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Kontinuierlich arbeitende Schubzentrifuge
Die Erfindung betrifft eine kontinuierlich arbeitende Schubzentrifuge, die eine das Zentrifugenende in radialer Richtung aussen umgebende, stillstehende Ringrinne aufweist, wobei der aus der Trommel aus, - tretende Feststoff angenähert tangential unmittelbar in das Rinnenbett eintritt und unter dem Einfluss der ihm innewohnenden kinetischen Energie in der Ringrinne einen im Sinne der Zentrifugentrommel umlaufenden Feststoffstrom bildet, der die Ringrinne durch eine im Rinnenbett befindliche Öffnung als gerichteter Strom wieder verlässt, wobei mindestens ein in das Lichtprofil der Ringrinne hineinragender, umlaufender Flügel, eine Schleife, ein Haken od. dgl. vorgesehen ist.
Die erwähnten Ringrinnen sind sehr vorteilhaft, weil sie den Feststoff schonend und gerichtet aus der Zentrifuge austreten lassen. Hat der ausgetragene Feststoff aber eine zu grosse Neigung an der Rinnenoberfläche anzukleben, so verstopft die Rinne bald und füllt sich ganz mit ruhendem Feststoff.
In der deutschen Patentschrift Nr. 65202 ist nun eine Zentrifuge bekanntgeworden, die am Austrittsende der Zentrifugentrommel eine den austretenden Feststoff auffangende Rinne aufweist, wobei mindestens ein in das lichte Profil der Rinne reichender, in Umlauf versetzbarer Flügel vorgesehen ist. Die bei dieser Zentrifuge vorgesehene Rinne ist jedoch mit der eingangs erwähnten Ringrinne nicht vergleichbar.
Sie muss für die Aufnahme des ganzen Feststoffinhaltes der Zentrifugentrommel dimensioniert sein, da der Feststoff in der Rinne zur Ruhe kommt und nur von Zeit zu Zeit durch die in Umlauf versetzbaren Flügel ausgestossen wird.
Die Erfindung bezweckt, die geschilderten Nachteile zu vermeiden. Bei einer kontinuierlich arbeitenden Schubzentrifuge der eingangs beschriebenen Art ist zu diesem Zweck erfindungsgemäss der Flügel, die Schleife, der Haken od. dgl. an der Zentrifugentrommel befestigt.
Auf diese Weise kann die eingangs erwähnte, besonders vorteilhafte Ringrinne auch bei leicht anhaftenden Feststoffen verwendet werden. Sie muss dabei nur für die kleine, bei einem Hub der Zentrifugentrommel austretende Teilmenge des Feststoffes dimensioniert sein. Der tangential in die Ringrinne eintretende Feststoff bildet unter dem Einfluss der ihm innewohnenden kinetischen Energie einen umlaufenden Feststoffstrom und verlässt die Ringrinne durch eine im Rinnenbett befindliche Öffnung als gerichteter Strom.
Der umlaufende Feststoffstrom wird durch die mit der Zentrifugentrommel verbundenen, in das Lichtprofil der Ringrinne ragenden Flügel nicht gestört, da Flügel und Feststoffstrom praktisch die gleiche Geschwindigkeit aufweisen. Sobald aber einzelne Feststoffteilchen aus dem geschlossenen Feststoffstrom auszutretenversuchen sollten, werden sie von den Flügeln ergriffen und am Verlassen des Stoffstromes gehindert, so dass die Rinnenoberfläche sauber und die Rinne immer offen bleibt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes vereinfacht dargestellt. Es zei-
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Die in Fig. l und 2 dargestellte Schubzentrifuge weist ein Gehäuse l, ein Austrittsgehäuse 2, eine Zentrifugentrommel 3 mit einem Spaltsieb 31 und einen Schubboden 4 auf. Mittels einer Leitung 5gelangt
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das Schleudergut über einen Trichter 6 in die Trommel 3, in der es durch den Schubboden 4 vorwärts ge- schoben wird. Am Austrittsende der Zentrifugentrommel 3 ist eine den austretenden Feststoff auffangende
Ringrinne 7 vorgesehen. Diese hat in der Sohle ihres Bettes eine Öffnung 8 mit einem tangential an die
Ringrinne 7 anschliessenden Rinnenstück 9, aus dem der Feststoff in einem gerichteten Strahl austritt.
