DE2425882C3 - Vorrichtung zum Abfüllen von schuttfahigem Füllgut - Google Patents

Vorrichtung zum Abfüllen von schuttfahigem Füllgut

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DE2425882C3 DE19742425882 DE2425882A DE2425882C3 DE 2425882 C3 DE2425882 C3 DE 2425882C3 DE 19742425882 DE19742425882 DE 19742425882 DE 2425882 A DE2425882 A DE 2425882A DE 2425882 C3 DE2425882 C3 DE 2425882C3
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B1/00Packaging fluent solid material, e.g. powders, granular or loose fibrous material, loose masses of small articles, in individual containers or receptacles, e.g. bags, sacks, boxes, cartons, cans, or jars
    • B65B1/30Devices or methods for controlling or determining the quantity or quality or the material fed or filled
    • B65B1/32Devices or methods for controlling or determining the quantity or quality or the material fed or filled by weighing

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abfüllen von schüttfähigem Füllgut mit einem Fülltrichter, dessen unterem Verschluß Halteglieder zugeordnet sind, die den Verschluß gegen eine Schließkraft in einer geöffneten Stellung halten, mit einem unter dem Fülltrichter angeordneten Wiegebehälter und einer hiermit verbundenen Waage, die bei Erreichen eines vorbestimmten Füllgutgewichtes im Wiegebehälter auf ein Halteglied des Fülltrichterverschlusses einwirkt und mit einem im Wiegebehälter angeordneten Tastglied, durch welches beim Erreichen einer bestimmten Füllguthöhe ebenfalls ein Halteglied des Fülltrichterverschlusses betätigt wird.
Bei einer aus der DE-PS 3 09 440 bekannten Vorrichtung zum Abfüllen von schüttfähigem Füllgut mit Hilfe eines Wiegebehälters befindet sich über dem
ίο Wiegebehälter ein verschließbarer Fülltrichter. Der Fülltrichterverschluß besteht aus zwei unabhängig voneinander betätigbaren, segmentartigen schwenkbaren Verschlußschiebern, von denen der äußere Schieber zur vollständigen Schließung des Fülltrichters dient, während der innere Schieber dazu dient, kurz vor Erreichen des vorbestimmten Füllgewichtes im Wiegebehälter den Zulaufstrom des Füllgutes einzuschränken. Dies ist erforderlich, weil die endgültige Abschließung des Auslaufes am Fülltrichter durch das freie Abwärts-
2(i schwingen des den Wiegebehälter tragenden Waagebalkens erfolgt und bei nicht vorher eingeschränktem Zulaufstrom zuviel Füllgut vom Augenblick der beginnenden Abwärtsschwingbewegung des Waagebalkens bis zur vollständigen Abschließung des Auslaufes
ji am Fülltrichter in den Wiegebehälter nachströmen würde, wodurch das Sollgewicht im Wiegebehälter überschriuen würde.
