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Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen einem blanken oder isolierten Leiter und einer Anschlusszunge sowie Anschlussklemme, Werkzeug und Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen einem blanken oder isolierten Leiter und einer Anschlusszunge sowie eine Anschlussklemme, ein Werkzeug und eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens.
Bei den üblichen Verdrahtungsverfahren ist es jeweils erforderlich, zunächst einen Leiter an einem Ende abzuisolieren, hierauf das abisolierte Ende an einer Klemme zu befestigen und anschliessend die Klemme mit einer Anschlusszunge zu verbinden. In der Praxis haben sich dabei Schwierigkeiten ergeben, wenn derartige Verdrahtungsverfahren in Fällen durchgeführt werden, in denen für eine grosse Anzahl von Anschlusszungen oder Anschlussstiften Verbindungen hergestellt werden müssen.
Ein Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen einem blanken oder isolierten Leiter und einer Anschlusszunge mittels einer Klemme, die in einem Abstand, der geringer ist als die gemeinsame Dicke von Leiter bzw. isoliertem Leiter, und Zunge, gegenüberliegende Flächen aufweist und die auf die Zunge aufgezogen werden kann, kennzeichnet sich erfindungsgemäss dadurch, dass der Leiter quer zur Zunge an einem Ende von dieser angeordnet, hierauf die Klemme unter Erfassung des Leiters auf die Zunge gezogen und zusammen mit dem Leiter längs der Zunge derart bewegt wird, dass der Leiter bzw. der Leiterkern zwischen der Klemme und der Zunge eingefasst und Leiter und Zunge zwischen den gegenüberliegenden Flächen der Klemme eingespannt werden.
Dabei können zwischen der Zunge und der Klemme Führungsmittel angeordnet werden, die einen ambossartigen Körper enthalten, so dass die Klemme und der Leiter zunächst an dem Ambosskörper anlie- gen und dann längs der Führungsmittel gleiten, bevor sie auf die Zunge aufgezogen werden.
In Verbindung mit einem solchen Verfahren kann ein isolierter Leiter verwendet werden, dessen Ende dadurch abisoliert wird, dass die Stirnkante der Zunge oder des Ambosskörpers die Isolation erfasst und diese dabei einschneidet, während der Leiterkern aus dem Isolationsende herausgezogen wird, das infolge der Bewegung der Klemme und des Leiters zu der Zunge oder den den Ambosskörper enthaltenden Füh- rungsmitteln hin an der Einschnittstelle abgetrennt wird.
Es besteht die weitere Möglichkeit, den isolierten Leiter zwischen der Klemme und der Zunge zu- sammenzudrücken, so dass es zu einem Fliessen der Isolation kommt und der Kern des isolierten Leiters im Bereich der Zunge freigelegt wird.
Die Erfindung betrifft ferner eine elektrische Anschlussklemme zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, die gemäss der Erfindung einen Aufbau nach Art eines Hohlprofiles mit einem flachen Rücken und daran anschliessenden Seitenwänden hat, wobei die Enden der Seitenwände einwärts gebogen sind, so dass ihre Stirn-Endflächen der Innenseite des Profilrückens gegenüberliegen und somit eine Einspannung der Zunge und des Leiters zwischen sich und dem Rücken zu bewirken vermögen, während das Rückenstück an einem Ende zwischen den Seitenwänden eine Ausnehmung zur Aufnahme und Abstützung eines Leiters hat, der mittels dieser Klemme mit einer Zunge verbunden ist.
Es sind bereits Anschlussklemmen zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen einem Leiter und einer Anschlusszunge bekannt, bei denen die Anschlusszunge zwischen einem flachen Stegteil der Klemme und zwei gegen diesen Stegteil eingerollten Seitenteilen des Stegteiles festgehalten wird. Der
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Leiter ist am andern Ende des Stegteiles der Klemme in einer Zwinge festgeklemmt, die durch zwei an diesem andern Endabschnitt des Stegteiles nach innen eingerollt Seitenteile desselben gebildet ist, wobei erforderlichenfalls durch weitere eingerollte Seitenteile auch das Ende der Leiterisolation an diesem Ende des Steges der Anschlussklemme festgeklemmt sein kann. Der Mittelteil des Steges bildet dabei einen Teil der leitenden Verbindung.
Bei der gemäss der Erfindung vorgesehenen Anschlussklemme steht der Leiter mit der Anschlusszunge direkt in leitender Verbindung und bei isolierten Leitern wird auch der Endabschnitt der Leiterisolierung zwischen der Anschlusszunge und dem Rückenteil der Anschlussklemme mit festgehalten.
Die Erfindung betrifft weiters ein Werkzeug zum Aufziehen von Klemmen nach einem Verfahren gemäss der Erfindung. Ein solches Werkzeug ist gemäss der Erfindung gekennzeichnet durch ein Druckstück, welches an einer in dem Werkzeug vorgesehenen, zur Aufnahme von Anschlussklemmen dienenden Öffnung vorbei längs einer Führungsrippe beweglich ist, die geeignet ist, eine Klemme durch die genannte Öffnung hindurch aufzunehmen und die Anschlussklemme unter dem Einfluss desDruckstückes an einem für die Aufnahme eines Leiters dienenden Kanal vorbei zu einem ambossartigen Gegenlager hinzuführen, welches eine im wesentlichen parallel zu der genannten Führungsrippe ausgerichtete Führungsfläche auf- weist und im wesentlichen parallel zu einer Zunge ausgerichtet werden kann.
Gegenstand der Erfindung ist schliesslich noch eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, die im wesentlichen gekennzeichnet ist durch einen Ambosskörper mit einer Klemmenführung und einer Stösselstange, die dazu dient, eine Klemme auf den Ambosskörper aufzutreiben und an der Klemmenführung vorbeizuleiten sowie durch ein Drahtzuführungsrohr mit einem Stirnansatz, das dazu dient, ein Leiterende zwischen der Klemme und der Führung quer zu dem Ambosskörper anzuordnen ; der Ambosskörper ist dabei an seinem andern Ende so ausgebildet, dass er unter gegenseitiger Ausrichtung von Klemmenführung und Zunge an der Zunge angelegt werden kann. j
Ausführungsbeispiele sowie weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachstehend an Hand der zugehörigen Zeichnung beschrieben.
