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Zusatzgerät für Schneidbrenner
Gegenstand der Erfindung ist ein Zusatzgerät zu einem händisch zu führenden autogenen Schneid- brenner, das dessen Verwendung sowohl bei Parallelschnitten in jeder gewünschten Breite als auch bei
Zirkel - oder Schablonenschnitten beliebiger Ausdehnung e leichter. und duin weitaus genaueres und rascheres Arbeiten an Platten, Blechen oder Rohren ermöglicht. i Die Führung von Schneidbrennern auf dem Werkstück mit Hilfe von paarweise beiderseits des Bren- ners angeordneten und mit diesem starr verbundenen Laufrollen mit schneideartigem Laufkranz ist bekannt.
Die Verbindung dieser wirkenden Teile miteinander wird etwa durch einen U-förmigen Träger herge- stellt, an dessen Enden die beiden Laufrollen sind und in dessen Mitte die Brennerdüse durch einen Klemm- ring gehalten wird. Durch diese Anordnung wird ein gleichbleibender Abstand der Düsenmündung von der Werkstückoberfläche gesichert. Zusätzlich sichert die Anordnung eines metallischen Kreisringes mit dem
Durchmesser des Abstandes der äussersten Punkte der Laufrollenzapfen gemäss der österr. Patentschrift
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Lineal bei geraden oder bei Schablonenschnitten.
Beim Abschneiden grosser Breiten oder Radien ebenso wie bei extrem kleinenAbständeu. u. zw. insbe- sondere bei Zirkel- oder Schablonenschnitten waren der Verwendung dieser bekannten Einrichtung trotz minimaler Verschiebbarkeit der Brennerdüse innerhalb der Laufrollen bzw. des Abstandringes naturgemäss enge Grenzen gesetzt.
DurchdieimfolgendenbesehriebeneEinrichtung ist, wie eingangs angedeutet, die autogene Schneidarbeit an Platten, Blechen oder Rohren praktisch bei allen, in Konstruktionswerkstätten üblicherweise vorkommenden Abmessungen der Werkstücke rasch und mit genauer Schnittführung durchführbar.
Die Fig. 1-6 der Zeichnung zeigen das erfindungsgemässe Gerät mit seinen Einzelteilen schematisch und beispielsweise.
Fig. 1 zeigt im Grundriss und Fig. 2 im Aufriss den Hauptteil des Gerätes, nämlich einen an beiden Endenrechtwinkelig abgebogenen Träger l, dessen abgebogene Teile 2, wie aus Fig. 2 ersichtlich, in einem Winkel nach unten gezogen sind. Einer der beiden abgebogenen Teile 2 trägt eine einzige Führungsrolle 3 mit schneidartigem Laufkranz sowie eine unter der Achse der Rolle 3 waagrecht nach innen angeschweisste Lasche 5 zur Befestigung einerseits eines Funkenschutzbleches 6 und anderseits, u. zw. im unteren Teil der gleichen Schraube einer leicht beweglichen Führungsrolle 7 mit oberem Spurkranz, der etwas oberhalb des unteren Randes der Auflageschneide der Rolle 3 liegt (Fig. 4).
Am Träger 1 ist aussermittig ein Klemmring 8 entweder ortsfest angeschweisst oder mittels Schraube und Mutter in einem Langloch des Trägers 1 ortsveränderlich angebracht, der die Düse 9 des Schneidbrenners aufnimmt. Die aussermittige Lage der Düse 9 bzw. ihrer Halterung 8 ist durch das Schutzblech 6 oder die Spurkranzrolle 7 begrenzt.
In dem auf der Gegenseite befindlichen Querlappen 2 des Trägers 1 ist koaxial mit der Achse der Laufrolle 3 ein Rundstab 10 so eingeschweisst, dass etwa ein Viertel seiner Länge aussen und drei Viertel innen liegen. Der Abstand des inneren Endes vom Klemmring 8 bzw. von der Düse 9 muss ausreichen, um eine anklemmbare Zylindermuffe 11 mit axialem Gewinde und quer zur Achse angeordneter Bohrung mit dem Kaliber des Rundstabes 10 auf diesen aufschieben zu können. Die Fig. 1-3 zeigen Anwendungsbeispiele für die bisher beschriebene Vorrichtung. Gemäss Fig. 3 wird die Aufschiebmuffe 11 mittels eines Handgriffs 13 über einem Rundeisen 12 mit passendem Gewinde auf dem Rundstab 10 angeklemmt. Unterhalb der Muffe 11 ist in dieser eine Spurkranzrolle 14 frei drehbar angeordnet. Der untere Rand des Spurkranzes liegt auf der Ebene der Schneide der Führungsrolle 3.
