AT232374B - Zweikomponenten-Diazotypiematerial - Google Patents

Zweikomponenten-Diazotypiematerial

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AT232374B
AT232374B AT365362A AT365362A AT232374B AT 232374 B AT232374 B AT 232374B AT 365362 A AT365362 A AT 365362A AT 365362 A AT365362 A AT 365362A AT 232374 B AT232374 B AT 232374B
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oxy
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naphthoic acid
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diazo
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Kalle Ag
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Zweikomponenten-Diazotypiematerial 
In der Diazotypie hat die Verwendung von Amiden der 2, 3-Oxynaphthoesäure als Azokomponente in Kombination mit   p-Aminobenzoldiazoverbindungen   eine gewisse praktische Bedeutung erlangt, besonders bei der Herstellung von Diazolichtpausschichten auf transparenten Schichtträgern oder Papieren mit lakkierter Oberfläche. Wegen ihrer   besseren Löslichkeitbevorzugt man   die Amide aus 2, 3-Oxynaphthoesäure und aliphatischen Aminen, vor allem solchen, welche wenigstens eine löslichmachende Gruppe enthalten,   z. B.   eine Hydroxyalkylgruppe oder eine basisch substituierte Alkylgruppe, die zur Salzbildung befähigt ist. 



   Bisher verwendete man für die Diazotypie nur Amide der 2, 3-Oxynaphthoesäure mit primären aliphatischen Aminen, d. h. Amide mit einem freien Wasserstoffatom an dem Carbonamidstickstoff. Diese ergeben besonders farbkräftige Kopien mit tief blauen Linien. Nachteilig ist jedoch, dass diese   Azokom-   ponenten bei Anwesenheit von Alkali, beispielsweise von für die Entwicklung von Zweikomponenten-Diazotypiepapieren üblicherweise gebrauchtem Ammoniakgas, eine Gelbfärbung des Papier-Schichtträgers hervorrufen, vermutlich infolge Salzbildung, die an dem freien Wasserstoffatom des Carbonamidstickstoffs eintritt. Man erhält daher Diazotypiekopien mit stark gelb gefärbtem Untergrund, der auch nach längerem Liegen nicht das in der Praxis gewünschte Weiss annimmt.

   Aus diesem Grund wurden die 2,   3-0xynaphthoesäureamide als Azokomponentennur fUr lichtempfindliche Diazotypieschichten   auf einem hydrophoben Schichtträger verwendet, bei dem sowohl die Sensibilisierflüssigkeit als auch das Ammoniakgas nur oberflächlich in den Schichtträger eindringen. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Zweikomponenten-Diazotypiematerial von hoher Qualität und gro- sser Lagerfähigkeit, dessen hervorragende Eigenschaften auf der Anwesenheit bestimmter 2,   3-Oxynaph-   thoesäureamide als Azokomponenten in der lichtempfindlichen Schicht beruhen. Das erfindungsgemässe Zweikomponenten-Diazotypiematerial ist dadurch   gekennzeichnet, dass   die lichtempfindliche Schicht als Azokomponente wenigstens eine amidierte 2,   3-0xynaphthoesäure   entsprechend der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in welcher R für Wasserstoff, Halogen, Alkyl oder Alkoxy und R für Wasserstoff, Alkyl, Aralkyl oder Oxyalkyl stehen, und als Diazokomponente wenigstens eine Diazoverbindung vom Typ der diazotierten p-Phenylendiamine enthält, in welchen der zur Diazogruppe paraständige Stickstoff sekundär oder tertiär ist.

   Das der obigen Formel entsprechende Piperazid der 2, 3-Oxynaphthoesäure kann auch als Salz einer starken anorganischen oder organischen Säure vorliegen. 



   Man erhält die erfindungsgemässen Azokomponenten der oben angegebenen allgemeinen Formel 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 durch Amidierung von 2,   3-0xynaphthoesäure   oder einem ihrer gemäss obiger Formel in Betracht kommen- den Substitutionsprodukte mit einem an nur einem Stickstoffatom durch Alkyl, Oxyalkyl, Aralkyl oder einer Gruppe, die durch verseifende Mittel abspaltbar ist, substituierten Piperazin, wobei das Wasser- stoffatom an dem nicht substituierten Stickstoffatom des Piperazin mit der Carboxylgruppe der Oxy-   i naphthoesäure   in Reaktion tritt.

   Die erhaltenen 2,   3-Oxynaphthoesäurepiperazide   sind in Form ihrer Salze gut wasserlöslich und ergeben bei ihrer   Verwendung als Azokomponente in Zweikomponenten-Diazotypie-   schichten bei Anwesenheit von p-AminobenzoldiazoverbindungenDiazotypiekopien in tief blauen bis blau- schwarzen Farbtönen bei rein weissem Untergrund. 