Von den Figuren zeigen : Fig. 1 eine perspektivische Ansicht zweier aneinandergrenzender elektrischer Klemmen eines Streifens, in dem die Klemmen aufeinanderfolgend angeordnet sind ; Fig. 2 einen Querschnitt gemäss der Linie 2-2 in Fig. 1 ; Fig. 3 einen Querschnitt gemäss der Linie 3-3 in Fig. 2 : die Fig. 4,5 und 6 Teilschnitte einer Vorrichtung zum Aufbringen von Klemmen) auf eine Anschlusszunge in aufeinanderfolgenden Arbeitsstellungen ; Fig. 7 in perspektivischer Ansicht die Zuordnung eines Zungenendes, eines Ambosskörpers, einer Klemme sowie des Endes einer Vorrichtung zum Aufbringen einer Klemme auf eine Zunge ;
Fig. 8 in perspektivischer Ansicht eine den Klemmen nach den Fig. 1 - 3 entsprechende Klemme, die mit einem isolierten Leiter verbunden ist, nach dem Abziehen von einer Anschlusszunge ; Fig. 8A in vergrössertem Massstab einen Querschnitt durch eine Klemme nach
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vereinigtist ; Fig. 9 in perspektivischer Ansicht eine etwas abgewandelte Ausführungsform einer Anschlussklemme ; j Fig. 10 einen Längsschnitt der Klemme nach Fig. 9 ; Fig. 11 eine Stirnansicht der Klemme gemäss Fig. 10 von deren in der Zeichnung rechts liegenden Seite her ;
Fig. 12 in perspektivischer Ansicht einen Teil einer Anschlusszunge, der gleichzeitig als Ambosskörper ausgebildet ist ; die Fig. 13 und 14 in zwei aufeinanderfolgenden Arbeitsphasen Teilschnitte durch einen Aufbau zur Herstellung einer Verbindung zwi- schen einer Klemme nach den Fig. 9 - 11 und einer Anschlusszunge gemäss Fig. 12 ; die Fig. 15 und 16 Ansichten, ähnlich denjenigen nach den Fig. 13 und 14, wobei jedoch eine etwas abgewandelte Anschluss- zunge zur Verwendung kommt ; Fig. 15A einen Längsschnitt durch den Endbereich eines Leiterkernes, der mittels einer Klemme gemäss Fig. 9 mit einer Zunge verbunden wurde ;
Fig. 17 in Seitenansicht einen Teilschnitt durch ein Handwerkzeug zum Aufziehen von Anschlussklemmen gemäss den Fig. 1-3 auf An- schlusszungen ; Fig. 17A einen Teilschnitt gemäss der Linie 17A-17A in Fig. 17 ; Fig. 17B eine Ansicht ähnlich Fig. 17A, jedoch in einem Zustand, in dem ein nasenartige Ansatz des Werkzeuges an der Anschlusszunge anliegt und eine Anschlussklemme einen Leiter mit der Zunge in Verbindung bringt ; Fig. 17C
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19-19 in Fig. 17 ; die Fig. 20 - 23 Teilschnitte des Stirnbereiches der'Werkzeuges gemäss Fig. 17 in aufeinanderfolgenden Arbeitsstufen; Fig. 24 eine perspektivische Ansicht der Kolbenstange und des Amboss- körpers des Werkzeuges gemäss Fig. 17 ; Fig. 25 in vergrössertem Massstab einen Schnitt gemäss der Linie 25-25 in Fig. 23 ;
Fig. 26 in perspektivischer Ansicht eine mit einer Anschlusszunge vereinigte Klemme gemäss Fig. 25 : Fig. 27 mit Teilausbrechungen die Vorderansicht einer Vorrichtung zum Aufziehen von Klemmen gemäss Fig. 9 auf Anschlusszungen : Fig. 28 einen Querschnitt längs der Linie 28-28 in Fig. 27 : Fig. 29 einen Teilschnitt längs der Linie 29-29 in Fig. 28 ; Fig. 30 perspektivisch eine Teilansicht einer
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zur Halterung und Festlegung von Anschlusszungen während der Herstellung der Verbindung dienenden Einrichtung, die eine Einzelheit der Vorrichtung gemäss Fig. 27 bildet, Fig. 31 einen Querschnitt längs der Linie 31-31 in Fig. 28 ;
Fig. 32 - 34 jeweils längs der Linie 32-32, 33-33 und 34-34 in Fig. 27 geführte Querschnitte ; Fig. 35 in vergrössertem Massstab perspektivisch eine Teilansicht der Vorrichtung gemäss Fig. 27, die im einzelnen eine Anordnung für die Zufuhr und Verlegung der Klemmen, eine Anordnung für die Zufuhr des Leiters sowie die Kolbenstange für den Vorschub der Klemme erkennen lässt ; Fig. 35A in auseinandergezogener Darstellung perspektivisch eine Teilansicht der Vorrichtung nach Fig. 35 ; die Fig. 36 - 39 in Seitenansicht Teilschnitte durch die Vorrichtung gemäss Fig. 27, die verschiedene Arbeitsstufen bei der Anbringung von Klemmen an verschiedene Anschlusszungen und der gleichzeitigen Bildung von Verbindungen zwischen den Leitungsdrähten und den Zungen wiedergeben ;
Fig. 36A in Draufsicht einen Teilschnitt gemäss der Linie 36A-36A in Fig. 36 ; Fig. 40 einen Teilschnitt gemäss der Linie 40-40 in Fig. 39.
Jede Klemme des in Fig. 1 wiedergegebenen Streifens enthält, wie die Fig. 2 und 3 erkennen lassen, ein im wesentlichen flaches, rechteckförmiges Ruckenstück l, an das sich beidseitig Seitenwände 2 anschliessen, die senkrecht zu dem Rückenstück 1 über dessen Längskanten hinausragen. Die Seitenwände sind, wie bei 3 ersichtlich, zueinander hin und anschliessend einwärts zum Rückenstück 1 gebogen, so dass ihre Stirnflächen 9 in einem bestimmten Abstand dem Rückenstück 1 gegenüberliegen. In einem mittleren Bereich ist das Rückenstück 1 zu dem von dem Rückenstück selbst und den Seitenwänden 2 gebildeten Hohlprofilraum hin etwas ausgerückt, so dass den Stirnflächen 9 der Seitenwände 2 eine im wesentlichen ebene Fläche benachbart ist.
Das Rückenstück 1 ragt in einem Endbereich 5 über die Seitenwände hinaus und es sind aus diesem Endabschnitt 5 ein Paar Laschen 6 zu der den Seitenwänden 2 gegen- überliegenden Seite hin ausgestanzt. Die benachbarten Enden der Laschen 6 sind symmetrisch zur Mittellinie des Rückenstückes 1 angeordnet und weisen zwischen sich einen Abstand auf ; an ihren rückwärtigen Enden gehen sie unmittelbar in den Endbereich 5 über. Die Laschen 6 lassen nach ihrem Herausstanzen in dem Endbereich 5 einen rechteckförmigen Schlitz zurück und sind konkav gebogen, so dass auf den Endbereich 5 bezogen eine Höhlung entsteht, die geeignet ist, die Isolation eines isolierten Leiters aufzunehmen, wie weiter unten beschrieben werden wird.
Eine Kante 8 des Rückenstückes 1, die den Laschen 6 an einer Seite des rechteckförmigen Schlitzes, aus dem die Laschen 6 herausgebogen worden sind, benachbart ist, ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich, auf der den Laschen 6 gegenüberliegenden Seite des Rückenstückes 1 konvex abgerundet, um Beschädigungen des Leiterkernes zu vermeiden, wenn eine Verbindung hergestellt wird, wie sie weiter unten beschrieben werden soll.
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den Kern einschneidet. An der Unterseite weist der Quersteg 14 eine Ausnehmung 11a auf, die ein angespitztes oberes Ende der Anschlusszunge 10 aufzunehmen und zu führen vermag, um so die Sicherung der richtigen Zuordnung von Ambosskörper 12 und Anschlusszunge 10 zu erleichtern, d. h. die Ausrichtung des Quersteges 14 im Verhältnis zu der Anschlusszunge 10 zu gewährleisten.
