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Sockelinstallationsselbstschalter mit Hand-, magnetischer und thermischer Auslösung
Die Erfindung betrifft einen Sockelinstallationsselbstschalter mit Hand-, magnetischer und thermi- scher Auslösung, mit einem die Anschlussklemmen tragenden Schaltersockel mit beidseitig. senkrecht zur
Befestigungsebene eingepressten, den Spulenraum, eine Lichtbogenkammer, den Raum für die Kontaktanschlüsse und die elektrischen Verbindungen bildenden Kammern, die mit Durchbrechungen für die Auslöseglieder versehen sind und gegebenenfalls mit Räumen für die Schaltschlossteile und einem vom Schaltersockel oberhalb der Lichtbogenkammern getragenen Sprungwerk verbunden sind.
Die zunehmende Elektrifizierung von Privat- und Gewerberäumen und die damit anwachsenden elektrischen Anschlusswerte von grossen Wohnblocks, Krankenhäusern, Geschäftshäusern u. dgl. zwingt dazu, Installationsselbstschalter mit noch höheren Schaltleistungen zu bauen. Es ist das Ziel vorliegender Erfindung, diese Aufgabe zu lösen, ohne das Gerät durch nennenswerten Mehraufwand zu belasten und ohne die zur Zeit erzielten günstigen Baumasse von Installationsselbstschaltern der Schmalbauweise verlassen zu müssen.
Dem Konstrukteur ist bekannt, dass die Ausbildung der Lichtbogenkammer (bzw. Kammern) ihre Anordnung gegenüber der Auslösespule sowie die Anordnung und Ausrichtung dieser beiden Einheiten im Schalter, wesentlich die Baugrösse und Bauform und die Leistung des Gerätes bestimmen.
Versuche haben ergeben, dass eine an sich bekannte U-förmige, die Auslösespule mit ihren beiden U-Schenkeln in Spulenlängsrichtung umschliessende Lichtbogenkammer zwar für die erforderlichen hohen Schaltleistungen ausgebildet werden kann, ihre bekannten Anordnungen im Schaltgerät jedoch zu unerwünschten Gerätebreiten führen.
So ist z. B. ein Sockelinstallationsselbstschalter mit einer in Sockellängsrichtung ausgerichteten, im Schaltersockel gelagerten Auslösespule bekannt, die von einer U-förmigen Lichtbogenkammer umgeben ist. Bei dieser Konstruktion stehen die Grösse der Lichtbogenkammer und die Gerätebreite in einer sehr ungünstigen Beziehung zueinander, d. h. will man dieser Lichtbogenkammer eine zur Abschaltung höchster Leistungen erforderliche Grösse verleihen, so ist das nur durch die unerwünschte Verbreiterung des Gerätes möglich, da sich die Gesamtbreite auq der Spulenbreite, den beiden Längsschenkeln der U-förmigen Lichtbogenkammer und den Trennwänden zusammensetzt.
Es ist unter anderem Aufgabe der Erfindung, diese Mängel zu beseitigen. Die Erfindung besteht darin, dass zwei parallel verlaufende, getrennte Kammern für die Hauptkontakte U-förmig, mit ihren U-Stegen in Sockellängsrichtung verlaufend und mit ihren U-Schenkeln auf die Sockelgrundfläche hinzeigend gebildet werden, die sich über die Stirnfront und beidseitig über mindestens die halbe Länge des senkrecht zur Befestigungsebene ausgerichteten und um die Schalterlängsachse aJ ; 1geordneten Spulenraumes erstrek- ken.
Durch diese gegenseitige Anordnung von Lichtbogenkammer (bzw. Kammern) und Auslösespule und
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Bei einem Installationsselbstschalterin Schraubstöpselform mit in Richtung der Schalterhochachse ausgerichteter Auslösespule ist es zwar schon bekanntgeworden, eine Lichtbogenkammer teilweise noch über den Spulenumfang in Spulenlängsrichtung umzulenken, doch brachte diese Erweiterung bei der Gesamtanordnung aus aufbautechnischen Gründen keinen erheblichen Raumgewinn. Wurde also diese Massnahme bei einem Installationsselbstschalter in Schraubstöpselform als nachteilig erkannt, so ergeben sich in ihrer erfindungsgemässen Anwendung und Ausrichtung bei einem Sockelinstallationsselbstschalter ganz erhebliche Vorteile, u. zw. nicht nur inbezug auf die Grösse und Leistungsfähigkeit der Lichtbogenkammer (bzw.
Kammern), sondern in bezug auf den gesamten Aufbau des Selbstschalters, auf seine Bauform und seine Baugrösse, was in den weiteren Ausführungen klar zum Ausdruck kommt.
