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Schaltungsanordnung für einen ankommenden Übertrager für
Gleichstromfernwahl
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für einen ankommenden Übertrager für Gleichstromfernwahl.
Solche Übertragungen ermöglichen im Fernsprechverkehr die Übermittlung von in den einzelnen Stufen der Telephonzentralen über drei Leiter weitergegebenen Kennzeichen beim Aufbau einer Fernsprechverbindung über Zweidrahtleitungen, die die Ämter miteinander verbinden.
Die einfachsten Übertragungen sind die Gleichstromübertragungen, die folgende Bedingungen erfüllen müssen :
1. Kennzeichen und Befehle (Kriterien), die zum Aufbau einer Verbindung notwendig sind. sollen übertragen werden,
2. die von ihnen in die Verbindung eingeführte Dämpfung soll möglichst klein sein,
3. imRuhezustand müssen sie den Zustand der Leitung kontrollieren, d. h. anzeigen, ob die Leitung zum Aufbau einer Verbindung der gewünschten Güte geeignet ist,
4. sie müssen doppelgerichteten Verkehr ermöglichen,
5. ihre Instandhaltung muss einfach sein,
6. sie sollen billig sein,
7. die Eigenschaften der Leitung dürfen von ihnen nicht verschlechtert werden ; in einer Kabelleitung dürfen sie z.
B. nicht mit Spannungen arbeiten, die die Isolation bedrohen könnten ; auch dürfen sie nicht die Gespräche in benachbarten Leitungen durch Nebensprechen stören.
Für die Gleichstromwahl wird am häufigsten die sogenannte Glimmlampen-Übertragung verwendet, in deren ankommenden Übertrager eine Glimmröhre angeordnet ist
Der Nachteil dieser Übertragung besteht darin, dass mit Rücksicht auf die Zündspannung der Glimmröhre die Verbindung durch den ankommenden Übertrager mittels eines Impulses höherer Spannung ausgelöst wird, dessen Quelle ein Imspulstransformator ist, so dass der Spalmungsverlauf die Form einer steilen Spitze aufweist. Dieser Impuls wird bloss über eine Sprechader gegen Erde übertragen, wodurch Gespräche in den benachbarten Leitungen gestört werden. Die Verbindung kann auch durch eine atmosphärische Störung mit ähnlichem Verlauf ausgelöst werden.
Andere bekannte ankommende Gleichstromfernwahl-Übertragungen mit einer Brückenschaltung von Bandsperren in den Längszweigen und Bandpässen in den Querzweigen sind recht kompliziert.
Zweck derErfindung ist es, die erwähnten Nachteile zu beseitigen. Die Erfindung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass im Querzweig, parallel zum Serienresonanzkreis und hiemit in Serie zum Trennkondensator, ein Paar entgegengesetzt gepolter, parallel miteinander verbundener Gleichrichterelemente angeschlossen ist.
Die Erfindung soll nun mit Hilfe der Zeichnung näher erklärt werden. Fig. l zeigt eine Blockschaltung der erfindungsgemässen Gleichstromfernwahl-Übertragung und Fig. 2 die Schaltung eines Querzweiges der Übertragung.
Fig. 1 zeigt das Blockschema einer ankommenden Gleichstromfernwahl-Übertragung mit den Sprechadern a und b, wobei in den Längszweigen die Bandsperren la und lb angeordnet sind, die auf die Auslösefrequenz, z. B. 100 Hz, eingestellt sind. Mit dem Querzweig 2 ist der Auswertungsteil 3 ver-
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bunden. Dieser an sich bekannte Auswertungsteil 3 der Übertragung gibt dem empfangenen Impuls, z. B. 100 Hz, eine derartige Form, dass ein nicht dargestelltes Auslöserelais anspricht und den Impuls zur Auslösung der Verbindung angibt.
Fig. 2 zeigt die näheren Einzelheiten des Querzweiges 2 der Übertragung. Parallel zum Serienresonanzkreis LC, der auf die Auslösefrequenz, z. B. 100 Hz, abgestimmt ist, ist ein Paar entgegengesetzt gepolter Gleichrichterelemente D angeschlossen, die parallel miteinander verbunden sind. Mit Vorteil kann dazu der in Telephonapparaten vorhandene8törschutz angewendet werden. In Reihe mit den entgegengesetzt gepolten Gleichrichtern D kann ein Widerstand R angeschlossen sein, der in der Zeichnung gestrichelt angedeutet ist und durch den die Kennlinie eingestellt werden kann.
Der Querzweig 2 ist über einen Trennkondensator Ci zwischen die Längszweige geschaltet. Als Induktivität L des Serienresonanzkreises verwendet man zweckmässigerweise eine Wicklung des Trans- formators des Auswerteteiles 3.
Beim Empfang eines Auslöseimpulses von z. B. 100 Hz mit einer Spannung von zirka 25-35 V muss die Übertragung die Verbindung auslösen, muss jedoch für einen Nachruf von der Femamtsübertragung mit einer Frequenz von 25 Hz, bei dem die Spannung einen Wert von 105 V erreichen kann, unempfindlich sein. Auch darf die Übertragung die Dämpfung der Sprechfrequenz (üblicherweise mit niedrigerem Pegel) nicht vergrössern. Bei Verwendung eines einfachen Filters und bei verschiedenem Pegel am Eingang wäre der Serienresonanzkreis LC nur wenig selektiv und würde auch die Nachruffrequenz, z. B. 25 Hz, mit höherer Spannung, oder auch Geräusche mit höherem Pegel mit einer der Frequenz des Auslöseimpulses nahen Frequenz auswerten.
Erfindungsgemäss wird deshalb das einfache Filter durch ein Paar entgegenge- setztgepolter. Gleichrichterelemente D ergänzt, die durch ihren resultierenden, von der Spannung abhängenden Widerstand den Arbeitspunkt der Kennlinie derart verschieben, dass die Selektivität der Übertragung für die gegebene Auslösefrequenz, z. B. 100 Hz, sehr genau eingestellt werden kann.
Da inTelephonapparaten die Aufgabe des Paares der entgegengesetzt gepolten Gleichrichterelemente D sehr gut durch einen üblichen Störungsbegrenzer erfüllt werden kann, entstehen bei der praktischen Ausführung der Erfindung keinerlei Schwierigkeiten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für einen ankommenden Übertrager für Gleichstromfernwahl, bei dem in den Längszweigen je eine Bandsperre angeordnet ist und der Querzweig, der mit einem Trennkondensator versehen ist, an den Auswerteteil gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Querzweig (2) parallel zum Serienresonanzkreis (LC) und hiemit in Serie zum Trennkondensator (Cd, ein Paar entgegengesetzt gepolter, parallel miteinander verbundener Gleichrichterelemente. (D) angeschlossen ist.