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Aufsteckspindel
Die Erfindung bezieht sich auf eine Aufsteckspindel, bei der insbesonders über Kopf abzuspulende
Spinnkuchen durch eine aufblasbare Hülle gehalten werden.
Es ist eine Aufsteckspindel dieser Art bekannt, bei der die aufblasbare Hülle aus einem an einem Ende abgeschlossenen Schlauch besteht, dessen anderes Ende mit einem Träger fest verbunden ist. Im Innern der Hülle ist ein hohler, mit dem Träger ebenfalls fest verbundener Dorn konzentrisch angeordnet.
In dem zwischen der Hülle und dem Dorn vorgesehenen Raum wird zum Aufblasen der Hülle Luft eingeblasen. Zur Abstützung des Spinnkuchens gegen das Kopfende der Hülle ist eine Kappe vorgesehen, die durch das Aufblasen der Hülle mit dieser kraftschlüssig verbunden wird. Diese bekannte Vorrichtung ist sehr labil, da die aufgeblasene Hülle, z. B. in waagrechter oder schräger Stellung durch das Gewicht des Spinnkuchens, aber auch in senkrechter Stellung durch den Zug des abspulenden Fadens, eine zum Dorn geneigte Lage einnimmt und während des Abspulen schwingt. Die Vorrichtung eignet sich auch nur für zylindrische Spinnkuchen einerseits wegen der festen Einspannung des Hüllenendes am Träger und anderseits wegen der Kappe. Die feste Einspannung der Hülle erschwert zudem deren rasche Auswechslung.
Die Erfindung, die darauf abzielt, eine Aufsteckspindel ohne die vorbeschriebenen Nachteile zu schaffen, besteht im Wesen darin, dass die Hülle doppelwandig ausgebildet und auf ein mit einem Träger verbundenen Rohr aufschiebbar ist, wobei sich die aufgeblasene Hülle mit ihrer Innenwand am Rohr und mit ihrer dem freien Rohrende zugewendeten Stirnwand gegen an einem auf das Rohr aufsteckbaren, seitlich vorstehenden Stöpsel od. dgl. abstützt.
Die doppelwandige Hülle der erfindungsgemässen Aufsteckspindel stützt sich in jeder Stellung der Vorrichtung mit ihrer Innenwand gegen den Dorn verlässlich ab und kann daher nicht schwingen. Sie kann sich in vorteilhafter Weise auch konischen Spinnkuchen ohne weiters anpassen und da sie nur über den Dorn geschoben werden muss, ist sie einfach auszuwechseln.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. l und 2 zeigen Längsschnitte der Aufsteckspindel, u. zw. im drucklosen bzw. aufgeblasenen Zustand, wobei in Fig. 2 diese in Verbindung mit einem Spinnkuchen dargestellt ist.
In einer zentralen Ausnehmung einer mit einer zentralen Bohrung 2 versehenen Tragscheibe list koaxial ein Kupplungsstück 3 angeordnet. Dieses weist eine zentrale, profilierte Bohrung 4 mit einer axialen Verengung 5 auf. Mit einem Ansatz 3A des Kupplungsstückes ist ein Rohr 6 fest verbunden, das länger ist als der abzuspulende Spinnkuchen. Am andern Ende des Rohres ist ein Stöpsel 7 aufgesteckt, der eine Bohrung aufweist, aber auch als Vollkörper ausgebildet sein kann. Wesentlich ist, dass er mit einem äusseren Wulst 7A versehen ist, dessen Zweck später noch erklärt wird. Der Stöpsel kann übrigens auch eine Ausnehmung für eine Spindelkrone aufweisen und gegebenenfalls durch eine Scheibe ersetzt werden.
Eine ringförmige, hohle und elastische Hülle 8 aus Natur-oder Kunstgummi ist auf das Rohr aufgeschoben. Diese Hülle ist beispielsweise aus einem Gummischlauch gebildet, dessen Enden zusammengesteckt und zusammengeklebt werden. Nahe dem der Tragscheibe 1 zugewendeten Ende der Hülle ist in deren inneren Wand ein Loch 9 vorgesehen, das gleichachsig mit einem Loch 10 im Rohr 6 angeordnet ist. Ein Ventil 11 durchsetzt die Löcher 9,10 und ist mittels Lochscheiben 12,13 und einer am Ventilkörper aufschraubbaren Mutter 14 befestigt. An dem Ventil ist ein biegsamer Rohrstutzen 15 angeschlos-
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sen, welcher durch die Verengung 5 des Kupplungsstückes 3 geführt ist. Das freie Ende 16 des Rohrstut- zens weist ein Gewinde für den Anschluss einer Druckluftzuleitung oder eines pfropfen auf.
Das von der
Tragscheibe 1 abgewendete Ende der Hülle stützt sich am Wulfst 7A des Stöpsels 7 ab.
Im drucklosen Zustand der Hülle 8 kann ein Spinnkuchen 17 leicht aufgeschoben werden. Wenn die Hülle aufgeblasen ist, so stützt sie sich gegen die Innenseite des Spinnkuchens ab, ungeachtet der Unebenheiten oderUnregelmässigkeiten, die die Innenseite aufweist. Man kann die Aufsteckspindel auch für ko- nische Spinnkuchen verwenden. Während dem ganzen Abspulen wirkt die Hülle als Polster und hält einen inneren elastischen Druck aufrecht, welcher das Abnehmen der Windungen, besonders gegen das Ende, erleichtert.
Die erfindungsgemässe Aufsteckspule weist keine mechanisch beweglichen Teile auf und ist äusserst einfach im Aufbau und wohlfeil in der Herstellung.
Obgleich sich die Aufsteckspindel besonders für das Abspulen über Kopf eignet, kann diese durch eine geringfüige Abänderung der Tragscheibe und des Kupplungsstückes als Vorrichtung für rollendes Abspulen verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aufsteckspindel, bei der insbesondels über Kopf abzuspulende Spinnkuchen durch eine aufblasbare Hülle gehalten werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle doppelwandig ausgebildet und auf ein mit einem Träger verbundenen Rohr aufschiebbar ist, wobei sich die aufgeblasene Hülle mit ihrer Innenwand am Rohr und mit ihrer dem freien Rohrende zugewendeten Stirnwand gegen an einem auf das Rohr aufsteckbaren seitlich vorstehenden Stöpsel od. dgl. abstützt.