   Die Anwesenheit von Substituenten in dem Naphthalinkern der 2, 3-Oxynaphthoesäurepiperazide   ge-     I mäss   obiger allgemeiner Formel hat auf Farbton und Farbkraft der mit dem   erfindungsgemässen   Diazotypie- material hergestellten Diazotypiekopien einen günstigen Einfluss. Beispielsweise bewirkt eine Methoxy- gruppe eine Verschiebung des Farbtones nach Blau. Halogenatome führen zur absoluten Wasserfestigkeit der Farbstoffe auch mit solchen Diazoverbindungen, deren Farbstoffe stark zum Ausbluten neigen. 



   Durch die Erfindung wird die Anwendungsmöglichkeit von Amiden der 2, 3-Oxynaphthoesäuren, die   iallgemein Azofarbstoffe   mit besonderer Farbkraft liefern, in der Diazotypie wesentlich erweitert und ver- 
 EMI2.1 
 den Azokomponenten und können daher mit Diazoverbindungen mit hoher Kupplungsenergie in Zweikomponentenschichten verwendet werden. Viele dieser Diazoverbindungen ergeben besonders lichtechte Farbstoffe, mithin Diazotypiekopien hoher Qualität. 



   Verwendet man die erfindungsgemässen 2,   3-0xynaphthoesäurepiperazide   in   Zweikomponentenschich-   ten mit solchen p-Aminobenzoldiazoverbindungen, welche im Benzolkern zwei paraständige Alkoxygruppen tragen und wegen ihrer hohen Lichtempfindlichkeit neuerdings viel Interesse fanden, so ist das lichtempfindliche Material sehr gut lagerfähig und liefert Diazotypiekopien mit tief blauen Linien. Durch Mitverwendung einer gelb kuppelnden Komponente in der Schicht lassen sich die Blautöne nach Schwarz einstellen. 



   Hervorzuheben ist die gute Wasserfestigkeit der Diazotypiekopien, die man von dem erfindungsgemässen Zweikomponenten-Diazotypiematerial erhält. Diese Diazotypiekopien übertreffen hinsichtlich ihrer Wasserbeständigkeit bei weitem diejenigen, welche von den bisher bekannten Diazotypiepapieren erzeugt werden können, die hoch lichtempfindliche Diazoverbindungen enthalten und blaue oder schwarze Farbtöne ergeben. 



   Man stellt erfindungsgemäss als Azokomponenten für   Zweikomponenten-Diazotypiematerial   zu verwendende 2, 3-Oxynaphthoesäurepiperazide beispielsweise her, indem   man 2, 3-0xynaphthoesäure oder   ihr den betreffenden Substituenten tragendes Substitutionsprodukt in das Säurechlorid überführt und dieses mit Monoalkyl-piperazin in   Gegen wart eines indifferenten Lösungsmittels   zur Umsetzung bringt. Die Säurechloridherstellung ist in der USA-Patentschrift Nr. 2,899, 458 beschrieben. Es ist nicht erforderlich, das Säurechlorid zu   isolieren, man erhält   die Piperazide in guter Ausbeute im Einstufenverfahren, indem man die Piperazidbase der nach der Überführung in 2, 3-Oxynaphthoesäurechlorid erhaltenen Reaktionslösung nachträglich hinzufügt.

   Die Verbindungen sind auch erhältlich durch Umsetzung der Ester der 2,   3-Oxy-   naphthoesäure und ihrer Derivate mit den Piperazinbasen, doch ist diese Darstellungsmethode wegen der nur schlechten Ausbeute weniger geeignet. 



     Beispiel I :   Zu einer Lösung aus 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 3 <SEP> g <SEP> Zitronensäure
<tb> 8g <SEP> Thioharnstoff <SEP> 
<tb> 2g <SEP> Triglykol
<tb> Ig <SEP> Borsäure
<tb> 2 <SEP> cms <SEP> Isopropylalkohol
<tb> 80 <SEP> cm3 <SEP> Wasser
<tb> 
 werden 2 g   2 Oxy-3-naphthoesa. ure-N-methylpiperazid   und 2 g 1-Diäthylamino 3-äthoxybenzol-4-diazoniumchlorid (Chlorzinkdoppelsalz) gegeben. Man fügt Wasser hinzu, bis das Volumen der Flüssigkeit 100   cm   beträgt. Diese Sensibilisierflüssigkeit wird filtriert und zur Herstellung einer lichtempfindlichen Schicht auf Lichtpaus-Rohpapier verwendet. Nach der Belichtung der lichtempfindlichen Schicht unter einer transparenten Kopiervorlage wird sie mit Ammoniakgas entwickelt, und erhält dann intensiv blaue, positive Kopien der verwendeten   Vorlage.