Die Lichtbogenkammer ist nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung durch zwei ihren U-Schenkeln entgegengesetzte Schenkel zur Doppel-T-Form zu erweitern. Der Grundsteg ist vorteilhafterweise wesentlich schmaler auszubilden als die U-bzw. Querstege, damit eine gute Lichtbogenführung und Ausbreitung sowie eine genügende Lichtbogenspannung gegeben ist.
Die Erfindung besteht auch darin, dass der die mit einem Tauchanker ausgerüstete Auslösespule aufnehmende Spulenraum bodenseitig in den Schaltersockel eingepresst ist und eine Fortsetzung der zur Unterbringung der Kontaktanschlüsse und elektrischen Verbindungen dienenden, vom Sockelboden her ein- gepressten Kammer darstellt. Erfindungsgemäss ist es möglich, dass die Lichtbogenkammern von der Sokkelstirnseite her in den Schaltersockel eingepresst sind, und die mittlere Kammer zwischen den Lichtbogenkammern zum Durchtritt von Auslöse- und Befestigungsmitteln dient.
Ein ganz besonderer Vorteil liegt darin, dass der Selbstschalter in der Ausführung mit zwei der erfindungsgemässen Lichtbogenkammern mit einer Breite von ungefähr 27 mm herstellbar ist. Dieses Mass stellt eine Besonderheit dar, denn es hat sich durch Versuche herausgestellt, dass bei einem Kleinstmass von etwa 27 mm nebeneinander sowohl zwei Anschlussklemmen als auch ein Loch für die Befestigungschraube unterzubringen sind, wobei die erforderlichen Isolationsabstände sowohl zwischen den Anschlussklemmen eines Schalters, als auch zwischen denen benachbarter Schalter noch einhaltbar sind. Ausserdem können ein vierpoliger Trennschutzschalter u. dgl.
Geräte unter Berücksichtigung der noch zulässigen Isolationsabstände zwischen den einzelnen Zuleitungsklemmen auf das Mass 2 x 27 = 54 gebracht werden, wodurch eine Auswechselbarkeit zwischen diesen verschiedenen Geräten gewährleistet ist.
Nach einem weiteren erfindungsgemässen Vorschlag können die Festkontakte Z-förmig ausgebildet werden, so dass jeweils einer der beiden Endschenkel auf der Stirnseite des Spulenraumes ruht, während der zweite Endschenkel auf dem Boden des entsprechenden U-Schenkels einer Lichtbogenkammer mittels einer gleichzeitig zur Stromzuführung dienenden Befestigungsschraube verankert ist und der Mittelschenkel längsseitig an der Wand des Spulenraumes anliegt. Auf diese Weise sind insgesamt vier Hauptkontaktunterbrechungsstellen unterzubringen, indem in jeder Lichtbogenkammer zwei mit einer schiebergesteuerten Kontaktbrücke zusammenwirkende Z-förmige Festkontakte angeordnet sind.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand einer vorteilhaften Ausführungsart näher veranschaulicht.
Es zeigen Fig. 1 einen durch eine Lichtbogenkammer geführten Längsschnitt durch das Gerät, Fig. 2 einen durch die Längssymmetrieebene geführten Längsschnitt, Fig. 3 ein senkrecht zu den Fig. l und 2 symmetrisch durch das Gerät gehendes Schnittbild, Fig. 4 eine Draufsicht der Schaltersockelstirnseite (Schalteroberteil und Abdeckplatte sind abgenommen), Fig. 6 eine Unteransicht des zur einpoligen Abschaltung geschalteten Gerätes bei durchgeführter Nulleiterschiene (Abdeckplatte ist abgenommen), Fig. 7 eine Seitenansicht einer aus zwei erfindungsgemässen Geräten bestehenden Gerätekombination und Fig. 8 die Draufsicht der Gerätekombination nach Fig. 7.
Das erfindungsgemässe Schaltgerät besteht aus einem Schaltersockel 1 mit senkrecht zur Befestigungebene beidseitig eingepressten Kammern, aus einer den Schaltersockel l unten abschliessenden Isolierstoffplatte 2, eine : : den Schaltersockel l oben abschliessenden Isolierstoffplatte 3 und einer das Sprungwerk 5 abdeckenden und auf der oberen Isolierstoffplatte 3 aufsitzenden Kappe 4. Der dem Schaltersockel l unterseitig eingepresste Raum besteht aus einer unteren Kammer la für die Kontaktanschlüsse und elektrischen Verbindungen und aus einer darüberliegenden Kammer Ib zur Unterbringung der Auslösespule 6. Die Kammer 1b ist zylinderförmig ausgebildet und um die im Schnittpunkt der Längsdiagonalen verlaufende Schalterhochachse A angeordnet.
