösebereiten Zustand zu
bringen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf einen Fehlerstromschutzschalter in Einbaulage,
F i g. 2 eine Seitenansicht gemäß F i g. 1 in Richtung des Pfeiles A bei abgenommener Seitenwand,
Fig.3 den Schaltmechanismus in der Fehlerstromschutzschalterstellung
»Ein« und bei Fehlerstromauslösung,
F i g. 4 den Schaltmechanismus in Stellung »Aus«,
F i g. 5 eine Schnittansicht entlang der Linie I-I in
Fig. 2.
Gemäß F i g. 1 und F i g. 2 sind bei einem T-profilförmigen,
mehrpoligen Fehlerstromschutzschalter an einem Querbalken 1 Anschlußklemmen 2 und an einem
Längsbalken 7 ein Summenstromwandler 8, ein
magnetischer Auslöser 9 und ein Schwenkknebel 10 mit darunterliegendem Schaltschloß angeordnet.
Der Schwenkknebel 10 ist auf einer Achse U gelagert, die parallel zu der mit einem Pfeil A
bezeichneten Bewegungsrichtung einer .Schaltschieberanordnung verläuft Quer zur Richtung des Pfeiles A
verläuft demnach die Bewegungsebene für das manuelle Umstellen des Schwenkknebels.
Gemäß Fig.2 ist der gesamte Mechanismus in Ruhestellung »Aus«. Dabei hält ein unter Federdruck
stehender Transporthebel 21 über einen Drahtbügel 15 und eine m Laschen 14 geführte Gelenkverbindung 13
den Schwenkknebel 10 entgegen dem kleinen Federdruck einer Feder 12 in Schaltstellung »Aus«.
Gemäß F i g. 3 hat der (in dieser Figur nicht gezeigte)
magnetische Auslöser 9 gerade ausgelöst, wodurch ein Auslösearm 22 in Stellung »Aus« fährt und dabei ein
Ende einer Auslöseklinke 23 niederdrückt, wodurch das andere Ende einen Klinkenhebel 16 an seinem Zapfen
17 entriegelt. In dieser Phase befindet sich der übrige Mechanismus noch in Einschaltstellung.
Unter dem Druck des unter Federdruck stehenden Transporthebels 21 auf eine Gelenkverbindung G mit
dem Drahtbügel 15 führt der entklinkte Klinkenhebel 16 eine leichte Drehung um eine Achse 20 gegen den
Uhrzeigersinn aus. Gleichzeitig gleitet die Gelenkverbindung G in einem ersten Führungsschlitz 18 aufwärts,
wodurch einerseits der Transporthebel 21 einen Schaltschieber 4 in Stellung »Aus« betätigt und
andererseits der Drahtbügel 15 über die Gelenkverbindung 13 den Schwenkknebel 10 in Stellung »Aus«
schiebt. Gleichzeitig wird durch die leichte Drehung des Klinkenhebels 16 entgegen dem Uhrzeigersinn eine am
Auslösearm 22 befestigte Schalistange 24 nach unten gezogen, wobei das untere Ende der in einem zweiten
Führungsschlitz 19 freibeweglichen Schaltstange 24 in eine nicht näher bezeichnete Ausformung einrastet.
Dadurch wird der magnetische AusJöser bereits vor
ίο dem manuellen Einschaltvorgang in einen erneuten
auslösebereiten Zustand gebracht. In der untersten Stellung angelangt, rastet das untere Ende der
Schaltstange 24 wieder aus und hat somit wieder einen freibeweglichen Sitz im zweiten Führungsschlitz.
Gemäß Fig.4 befindet sich der gesamte Mechanismus
in der Endstellung »Aus«. An der Lage des Auslösearms 22 ist jedoch erkennbar, daß sich der nicht
näher bezeichnete magnetische Auslöser bereits in auslösebereitem Zustand befindet. Zur Einschaltung des
Schalters ist die manuelle Betätigung des Schwenkknebels 10 notwendig.
Gemäß Fig.5 befindet sich eine im Querbalken
angeordnete elektrische Kontaktvorrichtung in Stellung »Aus«. Fest angeordnete Koniaktstücke 3 sind mit
Anschlußklemmen 2 verbunden. An einem Schaltschieber 4, der vom Transporthebel 21 (in dieser F i g. 5 nicht
angedeutet) betätigt wird, sind bewegliche Kontaktstükke 5 vorgesehen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Fehlerstromschutzschalter mit einem flach zum Schalterboden ausgerichteten Schaltkanimergehäuse,
welches einen Kontaktbrücken tragenden Schaltschieber mit darüber angeordneten mechanischen
Organen zur Schaltschieberbetätigung sowie einen Summenstromwandler und einen Fehlerstromauslöser
enthält, dadurch gekennzeichnet, daß
ein mit einem magnetischen Auslöser (9) gekuppelter Auslösearm (22) drehbar in der Ebene der
Bewegungsrichtung des Schaltschiebers (4) angeordnet ist und mit seinem einen Ende an einem Ende
einer Auslöseklinke (23) angreift, deren anderes Ende mit einem drehbar gelagerten, zwei Führungsschlitze
(18, 19) aufweisenden Klinkenhebel (16) verklinkbar ist, in dessen ersten Führungsschlitz (18)
das eine Ende eines mit einem den Schaltschieber (4) betätigenden Transporthebel (21) gelenkig verbundenen
Drahtbügels (15) eingreift, dessen anderes Ende über eine Gelenkverbindung (13) mit einem
Schwenkknebel (10) verbunden ist, dessen Achse (11) parallel zur Bewegungsrichtung des Schaltschiebers
(4) verläuft.
2. Fehlerstromschutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem anderen Ende
des Auslösearms (22) das eine Ende einer Schaltstange (24) angelenkt ist, deren anderes Ende in den
zweiten Führungsschlitz (19) des Klinkenhebels (16) eingreift.
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