Der Stössel 17, der die Klemme auf die Anschlusszunge 10 aufschiebt, weist, wie aus Fig. 7 ersichtlich, ein Hohlprofil auf und hat an seinem unteren Ende eine zur Aufnahme einer Klemme dienende vergrösserte Ausnehmung 18. Die gegen- überliegenden Seitenwände der Ausnehmung 18 haben zwischen sich einen Abstand, der im wesentlichen der Entfernung der Aussenflächen der Seitenwände 2 der Klemme entspricht. Eine Nut 19 des Stössels 17, die sich an die Ausnehmung 18 anschliesst, ist etwas enger als die Ausnehmung 18 ausgebildet und weist dabei eine Breite auf, die ausreicht, dass die Nut 19 den T-förmigen Querschnitt 13 des Ambosskörpers 12 j aufnimmt. Am unteren Ende der Nut 19 ist ferner eine Ausnehmung 20 vorgesehen, die an das obere Ende der Ausnehmung 18 angrenzt und eine Zunge 7 einer Klemme aufzunehmen vermag.
Bei der Herstellung einer Verbindung zwischen einer Zunge 10 und einem elektrischen Leiter mittels Aufschiebens einer Klemme wird der isolierte Leiter, wie in Fig. 4 dargestellt, quer zu dem Ambosskörper 12 angeordnet, wobei der Kern des isolierten Leiters parallel zu dem Mittelsteg des T-förmigen Querschnittes 13 und zu der Einkerbung 15 ausgerichtet ist. In die Ausnehmung 18 des Stössels 17 wird eine Klemme eingelegt und anschliessend der Ambosskörper 12 gegen das Ende der Anschlusszunge 10 geführt, wobei das obere Ende der Anschlusszunge 10 in der Ausnehmung 11a liegt und die Anschlusszunge parallel zu dem Quersteg 14 ausgerichtet ist.
Nach diesen Vorbereitungen kann die Klemme mittels des Stössels 17 auf den Ambosskörper 12 abgesenkt werden, wie in Fig. 5 dargestellt ; während sich die Klemme abwärts bewegt, wird die Isolation des Leiters zwischen den Innenseiten der Ausnehmung 7a der Klemme zusam- mengedrückt, so dass eine gegenseitige Verschiebung der Klemme im Verhältnis zum Leiter verhindert
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tion eingeschnitten oder zumindest eingeritzt wird. Bewegt sich die Klemme noch weiter abwärts, so wird nun die Isolation ringsherum abgezogen, weil der Leiter in der Ausnehmung 7a zwischen den L-förmigen Fortsätzen und in der konkaven Ausnehmung, die von den ausgebogenen Laschen 6 gebildet ist, festgehalten wird und sich zusammen mit der Klemme abwärts bewegt.
Der Leiter wird von der Ein-
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menzudrücken, ohne dass es zu einer Beschädigung kommt, d. h. der Kern 22 wird zwischen die glatten Flächen gezogen und nicht zwischen den scharfen Kanten eingespannt. Der Stössel 17 führt eine weitere Abwärtsbewegung aus, bei der er die Klemme und den Leiter von dem Quersteg 14 des Ambosskörpers 12 : abstreift und auf die Zunge 10 aufzieht, wie in Fig. 6 dargestellt ; hierauf können der Stössel 17 und der Ambosskörper 12 abgehoben werden, während die Klemme und der Leiter mit der Zunge 10 verbunden bleiben.
Bei der fertiggestellten, durch Aufziehen der Klemme auf die Zunge gebildeten Verbindung werden die Adern des Leiterkernes 22 gegen die Oberfläche der Zunge 10 gedrückt und der Endbereich der Isolation 21 wird durch die L-förmigen Fortsätze 5 des Rückenstückes 1 und innerhalb der die Isolation abstützenden Laschen 6 des Rückenstückes festgelegt, wie in Fig. 25 und 26 wiedergegeben. Damit ist der Kern in Verbindung mit den Seitenwänden 2, deren Stirnflächen 9 an der gegenüberliegenden Seite der Zunge 10 angreifen, durch die Klemme fest an die Fläche der Zunge 10 angedrückt.
Bei den Abmessungen der Zunge brauchen im Verhältnis zu der Klemme keine besonders engen Toleranzen eingehalten zu werden, wenngleich es angebracht ist, bestimmte Toleranzgrenzen nicht zu überschreiten. Die einander entsprechenden Abmessungen der Klemme und der Anschlusszunge müssen so gewählt sein, dass auch bei dem kleinsten noch in Betracht kommenden Drahtdurchmesser der Leiter von der Klemme sicher gegen die Zunge gepresst wird. Dabei können dann auch bei gleicher Klemme-Zun- gen-Anordnung Drähte grösseren Durchmessers verwendet werden. Zweckmässigerweise ist, wie in Fig. 8A veranschaulicht, die Breite der Zunge kleiner als der Abstand zwischen gegenüberliegenden Seitenwänden, so dass, beispielsweise wenn der Leiter'bei der Herstellung der Verbindung relativ zu der Zunge 10 sich etwas schräg legt, ein Festkeilen der Klemme verhütet wird.
In diesem Zusammenhang wirkt es sich auch günstig aus, dass die Innenfläche 4 der Klemme etwas erhaben ausgebildet ist, so dass die Kanten der Zunge mit den Ansätzen der Seitenwände 2 nicht in Berührung kommen.
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Beim Aufziehen auf eine Anschlusszunge erfährt die Klemme infolge der'von dem Leiter ausgeübten
Keilwirkung eine entsprechende Verformung, die sich je nach Grösse des Leiters ändert. Zweckmässiger- weise erstreckt sich diese Verformung auf das Rückenstück 1 und nicht auf die Seitenwände 2, so dass die
Seitenwände 2 auch nicht voneinander weg nach aussen gebogen werden und damit auch die Festigkeit des Netzes der Klemme auf der Zunge beeinträchtigt wird. Während des Aufziehvorganges stützen sich die Seitenwände 2 an den Innenseiten der Ausnehmung 18 in dem Stössel 17 ab, so dass nennenswerte Aus- biegungen der Seitenwände vermieden werden.
Beim Aufbringen der Klemme kann das Rückenstück l, je nach Grösse des Leiters. sich entweder plastisch oder elastisch dehnen, wobei eine rinnenförmige Aus- buchtung entsteht, die sich in Längsrichtung der Klemme erstreckt und mit der sich die Klemme an den Kern des isolierten Leiters anpasst (vgl. Fig. 8A, 25 und 26).
Die insoweit beschriebene Erfindung enthält somit einmal den Schritt, den Leiter abzuisolieren und eine Anschlussklemme an das abisolierte Ende zu bringen sowie anderseits den Schritt, die Klemme mit einer Anschlusszunge zu vereinigen, um so eine unmittelbare elektrische Verbindung zwischen dem Leiterkern und der Anschlusszunge herzustellen. Von Hand ist dabei nur der Arbeitsgang auszuführen, in dem die Klemme auf die Anschlusszunge aufgezogen wird.
Der Leiter wird an der Klemme durch die Einfassung mittels der L-förmigen Fortsätze des Rückenstückes 1 und die Isolationsträger-Laschen 6 befestigt, wobei der Endbereich der Isolation innerhalb der von den Laschen 6 und den Fortsätzen 5 gebildeten Ausnehmung eingeklemmt wird, so dass die Klemme von der Anschlusszunge 10, wie in Fig. 8 gezeigt, beispielsweise bei der Durchführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten, abgezogen werden kann ; die längsgestreckten und ausgezogenen Adern des Kernes bleiben dabei an das Rückenstück 1 angelehnt und die Klemme bleibt an dem Leiter befestigt.