Von der Stirnseite Ic her sind dem Schaltersockel l schmale, in Sockelängsrichtung B verlaufende Kammern eingepresst, wovon die beiden äusseren Kammern 1d als Lichtbogenkammein dienen, während die mittlere Kammer le Platz zur Unterbringung bzw. Führung von später beschriebenen Auslöse- und Befestigungsmitteln bietet. Die Lichtbogenkammern ld besitzen T-Form und sind im Schaltersockel 1 sowie gegenüber der Auslösespule 6 symmetrisch angeordnet. Der T-Längssteg 1f befindet sich jeweils über der Stirnfront Ig des Spulenraumes Ib, während die langen Schenkel lh der T-Quer-
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sserung der Kontaktanschlusskammer la besitzende Isolierstoffplatte 2 ist vorteilhafterweise an den Schal- tetsockel l angeklebt.
Es ist jedoch ebenfalls möglich, diese beiden Gehäuseteile mittels zum Durchtritt von Gerätebefestigungsschrauben vorhandene Bohrungen lk durchtretenden Hohlnieten 2c miteinander zu befestigen.
Entsprechend den Fig. l und 4 sind die Anschlussklemmen 14 als Büchsenanschlussklemmen ausgebil- det. Dabei ergibt sich bei der vorgeschriebenen Klemmengrösse und der erfindungsgemäss erzielten Sok- kelbreite von 27 mm ein genügend grosser Isolationsabstand sowohl zwischen den die Bohrungen lk bzw.
Hohlnieien durchdringenden Befestigungsschrauben und den Anschlussklemmen 14, als auch zwischen zwei benachbarten Anschlussklemmen zwei verschiedener, in Reihenbauweise nebeneinander angeordneter Ge- räte.
Entsprechend den Fig. 7 und 8 sind die Geräte einseitig mit Kopfkontaktanschlussklemmen 17, 18 ver- sehen, damit zuleitungsseitig Schienenverbindungen möglich sind. Die Schienen sind mit 19 bezeichnet.
Es ist ersichtlich, dass die Klemmplatten 17a, 18a nach aussenhin mit den Gehäuseaussenseiten abschnei- den und nur dadurch der Isolationsabstand zwischen Nachbarklemmen 17,18 verschiedener Geräte ge- währleistet ist, dass die Anschlussklemmen sowohl höhenmässig als auch in Sockellängsrichtung B versetzt angeordnet sind. Werden die Anschlussklemmen mit Klemmschuhe versehen (nicht dargestellt), so ra- gen diese sogar über die Aussenkonturen der Geräte hinaus, wobei ebenfalls noch der erforderliche Iso- lationsabstand gewährleistet ist.
Das Gerät kann auch mit einer federnden Befestigungsvorrichtung versehen werden, indem, wie in
Fig. 7 gezeigt, ein federnder Klemmbügel 21 mit seinen doppelt abgewinkelten Enden 21a in zu diesem
Zweck erweiterten Trennfugen zwischen den Gehäuseteilen 1 und 2 eingreifen..
Das Gerät ist im Bereich der oberen Kappe 4 auf seinen Schmalseiten eingeschnürt und besitzt da- durch Stufen 3d, die vorzugsweise bei in Schalt- und Verteilertafeln mit gemeinsamer Abdeckung ein- gebauten Geräten als Abstützflächen für die Abdeckplatte genutzt werden.'
Die Erfindung ist nicht an Konstruktionseinzelheiten des Ausführungsbeispieles gebunden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sockelinstallationsselbstschalter mit Hand-, magnetischer und thermischer Auslösung, mit einem die Anschlussklemmen tragenden Schaltersockel mit beidseitig senkrecht zur Befestigungsebene eingepress- ten, den Spulenraum, eine Lichtbogenkammer, den Raum für die Kontaktanschlüsse und die elektrischen
Verbindungen bildenden Kammern, die mit Durchbrechungen für die Auslöseglieder versehen sind und ge- gebenenfalls mit Räumen für die Schaltschlossteile und einem vom Schaltersockel oberhalb der Lichtbo- genkammern getragenen Sprungwerk verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwei parallel verlau- fende, getrennte Kammern (ld) für die Hauptkontakte (7,8) U-förmig, mit ihren U-Stegen (lf) in Sok- kellängsrichtung (B) verlaufend und mit ihren U-Schenkeln (lh) auf die Sockelgrundfläche hinzeigend gebildet werden, die sich über die Stirnfront (lg)
und beidseitig über mindestens die halbe Länge des senk- recht zur Befestigungsebene ausgerichteten und um die Schalterlängsachse (A) angeordneten Spulenrau- mes (lb) erstrecken.