Um jegliches Anhaften des Feststoffes an der Oberfläche der Ringrinne 7 von vornherein zu verhin- dern, sind in das Lichtprofil der Ringrinne 7 reichende, mit der Zentrifugentrommel 3 verbundene Flügel
10 vorgesehen.
Die Flügel 10 sind mit der Zentrifugentrommel 3 über einen Ring 11 fest verbunden und überstreichen. mit geringem Spiel die gesamte Innenkontur des Profils der Ringrinne 7. Die Kante 12 des Flügels 10, auf die Teile des aus der Trommel austretenden Feststoffstroms auftreffen, ist zugespitzt, damit sich auf ihr kein Feststoff staut oder von ihr in den Raum ausserhalb der Rinne 7 abgelenkt wird.
Der in Fig. 5 und 6 gezeigte Flügel 13 ist an der Trommel 3 über einen in Achsrichtung der Trommel verlaufenden Bolzen 14 drehbeweglich aufgehängt und wird durch die Fliehkraft in seiner die Innenkontur des Profils der Ringrinne überstreichenden Stellung gehalten, kann sich aber nötigenfalls durch Drehung um die Achse des Bolzens 14 vom Rinnenbett entfernen.
Der Flügel 15 nach Fig. 7 ist aus einem längs der Innenkontur des Profils der Ringrinne verlaufenden Draht gebildet, während der Flügel'16 nach den Fig. 8 und 9 aus einem längs der genannten Innenkontur verlaufenden Band hergestellt ist.
Die Flügel 17,18 und 19 nach den Fig. 10 und 11 überstreichen jede einen andern Teil der genannten Innenkontur. In Fig. 10 ist der Flügel 17 dargestellt, während das Profil des Flügels 18 mit gestrichelter Linie, das Profil des Flügels 19 mit strichpunktierter Linie eingezeichnet ist.
Der die Ringrinnenoberfläche überstreichende Teil der Flügel kann auch rechenartig oder besenartig ausgebildet sein, oder eine weiche Kante, beispielsweise aus Gummi, aufweisen. Die Flügel können auch nach Art der Turbinenschaufeln mit einer sich nötigenfalls abschleifenden festen Streifkante ausgerüstet werden, um einen festen Flügel und trotzdem ein sehr kleines Spiel zwischen Flügel und Rinnenoberfläche zu ermöglichen.
Um bei Flügeln mit nicht zugespitzter Staukante auf diese gelangenden Feststoff in das Innere der Ringrinne 7 zu leiten, kann am Ende der Staukante eine Gegensteigerung 20 (Fig. 12) oder ein Leitblech 21 (Fig. 13) vorgesehen werden, oder es kann das Flügelblatt am Ende 22 der Staukante verwölbt werden (Fig. 14).
PATENTANSPRÜCHE
1. Kontinuierlich arbeitende Schubzentrifuge, die eine das Z8ntrifugenende in radialer Richtung aussen umgebende, stillstehende Ringrinne aufweist, wobei der aus der Trommel austretende Feststoff angenähert tangential unmittelbar in das Rinnenbett eintritt und unter dem Einfluss der ihm innewohnenden, kinetischen Energie in der Ringrinne einen im Sinne der Zentrifugentrommel umlaufenden Feststoffstrom bildet, der die Ringrinne durch eine im Rinnenbett befindliche Öffnung als gerichteter Strom wieder verlässt, wobei mindestens ein in das Lichtprofil der Ringrinne hineinragender, umlaufender Flügel, eine
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