Stellt man daher zwischen zwei Anschlusszungen eine Verbindung mittels entsprechender Klemmen und eines zwischengeschalteten Leiters her, so kann die die Anschlusszungen verbindende Leitung unter Aufrechterhaltung ihrer Verbindung mit den Klemmen von den Anschlusszungen abgenommen werden.
Wie aus Vorstehendem ersichtlich, braucht die Klemme selbst nicht an der Stromleitung beteiligt zu sein, da der Kern des Leiters unmittelbar mit der Anschlusszunge in Verbindung steht, so dass die Notwendigkeit einer gesonderten Klammer-oder Lötverbindung entfällt. Da der Kern bei der Herstellung der Verbindung gegen die Ambosskörperfläche und später gegen die Zunge gedrückt wird, werden die Aussenflächen der Leiteradern gründlich abgeschabt oder abgerieben, was weiterhin zu einem guten elektrischen Kontakt führt.
Da die Klemmen an der Stromführung nicht beteiligt zu sein brauchen, ist es auch nicht erforder- lich, diese aus besonders gut leitendem Metall herzustellen, sondern sie können in herkömmlicher Weise aus Bandstahl oder anderem vergleichsweise billigen Metall hergestellt werden, das die gewünschten me- chanischen bzw. chemischen Eigenschaften besitzt, die es ermöglichen, dass die Seitenwände der Klem- me die erforderliche Spannwirkung ausüben. Zweckmässigerweise sind aus Stahl bestehende Klemmen plattiert oder versilbert, um die Korrosionsbeständigkeit zu erhöhen, oder es können die Klemmen auch aus hochfestem Plastik- oder Kunststoff-Werkstoff oder andern Nichtleitern hergestellt sein.
Eine etwas abweichende Form einer Klemme, wie sie in den Fig. 9 - 11 wiedergegeben ist, eignet sich insbesondere für Drähte kleineren Durchmessers, beispielsweise bis zu einem American Wire Gauge (AWG)-Wert 24. Die Klemme hat ein im wesentlichen flaches Rückenstück 23 und Seitenwände 24, die sich über die gesamte Klemmenlänge erstrecken. Die Seitenwände 24 sind, wie in den Fig. 9 und 11 bei
25 gezeigt, zu dem Rückenstück 23 hin gebogen und im wesentlichen gradlinig ausgebildet.
Abweichend hievon können die nach innen gebogenen Wandungsteile 25 auch einen kurvenförmigen Verlauf haben, ähnlich wie die Seitenwände 2 des Ausführungsbeispieles nach den Fig. 1 - 3. Das Rückenstück 23 ist an einem Ende bei 27 eingekerbt und hat eine gestauchte oder gezogene, gewölbte Isolationsaufnahme 26, deren Innenfläche, wie bei 26a in Fig. 10 angedeutet ist, zu dem Rückenstück 23 einen abwärts geneigten Verlauf hat. Zweckmässigerweise entspricht die Ausführung der Isolationsal ! fnahme 26. 26a etwa der Form eines Kegels oder eines Kegelstumpfes.
An dem der Isolationsaufnahme 26 abgewandten Ende der Klemme befindet sich in dem Rückenstück 23 eine Reihe zum Klemmenhohlraum hin eingedrückter Abschnitte oder Querrippen 28, um Erhöhungen und Vertiefungen zu bilden, die den von der Klemme auf einen Leiter ausgeübten Kontaktdruck vergrössern.
Das Verfahren zur Herstellung einer Verbindung einer Anschlusszunge mit der Klemme nach den Fig.
9-11 ist im wesentlichen das gleiche wie das in Verbindung mit den Fig. 1-7 beschriebene. Bei einem Leiterdurchmesser. der im Verhältnis zur Grösse der Klemme und der Zunge kleiner ausfällt, tritt die Verformung der Klemme weniger in Erscheinung als bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel und wird weitgehend von den Seitenwänden 24 und 25 aufgenommen. Es ist jedoch zu bemerken, dass es von der
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Zungehöhen die Rippen 28 die Beanspruchung des Kernes in einzelnen Teilbereichen, die zu Verformungen des Kernes führen, wie sie in Fig. 15A angedeutet sind, so dass eine Art Verzahnung zwischen dem Kern und der Klemme entsteht, dIe den Leiterkern im Verhältnis zur Klemme gegenüber Kräften sichert, die sonst zu einem Herausrutschen des Leiters führen könnten.
Das Handwerkzeug gemäss den Fig. 17 - 26 dient zur Herstellung elektrischer Verbindungen unter Verwendung von Klemmen, wie sie im Zusammenhang mit den Fig. 1 - 3 beschrieben wurden, und enthalt einen aus drei Abschnitten 33,35 und 37 bestehenden Grundkörper. Der Teil 33 hat einen pistolenartigen Handgriff 32. Das Zwischenstück 35 weist einen sich in Längsrichtung erstreckenden Kanal 36 auf, der mit einer sich ebenfalls in Längsrichtung erstreckenden, auf dem unteren Teil 33 befindlichen, hochstehenden Rippe 34 zusammenwirkt. Die Teile 33,35, 37 des Grundkörpers sind in bestimmter Anordnung zueinander mittels Schrauben 38 befestigt, die den Oberteil 37, Arme 39 eines Federteiles sowie das Zwischenstück 35 durchsetzen und in Gewindebohrungen des Unterteiles 33 eingeschraubt sind.
In einem vor dem Handgriff 32 liegenden vorderen Bereich des Unterteiles 33 ist eine Ausnehmung 40 vorgesehen, in der ein in Fig. 24 deutlicher wiedergegebener Block 41 mittels einer Schraube 42 gehalten ist. Der Block 41 hat eine Mittelrippe 43, die sich in Längsrichtung an seiner Oberseite parallel zur Längsrichtung der an dem Unterteil 33 befindlichen Rippe 34 erstreckt. Quer zu der Rippe 43 verläuft durch den Block 41 senkrecht eine zylindrische Bohrung 44, die an den Mündungsbereich des Teiles 33 angrenzt. Das vordere Ende des Blockes 41 weist ausserdem einen Trägerteil 46 auf, der sich von der Bohrung 44 weg auf der entgegengesetzten Seite der Rippe 43 erstreckt.
Wie insbesondere in Fig. 17C deutlich zu erkennen ist, ist an der Oberseite des Trägerteils 46 eine Ambossplatte 48 befestigt, die, wie in den Fig. 17A und 20 veranschaulicht ist, an einer der Bohrung 44 benachbarten Seite eine Ausnehmung oder Einkerbung 50 hat. Die Ambossplatte 48 hat eine Breite, die im wesentlichen der Innenbreite einer Klemme entspricht, so dass die Klemme über die Ambossplatte 48 gleiten kann ; die Dicke der Ambossplatte ist etwas geringer gehalten als die Dicke einer Anschlusszunge, die mit einer Klemme vereinigt werden soll. Die Einkerbung 50 ist zu der Öffnung 44 hin geneigt, hat einen gehobenen Boden und eine Breite, die etwas grösser ist als der Durchmesser des Leiterkernes 22 und die kleiner ist als der Durchmesser der Isolation eines zu verlegenden isolierten Leiters.
Die Kanten 52 (Fig. 24) der Ambossplatte 48 an den gegenüberliegenden Seiten der Einkerbung 50 sind ausreichend angeschärft, so dass sie in der im Zusammenhang mit dem Ambosskörper nach den Fig. 4-7 oben beschriebenen Weise in die Isolation einschneiden können.