Diese Kombination erfindungsgemässer Vor-
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richtungsteile dient zum Abschneiden gerader, schmaler Streifen von Platten, Blechen oder Winkel-, U-, T- oder I-Eisen sowie von Rohrringen, sofeme deren Rand ausreichend eben ist. Im andern Falle wird ein
BlechstreifenmitgeraderKantehilfsweise als Führungsorgan um das Ende des um weniges zu verkürzenden
Rohres geklemmt oder gebunden. Die Schnittbreite kann in diesen Fällen weitaus kleiner als bei allen bisi her bekannten Vorrichtungen gehalten werden.
Ebenso vorteilhaft ist die Möglichkeit der Einhaltung überraschend kleiner Radien bei Zirkelschnitten, wenn die Einrichtung 1-3. 5,8, 9, 12 und 13 mit einer als Zirkelspitze ausgebildeten Aufschiebmuffe 15 gemässdenFig. 1 und 2 verwendet wird. Durch Aufklemmen derselben auf den äusseren oder inneren Teil des Rundstabes 10 können grössere oder kleinere Kreisradien eingestellt werden. Eine mehr oder minder starke Kröpfung der Zirkelspitze über den Umfang der Muffe 15 hinaus erlaubt noch ein Unterfangen des
Anschlages 2 bzw. einen noch kleineren Radius zur Brennerflamme zu nehmen als die Länge des inneren
Teiles des Aufsteckorgans 10 bei axialer Zirkelspitze zulassen würde.
Die bereits oben erwähnte Einrichtung nach Fig. 4 zeigt die Anwendung des erfindungsgemässen Ge- rätes beim Schablonenschneiden. Die Kombination der waagrechten Führungsrolle 7 mit der senkrechten
Rolle 3 erlaubt durch leichtes Andrücken des in seiner Halterung l, 2, 8 in genügendem Abstande vom
Werkstück 17 befestigten Schneidbrenners 9 eine widerstandsfreie, sichere Führung der Flamme entlang dem Randeder Schablone 16. Bei 4 ist angedeutet, dass der Abstand der Brennerflamme vom Schablonen- rand auf weniger als 20 mm reduziert werden kann.
Durch das Schutzblech 6 werden die beiden genannten Rollen und auch die Schablone vor der Ein- wirkung von Hitze und Funken geschützt. Der senkrechte Teil des Schutzbleches 6 bildet vorzugsweise ein gegen die. Flamme hin konkaves Kreissegment.
Durch die extrem aussermittige Anordnung des Klemmringes 8 für die Brennerdüse 9 kann auch die
Schablonenarbeit formgetreu und unter geringstem Abfall durchgeführt werden. Durch den geringen Ab- stand der Schneidflamme vom Schablonenrand entsteht auch beim unvermeidlichen Verschwenken des
Schneidbrenners kein merkbarer Fehler.
Die bisher beschriebenen Anordnungen der erfindungsgemässen Einrichtung hatten die Erzielung ge- ringster Schnittbreiten oder Radien zum Zweck. Ebenso häufig tritt die Notwendigkeit der Einhaltung aussergewöhnlich grosser Abmessungen bei Parallelschnitten in der Ebene oder beim Ablängen von Rohren kleineren oder grösseren Durchmessers oder bei Zirkelschnitten auf.
Fig. 5 zeigt im Aufriss und Fig. 6 im Teilgrundriss, wie die erfindungsgemässe Vorrichtung nach den
Fig. 1-4 ungewöhnlich grossen Abmessungen der Werkstücke angepasst werden kann. Diesem Zwecke dient ein Rundstab 20 in der zumeist benötigten Abstandslänge, der gegebenenfalls über ein Zwischenstück 18 mit endständigen Innengewinden und Feststell-Gegenmuttern mit einem weiteren Verlängerungsstab ver- bunden werden kann. Dieser Verlängerungsstab wird im Bedarfsfalle in eine Muffe 21 mit Innengewinde eingeschraubt, die sich an der Aussenseite der Führungsrolle 3 befindet.
Auf diesen Verlängerungsstab 20 können nun je nach Bedarf die Aufsteckmuffen mit Handgriff 12,13, 15 für Zirkelschnitte oder 11,12,
13, 14 für Parallel-oder Schablonenschnitte aufgesteckt und durch Drehen des Handgriffes 13 festge- klemmt werden.
BeimAbschneidenvon Tafeln grosser Breite oder von Rohrstücken grosser Länge kann ein unfreiwilliges
Verschwenken des Schneidbrenners zu fehlerhaften Schnitten führen. Um auch in solchen Fällen eine saubere Parallelführung des Schneidbrenners zu erzielen, ist die Zusatzeinrichtung 19, 22, 23 (Fig. 5 und 6) vorgesehen. Sie besteht aus einer Aufsteckmuffe 22, die auf einer Seite eine glatte Axialbohrung und normal darauf eine bis ins Innere reichende Gewindebohrung mit Klemmschraube 19, vorzugsweise Flügelschraube, besitzt und am andern Ende eininnengewinde zur Aufnahme eines kurzen Verlängerungsstabes 24.
