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Sackfüllmaschine, vornehmlich für Ventilsäcke
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Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in schematischer
Darstellung.
Die in der Zeichnung dargestellte Ventilsackfüllmaschine arbeitet mit einer eingebauten Brutto-Ab- sackwaage, jedoch können auch Füllmaschinen ohne Waage verwendet werden.
Mit 1 ist eine Zuführungsrinne (Vibrator) bezeichnet, die mit einer Verschlussklappe 2 versehen ist und die das Füllgut einem Vorratsbehälter 3 des Füllelementes zuführt. Mit einer mechanischen Vorrich- tung, z. B. mit einer Schnecke 4, deren Antriebsmotor sich in einem Gehäuse 5 befindet, wird das Füll- gut durch den Füllstutzen 6 in einen darauf aufgesteckten Ventilsack 8 befördert. An Stelle einer Förder- schnecke können auch beliebige andere Fördervorrichtungen, z. B. Wurfturbinen, Schleuderförderbänder, Druckluft u. dgl. zum Fördern des Gutes in den Sack od. dgl. benutzt werden.
Nach dem Beispiel ist unter dem Füllstutzen 6 ein Druckluftrohr 7 vorgesehen, um durch einen Press- luftstoss den auf den Füllstutzen aufgesteckten Sack 8 zum Entfalten des Sackbodens aufblasen zu können.
Der Ventilsack wird mit einer Sackklemme 9 am Ventilstutzen festgehalten und diese Sackklemme kann in beliebiger Weise, so z. B. elektromagnetisch (Magnet 10) gesteuert werden.
Mit 11 ist ein Waagebalken bezeichnet, der auf der einen Seite ein Gewicht 12 und auf der andern
Seite einen Lastschalenträger 13 hat. An dem Lastschalenträger 13 ist oben die Abfüllvorrichtung 3 - 7 befestigt und unten die kraftgesteuerte Stütze, bestehend aus dem Kraftspender 14, der drehbaren Stütze
15 usw. Die dargestellte Ausführungsform zeigt einen Kraftspender 14, welcher ein pneumatisch gesteuer- ter Zylinder ist und am Lastschalenträger 13 bei 16 gelenkig gehalten wird. Der Pressluftzylinder 14 wird in bekannterWeise gesteuert und erhält die Pressluft wechselweise durch die Leitungen 17 und 18, die von den Magnetventilen 19 und 20 geöffnet oder geschlossen werden. Die an dem Zylinder 14 vorgesehenen regulierbaren Luftaustritte 21 dienen zugleich zur Stossdämpfung.
Bei 22 ist an der Kolbenstange des Zylinders 14 ein Drehhebel 23 angesetzt, der bei 24 an dem Last- träger 13 angelenkt ist und an einem längeren Hebelarm 25 eine drehbare Stütze 15, als Walze, Kipp- sattel od. dgl. ausgebildet, trägt.
Die Einrichtung der Sackstütze und der Kraftspender werden vornehmlich verstellbar am Lastschalen- träger der Waage befestigt. Wenn die Ventilsackfüllmaschine ohne eingebaute Brutto-Absackwaage ar- beitet, kann die Verstellbarkeit der Sackstütze usw. in anderer geeigneter Weise durchgeführt werden.
Die Steuerung des Arbeitsablaufes der Füllmaschine kann man über einstellbare Zeitschalter oder in
Abhängigkeit der Waage durch eine entsprechende Vorbelastung der Lastschale durchführen. In der Zeich- nung sind die einzelnen Schaltvorgänge, die nur eine Kombination bekannter Geräte darstellen, nicht be- sonders dargestellt.
Der Arbeitsablauf der Füllmaschine vollzieht sich in Abhängigkeit von Zeitschaltern od. dgl. wie folgt :
Der leere Ventilsack 8 wird auf den Füllstutzen 6 z. B. mit der Hand aufgesteckt. Im Anschluss daran kann dann durch Betätigung einer Schlagtaste oder durch die Schaltung an sich bekannter Geräte der Ar- beitsablauf intermittierend oder rhythmisch erfolgen. In dem aufgeführten Beispiel wird Handbetätigung angenommen.
Beispielsweise nach dem Drücken einer Schlagtaste wird ein nicht dargestellter Zeitschalter in Tä- tigkeit gesetzt und gleichzeitig lässt man in den leeren Ventilsack durch die Leitung 7 Pressluft zum Auf- blasen des Sackes einströmen. Zu Beginn dieser Vorgänge wird ebenfalls die Fördervorrichtung 1 mit 2 zum Zuführen des Füllgutes zum Vorratsbehälter 3 des Füllelementes eingeschaltet.
In den leeren Ventilsack strömt dann das Füllgut bis zum vorbestimmten Füllsgutspiegel 28. Nach
Ablauf der dafür benötigten Zeit wird über das elektrisch gesteuerte Ventil 19 die Stossstange des Zylinders
14 nach unten gedrückt, wodurch sich die Abwurfrolle bzw. Stützrolle 15 in die oberste Lage des zu fül- lenden Sackes zu dessen Unterstützung anhebt. Der Sack wird hiebei so hoch angehoben, dass die oberen Papierbahnen spannungsfrei sind.
Während der Sackfüllung kann der Sack bis zum Zeitpunkt des Abwurfes unterstützt bleiben, ohne dass eineSackrüttelung erfolgt, oder man kann den Sack durch die Rolle 15 schlagartig mehrmals heben und senken, wodurch sich eine Verdichtung des Sackinhaltes ergibt. In diesem Falle wird in dem Pressluftzylinder 14 über die Steuerventile 19 und 20 und den nicht dargestellten Impulskontaktgeber der Kolben intermittierend betätigt.