Das Federelement 39, das sich zwischen den Grundkörperteilen 37 und 35 gemäss Fig. 18 befindet,
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Breite im wesentlichen der Breite einer Anschlusszunge entspricht, um das Ende der Zunge 10 im Verhält- nis zu dem Trägerteil 46 und der Ambossplatte 48 festzulegen und zu führen.
Das Zwischenstück 35 ist mit einer Öffnung 56 versehen, die sich in der Nähe des vorderen Endes der
Rippe 43 befindet und deren Länge und Breite ausreichen, um eine Klemme aufzunehmen, so dass die Klemme über das Ende der Rippe 43 des Blockkörpers 41 gelegt werden kann, wobei sich die Seitenwände der Klemme auf gegenüberliegenden Seiten der Rippe 43 befinden. Wie in Fig. 17A gezeigt, erstreckt sich vor der Öffnung 56 ein Schlitz 57 zu dem Mündungsbereich des Zwischenstückes 35 hin, der an der
Bohrung 44, die sich zu dem Schlitz 57 öffnet, vorbeiläuft. Wie mit 45 in Fig. 17C angedeutet, liegt die Oberseite des Kanals 36 des Zwischenstückes 35 in der Nähe des Schlitzes 57 niedriger als in dem Teil des Kanals, der sich rückwärtig der Öffnung 56 erstreckt.
Diese Ausbildung eignet sich dazu, wie weiter unten beschrieben werden wird, die Verformung in einem Rückenstück einer mittels des Werkzeuges auf- gezogenen Klemme in bestimmte Bahnen zu lenken.
Innerhalb des Kanals 36 ist auf den Rippen 34 (Fig. 19), 43 ein Stössel 62 gleitend geführt, der die Form eines umgekehrten U hat, und der in einem Endbereich eine Ausnehmung aufweist, um die vorstehende Zunge 7 (vgl. Fig. 26) einer Klemme aufnehmen zu können. Der Stössel 62 ragt rückwärtig in eine Mittelbohrung 69 der Grundkörperteile 33 und 37, wo er mittels eines Zapfens 66 an einem Ende einer Kolbenstange 68 befestigt ist, die sich von einem Kolben 70 aus nach vorne erstreckt. Der Kolben 70 kann innerhalb des Zylinders 76 hin-und herbewegt werden, der rückwärtig einen Zylinderkopf 74 und an der Vorderseite einen Zylinderkopf 67 aufweist ; die Zylinderköpfe 67 und 74 sind an dem Grundkörper des Werkzeuges mittels Bolzen 78 befestigt, die um die Mittelbohrung 69 herum angeordnet sind.
Der Kolben 70 steht in rückwärtiger Richtung mittels einer Feder 72 unter Vorspannung, die zwischen den Kolben 70 und den vorderen Zylinderkopf 67 eingeschaltet ist ; die Kolbenanordnung ist zweckmässig so
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betätigt, wobei das Luftventil seinerseits mittels einer in dem Handgriff 32 drehbar gelagerten Schalthandhabe 82 gesteuert wird. Die Schalthandhabe 82 kann eingedrückt werden, so dass sie die Kolbenstange 84 eines Schalters 86 betätigt, der mit einem geeigneten Ventil-Steuerkreis in Verbindung steht.
Bei Inbetriebnahme wird eine einzelne Klemme, wie sie in Verbindung mit den Fig. 1 - 3 beschrieben wurde, in der in Fig. 17 durch den Pfeil*' ! angedeuteten Weise durch die Öffnung 56 eingesetzt, wobei die vorstehende Zunge 7 zu dem rückwärtigen Ende des Werkzeuges auf der Ausnehmung 64 des Stro- ssels 62 hin zeigt. Die Klemme umgibt die Rippe 43 des Blockkörpers 41 mit ihren Seitenwänden 2, die auf gegenüberliegenden Seiten der Rippe angeordnet sind, und befindet sich in einer Lage, in der sie 1 durch Bewegung des Stössels 62 nach vorne getrieben werden kann.
Das Werkzeug fluchtet mit der Anschlusszunge 10, wobei sich das Ende der Anschlusszunge innerhalb der Einkerbung 54 an der Endseite des Nasenteiles 53 des Federelementes 39 befindet und an die vordere Stirnkante der Ambossplatte 48 angreift.
Der federnde Nasenteil 53 drückt die Zunge gegen die obere Fläche des Trägerteiles 46. Von oben her wird in Richtung des Pfeiles durch die Bohrung 44 ein Leiter 21 eingesetzt, bis dieser in ausreichender Länge über die Einkerbung 50 in der Ambossplatte 48 hinausragt (vgl. Fig. 20). Die Länge, die über die Einkerbung 50 hinausragt, ist dabei im wesentlichen gleich der Länge der Klemme zu wählen. Wird die Schalthandhabe 82 eingedrückt, so bewegt sich der Stössel 62 in Vorwärtsrichtung und schiebt die Klemme zu dem Leiter 21 hin, so dass dieser erfasst und gegen die Ambossplatte 48 gepresst wird.
Die Bewegung der Klemme zur Anschlusszunge 10 hin, unter gleichzeitigem Abstreifen der Isolarion 21a von dem Kern 22, erfolgt im wesentlichen in der gleichen Weise wie sie vorstehend in Verbindung mit den Fig. 4 - 6 beschrieben wurde ; die hierauf folgenden Arbeitsgänge sind in den Fig. 20 - 23 ver- : anschaulicht. Mit ihrer Ausnehmung 7a wird die Klemme gegen den Leiter gedrückt, so dass dieser zwischen den L-förmigen Fortsätzen 5 eingezwängt und die Isolation 21a gegen die Schnittkanten 52 der Ambossplatte 48 gedrückt wird.
Die Isolation wird dabei eingeritzt und rundherum abgezogen, wenn die Klemme vorwärts bewegt wird ; dabei wird der Kern 22 aus der abgetrennten Isolation durch die Einkerbung 50 und über die Ambossplatte 48 gezogen und durch das Rückenstück der Klemme in Abwärtsrichtung gegen die Anschlusszunge 10 in einer aus Fig. 23 ersichtlichen Zuordnung gedrückt. Der oberhalb der Ambossplatte 48 andieKlemme angrenzende Leiter gelangt während der Vorwärtsbewegung der Klemme durch den Schlitz 57 (vgl, Fig. 17A), und die den ausgestanzten Laschen 6 benachbarte Isolation wird zusammengedrückt und von der durch die Laschen 6 gebildeten Höhlung erfasst.
Während ihrer Verschiebung über die Ambossplatte 48 ist die Klemme durch die Seitenwände und die Oberseite 45 des Kanals 36 geführt (vgl. Fig. 17C). Das Rückenstück 1 der Klemme erhält dagegen in einem dem Schlitz 57 entsprechenden Mittelbereich keine Führung, so dass jegliche durch die Aufnahme des Leiterkernes 22 bedingte Verformung auf den Bereich des Schlitzes 57 beschränkt ist. Somit sind die Drahtadern 22 eines als Litze ausgebildeten Leiters derart festgelegt, dass es beim Aufziehen der Klemme zu keinem unerwünschten Auseinanderspreizen der Adern kommen kann, und sind, wie aus Fig. 25 ersichtlich, auf einen vergleichsweise engen Bereich der Klemmenbreite zusammengedrängt.