An Stelle des einseitigen Innengewindes kann auch die ganze Muffe 18 eine glatte Längsbohrung aufweisen, so dass sie auf jeden glattenRundstab aufgeschoben werden kann, wenn dessen Länge selbst aus- reichendist. AnderAufsteckmuffe 22 ist imAbstande vonderKlemmschraube 19 rechtwinkelig ein Rundstab von der Dicke der Teile 10 und 20 angeschweisst, der in gewünschtem Abstande rechtwinkelig abgebogen ist, so dass dieser Schenkel wieder parallel zum Verlängerungsstab 20 steht.
Auf diese beiden Stabenden, nämlich auf den Åaus der Muffe 22 herausragenden Teil des Stabes 20 oder auf den in die Muffe 22 eingeschraubten Verlängerungsteil24sowie aufden rechtwinkelig abgebogenen Schenkel des Armes 23 könnennuninAufsteckmuffenllmitKlemmschrauben 12 und Handgriff 13 frei drehbare Führungsrollen 14 auf- geklemmtwerden, die beim leichten Andrücken an den Rand des Werkstückes 17 eine gute Parallelführung des Schneidbrenners gewährleisten. Dieser Einrichtungsteil ist sowohl zum Abschneiden von grösseren Tafeln als auch von längeren Rohrstücken vorzüglich geeignet, da er das sonst unvermeidliche Verschwenken der Brennerdüse verhindert und massgerechte Schnitte auch bei grösseren Abmessungen ermöglicht.
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Für die Anwendung der Parallelführung 22, 23, 24 zusammen mit den beiden Spurkranz-Führungs- rollen 14 bei Rohren, insbesondere solchen mit kleinerem Durchmesser, empfiehlt es sich, den Verbindungsstab 23 gemäss Fig. 6 etwa annähernd mit dem Krümmungsradius der Rohrwand geboger auszuführen. Die Führungsrollen 14 werden so angeklemmt, dass ihre Handgriffe 13 radial zur Rohrachse stehen. Durch entsprechend verkehrtes Anklemmen dieser Teile können ebensolche Schnitte allenfalls auch vom Rohrinneren her durchgeführt werden. In diesen Fällen, aber auch ganz allgemein, können die sonst bequemeren Handgriffe 13 durch kurze aber breite Mehrkant- oder Rändelschrauben ersetzt sein.
Für den Fall, als der Klemmring 8 für die Düse 9 am U-Teil l nicht angeschweisst, sondern, wie eingangs angedeutet, in einem Langloch von 1 verschiebbar angeklemmt ist, empfiehlt sich die Senkrechteinstellung des Düsenklemmringes 8 mittels eines einfachen Behelfs, der zwar nicht Bestandteil des Erfindungsgegenstandes, sondern nur wirkendes Mittel zur rascheren Inbetriebsetzung desselben ist. Dieses Zusatzgerät ist ein auf einer Bodenplatte genau senkrecht aufgeschweisster Metallzylinder von der Dicke der Brennerdüse. Der Vorrichtungsteil l wird mit dem Klemmring 8 über diesen Zylinder geschoben und der Klemmring 8 in dieser Stellung durch Anziehen der Schraubenmutter 25 fixiert.
Nach dem Abnehmen wird die Düse 9 in den Klemmring eingeschoben und durch Anziehen der Klemmschraube 26 im gewünschten Abstande von
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der Bodenplatte der beschriebenen Justiervorrichtung noch besser gesichert werden.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Zusatzgerät für Schneidbrenner, gekennzeichnetdurch einen U-förmigen Träger (1) mit etwas nach
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unten ragenden Schenkeln (2), einem aussermittigfürdieSchneidbrennerdüse (9), einer einzigen, an einem der beiden seitlichen Schenkel (2) frei drehbaren
Führungsrolle (3) mit schneidenförmigem Laufkranz und äusserer koaxialer Muffe (21) mit Innengewinde und einem, dem gegenüberliegenden Schenkel (2) des Trägers (1) durchdringenden und dortselbst ange- i schweifte ? Rundstab (10), dessen kurzerStumme] nach anfen'nd dessen längerer nach innen weist,
wobei der Abstand des inneren Endes von der extrem aussermittig eingespannten Brennerdüse gerade noch zum Auf- stecken von Werkzeug-Klemlnuffcn (lCi) auf den Rundstab (10) ausreicht.