Die Betätigung des den Zulaufstrom einschränkenden Schiebers erfolgt bei der bekannten Vorrichtung über
«ι ein Halteglied, das seinen Steuerimpuls von einem im Wiegebehälter angeordneten Flügel erhält, der seinerseits durch den sich bildenden Schüttkegel des Füllgutes - betätigt wird. Dabei ist der Flügel derart im Wiegebehälter angeordnet, daß der Schüttkegel des
ι, Füllgutes den Flügel erst dann erreicht, wenn die Füllstandshöhe ein solches Maß im Wiegebehälter erreicht hat, daß das eingeströmte Füllgut kurz vor Erreichen des Sollgewichtes steht. Dann wird über das Halteglied der innere Schieber in seine den Zulaufstrom
in drosselnde Lage gebracht, wobei gleichzeitig der zuvor gesperrte Waagebalken nach Erreichen des Sollgewichtes frei abwärts schwingen kann und über den äußeren Schieber die vollständige Schließung des Fülltrichters veranlaßt. Diese bekannte Vorrichtung wird demnach
r> zur Vermeidung eines Übergewichtes im Wiegebehälter über die Füllstandshöhe vorgesteuert. Dabei ist an sich die Füllstandshöhe selbst bzw. das Volumen gegenüber dem Gewicht ohne große Bedeutung. In vielen Fällen jedoch ist es erforderlich, eine bestimmte Volumenmen-
Vi ge eines Materials in einer Verpackung unterzubringen, selbst wenn dadurch das Materialgewicht geringfügig überschritten wird. Dies ist insbesondere dann erforderlich, wenn es sich um flockiges Material, wie z. B. Corn Flakes, Puffreis oder anderes handelt. Bei derartigen
γ, Materialien korn,nt es zeitweilig vor, daß selbst bei Einfüllung des erforderlichen Materialgewichtes das Volumen geringer als normal ist. Der Grund für die Differenz des Volumens bei gleichem Materialgewicht von einer Packung zur anderen ist darin zu sehen, daß
.,(i sich aufgrund der Verarbeitung und Handhabung des Materials dessen Dichte ändert, weil bei blockigem Material die Flocken brechen können und deshalb bei gegebenem Gewicht ein geringeres Volumen einnehmen. Mit der bekannten Vorrichtung ist es jedoch weder beabsichtigt noch möglich, das Volumen des in den Wiegebehälter einlaufenden Füllgutes über die vorbestimmte Gewichtsabmessung hinausgehend einzustellen. Der vorliegenden Erfindung liegt von daher die
Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der vorgenannten Art dahingehend zu verbessern, daß mit dieser hinsichtlich der in Folge unterschiedliche* Teilchengröße auch unterschiedlichen Dichte des Füllgutes bei einem bestimmten Mindestgewicht des Füllgutes eine vorbestimmie Füllhöhe bzw. eine vorbestimmte Volumenmenge mit Sicherheit erzielt werden kann, unabhängig davon, daß dann ein größeres Füllgewicht vorhanden ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zum Offenhalten des Fülltrichterverschlusses ein Halteglied vorhanden ist, das einererseits von der Waage und andererseits von dem Tastglied derart betätigbar ist, da'3 erst bei Erreichen eines bestimmten Füllgutgewichtes und einer bestimmten Mindestfüllhöhe der Verschluß des Fülltrichters freigegeben und die Füllgutzufuhr unterbrochen wird. Dadurch läßt sich ein Füllgut mit unterschiedlicher Teilchengröße, wie beispielsweise Nährmittel, bei vorbestimmtem Mindestgewicht in vorbestimmter Menge abfüllen. Da der Verschluß ausschließlich nach Erreichen des Mindestfüllgewichtes und nach Erreichen einer vorbestimmten Füllmenge freigegeben werden kann, sind die beiden Anforderungen an ein Mindestgewicht und eine vorbestimmte Volumenmenge einwandfrei erfüllt. Falls nämlich die Teilchengröße kleiner als üblich ist, wird das vorbestimmte Gewicht bereits erreicht, bevor das gewünschte Volumen erzielt wird. Wenn jedoch die Teilchengröße größer als üblich ist, wird das gewünschte Volumen erreicht, bevor das Mindestgewicht vorhanden ist. Im letzteren Fall wird noch so lange Füllgut in den Wiegebehälter einströmen, bis auch das Minimalgewicht erreicht ist und erst dann wird das bereits durch das Tastglied freigegebene Halteglied am Fülltrichterverschluß auch durch die Waage endgültig zur Betätigung des Fülltrichterverschlusses im Schließsinne freigegeben. Ein weiterer Vorteil ist durch die Verwendung nur eines einzigen Haltegliedes mit nur einem Fülltrichterverschluß gegeben.
Damit sowohl eine unabhängige Anordnung des Verschlusses als auch eine von den verwendeten Endgliedern unabhängige Wahl der Impulsgeber für die Verschlußbetätigung erzielt werden kann, ist nach einem Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung der Verschluß durch eine Feder im Schließsinne kraftbelastet und sind dem Halteglied druckmittelbeaufschlagte Motore zugeordnet, welche aus einer den Verschluß in der Offenstellung haltenden Steuerlage in eine den Verschluß im Schließsinne freigebende Steuerlage umsteuerbar sind.