Mit den Fig. 27-41 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Aufbringen von Klemmen und von Leitermaterial dargestellt ; eine solche Vorrichtung eignet sich insbesondere für An*- wendungsfälle, bei denen Schaltungsanordnungen mit einer grossen Anzahl von Anschlussklemmen durch Drähte miteinander verbunden werden sollen. Die Vorrichtung weist einen Grundrahmen 100 auf, der in einem Gehäuse mittels Stangen 102 gelagert ist, die an ihren unteren Enden in Öffnungen 104 des Grundrahmens 100 ausmünden (vgl. Fig. 32). Die unteren Enden der Stangen sind mit halbkugelförmigen Muttern 106 versehen, die mit entsprechenden halbkugelförmigen Ausnehmungen in den Öffnungen 104 zusammenwirken und somit innerhalb bestimmter Grenzen eine Schwenkbewegung des Grundrahmens 100 ermöglichen.
Oberhalb'des Grundrahmens 100 sind geeignete Befestigungsmuttern 108 auf die Stangen 102 aufgeschraubt, die die Schwenkbewegung begrenzen. DieStangen 102 ragen mit ihren oberen Enden durch Öffnungen in einer Oberplatte 112 (vgl. Fig. 27), wobei wiederum halbkugelförmige Muttern 110 an den Enden der Stangen 102 in entsprechenden halbkugelförmigen Ausnehmungen der Oberplatte 112 aufgenommen sind. Das Gehäuse der Vorrichtung enthält die Oberplatte 112, Seitenwände 114 von der Form eines umgekehrten T. Endplatten 116,118, 120 und eine Grundplatte 122. Die Grundplatte 112 ist mit einer Mittelöffnung für den Grundrahmenkörper 100 versehen, deren Grösse ausreicht, um die begrenzte Schwenkbewegung des Grundrahmenkörpers 100 zuzulassen ; das Gehäuse der Vorrichtung ist auf Füssen 124 abgestützt, die an der Grundplatte 122 befestigt sind.
Infolge der eine begrenzte Schwenkbewegung
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innerhalb des Gehäuses zulassenden Lagerung des Grundkörpers 100 kann der Körper 100, wie weiter unten beschrieben, in jeder Richtung eine begrenzte seitliche Bewegung erfahren, so dass eine entsprechende
Anpassung an die jeweilige Lage der Anschlusszapfen möglich ist.
An einem in Fig. 27 links wiedergegebenen Arm 126, der an der Oberplatte 112 befestigt ist, ist eine Spule 128 für die Zufuhr der in einem Streifen 130 zusammenhängenden Klemmen angebracht, während von einem zweiten Arm 126, der auf der in der Zeichnung rechten Seite der Oberplatte 112 befestigt ist, eine Spule 132 für die Zufuhr eines isolierten Leiters 133 getragen wird.
Wie aus den Fig. 28,35 und 35A hervorgeht, ist der Grundkörper 100 mit einem schmalen, sich in Aufwärtsrichtung erstreckenden Schlitz 134 versehen, in dem mittels geeigneter Befestigungsmittel 138 eine aufrechtstehende Platte 136 festgelegt ist. In einem mittleren Bereich des Grundkörpers 100 ist das obere Gebiet der Platte 136, wie mit 140 in Fig. 35A angedeutet, entfernt und es ist die vertikale Stirnflache der Platte 136 unterhalb des ausgeschnittenen Bereiches als T-profilförmiger Ambosskörper 142 (Fig. 31,36, 37) ähnlich dem in Verbindung mit Fig. 7 beschriebenen Ambosskörper 12, ausgebildet. Der Ambosskörper 142 hat an seinem Quersteg eine zentrisch verlaufende, aufrechte Nut 144, deren Breite etwas grösser ist als der Durchmesser des Kernes des Leiters 133 und etwas kleiner ist als der Durchmesser der Isolation.
Die Nut 144 reicht bis zu dem Boden der Platte 136 und ist, wie aus den Fig. 36 und 37 hervorgeht, von der Oberseite zur Unterseite hin etwas geneigt, so dass sie an der Oberseite etwas spitzer zuläuft als an der Unterseite. Die an gegenüberliegenden Seiten der Nut 144 befindlichen Kanten 145 (Fig. 35A) des Ambosskörpers 142 sind so weit angeschärft, dass sie die Isolation einzuschneiden oder anzuritzen vermögen, wenn der Leiter wie bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen über den Führungs- oder Quersteg 143 des Ambosskörpers 142 hin abwärts gezogen wird. Die Platte 136 hat in einem unteren Eckgebiet des ausgeschnittenen Teiles 140 eine kreisförmige Ausnehmung 146, welche, wie aus Fig. 36 bzw. 36A ersichtlich, konzentrisch zu einer Querbohrung 139 des Grundkörpers 100 liegt.
Die Ausnehmung 146 und die Bohrung 139 dienen zur Aufnahme von Verbindungsstücken des Klemmenstreifens 130 und abgetrennter Isolationsabschnitte, die bei der Ausführung einer Verbindung abgetrennt werden. Geeignete Druckluft zuführende Mittel sorgen dafür, dass während des Betriebes der Vorrichtung ein Reinigungsluftstrom durch die Bohrung 139 geleitet wird.
Wie in den Fig. 35 und 35A gezeigt, ist in der oberen Aussenfläche des Grundkörpers 100 in Querrichtung eine längsgestreckte Ausnehmung 150 gebildet, die den Schlitz 134 schneidet. Von der Ausnehmung 150 ist ein in senkrechter Richtung leitend geführter Block 151 aufgenommen, der zwar im wesentlichen gleiche Hälften enthält, die über ein Halsstück 153 zusammenhängen, das den Boden eines Kanals bildet, der von zwischen den Hälften des Blockes 151 liegenden Seitenwänden 155 begrenzt ist, die auf gegenüberliegenden Seiten des Schlitzes 134 liegen. Der Kanal zwischen den Hälften des Blockes 151 fluchtet mit dem Schlitz 134. Der Block 151 hat an seiner Unterseite Fussstücke 152, die den Block oberhalb des Bodens der Ausnehmung 150 aufruhen lassen.
Flache, in den Fig. 35A und 40 gezeigte Fe-
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eines Schenkels 176 eines Kniehebels drehbar befestigt ist, welcher seinerseits bei 177 zwischen einem Paar senkrecht stehender Platten 178 schwenkbar gelagert ist. Der zweite Schenkel 179 des Kniehebels ist an einen Block 180 angelenkt, der mit dem einen Ende einer pneumatischen Kolben-Zylinder-Anord- nung 182 in Verbindung steht, die zwischen den Platten 178 befestigt ist. Man erkennt, dass bei Vorwärtsbewegung der Kolbenstange 181 der Leitfinger 174 sich in dem Kanal 168 zu dem Grundkörper 100 abwärts bewegt und somit einen Vorschub des Streifens 130 in dem Kanal 168 bewirkt.
Der Leitfinger 174 ist durch eine Feder 175 in federnder Verbindung mit dem Streifen 130 gehalten und übt unter dem Einfluss eines Hebels 183, der zwischen den Platten 178 oberhalb des Kniehebels drehbar gelagert ist und mittels einer Feder 185 im Gegenuhrzeigersinn unter Vorspannung steht, einen leichten Reibungsdruck auf den Streifen 130 aus.
