AT235020B - Verfahren zur Herstellung amorpher Polypropylene konstanter Qualität - Google Patents

Verfahren zur Herstellung amorpher Polypropylene konstanter Qualität

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  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung amorpher Polypropylene konstanter Qualität 
Propylen lässt sich nach bekannten Verfahren, wie sie beispielsweise in den belgischen Patentschriften   533. 362, 534. 792, 534. 888, 540. 459   und 559. 228 beschrieben sind, zu hochmolekularen, kristallinen Polypropylenen polymerisieren. Bei den Verfahren entstehen in wechselnden Mengen hoch-und niedrigmolekulare amorphe Polypropylene als Nebenprodukte, die im allgemeinen von den kristallinen Polymeren abgetrennt werden. 



   Bereits bei der Herstellung eines bestimmten kristallinen Polypropylentyps variieren die Eigenschaften der als Abfallprodukte erhaltenen amorphen Polypropylenen. Da jedoch im allgemeinen mehrere Typen von kristallinen Polypropylenen hergestellt werden, besitzen die als Nebenprodukte anfallenden amorphen Polypropylene sehr unterschiedliche Qualität, z. B. können die amorphen Polypropylene sowohl honigartige als auch kautschukähnliche Konsistenz besitzen. Infolge der ständig in weiten Grenzen schwankenden Qualität der amorphen Polypropylene konnte für die Produkte bisher keine technische Verwendungsmöglichkeit gefunden werden. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich amorphe Polypropylene unterschiedlicher Qualität, wie sie beispielsweise bei der Herstellung der kristallinen, hochmolekularen Polypropylene als Nebenprodukte anfallen, durch Erhitzen auf 280 bis 400   C, vorzugsweise 300 bis 350   C, in untereinander identische Produkte konstanter Qualität, insbesondere konstanter Viskosität und Dichte, und guter technischer Verwertbarkeit umwandeln lassen. 



   Die nach dem   erfindungsgemässen   Verfahren zu behandelnden amorphen Polypropylene sind vornehmlich zähflüssige bis halbfeste Produkte mit vorwiegend kautschukartigem Charakter. Ihre Eigen- 
 EMI1.1 
 gewichtes   R   (ebullioskopisch bestimmt) beträgt zirka 3000 bis 20. 000, insbesondere 4000 bis   15. 000.   



  Die Produkte können noch bis zu 10% kristalline Anteile enthalten. 



   Das Erhitzen dieser amorphen Polypropylene erfolgt vorzugsweise unter Ausschluss von Sauerstoff oder sauerstoffabgebenden Verbindungen während eines Zeitraumes von etwa 1 bis 150 bzw. 5 bis 100 min, vorzugsweise von 15 bis 50 min. 



   Das Verfahren lässt sich sowohl diskontinuierlich, z. B. in einem Rührkessel, als auch besonders vorteilhaft kontinuierlich durchführen. Bei kontinuierlicher Verfahrensweise kann man z. B. die Schmelze des amorphen Polypropylens mit Hilfe einer geeigneten Pumpe durch eine auf die Reaktionstemperatur erhitzte Rohrschlange fördern. Flüchtige Anteile können am Ende der Heizstrecke in bekannter Weise abgetrennt werden. Falls auf die Beseitigung der niedermolekularen Anteile besonderer Wert gelegt wird, lässt sich das Verfahren auch im Vakuum durchführen. 



   Der besondere Vorteil des   erfindungsgemässen   Verfahrens besteht darin, dass es gestattet, Ausgangsprodukte mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften bezüglich Viskosität, Dichte, Härte usw. in einer einzigen Apparatur bei einer bestimmten konstanten Temperatur in ein einheitliches technisch brauchbares Fertigprodukt stets gleichbleibender Qualität umzuwandeln. 



   Der thermische Abbau von hochmolekularen kristallinen Polypropylenen zu hochschmelzenden Wachsen ist bekannt (DAS 1, 048. 415). 



   Die Ausbeute an festem Wachs erreicht bei diesem Verfahren jedoch nur 60 bis maximal 90% der eingesetzten Menge. 



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren werden dagegen praktisch quantitative Ausbeuten erreicht. 



  Weiterhin war es überraschend, dass man aus unterschiedlichen Einsatzprodukten dieselben Endprodukte erhält, wenn man die amorphen Polypropylene eine bestimmte Zeit lang auf eine bestimmte Temperatur erhitzt. Es zeigte sich insbesondere, dass sich die erfindungsgemäss erhaltenen Produkte durch eine vergleichsweise enge Molekulargewichtsverteilung auszeichnen, d. h. dass die Reaktionsprodukte bei niedriger Schmelzviskosität hohe mechanische Werte erreichen. 

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   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen amorphen Polypropylene sind sehr flexibel und zeichnen sich durch hohe Klebkraft aus. Sie finden z. B. Verwendung bei der Herstellung von : Pigmentpräparationen, schlagzähen Kunststoffen, flexiblen Paraffin- und Petroleumwachsen, Plastikatoren für Kautschuke, Heisskleber, Kontaktkleber und Kaschierwachsen. Weiterhin lassen sich die Produkte u. a. an Stelle der bekannten Polyisobutylene für weitere zahlreiche Verwendungszwecke einsetzen. 



   Beispiel 1 : Ein amorphes Polypropylen, erhalten als Nebenprodukt bei der Herstellung von kristallinem, hochmolekularem Polypropylen mit einer Viskosität der Schmelze bei 120   C von 24. 000 cSt und einer Dichte von   0, 89 gfcm3   wird 1 h auf 310   C erhitzt. Nach Beendigung der Reaktion erhält man mit einer Ausbeute von   99%   ein Produkt mit einer Viskosität der Schmelze bei 120   C von   10 000   cSt und einer Dichte von   0, 87 gfcm3.   



   Erhitzt man das obengenannte Nebenprodukt eine Stunde auf 335   C so erhält man ein Produkt mit einer Viskosität der Schmelze bei 120   C von 700 cSt, Ausbeute   97%.   



   Beispiel 2 : Ein anderes amorphes Polypropylen, ebenfalls ein Abfallprodukt, mit einer Viskosität der Schmelze bei   1200 C   von   136. 000 cSt   und einer Dichte von 0, 82 besitzt nach einstündigem Erhitzen auf 310   C eine Schmelzviskosität bei 120   C von   10. 200 cSt   und eine Dichte von   0, 87 gfcm3,   Ausbeute   98, 5%.    



   Nach einstündigem Erhitzen bei   335  C   erhält man ein Produkt mit einer Schmelzviskosität von 680 cSt, Ausbeute   97%.   



   Ein Vergleich von Beispiel 1 und 2 zeigt, dass die Reaktionsprodukte der beiden Beispiele praktisch identisch sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung amorpher Polypropylene konstanter Qualität, insbesondere konstanter Viskosität und Dichte, dadurch gekennzeichnet, dass man amorphe Polypropylene unterschiedlicher Qualität, wie sie beispielsweise bei der Herstellung der kristallinen, hochmolekularen Polypropylene als Nebenprodukte anfallen, 1 bis 150 min, vorzugsweise 15 bis 50 min, auf Temperaturen zwischen etwa 280 und etwa 400 C erhitzt.
AT301762A 1961-04-13 1962-04-11 Verfahren zur Herstellung amorpher Polypropylene konstanter Qualität AT235020B (de)

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