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Einrichtung zur Reinigung von Fahrzeugscheiben
Die Erfindung betrifft Einrichtungen zur Reinigung von Fahrzeugscheiben, die aus einer Wischvorrichtung und einer dem Aufbringen einer Reinigungs- und Spülflüssigkeit dienenden Waschvorrichtung bestehen, welche Vorrichtungen elektrisch angetrieben und in der zeitlichen Aufeinanderfolge ihrer Wirkung durch einen Programmschalter gesteuert sind.
Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art, durch die der Fahrzeuglenker beim Reinigen der Windschutzscheibe von der im bestimmten Rhythmus aufeinanderfolgenden Betätigung mehrerer Schaltorgane für das Aufbringen der Waschflüssigkeit, die Ein- und Ausschaltung des Wischers und der Versorgung der Scheibe mit Spülflüssigkeit freigestellt werden soll, ist die Dauer der Aufspritz- und Wischphasen genau festgelegt. Dies wird nach einem Ausbildungsvorschlag, bei dem der Wischer und die Pumpe der Waschvorrichtung durch einen gemeinsamen Elektromotor angetrieben werden, erreicht, indem der Motor den Antrieb für die Pumpe über eine bestimmte Anzahl Umdrehungen durch Reibungsschluss mitnimmt.
Bei einer andernbekannten Ausbildung einer solchen Waschanlage wird während der Wischerbewegung aus zwei Behälternnacheinander Reinigungs-und Spülflüssigkeit aufgespritzt, wobei die Auswahl zwischen den beiden Flüssigkeiten durch ein Steuerorgan in Abhängigkeit vom zeitlichen Ablauf des Reinigungsvorganges getroffen wird. In beiden Fällen ist der Fahrzeuglenker gezwungen, für die Reinigung der Windschutzscheibe den gesamten Wasch- und Wischvorgang ablaufen zu lassen, ohne das Verhältnis der Dauer seiner einzelnen Phasen durch die einzelnen Schaltmittel beeinflussen zu können. Vor allem ist eine Betätigung der Waschvorrichtung über den Zeitraum hinaus, in der sie innerhalb des Reinigungsvorganges wirksam ist, bei allen diesen Vorschlägen nicht gegeben.
Dieser Umstand wird vor allem dann als wesentlicher Mangel empfunden, wenn wegen besonders star-- ker Verschmutzung der Scheibe die im Programm der Waschanlage vorgesehene Menge der WaschflUssig- keit nicht für die Lösung und das Abspülen des Schmutzes ausreicht.
Dieser Mangel ist auch bei dem weiteren bekannten Ausbildungsvorschlag gegeben, bei dem die Einund Ausschaltung des Wischermotors in Abhängigkeit von der Einschaltung der Einrichtung zum Aufspritzen der Waschflüssigkeit, jedoch mit entsprechender Verzögerung des Beginnes und des Endes der Wischerbewegung gegenüber dem Beginn bzw. Ende des Aufbringens der Waschflüssigkeit erfolgt. Durch die dort vorgesehene Relaisanordnung soll erreichtwerden, dass die Wischerbewegung nach Beendigung der Flüssigkeitsabgabe selbsttätig zum Stillstand kommt, wenn im Verlauf des Trockenwischens der Scheibe durch die ansteigende Reibung die Stromaufnahme durch den Wischermotor ansteigt.
Die Behebung des Mangels der Beschränkung der Abgabe von Waschflüssigkeit auf den durch den Programmschalter festgelegten Zeitraum ist das Ziel der Erfindung. Sie besteht im wesentlichen darin, dass bei einer Einrichtung zur Reinigung von Fahrzeugscheiben mit je einer elektrisch angetriebenen Wischund Waschvorrichtung, die durch einen Programmschalter gesteuert sind, die der Waschvorrichtung zugeordneten Schaltmittel des Steuerteiles des Programmschalters unabhängig von der Stellung dieses Steuerteiles überbrückbar sind.
Dadurch ist das Besprühen der Fahrzeugscheiben auch unabhängig vom Programmablauf für die Scheibenreinigung möglich ; letzteres ist bei besonders starker Verschmutzung der Scheiben wichtig, wie sie fallweise durch an den Scheiben klebenden Insektenreste oder bei einem durch pflanzliche Absonderungen hervorgerufenen harzigen Belag der Scheiben vorliegt, in welchen Fällen das zusätz-' liche Besprühen der Scheiben mit der Reinigungs-und Spulflüssigkeit die einzige Möglichkeit darstellt, die Schutzschicht aufzuweichen bzw. deren Reste wegzuschwemmen.
In einer wegen der Einfachheit des Aufbaues und der dadurch gegebenen grossen Betriebssicherheit
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bevorzugten Ausbildungsform der Erfindung ist nach einem weiteren Merkmal derselben der ProgrammSchalter durch einen Druckknopfschalter einschaltbar, der ein mit der Stromzuführung zum Waschermotor leitend verbundenes Kontaktstück aufweist, das beim Schliessen des Schalters mit der Stromquelle in Verbindung steht. Hiedurch ist mit Bezug auf die Inanspruchnahme des Fahrzeuglenkers bei der zusätzlichen Betätigung der Waschvorrichtung eine optimale Wirkung erreichbar. Der Fahrzeuglenker ist durch die erfindungsgemässe Einrichtung jederzeit in der Lage, so lange es ihm beliebt die Wascheinrichtungwirken zulassenund braucht hiezu nur einen Druckknopf zu betätigen, womit keinerlei Ablenkung vom Strassenverkehr verbunden ist.
In der Zeichnung ist ein Ausfahrungsbeispiel eines Programmschalters für eine Einrichtung nach der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt denProgrammschalter in Aufriss in teilweisem Schnitt, Fig. 2 in Grund- riss, u. zw. gleichfalls teilweise geschnitten.
Der Elektromotor 1 ist auf dem Gehäuse 2 montiert. Der Wellenstummel des Motors, auf welchem die Schnecke 3, die ihrerseits eine Antriebswelle 4 antreibt, aufsitzt, ragt in das Innere des Gehäuses 2 hinein. Die Antriebswelle 4 ist im Lagerwinkel 5 gelagert, welcher auf dem Gehäuse 2 befestigt ist. Die mit dem Schneckenrad 7 verbundene Kontaktscheibe 6 ist im Gehäuse 2 gelagert und wird durch die Antriebswelle 4 angetrieben. Die Kontaktscheibe 6 stellt die Verbindung zu den Kontaktzungen 8 und 9 her, welche in der Grundplatte 10 befestigt sind. Durch Hineindrücken des im Gehäuse 2 gelagerten Drucktasters 11 wird die Druckfeder 12 zusammengedrückt.
Gleichzeitig verbindet die Kontaktbrücke 13, die im Drucktaster 11 eingehängt ist, die Kon- taktösen 14, welche in elektrischer Verbindung mit der Kontaktzunge 8, der Scheibenwascher - Kontaktzunge und der Kontaktzunge für Motor 1 stehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Reinigung von Fahrzeugscheiben, bestehend aus einer Wischvorrichtung und einer zum Aufbringen einer Reinigungs-und Spülflüssigkeit dienenden Waschvorrichtung, welche Vorrichtungen elektrisch angetrieben und in der zeitlichen Aufeinanderfolge ihrer Wirkung durch einen Programmschalter gesteuert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die der Waschvorrichtung zugeordneten Schalt- mil : el des die Betätigung der Wasch-und Wischvorrichtung bewirkenden Steuerteiles (6) des Programmschalters unabhängig von der Stellung des Steuerteiles überbrückbar sind.
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