Es ist ferner eine Anordnung vorgesehen, um die Anschlussklemmen des Streifens 130 in Vorwärtsrichtung von dem unteren Ende des Kanals 168 in den Bereich des Ambosskörpers 142 zu verlegen. Diese Anordnung ist in einem im wesentlichen U-förmig ausgebildeten Arm untergebracht, der, wie aus Fig. 31 ersichtlich, Seitenteile 186 und ein Rückenstück 187 hat, das sich zwischen den Seitenteilen erstreckt. Wie aus Fig. 27 hervorgeht, sind die Seitenteile 186 mittels Flanschen 185 und geeigneter Befestigungs- schrauben an einer rückwärtig liegenden Fläche des Grundkörpers 100 befestigt. An der Unterseite des U-förrnigen Armes ist eine Platte 188 angebracht, die an der Rückseite des Grundkörpers 100 von einem Schulterstück getragen ist.
Die Platte 188 (Fig. 31) dient als Auflager für einen L-förmigen Gleitkörper
194, der so angeordnet ist, dass er von einer Kolbenstange 192 einer pneumatischen Kolben-ZylinderAnordnung 190 vorwärts getrieben werden kann, die sich zwischen den Platten 178 befindet. An seinem rückwärtigen Ende ist der Gleitkörper 194 mittels einer Feder 198 vorgespannt, die sich an einem aufrecht stehenden Arm des Gleitkörpers um einen Zapfen herum abstützt, der von dem Arm aus zu dem Führungblock 166 hin ragt. An ihrem andern Ende ist die Feder 198 in einer Ausnehmung 200, die in einer rückwärtig liegenden Fläche des Führungsblockes 166 vorgesehen ist, aufgenommen.
An den Gleitkörper 194 ist verstellbar ein Gleitstössel 202 mittels einer Schraubklemme 204 angeklemmt, die durch einen Schlitz in dem Gleitstössel 202, der grösser als die Schraubklemme 204 ausgebildet ist, ragt und in eine Gewindebohrung des Gleitkörpers 194 eingelassen ist. In eine Bohrung am rückwärtigen Ende des Gleitkörpers 194 ist eine Einstellschraube 205 eingeschraubt, die in rückwärtiger Richtung seitlich durch eine Öffnung in dem Rückenstück 187 des Tragarmes ragt. Die Einstellschraube 205 greift mit ihrem vorderen Ende in das rückwärtige Ende des Gleitstössels 202 ein, so dass die Lage des Gleitstössels 202 im Verhältnis zu dem Gleitkörper 194 eingestellt werden kann und somit Veränderungen der rückwärtigen Begrenzung des Hubes des Gleitstössels 202 möglich sind.
Der Gleitstössel 202 erstreckt sich nach vorne hin in den Mittelbereich des Grundkörpers 100 und ist in dem Schlitz 134 gleitend geführt, so dass er längs der oberen Kante der Fläche 206 der Platte 136 eine Hin- und Herbewegung ausführen kann. An seinem vorderen Ende hat der Gleitstössel 202 einen Fortsatz 208 von T-förmigem Querschnitt (vgl. Fig. 35 und 35A), dessen Form ähnlich im Querschnitt des Ambosskörpers 142 und in ihren Abmessungen etwas kleiner als dieser gehalten ist.
Oberhalb des vorderen Endes des Gleitstössels 202 ist hinter dem Zuführungskanal 168 in einem unteren Bereich des Führungsblockes 166 ein Führungseinsatz 210 vorgesehen, der so angeordnet ist, dass er den Klemmenstreifen 130 genau in einen dem vorderen Ende 208 des Gleitstössels 202 entsprechenden Verlegungsbereich zu führen vermag, wenn das rückwärtige Ende des Gleitstössels 202 die Einstellschraube 2 5 oder die aufrecht stehende Wand des Gleitkörpers 194 erreicht. In diesem Zustand wird ein Klemmenstreifen 130 am vorderen Ende des Gleitstössels 202 mit dem T-förmigen Fortsatz 208 in Verbindung gebracht-.
Die Klemme kann dann über den in seinem Querschnitt T-förmigen Fortsatz geschoben werden, so dass bei Vorwärtsbewegung des Gleitstössels 202 die Klemme von dem Streifen 130 abgetrennt und ebenfalls vorwärts bewegt wird.
Vor der Verlegungszone ist eine aufwärts stehende Stösselstange 216 angeordnet, mit deren Hilfe von dem vorderen Ende des Gleitstössels eine Klemme über den Ambosskörper 142 und auf eine unterhalb des Ambosskörpers befindliche Anschlusszunge 10 geschoben werden kann. Wie aus den Fig. 28,29 und 31 ersichtlich, ist die Stösselstange 216 mittels einer Klemmplatte 218 und Schrauben 219 an einem Schuh 220 befestigt, welcher seinerseits mit dem unteren Ende einer Kolbenstange 226 in Verbindung steht, die von einem Kolben her abwärts ragt, der sich in einem aufrecht stehenden Zylinder 228 befindet. Der Zylinder 228 ist an seinem unteren Ende an einer Platte 223 (vgl. Fig. 31) befestigt, die ihrerseits von sich in Abwärtsrichtung erstreckenden Stangen 222, die die Stösselstange 216 etwa konzentrisch umgeben, an dem Grundkörper 100 gehalten ist.
Der Kolben des Zylinders 226 ist in Aufwärtsrichtung mittels einer Feder 224 vorgespannt, die sich in dem Zylinder 228 befindet ; bei Zufuhr von Druckluft zu einem oberen Teil des Zylinders kann der Kolben in Abwärtsrichtung bewegt werden.
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Klemmerichtung zu erreichen ; der Grundkörper 100 kann daher im Verhältnis zu dem Gehäuse der Vorrichtung verschwenkt werden, bis es zu einem ausreichend genauen Fluchten gekommen ist. Gemäss den Fig. 28 und 30 ist ein Paar Führungsstäbe 290 vorgesehen, die im Verhältnis zu an der Unterseite des Grundkör- pers 100 gebildeten Flächen 288 gleitend geführt sind. Die Stäbe 290 weisen selbst Längsschlitze 291 auf, die mit Schrauben 293 zusammenwirken, die an dem Grundkörper 100 befestigt sind.
Die oberen Aussen- enden der Stäbe 290 sind mit abwärts gebogenen Flanschen 292 versehen, über die sie mit Kolbenstan- gen 294 pneumatischer Kolben-Zylinder-Anordnungen 296 in Verbindung stehen, die ihrerseits mittels der Schrägarme 298 an den Seiten des Grundkörpers 100 festgelegt sind. Die einander benachbarten unteren Enden der Stäbe 290 haben jeweils gerade Querkanten 302 und nach innen weisende, konvex gekrümmte Kantenabschnitte 300. Die konvexen Kantenabschnitte 300 liegen einander gegenüber, so dass, wenn sich die Stäbe 290 längs der geneigten Flächen 288 aufeinander zu und zu der Zunge 10 hin (vgl.
Fig. 30) bewegen, die Anschlusszunge zwischen den einander gegenüberliegenden konvex gekrümmten Kantenstücken 300 und zwischen den einander gegenüberliegenden geraden Kantenabschnitten 302 eingespannt wird. Bei dieser Bewegung der Stäbe 290 führt der Grundkörper 100 eine geringe seitliche Schwenkbewegung aus, so dass die Stösselstange 216 einerseits und die Anschlusszunge 10 anderseits infolge des von den einander gegenüberliegenden, konvexen Kantenabschnitten 300 ausgeübten Zentriervorganges genau in eine Fluchtlinie gebracht werden.