Um die Schließbewegung des Fülltrichtcrverschlusses unabhängig von der Schwerkraft zu machen, ist nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung der Verschluß durch elastisch nachgiebige Rückstellelemente im den Ausfluß des Füllgutes in den Wiegebehälter verhindernden Schließsinn betätigbar.
Eine Entleerung des Wiegebehälters wird vorteilhaft erzielt, indem am Boden des Wiegebehälters eine Klappe angeordnet ist, die in Übereinstimmung mit der Schließbewegung des Ver«vr. L'-.ses am Fülltrichter in eine Offenstellung zum Entleeren des Wiegebehälters bringbar ist. Dadurch kann das portionierte Füllgut ausschließlich in seiner im Wiegubehälter befindlichen Menge einer Verpackungseinheit zugeleitet werden.
Es ist vorteilhaft, wenn die Motore als Kolben-Zylin der-Einheiten ausgebildet sind, wobei die Kolbenstange des einen durch das Füllgewicht betätigbaren Motors mit dem Halteglied verbunden ist, während die Kolbenstange des anderen, durch die Füllstandshöhe betätigbaren Motors als das Halteglied arretierendes Sperrglied ausgebildet ist. Dabei sind die als Kolben-Zylinder-Einheiten ausgebildeten Motore vorzugsweise pneumatisch betrieben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher erläutert Es zeigt F i g. 1 die erfindungsgemäße Abfüllvorrichtung in
ι ο einer teilweise im Schnitt dargestellten Seitenansicht,
Fig.2 die Abfüllvorrichtung in einer Vorderansicht auf deren in F i g. 1 linke Seite gesehen.
Fig.3 eine Rückansicht der Abfüllvorrichtung auf deren in F i g. 1 rechte Seite gesehen,
η rig.4 ein Schaltbild der Abfüllvorrichtung mit fotoelektrischen, einen Lichtgeber und eine Empfängerzelle umfassenden Abtasi mitteln, zwischen die ein Reflektor geschaltet ist,
Fig.5 ein Schaltbild der Abfüllvorrichtung mit
jo fotoelektrischen, einen Lichtgeber und einen Reflektor umfassenden Abtastmitteln, die einander gegenüberliegend angeordnet sind.
Die Abbildungen zeigen einen Fülltrichter 10, eine Aufgabevorrichtung 12 über dem Fülltrichter, um dem
2") Fülltrichter Material zuzuführen, einen Wiegetrichter 14, der sich auf dem Wiegeelement 16 einer Wiegemaschine 18 unter der Aufgabevorrichtung abstützt und Material vom Fülltrichter aufnimmt, und eine Abgabeleitung 20 unter dem Wiegetrichter, welche das
«ι abgelegte Material in einen Karton C darunter abgibt; alle Teile stützen sich an einem Rahmen 8 ab, der hier nur teilweise gezeigt ist.