   Das 2-Oxy-3-naphthoesäure-N-methylpiperazid mit   der Formel 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 stellt man folgendermassen   her:  
37, 6 g = 0,2 Mol   2-0xy-3-naphthoesäure   werden in 75 cm Methylenchlorid suspendiert. Die Suspension wird mit ein bis zwei Tropfen Pyridin versetzt, unter Rühren 23,8 g = 0,2 Mol Thionylchlorid hinzugegeben und das Gemisch unter Rückfluss zum Sieden gebracht. Nach etwa 1 h hat sich eine klare Lösung   gebildet, zu der man 20 g = 0,2 Mol N-Methylpiperazin tropfenweise zugibt. Man rührt die Lösung noch kurze Zeit weiter, setzt dann etwa 100 cm Wasser zu, stellt mit Salzsäure einen pH-Wert von etwa 3 bis   4 ein, und trennt das Methylenchlorid im Scheidetrichter ab.

   Die wässerige Phase wird mit etwa 45 ems   40% igue   Natronlauge versetzt, durch Zufügen von Eisstücken abgekühlt, über Aktivkohle filtriert und auf PH 7-7, 5eingestellt, indem etwa 100 cd einer   zuigen   Essigsäure tropfenweise zugefügt   werden. 2-Oxy-     - 3-naphthoesäure-N-methylpiperazid   scheidet sich als fast weisses Produkt ab und wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und bei 50 - 600C getrocknet. Nach dem Umkristallisieren aus einem Methanol-Wasser-Gemisch schmilzt die Verbindung bei   221 Oc. Die   Ausbeute beträgt 45 g = 84% der Theorie. 



   In der oben angegebenen Sensibilisierflüssigkeit lassen sich an Stelle von   1-Diäthylamino-3-äthoxy-   benzol-4-diazoniumchlorid in Form des   Zinkchloriddoppelsalzes   die folgenden Diazoverbindungen mit gleich gutem Ergebnis verwenden,   u. zw.   gleichfalls als Zinkchloriddoppelsalz :   l-Benzoylamino-2, 5-diäthoxybenzol-4-diazoniumchlorid    (Farbe der Kopie : blauviolett)   l-Dimethylamino-2, 5-diäthoxybenzol-4-diazoniumchlorid    (Farbe der Kopie : leuchtend blau) 
 EMI3.2 
 (Farbe der Kopie : intensiv blau)   1-Phenylaminobenzol-4-diazoniumchlorid   (wird nicht als Zinkchloriddoppelsalz verwendet,
Farbe der Kopie : violettschwarz). 



     Beispiel 2 ; Die   Sensibilisierflüssigkeit wird wie in Beispiel 1 hergestellt unter Verwendung von 2, 0 g   2-Oxy-3-naphthoesäure-N-äthylpiperazid   als Azokomponente und von   2,     Ogl-Benzoylamino-   - 2, 5-diäthoxybenzol-4-diazoniumchlorid (Chlorzinkdoppelsalz) als Diazoverbindung. Von dem mit dieser Lösung beschichteten Papier erhält man Diazotypiekopien mit blauvioletten Linien, deren Farbton im wesentlichen übereinstimmt mit dem den man mit der gleichen Diazoverbindung und 2-0xy-3-naphthoesäure-N-methylpiperazid (Beispiel   1)   erhält. 



   Das   2-Oxy-3-naphthoesäure-N-äthylpiperazid   wird durch Umsetzen von N-Äthylpiperazin mit   2-Oxy-   -3-naphthoesäurechlorid in Analogie zu der in Beispiel 1 aufgeführten Arbeitsweise hergestellt. Die Verbindung ist ein weisses, kristallines Produkt vom Schmelzpunkt 1770C. 



     Beispiel 3 :   In der in Beispiel 1 angegebenen Sensibilisierflüssigkeit werden die Azokomponente und die Diazoverbindung ersetzt durch 2, 5 g 6-Brom-2-oxy-3-naphthoesäure-N-methylpiperazid und 2,0 g   1-Phenylaminobenzol-4-diazoniumchlorid.   Die Sensibilisierflüssigkeit wird auf Lichtpaus-Rohpapier aufgestrichen und getrocknet. Bei Belichtung der lichtempfindlichen Schicht und anschliessendem Entwickeln mit Ammoniakgas erhält man Diazotypiekopien mit   violettschwarzen Linien   ähnlich denjenigen, die man mit der gleichen Diazoverbindung und 2-Oxy-3-naphthoesäure-N-methylpiperazid (Beispiel   1)   erhält. Der   Farbstoff ist ; absolut   wasserfest. 