Zu Beginn der Herstellung einer Verbindung zwischen einer Klemme und einer Anschlusszunge befinden sich die Teile der Vorrichtung zunächst in der in Fig. 27 dargestellten Lage, so dass der Gleitstössel 202, das Drahtzuführungsrohr 246 und die Stösselstange 216 jeweils in ihrer rückwärtigen Endlage liegen.
Als erstes wird den Zylindern 296 (Fig. 28) Druckluft zugeführt, um die Führungsstäbe 290 aufeinander zuzuführen, wobei, wie vorbeschrieben, der Grundkörper 100 ausgeschwenkt wird, wenn die Stösselstan- ge 216 und die Anschlusszunge 10 nicht miteinander fluchten. Dadurch, dass die Stäbe 290 die Anschlusszunge 10 erfassen, wird die Stösselstange 216 in einer mit der Anschlusszunge 10 fluchtenden Lage gehalten. Es wird dann dem Zylinder 264 in dem Gleitkörper 244 Druckluft zugeführt, um den Leiter im Ver- hälmis zu dem Gleitkörper 244 mittels der Klemmfinger 266 festzulegen.
Der Gleitkörper 244 wird dann, wie in Fig. 31 gezeigt, nach links bewegt ; dabei wird der Leiter von der Spule 132 abgezogen und zu dem Ambosskörper 142 geführt, bis das Drahtzuführungsrohr 246 die in Fig. 36 veranschaulichte Lage einnimmt, wobei das Ende des Leiters um ein der Länge einer Klemme entsprechendes Stück nach links über den Ambosskörper 142 ragt. Die Spannreinrichtung des Gleitkörssers 244 wird dann dadurch freigegeben, dass die Druckluft aus dem Zylinder 264 der Leiterspanneinrichtung entlassen wird. Hierauf wird der Leiter in der Stegplatte 239 festgeklemmt, indem Druckluft zu dem Zylinder 271 geleitet wird, was gemäss Fig. 34 zu einer Festspannung des Leiters mittels des Spannfingers 272 führt.
Hierauf wird die Druckluft aus dem Zylinder 284 entlassen, so dass der Gleitkörper 244 unter der Einwirkung der Feder 276 in seine hintere Endlage zurückkehrt. Während dieser Arbeitsphase ragt der Leiter von dem Stirnansatz des Drahtzuführungsrohres 246 über den Kanal, in dem dieStösselstange 216 hin-und herbeweglich geführt ist, und über den Ambosskörper 142 hinaus (vgl. Fig. 37).
Danach wird der Gleitstössel 202 vorwärts (nach rechts gemäss Fig. 31) bewegt, indem dem Zylinder 190 Druckluft zugeführt wird, so dass die vordere Klemme des Streifens 130, die sich auf dem Fortsatz 208 (Fig. 35) des Gleitstössels 202 befindet, unter dem Druck des Gleitkörpers 202 durch die Kante 212 in dem Führungsblock 166 von dem Streifen abgetrennt wird (vgl. Fig. 36). Gleichzeitigwird der ver- bleibende Vorsprung an dem unteren Ende der Klemme mittels der Kante 214 der Zunge 160 (vgl.
Fig. 35A) abgetrennt, worauf dieser abgetrennte Vorsprung in die Bohrung 139 (Fig. 36) fällt, aus der er mit Hilfe eines Druckluftstromes entfernt wird. Bei Weiterbewegung des Gleitstössels 202 gelangt die Klemme in die Ausnehmung 233 an dem unteren Ende der Stösselstange 216, bis sie sich mit ihren Seitenwänden an die gegenüberliegenden Seitenwände des Führungskanals 232 angelegt hat.
Der Gleitstössel 202 verbleibt in seiner vorgeschobenen Lage gemäss Fig. 37, bis sich die Stösselstange 216 unter dem Einfluss von dem Zylinder 228 (Fig. 28) zugeführter Druckluft abwärts bewegt. Bei ihrer Abwärtsbewegung nimmt die Stösselstange 216 die Klemme von dem Gleitstössel 202 aus mit, worauf die Druckluft aus dem Zylinder 190 entlassen wird, so dass der Gleitstössel 202 unter dem Einfluss der Feder 198 in seine Anfangslage zurückkehren kann. Die Stösselstange 216 bewegt sich weiter abwärts, um die Klemme mit dem Leiter in Verbindung zu bringen und drückt den Leiter gegen den Ambosskörper 142, so dass die oberen, an den beiden Seiten der Nut 144 befindlichen Kanten die Drahtisolation einschneiden oder anritzen.
Die Klemme gleitet über den T-förmigen Ambosskörper 142 abwärts, wobei ihre Seitenwände sich an den Begrenzungswänden des Stösselstangen-Kanals 232 (Fig. 35A, 36A) abstützen, so dass das Rückenstück der Klemme unter dem Einfluss der Keilwirkung des Leiters eher nachgibt als die Seiten-
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wände der Klemmen. Der Kern des Leiters wird aus dem abgetrennten Endstück der Isolation herausgezogen und gelangt in die sich verjüngende Nut 144, wobei die Isolation an der Oberseite der Ambossplatte zurückbleibt, von wo aus sie in die Ausnehmung 146 fällt. Von hier kann sie mittels eines Druckluftstromes entfernt werden.
Während der Abwärtsbewegung der Stösselstange wird die Druckluft aus den Zylindern 296 entlassen, so dass die Führungsstäbe 290 in ihre Ausgangslage zurückkehren können und die Klemme, wie in Fig. 38 dargestellt, über die Anschlusszunge 10 geschoben werden kann. Die jeweiligen Lagen der Stösselstange 216, des Leiters, der Klemme und der Zunge 10 sind in Fig. 38 veranschaulicht, in der der Anschlusszungen bereits mit der Klemme versehen ist. Man erkennt, dass die Länge des Leiters zwischen der Klemme und dem Drahtzuführungsrohr 246 grösser ist als die Länge des Leiters, der aus dem Drahtzuführungsrohr gemäss Fig. 37 herausragt. Um zu ermöglichen, dass der Leiter durch das Drahtzuführungsrohr 246 gezogen wird, wenn die Klemme auf die Anschlusszunge geschoben wird, geben die Spannfinger 272 den Leiter frei.
Nachdem die Klemme auf die Anschlusszunge 10 aufgeschoben worden ist, wird die Druckluft aus dem Zylinder 228 entlassen, so dass die Stösselstange 216 in ihre Ausgangslage zurückgelangt, und es wird die Einrichtung für die Klemmenzufuhr in Gang gesetzt, um die nächste Klemme des Streifens 130 abwärts über den T-förmigen Fortsatz 208 des Gleitkörpers 202 zu bringen.
Wenn zwei Anschlusszungen mittels eines sich zwischen den Zungen erstreckenden Drahtes verbunden werden sollen, so wird die Verbindung mit der ersten Zunge in einem Arbeitsgang hergestellt, wie er zuvor beschrieben wurde. Die zweite Verbindung wird in einem etwa abweichenden Arbeitsgang hergestellt, der sich für einen Anwendungsfall eignet, bei dem für die herzustellende Verbindung nicht von einem
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