Sobald das eingestellte Füllgewicht erreicht ist, spielt der Waagebalken 11 ein und betätigt einen an sich bekannten, nicht dargestellten Vakuum-Magnet, welcher im Schwingungsbereich des Waagebalkens angeordnet ist, wodurch die Sackklemme 9 über den Magnet 10 den gefüllten Sack vom Füllstutzen 6 löst. Der gefüllte Ventilsack kann dann sofort vom Füllstutzen 6 durch seine Schwerpunktlage 29 zur Rolle 15 abkippen.
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Unmittelbar nach der Freigabe des gefüllten Sackes vom Füllstutzen, wobei dieser Vorgang gege- benenfalls durch Verwendung eines Verzögerungsrelais od. dgl. gesteuert werden kann, wird die Pressluft- zufuhr durch die Leitung 17 durch entsprechende Steuerung des Magnetventils 19 unterbrochen. Durch den
Druck des Füllgewichtes auf die Rolle 15 wird der Kolben des Zylinders 14 wieder nach oben gedrückt.
Die im Zylinder befindliche gepresste Luft entweicht durch den oberen regulierbaren Luftaustritt 21 je nach Einstellung allmählich oder schneller. Dieser Vorgang kann aber auch beschleunigt erfolgen, wenn man Pressluft durch die Leitung 18 in den Zylinder 14 gibt.
Zur Vermeidung von Stössen bei den schlagartigen Bewegungen wird es meistens notwendig sein, die
Gestänge abzubremsen. Am einfachsten geschieht dies durch die Wahl von Pressluftzylindern mit an sich bekannten regulierbaren Luftaustritten 21 für die Pufferung. Man kann jedoch auch besondere Bremsen ebenfalls in an sich bekannten Ausführungen verwenden.
Sobald sich die voreilende Rolle 15 nach unten bewegt, gleitet der gefüllte Sack an der Stütze 26 entlang. Erfolgt die Bewegung der Rolle 15 sehr schnell nach unten, erhält der fallende Sack durch die
Bewegung des Sackförderers 27 ein Kippmoment und legt sich dadurch flach auf das Förderband.
Nach der Erfindung kann man jedoch gegebenenfalls den Sack auch langsam senken, damit er in senkrechter Lage auf die Fördervorrichtung 27 gelangt. Diese müsste dann mit einer geringeren Geschwin- digkeit arbeiten, um das Kippmoment unwirksam zu machen. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, auf den stehend vorbewegten Säcken, beispielsweise im Bereich der Sackventile, Arbeitsvorrichtungen z. B. zum Verschliessen derselben durchzuführen. Hiebei kann man auch beispielsweise Ventile, die mit thermoplatischen Materialien ausgestattet sind, nach der Sackfüllung zuschweissen.
Nach dem Abwurf des gefüllten Sackes wird der leere Ventilsack durch einen Schlitz 30, der sich an der Führungssttitze 26 befindet, auf den Füllstutzen 6 aufgeschoben. Das Arbeitsspiel beginnt dann von
Neuem.
Bei einer Arbeitsweise der Füllmaschine in Abhängigkeit einer Vorbelastung der Lastschale der Waa- ge erfolgt die Anordnung durch ein Voreilergewicht, wie dies im Waagenbau üblich ist.
Der Arbeitsablauf kann dann gegebenenfalls bei intermittierender Arbeitsweise durch eine Schlagta- ste oder bei rhythmischer Arbeitsweise durch einen Zeitschalter eingeleitet werden.
In gleicher Weise wie oben beschrieben wird dann der aufgesteckte Ventilsack aufgeblasen, während- dem sich die Rolle 15 in der unteren strichpunktierten Stellung befindet.'Das Füllgut strömt dann bis zum einstellbaren Füllgutspiegel 28 in den Ventilsack. In dieser Zeit hat sich durch die Vorbelastung der Waa- ge deren Lastschale so weit abgesenkt, dass das nicht dargestellte Voreilergewicht ausser Wirkung kommt.
Durch diese Bewegung der Waage oder durch die Stützlage des Voreilers wird dann in an sich bekannter
Weise ein Mikroschalter betätigt, wodurch über das Magnetventil 19 durch Einlassen von Druckluft die
Stossstange des Zylinders 14 nach unten gedrückt wird, damit die Rolle 15 in die Stützlage gelangt.
Wenn der Sackinhalt verdichtet werden muss, dann ist dafür Sorge zu tragen, dass die Steuerung un- ter Verwendung eines Zeitschalters, Impulskontaktgebers od. dgl., die von dem durch die Waage zu be- tätigenden Mikroschalter angesprochen werden, durchgeführt wird.
Wenn das eingestellte Füllgewicht erreicht ist, spielt die Waage endgültig ein und über Vakuum-
Magnete oder sonstige bekannte Anordnungen wird dann die Sackklemme 9 über den Magnet 10 gelöst, damit der gefüllte Sack sich vom Füllstutzen lösen und wie bereits beschrieben nach unten fallen kann.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Sackfüllmaschine, vornehmlich für Ventilsäcke, die mit einer pneumatisch oder hydraulisch be- tätigten Bodenstütze versehen ist, welche Abwurfbewegungen und gegebenenfalls eine Verdichtung des
Sackinhaltes durchführt, dadurch gekennzeichnet, dass an dem freien Ende der in an sich bekannter Weise als Schwenkhebel (25) ausgebildeten Bodenstütze ein gegebenenfalls mit einer Rüttelvorrichtung in Ver- bindung zu bringender Rollkörper (15) zum Abstützen des gefüllten Sackes vorgesehen ist.