Der Fülltrichter 10 weist rechtwinklig angeordnete senkrechte und horizontale Abschnitte 22 und 24 auf, die
r> an ihren Schnittpunkten miteinander in Verbindung und an ihren Enden offen sind. Eine flache Abdeckung 26, welche diagonal an der Außenseite der sich schneidenden Abschnitte angeordnet ist, ist normalerweise geschlossen, ermöglicht aber einen Zugang zum
4(i Inneren, falls erforderlich. Die Aufgabevorrichtung 12 hat die Form einer Rinne, die von Winkelgliedern 28 und 30 auf dem Rahmen getragen wird, wobei ein Ende 32 im offenen Ende des horizontalen Abschnitts 24 des Fülltrichters angeordnet und das andere Ende 34 mit
4"> dem unteren Ende eines senkrechten Zuführungsrohres 36 in Verbindung ist. Der Winkel 30 enthält einen Vibrator 37, der den Materialstrom durch die Rinne der Aufgabevorrichtung in den Fülltrichter 10 einleitet. Es ist ein Verschluß 38 vorgesehen, welcher das offene
ίο untere Ende des senkrechten Abschnitts 22 schließt und aus einer die Öffnung abdeckenden Stellung in eine zurückgezogene Stellung und umgekehrt durch ein Paar in Abstand angeordneter Arme 40-40 beweglich gelagert ist, an denen der Verschluß beispielsweise
v> durch Bolzen befestigt ist. Die Arne ΊΟ-40 sind auf einer horizontal angeordneten Welle 42 schwenkbar gelagert, und eine Feder 44, die an einem Ende mit einem der Arme und an ihrem anderen Ende mit dem Abschnitt 22 des Fülltrichters verbunden ist, drückt den Verschluß im
(,ο Uhrzeigersinn, wie in Fig. 1 gezeigt ist, in eine Schließstellung. Die Arme sind durch einen Steg 41 miteinander verbunden, und ein Hebel 43 ist an der Welle 42 zwischen den Armen befestigt, wobei ein Ende 45 so angeordnet ist, daß es durch Bewegung in Eingriff
h'i mit dem Steg die Arme im Gegenuhrzeigersinn auf der Welle 42 verschwenkt. Es ist zu beachten, daß der Verschluß bogenförmig ausgebildet ist und um eine Achse schwenkt, welche oberhalb der Oberseite des
Fülltrichters über dem offenen unteren Ende zwischen den Seitenwänden und in Eingriff mit den unteren Kanten der Vorder- und Rückwand gelagert ist.
Ein Arm 46 (F i g. 3) ist an einem Ende an der Welle 42 und am entgegengesetzten Ende an einem Ende einer ■"> Stange 48 befestigt. Das entgegengesetzte Ende der Stange 48 ist an einem Ende 50 eines Armes 52 eines Winkelhebels 54 schwenkbar gelagert.
Der andere Arm 56 des Winkelhebels 54 weist an seinem vorderen Ende eine Rolle 58 auf. Die Rolle 58 wird von dem Arm 56 gegen einen Nocken 60 gehalten, der an einer Nockenwelle 62 befestigt ist. Der Nocken weist einen Vorsprung 64 auf, der durch Eingriff mit der Rolle 58 den Winkelhebe! 54 im Uhrzeigersinn dreht und durch diese Drehung die Stange 48 nach unten zieht, ι r> so daß der Hebel 43 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt wird. Durch die Gegenuhrzeigerbewegung des Hebels 43 werden die Arme 40-40 entsprechend verschwenkt und der Verschluß wird vom unteren Ende des Fülltrichters weggezogen. Ein Verriegelungshaken 2« 66 ist auf dem Steg 41 zwischen den Armen 40-40 angebracht und dient dazu, den Verschluß in Offenstellung während der Füllung des Wiegetrichters mit der erforderlichen Materialmenge zu halten. Nach der Verriegelung zieht der Nocken den Hebel 43 zurück. 2r>
Der Wiegetrichter 14 hat rechtwinkligen Querschnitt und ist etwas größer als das untere Ende des Fülltrichters und nahe genug am unteren Ende angeordnet, so daß kein Material seitlich entweichen kann, während es in das obere Ende des Wiegetrichters in fällt. Das Wiegeelement 16, an welchem der Wiegetrichter 14 befestigt ist, bildet Teil des Wiegemechanismus 68 einer pneumatischen Wiegemaschine. Diese Wiegemaschine weist eine Düse 70 (Fig. 1) auf, welche neben einem Kappenglied 72 abgestützt ist, welches von einem Arm 74 des Wiegeelementes 16 getragen wird. Durch Bewegung des Armes 74 nach unten wird die Kappe 72 in die Nähe der Düse 70 bewegt und dadurch ein Ventil V betätigt, welches den Druckluftstrom durch einen Leiter 76 zu einem Druckmittelmotor M I absperrt, der an einer Winkelplatte 78 angebracht ist, welche ihrerseits am Gehäuse 80 der Wiegemaschine befestigt ist. Eine Spindelwelle 82 (Fig. 3) ist drehbar in einem Lagerblock 84 gelagert, der an der Winkelplatte 78 befestigt ist, mit einem Ende von dieser nach innen (nach