     Das #-Brom-2-oxy-3-naphthoesäure-N-methylpiperazid,   ein weisses, kristallines Produkt, wird analog der in Beispiel 1 angegebenen Arbeitsweise durch Umsetzen von N-Methyl-piperazin mit 6-Brom-2-oxy- -3-naphthoesäurechlorid hergestellt; es schmilzt bei 242 C. 



   Beispiel 4 : Man löst in der in Beispiel 1 beschriebenen Sensibilisierflüssigkeit 2, 2 g 6-Methoxy-   - 2-oxy-3-naphthoesäure-N-methylpiperazid   als Azokomponente und 2,0 g 1-Benzoylamino-2, 5-di- 

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   - äthoxybenzol-4-diazoniumchlorid   (Chlorzinkdoppelsalz) als Diazoverbindung an Stelle der in Beispiel 1 angegebenen Azokomponente und Diazoverbindung. Von dem mit dieser Sensibilisierflüssigkeit beschichteten Papier erhält man Diazotypiekopien mit intensiv blauen Linien, weil die   in dem 2-0xy-3-naphthoe-   säure-N-methylpiperazid in 6-Stellung anwesende Methoxygruppe eine Verschiebung des Farbtones nach neutralblau bewirkt. 



   Das 6-Methoxy-2-oxy-3-naphthoesäure-N-methylpiperazid wird analog der in Beispiel 1 angegebenen Arbeitsweise durch Umsetzen von N-Methylpiperazin mit 6-Methoxy-2-oxy-3-naphthoesäurechlorid hergestellt, es schmilzt bei   225 C.   
 EMI4.1 
 chlorid (Chlorzinkdoppelsalz) werden in der in Beispiel 1 beschriebenen Sensibilisierflüssigkeit an Stelle der dort angegebenen Mengen Azokomponente und Diazoverbindung gelöst. Die Sensibilisierflüssigkeit wird wie. üblich auf Lichtpaus-Rohpapier aufgestrichen und getrocknet. Nach der Belichtung des Diazotypiepapiers unter einer Kopiervorlage und Entwicklung mit Ammoniakgas erhält man eine Diazotypiekopie mit tiefschwarzen Linien. 



   Das   2-Oxy-3-naphthoesäure-N-oxäthylpiperazid   wird analog der in Beispiel 1 angegebenen Arbeitsweise durch Umsetzen von N-Oxäthylpiperazin und   2-0xy-3-naphthoesäurechlorid   hergestellt ; es schmilzt bei 184 C. 



   Beispiel 6 : In der in Beispiel 1 beschriebenen Sensibilisierflüssigkeit löst man   2,     0g 2-Oxy-     - 3-naphthoesäurepiperazid   und 2,0 g   1-Diäthylamino-3-äthoxybenzol-4-diazoniumchlorid   (Chlorzinkdoppelsalz) an Stelle der in Beispiel 1 genannten Azokomponente und    Diazoverbindung. Voa   dem mit dieser Sensibilisierflüssigkeit beschichteten Papier erhält man durch Belichtung unter einer Kopiervorlage und Entwicklung eine Diazotypiekopiemit blauschwarzen Linien. Im Vergleich zu dem in Beispiel 1 angegebenen Farbton bei Verwendung derselben Diazoverbindung ist der mit dieser hier benutzten Azokomponente erzeugte Farbton nach neutralblau verschoben. 



   Das 2-Oxy-3-naphthoesäure-piperazid wurde auf folgendem Wege hergestellt :
Zu einer Suspension von 37,6 g = 0, 2 Mol   2-0xy-3-naphthoesäure   in 75   cm3   Methylenchlorid setzt man ein bis zwei Tropfen Pyridin und anschliessend 23,8 g = 2 Mol Thionylchlorid hinzu und bringt das Gemisch unter Rühren etwa 1 h lang unter Rückfluss zum Sieden. Es entsteht eine klare Lösung, zu welcher man 64 g = 0, 4 Mol Piperazin-N-carbonsäureäthylester tropfenweise zufügt. 



