<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zum Telephonieren und Telegraphieren auf einem einzigen Draht zwischen zwei oder mehreren Zentralen.
Die vorliegende Erfindung betifft einigen Änderungen des Haupt-Patentes Nr. 19724 bezüglich der Verbindung der Zentrale mit dem Abonnenten, ferner bezüglich der Schaltung des Trenners und der Kondensatoren.
In Fig. 1 ist die Zentrale in genau der gleichen Weise wiedergegeben, wie in der Figur dos Haupt-Patentes Auf der Telegraphenstation T'bedeutet M den als Zeichengeber beispielsweise gewählten Morse-Schreiber. Die Verbindung der Zentrale mit dem Abonnenten
EMI1.1
Die Ausschaltung des Telephons Åa der Zentrale und die Einschaltung des Telephons 24 des Abonnenten geschieht durch Umlegen des Schalters 11. In der gezeigten Form der Fig. 1 schliesst der Schalter die primären Wicklungen d, d des Linientransformators 17 kurz, wodurch das Abonnententelephon kurzgeschaltet ist, so dass also die Fernstation mit der an die Linie angeschlossenen Zentrale sprechen kann. Ist der Schalter 11 umgelegt
EMI1.2
primare Wicklung d d des Transformators liegt mit der des in der Zentrale angeordneten Linientransformators in Serie in die Linie eingeschaltet. Seine sekundäre Wicklung ist mit der einen Klemme geerdet und mit der anderen Klemme mit der Verteilungstafel JS ver- bunden.
Von dieser Tafel aus geht die örtliche Telephonverbindung zum Abonnenten. In den Stromkreis des Abonnenten ist ein kleiner Mikrophontransformator 19 in Serie mit dem Trenner geschaltet. Die sekundäre Spule des Mikrophontransformators ist in bekannter Weise an eine kleine Batterie und das Mikrophon 20 angelegt. Der Trenner 21 ist genau in derselben Weise geschaltet und gestaltet wie in der Zentrale und wirkt mit seinem Solenoid 22 unmittelbar auf die Spule 23 des Abonnententelephons 24. Es ist auch an Erde gelegt, um damit den Stromkreis zu schliessen, da ja auch die eine Klemme der sekundären Wicklung e e an Erde liegt.
Diese Schaltung zwischen Abonnenten und Zentrate
EMI1.3
welche elektrische Strassenbahnen auf das Ortsnetz ausüben, behoben werden.
In Fig. H und 5 sind Änderungen der Schattung des Trenners vorgenommen. In Fig.
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
In vielen Fällen laufen eine grosse Anzahl von Telegraphendrähten auf derselben Linie parallel, während nur eine geringe Anzahl vou telephonischen Verbindungen erforderlich ist. In solchen Fällen, also wo mehr Telophondrahte gebraucht werden, empfiehlt es sich, den Linienkondensator nicht zu erden, sondern ihm durch einen der vorhandenen Tolegraphendrahte eine metallische Verbindung mit den anderen Linienkondensatoren zu geben, also die Erdleitung durch eine vorhandene metallische Leitung zu ersetzen. Es seien von zwei Linien L1 und L2 beide zu Telographenzwecken, aber nur eine davon als Telephonlinie erforderlich. Die beiden Kondensatoren 10 werden dann einfach zwischen die beiden Linien geschaltet.
Die beiden Spulen 27 und 28 stellen schematisch den Linientransformator der Trenner dar. Ist nicht eine gerade Zahl von Telegraphenimion vorhanden, sondern eine ungerade, etwa drei, wie in Fig. 4 angenommen, so kann man zwei dieser Tele- graphen1inien dazu benutzen, eine metallische Hin-und Rückleitung für die telephonische Verbindung abzugeben, während die dritte La in der durch Fig. 1 dargestellten Weise mit geerdeten Kondensatoren arbeitet. Wir haben also hier drei telegraphische Verbindungen und zwei telephonische. Die erstere von diesen beiden besitzt eine metallische, die zweite eine Erdrückleitung.
In manchen Fällen, nämlich dort, wo sehr lange telegraphische Verbindungen vorhanden sind, kommt es vor, dass nicht eine telephonische Verbindung zwischen zwei Orten, sondern etwa zwei telephonische Verbindungen zwischen vier Orten gewünscht wird. In solchen Fällen werden die vier Linienkondensatoren der vier Stationen geerdet, oder, wenn genügend telegraphische Leitungen vorhanden sind, untereinander durch einen Telegraphendraht verbunden (Fig. 6). Es kann also die Station, welche den Linientransformator 29
EMI2.2
hindert natürlich nichts, beispielsweise die Liniontransformatoren 30 und 31 kurz zu schliessen, so dass auch 29 mit 32 in Verbindung treten kann.
Sind wieder nicht zwei, sondern etwa drei Verbindungen vorhanden, so worden genau so wie in Fig. 4 zwei Leitungen für metallische Hin-und Rückleitung, und die dritte für Erdleitung geschaltet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eine Einrichtung zum Telegraphieren und Telephonieren auf einem einzigen Draht zwischen zwei oder mehreren Zentralen, bei welcher die Telephonzentrale einen Trenner nach dem Haupt-Patent Nr. 19724 besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Abonnent auf seiner Station einen Trenner erhält, zu dem Zweck, den Trenner der Zentrale beim Sprechen des Abonnenten mit der Fernstation zu umgehen und die im Netz durch Induktionswirkungen auftretenden Störungen im Stromkreise des Abonnenten zu beheben.