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Verfahren und Einrichtung zum Klären von Wasser.
Die Abel'rung von trübem Wasser durch Abfilterung oder Abtäuterung im Ruhe- stande bildet ein langsames und kostspieliges Verfahren ; während der ununterbrochene Umlauf des Wassers sehr unvollkommene Resultate ergibt, da, unabhängig von dor Gestaltung des Läuterbeckens oder Behälters, stets innere Ströme gebildet werden, welche die auszuscheidenden Stoffe nach dem Austritte mitreissen. Um daher eine vollkommene Abklärung von trübem Wasser mit oder ohne Zusatz eines Reinigungsreagens zu erzielen, müsste ein Mittel gefunden worden, das geeignet ist, die inneren, von dem Durchflüsse des Wassers herrührenden Strömungen zu verhindern, welche in den bisher angewendeten Läutorbecken einen Teil der- abgesetzten festen Körper nach dem Ausflusse des Beckens befördern.
Dieses Resultat soll durch die vorliegende Erfindung erreicht verden. Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet demnach ein Verfahren zur Abklärung von Wasser jeder Art (Schlammwasser, Trinkwasser usw. ) durch ununterbrochenen Um@auf desselben, dessen Wesen darin besteht, dass das Wasser gleichmässig und in dünnen Schichten über eine, teilweise durch eine feste Platte und teilweise durch die Oberfläche einer unbeweg-
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Die vorliegende Erfindung wird durch nachstehende Merkmale gekennzeichnet :
Das Becken ist seiner ganzen Länge nach durch eine Anzahl von Querwänden, welche alle bis zu derselben Höhe (bis zum Umlaufsplane) und mehr oder weniger tief in das Becken reichen, geteilt, so dass die unteren Schichten der ganzen flüssigen Masse in
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Die Erfahrung hat gezeigt, dass zur Erzielung guter Resultate, diese freie Verbindung zwischen den unteren Flüssigkeitsschichten unentbehrlich ist ; denn, wenn die Querwände bis zum Boden des Beckens hinabreichen, so dass dasselbe in voneinander unabhängige Kammern geteilt wird, würden sich in jeder Kammer niedersteigendc Strömungen als natürliches Resultat der Dekantierung und demnach auch aufsteigende Strömungen bilden,
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würden.
Dieser Übetstand zeigt sich jedesmal, wenn man ein Becken durch unter dem Wasserspiegel liegende Querwände teilt, so dass das Wasser über voneinander getrennte Kammern fliessen muss, oder durch Stauwände, welche sich über den Umlaufsplan erheben, so dass das Wasser nach unten gehen muss
Gemäss vorliegender Erfindung erheben sich die Scheidewände nicht über den
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kanuten gegenüber entgegengesetzte Wirkung erzielt wird, d. 11. anstatt die Bildung der inneren Strömungen zu fördern, dienen die Scheidewände lediglich dazu, die das Becken anfüllende Fliissigkeitsmasse im vollkommenen hydrostatischen Gleichgewichte zu behalten, wie dies in untereinander verbundenen Gefässen der Fall ist.
Auf diese Weise können die Niederschlag, welche in der unbeweglichen Fiüssigkeitsmasse niedorsteigen, nur die Abgabe eines gleichwertigen Volumens abgeklärten Wassers-nicht zwischen den Scheidewänden, sonderngegendenAusflusshin-veranlassen.
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dos Beckens einnimmt und deren Sohle in Höhe der Oberkanten der Querwände liegt. Diese Platte dient also lediglich dazu, die Umlaufsschichte auf mechanischem Wege zu bilden und deren gleichförmige Verteilung über die unbewegliche Fiussigkoitsmasso zu sichern.
Beiliegende Zeichnung zeigt schematisch ein Abklärbecken nach vorliegender Erfindnng. Fig. 1 ist eine Draufsicht und Fig. 2 ein Längsschnitt des Beckens. Fig. 3 zeigt einen Querschnitt nach C-D und Fig. 4 einen Querschnitt nach E-F der Fig. 1.
Zur Bildung der flüssigen Stütze, auf deren Oberfläche die dünne Trübwasserschicht umlaufen soll, ist das Becken in seiner ganzen Länge durch eine Anzahl von Querwänden 6-9, 10-14, 15 geteilt, welche mehr oder weniger tief gegen den Boden a reichen, aber alle gleich hoch in der Ebene der Umlaufsfläche b angeordnet sind. Diese Scheidewände sind genügend nahe aneinander angeordnet, um die Bildung innerer Strömungen zu vorhüten.
Aus dieser Einrichtung geht hervor, dass das Becken anfüllende Wasser, welches durch die Anordnung der quergestellten Zwischenwände unbeweglich und im Gleichgewicht gehalten wird, unter der Umlaufsebene eine undurchdringliche und nicht zusammondrückbare Masse bildet, in welche einzig und allein die schwereren Körper oder Stoffe dringen können.
Die feste, wagerochto Platte 4-5 (Fig. 1 und 2), welche am Eintrittsende des Beckens den ersten Teil der Umlaufsebenen bildet, besteht entweder aus Mauerwerk oder einer hölzernen oder metallenen, vollen oder durchbrochenen Platte und ist in der Höhe der Scheidewände oder sogar etwas höher als dieselbe angeordnet. Diese Platte hat den Zweck, eine mechanische Umlaufsschichte zu bilden.
Weiter erhält die Umlaufsschichte dadurch eine gleichmässige Bewegung, dass dieselbe gezwungen ist, vor dem Eintritt in das Becken und nach dem Austritt aus demselben unter den vertikalen Dammwänden 3, 18 durchzufliessen, welche in den Abteilungen 2
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oberflächereichen.
Aus Vorstehendem geht hervor, dass das Abklärungsverfahren seinem Wesen nach darin besteht, das abzuklärende Wasser zuerst über eine feste, wagerechte Platte zu führen, zum Zwecke, auf mechanischem Wege eine bestimmte Umlaufsschichte zu bilden, die so gebildete Umlaufsschichte sodann über die Oberfläche einer unbewegliche gemachten flüssigen Masse zu fuhren, in welche die festen Körper infolge ibrer Schwere einsinken und nicht mehr nach oben steigen, oder durch innere Strömungen zum Ausflusse des Beckens gelangen können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Klaren von Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass dieses in dünnen Schichten über eine Flüssigkeitsmasse geführt wird, in der innere Strömungen dadurch auf
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einerseits bis nahe gegen die Oberfläche und andererseits bis nahe gegen den Boden reichende Querwände in das Klärbecken eingebaut sind, zum Zwecke, das Mitreissen des Schlammes gegen den Ausfluss infolge innerer Strömungen unmöglich zu machen.