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Klärraum bei Frischwasser-Kläranlagen nach Art der Emscherbrmmen.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der durch das Patent Nr. 108442 geschützten Einrichtung zur Ausscheidung der Schwimm-und Fettstoffe bei Kläranlagen nach Art der sogenannten "Emscherbrunnen", bei denen bekanntlich der Klärraum oder das Absitzbecken tief in den Schlammfaulraum hineinragt. Nach diesem Patent ist zwecks Schaffung eines Sammelraumes für die Schwimmstoffe eine Rinne angeordnet, deren Kanten mit den Wandungen des Absitzraumes schmale Spalte bilden, durch die die Schwimmstoffe aus dem Absitzraum selbsttätig in die Rinne übertreten.
Um nun die in dem Schwimmschlamm mehr oder minder enthaltenen Sinkstoffe die von den fetthaltigen Schwimmstoffen nach oben mitgerissen werden, nach entsprechender Wasseraufnahme oder Zerfall aber zu Boden sinken-in den Schlammfaulraum überführen zu können, weisen nach der Erfindung die Wandungen des Absitzbeekens Sehlitze auf, die durch Leitfläehen begrenzt und die die aus der Schwimmschlammschicht sich abseheidenden Sinkstoffe nach unten in den Faulraum leiten. Die Leitwände sind so gestaltet, dass vom Schlammfaulraum aufsteigende Gase und Schlammfladen seitlich abgelenkt werden und daher nicht in den Klärraum zurücktreten können.
Die Erfindung betrifft demnach besondere Ausbildungen des Klärraumes bei Emscherbrunnen, bei
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wird. Dies ist bekanntlich bei den gänzlich unter dem Flüssigkeitsspiegel angeordneten Absitzräumen nicht der Fall, weil dort die Entfernung der Überdachung den Absitzraum in volle Verbindung mit dem Sehlammfaulraum bringen würde.
In der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele der Erfindung in den Fig. 1-4 im Querschnitt dargestellt.
Bei allen Ausführungsformen ragen in das Klärbecken k, das den Schlammfaulraum b umschliesst, von der Decke c die den Absitzraum oder Klärraum umgebenden Wandungen d, e herab. Die unteren Wandungsteile e überschneiden sich in bekannter Weise und bilden den Austrittsschlitz l'fÜr den Sinksehlamm. Die vertikalen Klärraumwandungen cl, e weisen Schlitze g auf, durch welche die mitgerissenen Sinkstoffe, die sich aus der Schwimmschieht absondern, nach dem Faulraum b, also nach unten, über-
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und durch schräge Leitflächen t, hi, gebildet, die nach unten hin in schräge Leitflächen u übergehen, um den Rücktritt von Faulgasen und Schlammfladen des Faulraumes durch die Schlitze g in den Klärraum hinein zu vermeiden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist, wie bei dem Patent Nr. 108442, eine Schwimmschlammsammelrinne Cf angeordnet, die mit den Wandungsteilen cl des Klärraumes schmale Schlitze s bildet, durch die der Schwimmschlamm in die Rinne a übertreten kann. Die Sinkstoffe, die sich gegebenenfalls aus dem in den Winkelräumen zwischen der Rinne a und den Klärraumwandungen cl sich ansammelnden Schwimmschlamm abscheiden, werden durch schräge Leitwände h in der Richtung der Pfeile A nach unten geleitet.
Bei dieser Ausführungsform kann also kein nachträglich sich aus den Schwimmstoffen
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ausscheidender Sinkschlamm in den Absitzraum zurücktreten, zumal die Leitwände h etwas tiefer in den Klärraum hineinragen als die Breite der Schlitze s beträgt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist statt der Sammelrinne a ein Keilbalken m vorgesehen, der mit Leitwänden h1 des Absitzraumes die Schlitze s bildet. Durch diese Schlitze tritt der Schwimmschlamm in seitliche Rinnen a1 über, die von schrägen Wandungsteilen dl des Absitzraumes und den Leitwänden hl gebildet werden. Der sich aus dem Schwimmschlamm in den Rinnen ar abscheidende Sinksehlamm kann durch die Schlitze g nach unten in den Schlammfaulraum b übertreten.
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mit dem Unterschied, dass statt der Sammelrinne a ein Keilbalken m1 vorgesehen ist. Die Schwimm- schlammsammelräume sind hier besonders gross ausgebildet und in den Absitzraum selbst verlegt. Diese Ausführungsform eignet sich für Abwasser, die sehr viel Schwimm-und Fettstoffe enthalten.
Die verhältnismässig breiten Schlitze sind mit s bezeichnet. Die zwischen den unteren Wandungen des Keil-
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ausscheidende Sinkschlamm nicht in den Klärraum zurückfallen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 sind die Leitwände h2 für die Ableitung der Sinkstoffe aus den verhältnismässig gross gehaltenen Schwimmstoffräumen a2 nach oben hin so weit zusammengeführt, dass ein schmaler Schlit2i1'verbleibt. Die Schwimmstoffräume a2 werden durch die Absitzbeckenwandungen d die Leitwände h2 und die unteren Keilfläehen eines über dem Schlitz r angeordneten Keilbalkens m2 gebildet. Dieser Keilbalken bildet mit den oberen Kanten der Leitwände li, ebenfalls Schlitze, durch die die aus dem Schlitz r austretenden Schwimm- und Schwebestoffe zufolge der unteren Keilwandungen nach links und rechts in die beiden Schwimmschlammsammelräume a2, die sich hier im Absitzraum befinden, übertreten können.
Die sieh in den Räumen a2 ausscheidenden Sinkstoffe des Schwimmschlammes gleiten wie bei den andern Ausführungsformen den Leitflächen h2 bzw. d1 entlang nach unten und gelangen durch die Schlitze g vom Absitzraum in den Schlammfaulraum b.
Bei allen Ausführungsformen kann eine luft-und lichtdichte Abdeckung des Sehlammraumes vorgesehen sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Klärraum bei Frischwasser-Kläranlagen nach Art der Emscherbrunnen, nach Patent Nr. 108442, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen des Absitz- oder Klärraumes (d, e) Schlitze (g) aufweisen, die durch schräge Leitwände (h, 7 h2) begrenzt sind und durch die der sich aus den innerhalb des Absitz-
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Schlammfaulraum (b) übertritt.