rechts) absteht und mit dem anderen Ende von dieser nach außen (nach links) absteht. Am inneren Ende der Spindelwelle ist ein Arm 86 angebracht, der radial von dieser verläuft. Am vorderen Ende des Armes 86 befindet sich eine Rolle 88 (Fig.!), die mit dem so Verriegelungshaken 66 in Eingriff gelangen kann. Am äußeren Ende der Spindelwelle 82 befindet sich ein Arm 90, der von der Welle radial und nach unten in Gegenüberstellung zum Motor M1 verläuft. Ein an der Spindelwelle befestigter und von einer Feder 96 mit einem einstellbaren Anschlag 84 in Eingriff gehaltener Begrenzungsarm 92 begrenzt die Drehung der Spindelwelle im Uhrzeigersinn. Der Motor M1 weist einen Kolben 97 auf, der durch diesen von dem Ventil V zugeführte Druckluft in einer ausgezogenen Stellung «) gehalten wird. Dabei ist dann der Kolben 97 mit dem Arm 90 in Eingriff, wobei der letztere nachgiebig am Kolben von einer Feder 100 gehalten wird, Solange der Kolben 97 in der ausgezogenen Stellung gehalten wird, hält er die Rolle 88 mit dem Riegel 66 in Eingriff und f>5 folglich den Verschluß in seiner Offenstellung. Wenn das Wiegeelement 16 durch das Vorhandensein eines vorgegebenen Materialgewichtes im Wiegetrichter herabgedrückt wird, bewirkt es eine Betätigung des Ventils V, wie vorstehend erwähnt, um den Strom von Druckluft zum Motor M 1 zu unterbrechen, worauf der Kolben 97 eine Bewegung des Armes 90 im Gegenuhrzeigersinn durch die Feder 100 zuläßt und somit den Verriegelungshaken 66 löst. Die Feder 44 bewegt dann den Verschluß in seine Schließstellung.
Wie vorstehend bereits erwähnt, kann die Dichte der Stoffe, welche zwecks Abfüllen in Kartons zum Verkauf abgewogen werden, von Füllung zu Füllung so weit variieren, daß ein erheblicher Unterschied im Volumen auftritt, und der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diesen Zustand dadurch zu beheben, daß das Materia! dem Wiegebehälter weiter zugeführt wird, nachdem eine der speziellen Menge gewichtsmäßig entsprechende Menge abgefüllt worden ist. bis das Materialvolumen im Wiegebehälter eine vorgegebene annehmbare Höhe erreicht. Um dies zu erzielen, ist auf der Winkelplatte 78 unter dem Motor M1 ein zweiter Motor M 2 angebracht, der mit einem Kolben 102 versehen ist, der innen in eine zurückgezogene Stellung federbelastet ist Der Motor M 2 ist luftbetrieben, um den Kolben 102 auszuziehen. Der Betrieb des Motors M2 wird durch photoelektrische Mittel bewirkt, welche eine Zelle 104 und eine Lampe 106 nach Art eines Reflektors oder nach Art direkter photoelektrischer Mittel aufweisen. In Fig.4 sind die Teile 104, 106 auf einer Seite neben einem Fenster 105 angeordnet, und das Lichtbündel von der Lampe 106 verläuft durch das Fenster quer über den Trichter auf einer Linie X-X, welche der absolut minimalen annehmbaren Materialhöhe im Trichter entspricht, zu einem Reflektor 107 und wird quer über den Trichter durch das Fenster zurückreflektiert auf die Zelle 104. In F i g. 5 ist die Zelle 104 auf einer Seite neben einem Fenster 109 und die Lampe 106 ist auf der entgegengesetzten Seite neben einem Fenster 111 angebracht, so daß das Lichtbündel von der Lampe auf einer Linie X-X, welche der absolut minimalen annehmbaren Materialhöhe im Trichter entspricht, quer durch den Trichter zur Zelle verläuft. Die photoelektrischen Mittel sind in einem Schaltkreis 108 (F i g. 4 und 5) angeordnet, der seinerseits die Zufuhr von Luft zum Motor Ml durch ein magnetbetriebenes Ventil V2 steuert. Die beiden Motoren M\ und M 2 halten also gemeinsam durch Eingriff mit dem Arm 90 die Rolle 88 mit dem Verriegelungshaken 66 in Eingriff. Wenn das richtige Materialgewicht im Wiegetrichter abgelegt worden ist, wird, wie oben erwähnt, der dem Motor M1 zugeführte Druck unterbrochen, so daß der Kolben 97 den Arm nicht mehr in der Verriegelungsstellung hält Wenn jedoch das Volumen kleiner als das annehmbare Volumen ist, bleibt der Kolben 102 in der ausgezogenen Stellung in Eingriff mit dem Arm 90, der ihn in seiner ausgezogenen Stellung hält, so daß der Verschluß offen bleibt. Wenn das annehmbare Volumen erreicht ist, wird dem Motor M 2 zugeführter Druck unterbrochen, und der Kolben 102 bleibt zurückgezogen und ermöglicht dem Arm ein Verschwenken im Gegenuhrzeigersinn, um den Verschluß zu lösen.