   Der Piperazin-N-carbonsäureäthylester wird hergestellt nach den Angaben in "Journal of the Chemical Society" London [1929], S. 42. Das Reaktionsgemisch wird mit 5%iger Natronlauge ausgeschuttelt, das Methylenchlorid abgetrennt und die wässerige Phase über Aktivkohle filtriert und mit Salzsäure angesäuert. Der ausgeschiedene   2-Oxy-3-naphthoesäurepiperazid-N-carbonsäureäthylester   wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und aus einer Methanol-Wasser-Mischung umkristallisiert. Man erhält 46,5 g   2-Oxy-     - 3-naphthoesäure-N-carbäthoxypiperazid   vom Schmelzpunkt 179 C. 10 g dieses Produktes löst man in 60   cm3   10%iger Natronlauge und erwärmt die Lösung etwa 2 h auf 90 C.

   Die abgekühlte Lösung wird mit   Salzsäure angesäuert, über   Aktivkohle filtriert und mit   10% piger   Sodalösung auf den pH-Wert 7, 5-8 abgestumpft. Es scheidet sich   2-0xy-3-naphthoesäure-piperazid   aus, welches in eiskaltem Zustand abgesaugt und aus Wasser umkristallisiert wird. Es besitzt den Schmelzpunkt   217 C.   



   Beispiel 7 : Zu einer Lösung aus 
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> 3g <SEP> Zitronensäure
<tb> 8 <SEP> g <SEP> Thioharnstoff
<tb> 2g <SEP> Triglykol
<tb> 1 <SEP> g <SEP> Borsäure
<tb> 50 <SEP> cm <SEP> Isopropylalkohol
<tb> 30 <SEP> cm <SEP> Wasser
<tb> 
 werden 2,2 g 2-Oxy-3-naphthoesäure-N-benzylpiperazid und 2,   0 g 1-Morpholino-2,   5-dimethoxy-benzol-4-diazoniumchlorid (Chlorzinkdoppelsalz) hinzugegeben. Die Lösung wird mit Wasser auf   ein Volu-   men von 100 cm3 gebracht Mit dieser Lösung wird ein mit Celluloseacetat lackiertes Lichtpaus-Rohpapier beschichtet. Man erhält nach dem Belichten des getrockneten Diazotypiematerials unter einer Kopiervorlage und dem Entwickeln mit Ammoniakgas sehr kontrastreiche Diazotypiekopien mit intensiv blauen Linien.

   Im Farbton zeigen sie keinen wesentlichen Unterschied im Vergleich mit den in Beispiel 1 angeführten Diazotypiekopien, die mit Diazotypiematerial, das die gleiche Diazoverbindung und   2-Oxy-     -3-naphthoesäure-N-methylpiperazid enthält,   hergestellt wurden. Der. intensiv blaue Farbstoff ist wie 

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 auch die nit andern Diazoverbindungen erhältlichen Farbstoffe absolut wasserfest. 



   Zur Herstellung des 2-Oxy-3-naphthoesäure-N-benzylpiperazids   verfährt   man wie folgt :
Eine Suspension von 37, 6 g = 0, 2 Mol   2-Oxy-3-naphthoesäure   in 75   cma   Methylenchlorid wird erst mit ein bis zwei Tropfen Pyridin und dann mit 23,8 g = 0,2 Mol Thionylchlorid versetzt. Man bringt das Gemisch unter Rühren etwa 1 h zum Sieden und gibt zu der nun klaren Lösung 35, 2 g = 0. 2 Mol   N-Ben-   zylpiperazin tropfenweise zu. Nach dem Abkühlen des Reaktionsgemisches saugt man den Niederschlag   ab. wäscht ihn   mit etwa Methylenchlorid und löst ihn in heissem Dimethylformamid. Nach dem Filtrieren der Lösung über Aktivkohle fügt man zu dem Filtrat Wasser und saugt den entstandenen Niederschlag ab, der mit Wasser gewaschen und getrocknet wird.

   Man erhält 34 g eines weissen kristallinen Produktes, das nach nochmaligem Umkristallisieren aus Dioxan bei 2120C schmilzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Zweikomponenten-Diazotypiematerial mit 2-Oxy-3-naphthoesäureamiden als Azokomponenten in der lichtempfindlichen Schicht, dadurch gekennzeichnet, dass diese Schicht als Azokomponente wenigstens ein 2-Oxy-S-naphthoesäure-piperazid entsprechend der allgemeinen Formel EMI5.1 in welcher R für Wasserstoff, Halogen, Alkyl oder Alkoxy und R, für Wasserstoff, Alkyl, Aralkyl oder Oxyalkyl stehen, und als Diazokomponente wenigstens eine Diazoverbindung vom Typ der diazotierten p-Phenylendiamine enthält, in welchen der zur Diazogruppe paraständige Stickstoff sekundär oder tertiär ist.
AT365362A 1961-05-05 1962-05-04 Zweikomponenten-Diazotypiematerial AT232374B (de)

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