Der Wiegetrichter 14 i, η seinem unteren Ende von einer Klappe 104.i verschlossen, welche sich bei 106.1 abstützt und von einer Feder 108.1 in einer Schließstellung gehalten wird. Die Klappe weist in Abstand angeordnete parallele Seitenwände 110.1-110-1 auf, welche auf entgegengesetzten Seiten des Wiegetrichters nach oben verlaufen, und eine dieser Wände weist einen Ansatz 112 auf, durch welchen die Klappe nach unten vom unteren Ende des Wiegetrichters ver-
schwenkt werden kann, um den Inhalt des Wiegetrichters in den Abgabeleiter 20 zu entleeren. Niederdrücken des Ansatzes 112 wird durch eine Rolle 114 an einem Ende eines Armes 116 bewirkt, dessen anderes Ende an einer Welle 118 befestigt ist. Auf der Welle 118 ist ein gabelförmiger Arm 120 angebracht, der durch ein Gelenk 122 mit einem Arm 124 verbunden ist, der an seinem vorderen Ende eine Rolle 126 aufweist, welche an einem mit der Nockenwelle 62 festen Nocken 128 eingreift. Der Nocken 128 weist einen Vorsprung 130 auf der durch Eingriff mit der Rolle 126 den gabelförmigen Arm 120 im Uhrzeigersinn verschwenkt, wodurch wiederum der Arm 116 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, um den Ansatz 112 niederzudrücken.
Der Abgabeleiter 20 füllt das Material direkt in das obere Ende des Kartons Cab, der in aufrechter Stellung unter dem unteren Ende des Abgabetrichters zwischen Führungsschienen 132-132 derart gelagert ist, daß aufeinanderfolgende Kartons in eine Stellung unter dem Abgabetrichter zur Aufnahme einer Materialfüllung, beispielsweise mittels eines Förderers 134 bewegt werden können.
Der photoelektrische Kreis, durch welchen das Luftventil V 2 zur Zufuhr von Luft zum Motor M 2 betälgt wird, weist, wie schaltbildlich in Fig.4 und 5 dargestellt ist, ein Relais R 1 auf, das erregt wird, wenn das Licht ununterbrochen zwischen den Teilen 104,106 der photoelektrischen Mittel wandert, und entregt wird, wenn das Licht durch das Vorhandensein von Material zwischen den Teilen 104, 106 behindert wird; eine Magnetspule 5, welche das Ventil V2 betätigt; und Kontakte c, die in Reihe mit dieser liegen. Durch die Erregung der Magnetspule wird das Ventil V2 zur Zufuhr von Druck zum Motor M 2 betätigt.
Das so beschriebene Gerät ist für einen zyklischen Betrieb ausgebildet, um ihm zugeführle Behälter nacheinander zu füllen, wobei der Betrieb bei geöffnetem Verschluß 38 nach Rückkehr des Wiegemechanismus in seine nicht-ausgeglichene Stellung eingeleitet wird, nachdem der Inhalt des Wiegetrichters in den Karton entleert ist. Das Material wird weiter dem Wiegetrichter zugeführt, bis das Wiegeelement vom richtigen Materialgewicht herabgedrückt wird und noch weiter, wenn das Gewicht nicht dem erforderlichen Volumen entspricht, bis das erforderliche Volumen vorhanden ist, woraufhin der Verschluß geschlossen wird und die Klappe sich öffnet. Durch das öffnen der Klappe wird der Mechanismus vom Gewicht entlastet, so daß er in seinen nicht-ausgeglichenen Zustand zurückkehrt. Die Nockenwelle 62 wird von einem geeigneten Motor und einer Kupplung angetrieben, die schematisch bei MK dargestellt sind, und der Wiegevorgang wird durch Drehung der Nockenwelle in eine Stellung eingeleitet, in welcher der Vorsprung 64 mit dem Nocken 56 des Winkelhebels 54 in Eingriff gebracht wird, der über die Stange 48 den Verschluß 38 in eine Offenstellung bewegt, in welcher er verriegelt ist.
Der Füllzyklus geht weiter mit der Zufuhr von Material zum Wiegetrichter, und wenn sowohl Gewichts- und Volumenerfordernisse erfüllt sind, wird der Verschluß geschlossen und durch weitere Drehung der Nockenwelle wird der Vorsprung 130 mit dem Arm 124 in Eingriff gebracht, wobei dieser im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, um seinerseits die Klappe herabzudrücken.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Abfüllen von schüttfähigem Füllgut mit einem Fülltrichter, dessen unterem Verschluß Halteglieder zugeordnet sind, die den Verschluß gegen eine Schließkraft in einer geöffneten Stellung halten, mit einem unter dem Fülltrichter angeordneten Wiegebehälter und einer hiermit verbundenen Waage, die bei Erreichen eines vorbestimmten Füllgutgewichtes im Wiegebehälter auf ein Halteglied des Fülltrichterverschlusses einwirkt und mit einem im Wiegebehälter angeordneten Tastglied, durch welches beim Erreichen einer bestimmten Füllguthöhe ebenfalls ein Halteglied des Fülltrichterverschlusses betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zum Offenhalten des Fnlltrichterverschlusses (38) ein Halteglied (86, 88, 90) vorhanden ist, das einerseits von der Waage (17) und andererseits von dem Tastglied (!04,106) derart betätigbar ist, daß erst bei Erreichen eines bestimmten Füllgutgewichtes und einer bestimmten Mindestfüllhöhe der Verschluß (38) des Fülltrichters (10) freigegeben und die Füllgutzufuhr unterbrochen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (38) durch eine Feder (44) im Schließsinne kraftbelastet ist und dem Halteglied (86,90) druckmittelbeaufschlagte Motore (MX, M2) zugeordnet sind, welche aus einer den Verschluß (38) in der Offenstellung haltenden Steuerlage in eine den Verschluß (38) im Schließsinne freigebende Steuerlage umsteuerbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (38) durch elastisch nachgiebige Rückstellelemente in den Ausfluß des Füllgutes in den Wiegebehälter (14) verhindernden Schließsinne betätigbar ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Boden des Wiegebehälters (14) eine Klappe (104.1) angeordnet ist, die in Übereinstimmung mit der Schließbewegung des Verschlusses (38) am Fülltrichter (10) in eine Offenstellung zum Entleeren des Wiegebehälters (14) bringbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Motore (M 1, Ml) als Kolben-Zylinder-Einheiten ausgebildet sind, wobei die Kolbenstange (97) des einen durch das Füllgewicht betätigbaren Motors (Mi) mit dem Halteglied (90) verbunden ist, während die Kolbenstange (102) des anderen, durch die Füllstandshöhe betätigbaren Motors (M 2) als das Halteglied arretierendes Sperrglied ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kolben-Zylinder-Einheiten ausgebildeten Motore (MX, M2) pneumatisch betrieben sind.
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